{"id":1728,"date":"2011-12-12T18:42:28","date_gmt":"2011-12-12T16:42:28","guid":{"rendered":"http:\/\/www.luxorbis.org\/friedensplattform.at\/?p=1728"},"modified":"2011-12-12T18:42:28","modified_gmt":"2011-12-12T16:42:28","slug":"syrische-contras","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.friedensplattform.at\/?p=1728","title":{"rendered":"Syrische \u00bbContras\u00ab"},"content":{"rendered":"<h2>Westen warnt vor Massakern in Syrien. Aufst\u00e4ndische von NATO-Experten ausgebildet<\/h2>\n<address>Von Karin Leukefeld,\u00a0 junge Welt 12.12.2011<br \/>\n<\/address>\n<p>F\u00fcr den Anschlag auf eine franz\u00f6sische Patrouille der UN-Schutztruppe (UNIFIL) im s\u00fcdlichen Libanon am vergangenen Freitag soll angeblich Syrien verantwortlich sein. <!--more-->Das erkl\u00e4rte Marwan Hamadeh, Abgeordneter der Fraktion der oppositionellen libanesischen \u00bbAllianz des 14. M\u00e4rz\u00ab. Damaskus habe den Anschlag in Auftrag gegeben, die Hisbollah habe ihn ausgef\u00fchrt, so Hamadeh. Jeder habe \u00bbdas Gef\u00fchl gehabt, das etwas passieren\u00ab m\u00fcsse, weil \u00bbdie Syrer Frankreich beschuldigen\u00ab, ihr Land zu destabilisieren. Bei dem Anschlag in der N\u00e4he von Tyros waren f\u00fcnf franz\u00f6sische Soldaten verletzt worden. Es war der dritte Anschlag auf UNIFIL-Soldaten im Jahr 2011.<\/p>\n<p>Der libanesische Pr\u00e4sident Michel Sleiman kritisierte das Attentat scharf und sagte, Ziel sei offenbar, die franz\u00f6sischen Soldaten zum Verlassen des Libanon zu zwingen und weitere Terroranschl\u00e4ge vorzubereiten. Libanon werde alles tun, um \u00bbTrag\u00f6dien dieser Art\u00ab k\u00fcnftig zu verhindern und die Verantwortlichen dingfest zu machen, so Sleiman. Auch die Hisbollah forderte die Sicherheitskr\u00e4fte auf, alles zu tun, um solche Anschl\u00e4ge zu verhindern. Der UN-Sicherheitsrat verurteilte den Anschlag, der franz\u00f6sische Au\u00dfenminister Alain Jupp\u00e9 erkl\u00e4rte, man werde sich nicht einsch\u00fcchtern lassen.<\/p>\n<p>Gleichzeitig warnte das franz\u00f6sische Au\u00dfenministerium vor einem m\u00f6glichen Massaker der syrischen Armee in Homs und machte sich damit Angaben des Nationalrates der syrischen Exilopposition (SNR) zu eigen. Die internationale Gemeinschaft m\u00fcsse die syrische Zivilbev\u00f6lkerung davor sch\u00fctzen, hie\u00df es in Paris. \u00c4hnliche \u00c4u\u00dferungen kamen aus dem US- und dem britischen Au\u00dfenministerium. Am heutigen Montag wird der UN-Sicherheitsrat auf Antrag Frankreichs, Deutschlands und Gro\u00dfbritanniens den Bericht der UN-Menschenrechtskommissarin Navi Pillay \u00fcber Syrien h\u00f6ren. Am Dienstag vergangener Wochen hatten US-Au\u00dfenministerin Hillary Clinton und der SNR in Genf eine engere Koordination \u00bbinsbesondere f\u00fcr den Schutz der syrischen Zivilbev\u00f6lkerung\u00ab beschlossen. Homs gilt als Hochburg der in Syrien verbotenen Muslimbruderschaft, die die Protestbewegung in der zentralsyrischen Stadt dominiert. In Teilen von Homs k\u00e4mpfen bewaffnete Aufst\u00e4ndische gegen die Armee.<\/p>\n<p>Die libanesische Zeitung Al-Binaa berichtete am Wochenende, franz\u00f6sische und britische Milit\u00e4rexperten w\u00fcrden im Libanon K\u00e4mpfer auf den Einsatz in Syrien vorbereiten. Ein Filmteam der britischen BBC hatte k\u00fcrzlich eine solche Gruppe vom Libanon bis nach Homs begleitet. In der Freitagausgabe der t\u00fcrkischen Zeitung Milliyet hie\u00df es, US- und NATO-Milit\u00e4rexperten w\u00fcrden syrische Deserteure in der T\u00fcrkei ausbilden. Die Zeitung zitierte eine fr\u00fchere FBI-Mitarbeiterin mit der Aussage, da\u00df die Ausbildung bereits im Mai angefangen habe. Waffen f\u00fcr die Aufst\u00e4ndischen w\u00fcrden \u00fcber den NATO-St\u00fctzpunkt Incirlik geschmuggelt.<\/p>\n<p>Nach Ansicht des syrischen Oppositionellen Kadri Jamil von der \u00bbVolksfront f\u00fcr Ver\u00e4nderung und Befreiung\u00ab, findet in Syrien \u00e4hnlich wie in den 1980er Jahren in Zentralamerika ein Krieg niedriger Intensit\u00e4t statt. \u00bbContras\u00ab h\u00e4tten den Auftrag, das Land zu destabilisieren, sagte Jamil k\u00fcrzlich im Gespr\u00e4ch mit der Autorin. Einige Medien seien durch ihre einseitige Berichterstattung in diese Kriegsf\u00fchrung einbezogen.<\/p>\n<p>Der Sprecher des syrischen Au\u00dfenministeriums, Jihad Makdessi, kritisierte am Freitag die irref\u00fchrende Wiedergabe von Ausz\u00fcgen eines 45-Minuten-Interviews, das der US-Nachrichtensender ABC News mit dem syrischen Pr\u00e4sident Baschar Al-Assad gemacht hatte. Die Textpassagen seien in manipulativer Weise \u00bbbearbeitet\u00ab worden, um Pr\u00e4sident Assad zu d\u00e4monisieren, als \u00bbunverantwortlich\u00ab und \u00bbrealit\u00e4tsfremd\u00ab darzustellen. So hatte der Sprecher des US-Au\u00dfenministeriums, Mark Toner, das Interview kommentiert. Syrien w\u00fcnsche die Hilfe der arabischen und anderer Staaten, um die Krise im Land zu l\u00f6sen, sagte Makdessi. Syrien sei bereit zur Kooperation, damit alle Seiten einen \u00bbw\u00fcrdigen Ausweg\u00ab aus der Krise finden k\u00f6nnten. Syrien meine es ernst mit einem \u00bbDialog ohne Tabus\u00ab.<a href=\"http:\/\/www.jungewelt.de\/2011\/12-12\/037.php\"><\/a><\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.jungewelt.de\/2011\/12-12\/037.php\">http:\/\/www.jungewelt.de\/2011\/12-12\/037.php<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Westen warnt vor Massakern in Syrien. 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