{"id":2700,"date":"2012-12-20T12:42:01","date_gmt":"2012-12-20T10:42:01","guid":{"rendered":"http:\/\/www.luxorbis.org\/friedensplattform.at\/?p=2700"},"modified":"2012-12-20T12:42:01","modified_gmt":"2012-12-20T10:42:01","slug":"israel-genehmigt-2-600-neue-wohnungen-in-ostjerusalem","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.friedensplattform.at\/?p=2700","title":{"rendered":"Israel genehmigt 2.600 neue Wohnungen in Ostjerusalem"},"content":{"rendered":"<div>\n<p>Jerusalem\/Ramallah &#8211;  Nach Angaben der regierungsunabh\u00e4ngigen Organisation Terrestrial  Jerusalem genehmigte die israelische Regierung am Mittwoch den Bau von  rund 2.600 neuen Wohnungen in der Siedlung Givat Hamatos im Ostteil  Jerusalems. Ein pal\u00e4stinensischer Unterh\u00e4ndler drohte als Reaktion  darauf mit einem Gang vor den Internationalen Strafgerichtshof (IStGH). <!--more--><\/p>\n<p>&#8222;Ich habe gerade mit dem stellvertretenden B\u00fcrgermeister gesprochen,  und sie haben mir gesagt, dass die 2.610 Wohneinheiten genehmigt  wurden&#8220;, sagte der Chef von Terrestrial Jerusalem, Danny Seideman, der  Nachrichtenagentur AFP. Terrestrial Jerusalem beobachtet insbesondere  den israelischen Siedlungsbau in Ost-Jerusalem.<\/p>\n<h3>Pal\u00e4stinenser drohen mit Gang vor den Internationalen Strafgerichtshof<\/h3>\n<p>Der pal\u00e4stinensische Unterh\u00e4ndler Mohammed Shtajeh erkl\u00e4rte, mit dem  Vorhaben dr\u00e4nge Israel die Pal\u00e4stinenser dazu, vor den IStGH zu ziehen.  Die Pal\u00e4stinenser hatten Ende November ungeachtet des israelischen  Protests einen aufgewerteten Status in der UNO erhalten. Als  Nicht-Mitgliedstaat mit Beobachterstatus haben sie nun Zugang zu  verschiedenen UN-Institutionen und k\u00f6nnten Israel auch vor dem IStGH in  Den Haag verklagen.<\/p>\n<p>Seit dem Beschluss der UN-Vollversammlung zur Aufwertung des  Beobachterstatus&#8216; der Pal\u00e4stinenser hat Israel den umstrittenen  Siedlungsbau in den besetzten Pal\u00e4stinensergebieten wieder forciert.  Ministerpr\u00e4sident Benjamin Netanjahu hatte international f\u00fcr Emp\u00f6rung  gesorgt, als er unmittelbar nach dem Beschluss ank\u00fcndigte, 3.000 weitere  Wohnungen in Ost-Jerusalem und im Westjordanland zu bauen. Die Bauten  zwischen Ost-Jerusalem und der Siedlung Maale Adumim w\u00fcrden tief in das  Pal\u00e4stinensergebiet hineinreichen und dieses de facto in einen Nord- und  einen S\u00fcdteil spalten.<\/p>\n<p>Erst Anfang der Woche hatte das israelische Innenministerium gr\u00fcnes  Licht f\u00fcr den Bau von 1.500 neuen Wohnungen im Viertel Ramat Schlomo in  Ost-Jerusalem gegeben. Das Vorhaben hatte im M\u00e4rz 2010 w\u00e4hrend eines  Besuchs von US-Vizepr\u00e4sident Joe Biden in Jerusalem eine heftige  diplomatische Krise zwischen den Regierungen Israels und der USA  ausgel\u00f6st. Im August 2011 wurde es vorerst auf Eis gelegt.<\/p>\n<p>Nach Angaben der israelischen Friedensgruppe Peace Now will die  Planungskommission am Donnerstag zudem \u00fcber den Bau von 1.100  zus\u00e4tzlichen Wohnungen in der Siedlung Gilo beraten, bevor sie bei einer  weiteren Sitzung am 7. J\u00e4nner den Bau eines Hotels mit tausend Zimmern  in Givat Hamatos diskutiert.<\/p>\n<p>Mehr als 340.000 j\u00fcdische Siedler leben im Westjordanland und mehr  als 200.000 in Ost-Jerusalem. Israel hatte den Osten der Stadt w\u00e4hrend  des Sechs-Tage-Kriegs 1967 besetzt und sp\u00e4ter annektiert. Israel  betrachtet Jerusalem als seine &#8222;unteilbare&#8220; Hauptstadt, w\u00e4hrend die  Pal\u00e4stinenser den Osten der Stadt zur Hauptstadt eines eigenen Staates  machen wollen. Die Staatengemeinschaft erkennt die Annexion  Ost-Jerusalems nicht an und betrachtet die j\u00fcdischen Siedlungen in den  Pal\u00e4stinensergebieten als illegal. (APA, 18.12.2012)<\/p><\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Jerusalem\/Ramallah &#8211; Nach Angaben der regierungsunabh\u00e4ngigen Organisation Terrestrial Jerusalem genehmigte die israelische Regierung am Mittwoch den Bau von rund 2.600 neuen Wohnungen in der Siedlung Givat Hamatos im Ostteil Jerusalems. 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