{"id":2703,"date":"2012-12-21T22:43:55","date_gmt":"2012-12-21T20:43:55","guid":{"rendered":"http:\/\/www.luxorbis.org\/friedensplattform.at\/?p=2703"},"modified":"2012-12-21T22:43:55","modified_gmt":"2012-12-21T20:43:55","slug":"offener-brief-an-spoe","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.friedensplattform.at\/?p=2703","title":{"rendered":"OFFENER BRIEF an SP&#214;"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: left;\">mit  der Bitte auf ihre Schwesterpartei SPD einzuwirken. Diese verfolgt die  Absicht, auf von Pal\u00e4stinenserInnen geraubtem Land einen  Wald zu pflanzen.<br \/>\nDass damit kein Friede geschaffen wird,  sondern altes Unrecht festgeschrieben wird, sollte eigentlich klar  ersichtlich sein. Aber so ist es leider nicht.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">In diesem Sinne soll die  SP\u00d6 auf die SPD kritisch einwirken. <!--more--><\/p>\n<p align=\"center\"><strong>OFFENER BRIEF<\/strong><\/p>\n<p align=\"center\">an die<\/p>\n<p align=\"center\"><span style=\"text-decoration: underline;\"><span style=\"color: #000000;\"><strong>Sozialdemokratische Partei \u00d6sterreichs<\/strong><\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"text-decoration: underline;\"><span style=\"color: #000000;\"> <\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000000;\">werner.faymann@spoe.at<\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000000;\"> <\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000000;\">josef.cap@spoe.at<\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000000;\"> <\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000000;\">christine.muttonen@spoe.at<\/span><\/p>\n<p>joerg.leichtfried@europarl.europa.eu<\/p>\n<p>hannes.swoboda@europarl.europa.eu<\/p>\n<p>Als Steirische Friedensplattform (<a href=\"http:\/\/friedensplattform.at\/\" target=\"_blank\"> www.friedensplattform.at<\/a>) richten wir den Wunsch an die SP\u00d6 <strong>gegen\u00fcber der SPD Schritte der Kritik in die Wege zu leiten, betreffend der SPD-Spendenkampagne f\u00fcr einen Wald im \u00a0Negev.<\/strong><\/p>\n<p>Die SP\u00d6 begr\u00fc\u00dfte \u00a0durch ihre au\u00dfenpolitische Sprecherin Christine Muttonen und Josef Cap, den Vorsitzenden des au\u00dfenpolitischen Ausschusses die Anerkennung Pal\u00e4stinas als Staat mit Beobachterstatus bei der Uno am 29.11.2012 durch die Uno-Vollversammlung mit gro\u00dfer Mehrheit.<\/p>\n<p>Beide betonten unisono, dass sich \u00d6sterreich mit der Zustimmung zum pal\u00e4stinensischen Antrag als Gespr\u00e4chspartner im arabischen Raum positionieren kann und damit ein Zeichen aktiver Au\u00dfenpolitik setzt.<\/p>\n<p>Ein <strong>Zeichen aktiver Au\u00dfenpolitik der SP\u00d6 ist auch genau JETZT notwenig<\/strong> und zwar gegen\u00fcber ihrer Schwesterpartei SPD in Deutschland.<\/p>\n<p>Diese n\u00e4mlich ist sich nicht zu schade, <strong>Israel zum 65. Geburtstag einen Wald in der Negev-W\u00fcste zu schenken<\/strong>. <a href=\"http:\/\/www.spd.de\/82724\/20121130_spd_wald.html\">http:\/\/www.spd.de\/82724\/20121130_spd_wald.html<\/a><\/p>\n<p>Pal\u00e4stinensische Organisationen, zahlreiche solidarische Personen und Sozialdemokraten wie Dr. Izzeddin Musa* fragen die Damen und Herren in der SPD, mit welchem Israel sie sich verbunden f\u00fchlen und solidarisieren?<\/p>\n<p>Mit einer Regierung und mit einem Land, das gerade vor ein paar Wochen einen abscheulichen Angriff auf Gaza gestartet und 150 Menschen den Tod gebracht hat? Oder mit einer Regierung und einem Land, das seit \u00fcber sechs Jahrzehnten ein ganzes Volk terrorisiert und unterdr\u00fcckt, seiner<\/p>\n<p>Menschenrechte beraubt und seine minimalsten Anstrengungen zur Normalit\u00e4t Tag f\u00fcr Tag ad absurdum f\u00fchrt?<\/p>\n<p>Seit der Vertreibung der Mehrheit des pal\u00e4stinensischen Volkes aus ihrer Heimat versucht Israel die verbliebenen Beduinenst\u00e4mme in der Negev mit Zwangsansiedlung und Beschneidung ihrer elementaren Rechte ebenfalls aus der Heimat zu verdr\u00e4ngen. (<a href=\"http:\/\/www.salamshalom-ev.de\/leserbriefe.html\">http:\/\/www.salamshalom-ev.de\/leserbriefe.html<\/a>)<\/p>\n<p>Tatsachen sind:<\/p>\n<ul>\n<li>Die Zerst\u00f6rung von H\u00e4usern, Baracken und Zelten in den D\u00f6rfern der Negev geh\u00f6rt zum Alltag. Das letzte Beispiel in dem Dorf A\u00b4arakib besch\u00e4ftigte unter anderem zahlreiche internationale und deutsche Menschenrechtsorganisationen.<\/li>\n<li>Fast ein Drittel der UreinwohnerInnen &#8211; und das sind immerhin \u00fcber 86.000 pal\u00e4stinensische Beduinen &#8211; leben nach 65 Jahren israelischer Staatsgr\u00fcndung immer noch in so genannten &#8222;nicht anerkannten&#8220; D\u00f6rfern. Sie sind unerw\u00fcnschte israelische Staatsb\u00fcrger. &#8222;Nicht anerkannte&#8220; D\u00f6rfer bedeutet Menschenansammlungen, teilweise mehrere Tausend in jedem Dorf, ohne jegliche zivilisatorische Grundlagen &#8211; ohne Wasser, ohne Strom, ohne Stra\u00dfen, ohne Schulen, ohne Gesundheitsversorgung. Also praktisch ein Leben, das dem Warten auf den Tod gleichkommt. So leben die Menschen in der so genannten Oase der Demokratie im Nahen Osten.<\/li>\n<li>Die \u00fcberwiegende Mehrheit der pal\u00e4stinensischen Beduinen in der Negev lebt von der Viehzucht &#8211; und das seit Jahrhunderten. Das israelische zionistische Regime versucht seit der Gr\u00fcndung des Staates diesen Menschen ihre Lebensgrundlage durch Ausdehnung der milit\u00e4rischen Sperrgebiete, Landenteignung und Siedlungsbau zu berauben.<\/li>\n<li>Das f\u00fcr den &#8222;Wald in der W\u00fcste&#8220; ben\u00f6tigte Wasser wird aus pal\u00e4stinensischen Quellen entnommen und den Pal\u00e4stinenserInnen vorenthalten.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Die SPD \u00a0will einen Wald einem Regime schenken, das in den vergangenen 20 Jahren \u00fcber 600.000 Olivenb\u00e4ume und Zitrusb\u00e4ume in der Nachbarschaft der Negev- im besetzten Pal\u00e4stina &#8211; abgeholzt hat und damit tausenden von B\u00e4uerInnen ihre Lebensgrundlage entzogen hat; &#8211; mit dem Ziel sie zur Absiedelung zu zwingen.<\/p>\n<p>Angesichts dieser Fakten und im Sinne Ihrer postulierten aktiven au\u00dfenpolitischen Haltung ersuchen wir Sie<\/p>\n<p>1. um Auskunft, ob der J\u00fcdische National Fonds &#8211; KKL (<a href=\"http:\/\/www.jnf-machenschaften.de\/\">http:\/\/www.jnf-machenschaften.de\/<\/a> )und seine allierte Organisation Keren Hayessod**, (die auch in \u00d6sterreich emsig Spenden sammelt) als steuerrechtlich gemeinn\u00fctzige Organisationen anerkannt sind.<\/p>\n<p>2. um Stellungnahme und Mitteilung dar\u00fcber, welche Aktivit\u00e4t die SP\u00d6 in Richtung SPD setzt.<\/p>\n<p>Die SP\u00d6 ist Teil der Sozialistischen Internationale und tr\u00e4gt f\u00fcr das Handeln anderer sozialdemokratischer Parteien in der EU Mitverantwortung!<\/p>\n<p>Mit freundlichen Gr\u00fc\u00dfen<\/p>\n<p><strong>Die Steirische Friedensplattform <\/strong><a href=\"http:\/\/www.friedensplattform.at\/\">www.friedensplattform.at<\/a><\/p>\n<p><strong>Frauen in Schwarz <\/strong><a href=\"http:\/\/www.fraueninschwarz.at\/\">www.fraueninschwarz.at<\/a><\/p>\n<p><strong>Kritische J\u00fcdische Stimme (\u00d6sterreich) <\/strong><a href=\"www.nahostfriede.at\">www.nahostfriede.at<\/a><\/p>\n<p>* Brief nachzulesen unter:<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.luxorbis.org\/friedensplattform.at\/wp-content\/uploads\/2012\/12\/JNF-SPD_BriefDrMusa.pdf\">http:\/\/www.luxorbis.org\/friedensplattform.at\/wp-content\/uploads\/2012\/12\/JNF-SPD_BriefDrMusa.pdf<\/a><\/p>\n<p>** Weitere Informationen zu Keren Hayessod unter:<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.luxorbis.org\/friedensplattform.at\/?p=2126\">http:\/\/www.luxorbis.org\/friedensplattform.at\/?p=2126<\/a><\/p>\n<p align=\"right\"><span style=\"text-decoration: underline;\">Dieser Brief geht auch an:<\/span><\/p>\n<p align=\"right\">f.edlinger@saar.at<\/p>\n<p align=\"right\">omar.al-rawi@spoe.at<\/p>\n<p align=\"right\">stefan.schennach@spoe.at<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>mit der Bitte auf ihre Schwesterpartei SPD einzuwirken. Diese verfolgt die Absicht, auf von Pal\u00e4stinenserInnen geraubtem Land einen Wald zu pflanzen. Dass damit kein Friede geschaffen wird, sondern altes Unrecht festgeschrieben wird, sollte eigentlich klar ersichtlich sein. Aber so ist es leider nicht. In diesem Sinne soll die SP\u00d6 auf die SPD kritisch einwirken.<\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[18],"tags":[],"class_list":["post-2703","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-palaestina-solidaritaet"],"_links":{"self":[{"href":"http:\/\/www.friedensplattform.at\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/2703","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"http:\/\/www.friedensplattform.at\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"http:\/\/www.friedensplattform.at\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/www.friedensplattform.at\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/www.friedensplattform.at\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=2703"}],"version-history":[{"count":0,"href":"http:\/\/www.friedensplattform.at\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/2703\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"http:\/\/www.friedensplattform.at\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=2703"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"http:\/\/www.friedensplattform.at\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=2703"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"http:\/\/www.friedensplattform.at\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=2703"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}