{"id":1901,"date":"2012-02-03T10:15:02","date_gmt":"2012-02-03T08:15:02","guid":{"rendered":"http:\/\/www.luxorbis.org\/friedensplattform.at\/?p=1901"},"modified":"2012-02-03T10:15:02","modified_gmt":"2012-02-03T08:15:02","slug":"irans-nachbarn-ruesten-fuer-krieg","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.friedensplattform.at\/?p=1901","title":{"rendered":"Irans Nachbarn r&#252;sten f&#252;r Krieg"},"content":{"rendered":"<h1><span style=\"font-size: medium;\"><br \/>\n<\/span><\/h1>\n<p><strong>Im Streit um das iranische Atomprogramm warnen die USA sowohl  den Iran als auch Israel eindringlich vor einem milit\u00e4rischen Konflikt.  Inzwischen wird auch in Berlin die Gefahr einer Eskalation als erheblich  eingesch\u00e4tzt. Die Golf-Anrainerstaaten bereiten sich bereits auf Angriffe des  Iran vor.<\/strong><\/p>\n<p><strong><!--more--><br \/>\n<\/strong><\/p>\n<p><span>VON MATTHIAS BEERMANN UND MICHAEL BR\u00d6CKER &#8211; <span>zuletzt aktualisiert: 16.01.2012 &#8211; 02:30<\/span><\/span><\/p>\n<p>D\u00fcsseldorf\/Berlin L\u00e4uft bereits der Countdown f\u00fcr einen  milit\u00e4rischen Konflikt am Persischen Golf? Die j\u00fcngsten Signale aus Washington  lassen immerhin vermuten, dass die USA einen israelischen Angriff auf die  iranischen Atomanlagen nicht mehr v\u00f6llig ausschlie\u00dfen und sich au\u00dferdem darauf  vorbereiten, Teheran k\u00f6nnte auf ein \u00d6l-Embargo gegen den Iran mit einer Sperrung  der strategisch wichtigen Stra\u00dfe von Hormus reagieren.<\/p>\n<p>Auch die Bundesregierung kalkuliert eine Zuspitzung der Lage am  Persischen Golf inzwischen ein. Au\u00dfenminister Guido Westerwelle (FDP) und  Verteidigungsminister Thomas de Maizi\u00e8re (CDU) werden in den kommenden zwei  Wochen in die USA reisen, um unter anderem den Konflikt mit dem Iran zu  besprechen. In Berlin glaubt man, die USA k\u00f6nnten im Falle eines Milit\u00e4rschlags  ein Hilfsgesuch an Deutschland stellen, um milit\u00e4rische St\u00fctzpunkte der Nato im  Nahen Osten abzusichern. Auch der Einsatz der deutschen ECR-Tornado-Jets sei  wegen deren spezieller F\u00e4higkeiten im Gespr\u00e4ch, hei\u00dft es.<\/p>\n<p>Erst Ende vergangener Woche war eine scharfe Warnung von  US-Pr\u00e4sident Barack Obama an das Mullah-Regime bekannt geworden. Falls Teheran  tats\u00e4chlich wie angedroht die \u00d6ltransporte durch den Persischen Golf blockieren  sollte, w\u00fcrden die USA dies als eine Art Kriegshandlung betrachten. Zugleich  h\u00e4tten Obama, sein Verteidigungsminister Leon Panetta und andere hochrangige  US-Regierungsvertreter auch die israelische Regierung eindringlich vor den  Folgen eines Pr\u00e4ventivschlags gewarnt, schrieb das &#8222;Wall Street Journal&#8220;.<\/p>\n<p>Im Bem\u00fchen, die Lage zu entsch\u00e4rfen, werden in K\u00fcrze erstmals  wieder hochrangige Experten der Internationalen Atomenergiebeh\u00f6rde (IAEA) nach  Iran reisen. Sie sollen Anfang Februar wohl auch die zweite Anlage des Landes  zur Urananreicherung in Fordo untersuchen d\u00fcrfen. In der lange geheim gehaltenen  unterirdischen Atomfabrik rund 160 Kilometer s\u00fcdlich von Teheran soll Uran auf  bis zu 20\u00a0Prozent angereichert werden. Die Anlage soll im Februar in  Betrieb gehen.<\/p>\n<p>Im UN-Sicherheitsrat hatten Deutschland, Frankreich,  Gro\u00dfbritannien und der USA betont, dass der Iran damit gegen Resolutionen des  Sicherheitsrates und auch der IAEA versto\u00dfe. Vor zwei Monaten hatte die IAEA die  dringende Vermutung ge\u00e4u\u00dfert, der Iran arbeite unter dem Deckmantel eines  zivilen Atomprogramms in Wirklichkeit an der Entwicklung von Nuklearwaffen. Auch  jetzt zeigte sich Teheran weiter hart. &#8222;Der Iran wird in jedem Fall an seinen  Nuklear-Rechten festhalten und in dieser Angelegenheit keine Zugest\u00e4ndnisse  machen&#8220;, hie\u00df es.<\/p>\n<p>Als entscheidend f\u00fcr die weitere Entwicklung am Golf gilt neben  dem Verhalten Israels die Reaktion Teherans auf das n\u00e4her r\u00fcckende \u00d6l-Embargo,  auf das sich inzwischen auch die EU im Prinzip geeinigt hat. Sollte es  tats\u00e4chlich zu iranischen Angriffen auf den Schiffsverkehr kommen, k\u00f6nnte das  unmittelbar zu Kriegshandlungen f\u00fchren. Die 5. US-Flotte, die ihren St\u00fctzpunkt  im Golfstaat Bahrain hat, w\u00fcrde kaum unt\u00e4tig bleiben.<\/p>\n<p>Dar\u00fcber hinaus k\u00f6nnten aber auch die Golfstaaten schnell in den  Konflikt hineingezogen werden. Der Iran warnte die arabischen Nachbarn am  Wochenende bereits, im Fall von strengen Sanktionen das iranische \u00d6l durch  eigene Lieferungen zu ersetzen. Der iranische Vertreter bei der Organisation  erd\u00f6lexportierender L\u00e4nder (Opec), Mohammad Ali Chatibi, drohte: &#8222;Wenn sie das  tun, sehen wir das als unfreundlichen Akt an, und sie sollten wissen, dass das  unvorhersehbare Konsequenzen haben kann.&#8220;<\/p>\n<p>Auf diese Konsequenzen bereiten sich Nachbarn des Iran bereits  seit l\u00e4ngerem vor; in den vergangenen Jahren haben sie Milliarden von  Petrodollars in modernste Waffensysteme gesteckt. Besonders das als sunnitische  F\u00fchrungsmacht auftretende Saudi-Arabien f\u00fcrchtet den schiitischen Rivalen. Mehr  als 30 Milliarden Euro investierten die Saudis zuletzt pro Jahr ins Milit\u00e4r.  Erst unl\u00e4ngst kauften sie 84 F-15-Kampfjets sowie Dutzende Kampfhubschrauber.  Auf dem Wunschzettel steht weiter die Lieferung von deutschen  Leopard-2-Panzern.<\/p>\n<p>\u00c4hnlich stark aufger\u00fcstet haben zuletzt auch einige der  kleineren Scheicht\u00fcmer am Golf, die ebenfalls vor iranischer Rache im Falle  eines Gro\u00dfkonflikts zittern. Wenn es ernst wird, d\u00fcrften sich die Herrscher der  Region aber vor allem auf die Amerikaner verlassen, denen sie aus genau diesem  Grund die Errichtung von St\u00fctzpunkten gestattet haben. So sind US-Truppen neben  Bahrain und Saudi-Arabien auch in Kuwait, Katar und im Oman stationiert.<\/p>\n<div>Quelle: RP<\/div>\n<p><a href=\"http:\/\/nachrichten.rp-online.de\/politik\/irans-nachbarn-ruesten-fuer-krieg-1.2674505\" target=\"_blank\">http:\/\/nachrichten.rp-online.de\/politik\/irans-nachbarn-ruesten-fuer-krieg-1.2674505<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Im Streit um das iranische Atomprogramm warnen die USA sowohl den Iran als auch Israel eindringlich vor einem milit\u00e4rischen Konflikt. Inzwischen wird auch in Berlin die Gefahr einer Eskalation als erheblich eingesch\u00e4tzt. 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