{"id":1527,"date":"2011-02-16T22:11:09","date_gmt":"2011-02-16T20:11:09","guid":{"rendered":"http:\/\/www.luxorbis.org\/friedensplattform.at\/?p=1527"},"modified":"2011-02-16T22:11:09","modified_gmt":"2011-02-16T20:11:09","slug":"zur-positionierung-einiger-grazer-gruenen-zum-thema-battlegroups","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.friedensplattform.at\/?p=1527","title":{"rendered":"Zur Positionierung einiger Grazer Gr&#252;nen zum Thema \u201ebattlegroups\u201c"},"content":{"rendered":"<p><em>von Herbert Ruthofer<\/em><\/p>\n<p>Es verwundert mich nicht, dass es auch bei den Gr\u00fcnen Mitglieder gibt, deren Mentalit\u00e4t man mit \u201eKampf dem B\u00f6sen\u201c beschreiben k\u00f6nnte. Was in den Augen eines Teiles der Welt als &#8222;gerecht&#8220; angesehen wird, empfinden andere als eine durch \u00fcberlegene Waffen der st\u00e4rkeren Seite herbeigef\u00fchrte &#8222;Friedhofsruhe&#8220;.<\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p>Friede durch Gerechtigkeit sieht anders aus! Obwohl als einer der Eckpfeiler in der politischen Ausrichtung bei den Gr\u00fcnen immer die Gewaltfreiheit galt(was wahrscheinlich unter Menschen nicht m\u00f6glich ist, aber de facto doch in Richtung Gewaltminimierung gehen sollte), gibt es, in den letzten Jahren anscheinend eine Ermutigung dazu, sich dieser, in letzter  Konsequenz hegemonialen und destruktiven Kr\u00e4fte auch bei den Gr\u00fcnen zu bedienen, seit das durch Joschka Fischer popul\u00e4r und &#8222;politisch korrekt&#8220; geworden ist.<\/p>\n<p>Die von Schneider als Rechtfertigung angef\u00fchrte Position ist quasi deckungsgleich mit der &#8222;Analyse&#8220; des &#8222;Milit\u00e4rkopfes&#8220; Reiter, dem in der Kleinen Zeitung \u00f6fter Raum gegebenen wird und  der, kurz gesagt, f\u00fcr eine Konzentration der europ\u00e4ischen milit\u00e4rischen Mittel der &#8222;alten&#8220; industriekapitalistischen (und scheindemokratischen) L\u00e4nder eintritt, um so eine neue Ordnungs- und Hegemonialmacht &#8222;Europa&#8220; zu schaffen.<\/p>\n<p>Globalisierung, wie sie von den alten Kolonialm\u00e4chten angestrebt wird, hat in eminenter Weise mit Nutzbarmachung von Bodensch\u00e4tzen zu tun, welche die Industriegesellschaften brauchen. Die von Schneider gezogene Folgerung, dass gegenseitige Kontrolle und das Eingebundensein in ein gr\u00f6\u00dferes Ganzes die alten Hegemonialm\u00e4chte an neuen Interventionen hindere, zeigt genau den(seinen) Widerspruch auf: Da die Industriestaaten (der EU), was die Rohstoffe anlangt, gemeinsame Interessen haben, werden sie auch gemeinsam (macht ja stark) &#8211; eben in Form von Battle Groups &#8222;ihre Interessen&#8220; wahrnehmen (wollen). Das ist einfach die machtpolitische &#8211; und nicht friedenspolitische \u2013 Logik, die hinter einem solchen Kalk\u00fcl steckt. Entweder ist Stefan Schneider so naiv, dass er dies nicht durchschaut (was ich mir w\u00fcnsche), oder die Versammlung der Gr\u00fcnen zur Kanditatenfindung f\u00fcr den Grazer Gemeinderat hat einen &#8211; schwarzen &#8211; Bock zum &#8211; gr\u00fcnen &#8211; G\u00e4rtner gemacht&#8230;Denn dass eine solche Person mit vollem Bewusstsein der Gr\u00fcnen Versammlung gew\u00e4hlt wurde, kann(und will?) ich nicht glauben&#8230;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>von Herbert Ruthofer Es verwundert mich nicht, dass es auch bei den Gr\u00fcnen Mitglieder gibt, deren Mentalit\u00e4t man mit \u201eKampf dem B\u00f6sen\u201c beschreiben k\u00f6nnte. 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