{"id":2691,"date":"2012-12-20T07:23:19","date_gmt":"2012-12-20T05:23:19","guid":{"rendered":"http:\/\/www.luxorbis.org\/friedensplattform.at\/?p=2691"},"modified":"2012-12-20T07:23:19","modified_gmt":"2012-12-20T05:23:19","slug":"stellungnahme-der-palaestinensischen-gemeinde-deutschland-pgd-und-der-deutsch-palaestinensischen-gesellschaft-dpg-zum-vorhaben-der-spd-israel-einen-wald-zu-finanzieren","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.friedensplattform.at\/?p=2691","title":{"rendered":"Stellungnahme pal&#228;stinensischer Organsiationen in Dtl. zum Waldschenkungsvorhaben der SPD an Israel"},"content":{"rendered":"<h3><small><strong> <\/strong>Tats\u00e4chlich                                     gibt es immer noch Vorhaben, immer                                     noch Pl\u00e4ne, die uns erstaunen und                                     sogar ersch\u00fcttern. <!--more--><\/small><\/h3>\n<h3><small>Dazu geh\u00f6rt                                     fraglos die Ank\u00fcndigung der                                     SPD-Spitze, Israel zum 65.                                     Geburtstag einen Wald in der Negev                                     zu schenken. Ein Vorhaben, das                                     wahrlich an Geschmacklosigkeit kaum                                     zu \u00fcbertreffen ist.<\/small><\/h3>\n<p><small> Die                                     SPD-F\u00fchrung spricht von der                                     besonderen Verbundenheit ihrer                                     Partei zu Israel. Das gibt uns das                                     Recht, die Damen und Herren in der                                     SPD zu fragen, mit welchem Israel                                     bitte sie sich verbunden f\u00fchlen und                                     solidarisieren? Mit einer Regierung                                     und mit einem Land, das gerade vor                                     ein paar Tagen einen abscheulichen                                     Angriff auf Gaza gestartet und 150                                     Menschen den Tod gebracht hat? Oder                                     mit einer Regierung und einem Land,                                     das seit \u00fcber sechs Jahrzehnten ein                                     ganzes Volk terrorisiert und                                     unterdr\u00fcckt, seiner Menschenrechte                                     beraubt und seine minimalsten                                     Anstrengungen zur Normalit\u00e4t Tag f\u00fcr                                     Tag ad absurdum f\u00fchrt?<br \/>\nMeine                                     Damen und Herren in der SPD: Sie als                                     SPD schreiben sich gro\u00df auf Ihre                                     Fahne, sich sozial zu engagieren und                                     f\u00fcr Frieden, Menschenrechte und                                     Menschenw\u00fcrde einzutreten. Das                                     Vorhaben Ihrer Parteispitze aber ist                                     das komplette Gegenteil: Es ist die                                     blanke Unterst\u00fctzung eines                                     Unterdr\u00fcckerregimes, eines Staates,                                     der internationales Recht und                                     internationale Resolutionen nicht                                     nur missachtet, sondern mit F\u00fc\u00dfen                                     tritt.<br \/>\nEinige                                     Tatsachen \u00fcber die Negev und das                                     zionistische Vorgehen gegen die                                     pal\u00e4stinensischen Ureinwohner                                     sollten Ihnen die Augen \u00f6ffnen \u00fcber                                     die Tragweite des Vorhabens Ihrer                                     Parteispitze.<\/small><\/p>\n<ul>\n<li><small> Seit der Vertreibung der Mehrheit                                     des pal\u00e4stinensischen Volkes aus                                     ihrer Heimat versucht Israel die                                     verbliebenen Beduinenst\u00e4mme in der                                     Negev mit Zwangsansiedlung und                                     Beschneidung ihrer elementaren                                     Rechte ebenfalls aus der Heimat zu                                     verdr\u00e4ngen.<\/small><\/li>\n<li><small>Die Zerst\u00f6rung von H\u00e4usern, Baracken                                     und Zelten in den D\u00f6rfern der Negev                                     geh\u00f6rt zum Alltag. Das letzte                                     Beispiel in dem Dorf A\u00b4arakib                                     besch\u00e4ftigte unter anderem                                     zahlreiche internationale und                                     deutsche                                     Menschenrechtsorganisationen.<\/small><\/li>\n<li><small>Fast ein Drittel der Ureinwohner \u2013                                     und das sind immerhin \u00fcber 86.000                                     pal\u00e4stinensische Beduinen \u2013 leben                                     nach 65 Jahren israelischer                                     Staatsgr\u00fcndung immer noch in so                                     genannten \u201enicht anerkannten\u201c                                     D\u00f6rfern. Sie sind unerw\u00fcnschte                                     israelische Staatsb\u00fcrger. \u201eNicht                                     anerkannte\u201c D\u00f6rfer bedeutet                                     Menschenansammlungen, teilweise                                     mehrere Tausend in jedem Dorf, ohne                                     jegliche zivilisatorische Grundlagen                                     \u2013 ohne Wasser, ohne Strom, ohne                                     Stra\u00dfen, ohne Schulen, ohne                                     Gesundheitsversorgung. Also                                     praktisch ein Leben, das dem Warten                                     auf den Tod gleichkommt. So leben                                     die Menschen in der so genannten                                     Oase der Demokratie im Nahen Osten.<\/small><\/li>\n<li><small>Die \u00fcberwiegende Mehrheit der                                     pal\u00e4stinensischen Beduinen in der                                     Negev lebt von der Viehzucht \u2013 und                                     das seit Jahrhunderten. Das                                     israelische zionistische Regime                                     versucht seit der Gr\u00fcndung des                                     Staates diesen Menschen ihre                                     Lebensgrundlage durch Ausdehnung der                                     milit\u00e4rischen Sperrgebiete,                                     Landenteignung und Siedlungsbau zu                                     berauben.<\/small><\/li>\n<li><small>Dar\u00fcber hinaus sollte Ihnen bekannt                                     sein, dass gerade das f\u00fcr den \u201eWald                                     in der W\u00fcste\u201c ben\u00f6tigte Wasser aus                                     pal\u00e4stinensischen Quellen entnommen                                     und den Pal\u00e4stinensern vorenthalten                                     w\u00fcrde. <\/small><\/li>\n<\/ul>\n<p style=\"margin: 0px; padding: 0px;\"><small>Ihre                                     propagierte Verbundenheit sollte                                     Menschlichkeit und W\u00fcrde sowie die                                     Achtung der b\u00fcrgerlichen Rechte der                                     Menschen, die seit Jahrzehnten um                                     ihr nacktes \u00dcberleben k\u00e4mpfen, nicht                                     konterkarieren. Sie verschenken                                     einen Wald an ein Regime, das in den                                     vergangenen 20 Jahren \u00fcber 600.000                                     Olivenb\u00e4ume und Zitrusb\u00e4ume in der                                     Nachbarschaft der Negev\u2013 im                                     besetzten Pal\u00e4stina \u2013 abgeholzt hat.                                     Ist dieser verschenkte Wald nicht                                     buchst\u00e4blich mit blutigen Bl\u00e4ttern                                     versehen?<\/small><\/p>\n<p style=\"margin: 0px; padding: 0px;\"><small>Meine                                     Damen und Herren in der SPD: Das                                     Vorhaben Ihrer Parteispitze ist eine                                     direkte Unterst\u00fctzung,                                     Hunderttausende von Menschen, zu                                     unterdr\u00fccken und sie aus ihrer                                     Heimat zu vertreiben. Ihr Vorhaben                                     ist der blanke Hohn, eine Ohrfeige                                     f\u00fcr Frieden, Menschenrechte und                                     Menschenw\u00fcrde.<\/small><\/p>\n<p><small><br \/>\n<\/small><\/p>\n<p style=\"margin: 0px; padding: 0px;\"><small>Hannover                                     13.12.2012<\/small><\/p>\n<p style=\"margin: 0px; padding: 0px;\"><small>Raif                                     Hussein<\/small><\/p>\n<p>http:\/\/www.salamshalom-ev.de\/leserbriefe.html<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Tats\u00e4chlich gibt es immer noch Vorhaben, immer noch Pl\u00e4ne, die uns erstaunen und sogar ersch\u00fcttern.<\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[18],"tags":[],"class_list":["post-2691","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-palaestina-solidaritaet"],"_links":{"self":[{"href":"http:\/\/www.friedensplattform.at\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/2691","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"http:\/\/www.friedensplattform.at\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"http:\/\/www.friedensplattform.at\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/www.friedensplattform.at\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/www.friedensplattform.at\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=2691"}],"version-history":[{"count":0,"href":"http:\/\/www.friedensplattform.at\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/2691\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"http:\/\/www.friedensplattform.at\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=2691"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"http:\/\/www.friedensplattform.at\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=2691"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"http:\/\/www.friedensplattform.at\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=2691"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}