{"id":1934,"date":"2012-02-13T19:21:09","date_gmt":"2012-02-13T17:21:09","guid":{"rendered":"http:\/\/www.luxorbis.org\/friedensplattform.at\/?p=1934"},"modified":"2012-02-13T19:21:09","modified_gmt":"2012-02-13T17:21:09","slug":"gewalt-ohne-ende-in-syrien-mischen-auslaendische-militaers-bereits-mit","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.friedensplattform.at\/?p=1934","title":{"rendered":"Gewalt ohne Ende in Syrien &#8211; Mischen ausl&#228;ndische Milit&#228;rs bereits mit?"},"content":{"rendered":"<h2>Saudi-Arabien will den Konflikt in die UN-Vollversammlung bringen &#8211;  USA schlie\u00dfen Milit\u00e4rintervention nicht mehr aus &#8211; Al Kaida ist schon da<\/h2>\n<p><!--more--><\/p>\n<p><em>Die Auseinandersetzung um den b\u00fcrgerkriegs\u00e4hnlichen Konflikt in  Syrien spitzt sich zu. Am Wochenende gab es verschiedene diplomatische  Bem\u00fchungen, den Konflikt zu &#8222;internationalisieren&#8220;, d.h. ihn doch wieder  vor die UNO zu bringen; nach dem Scheitern einer Resolution im  UN-Sicherheitsrat am 4. Februar soll nun die Generalversammlung  einbezogen werden. Beunruhigend sind aber vor allem Meldungen \u00fcber den  Einsatz von britischen Milit\u00e4rberatern auf der Seite bewaffneter  syrischer Oppositioneller (auch das Dementi aus London kann nicht  beruhigen) sowie \u00fcber \u00dcberlegungen in Washington, in  Syrien milit\u00e4risch  einzugreifen, falls der Konflikt nicht politisch zu l\u00f6sen ist.<br \/>\nIm Folgenden dokumentieren wir hierzu eine Reihe aktueller Meldungen der Russischen Nachrichtenagentur RIA Novosti.<\/em><\/p>\n<h3>Arabische Beobachtermission in Syrien soll \u201eecht\u201c internationalen Status erhalten *<\/h3>\n<p>Die Arabische Liga will der in Syrien eingesetzten Beobachtergruppe  \u201eeinen wirklich internationalen Status\u201c verleihen, teilte das \u00e4gyptische  Fernsehen unter Berufung auf inoffizielle Informationen aus dem  Hauptquartier der panarabischen Organisation in Kairo mit.<\/p>\n<p>Die Arabische Liga soll am Sonntag (12. Feb.) in ihrer Sondersitzung auf  Au\u00dfenministerebene in der \u00e4gyptischen Hauptstadt erstmals \u00fcber die  M\u00f6glichkeit beraten, Vertreter nicht nur arabischer, sondern auch  anderer Staaten in die Beobachtergruppe aufzunehmen.<\/p>\n<p>Die zahlenm\u00e4\u00dfige St\u00e4rke der neuen internationalen Mission werde  voraussichtlich um ein mehrfaches auf rund 3000 vergr\u00f6\u00dfert. Die  Mitglieder der Mission sollen mit \u201enotwendigen modernen Ausr\u00fcstungen\u201c  versorgt werden. Dabei solle die Mission weiterhin unter Kontrolle der  Arabischen Liga stehen, hie\u00df es.<\/p>\n<p>Nach den Angaben beendet die bisherige Beobachtergruppe faktisch ihre  Friedensmission in Syrien. Ihr Chef, der sudanesische General Mustafa  al-Dabi, hat bereits beim Generalsekret\u00e4r der Arabischen Liga, Nabil  al-Arabi, ein R\u00fccktrittsgesuch eingereicht.<\/p>\n<p>Die Arabische Liga hatte am 26. Dezember 2011 entsprechend einem  syrisch-arabischen Protokoll ihre Beobachter nach Syrien geschickt. Am  23. Januar verl\u00e4ngerte die Arabische Liga das Mandat der  Beobachtergruppe um einen Monat und versprach, ihre Vollmachten  auszuweiten. Die syrische Regierung war mit dieser Entscheidung  einverstanden. Sp\u00e4terhin setzte die Arabische Liga jedoch \u201ewegen der  zunehmenden Gewalt\u201c die Arbeit der Beobachter im Land aus.<\/p>\n<p><em>* Aus: Russische Nachrichtenagentur RIA Novosti, 12. Februar 2012<\/em><\/p>\n<h3>Syrien-Problem: Saudi-Arabien legt Uno neuen Resolutionsentwurf vor **<\/h3>\n<p>Saudi-Arabien hat am Freitag (10. Feb.) den Mitgliedern der  UN-Vollversammlung einen neuen Resolutionsentwurf zu Syrien vorgelegt,  der den Plan der Arabischen Liga zum Stopp der Gewalt in diesem Land  v\u00f6llig unterst\u00fctzt und im Gro\u00dfen und Ganzen dem \u201emarokkanischen\u201c  Resolutionsentwurf \u00e4hnelt, den Russland und China vor einer Woche durch  ihr Veto blockiert haben.<\/p>\n<p>Wie Reuters am Samstag (11. Feb.) unter Berufung auf diplomatische  Quellen mitteilte, ruft die Uno im neuen Resolutionsentwurf beide  Konfliktseiten in Syrien auf, die Gewalt einzustellen, wobei die  Hauptschuld den syrischen Beh\u00f6rden gegeben wird, die wegen \u201eumfassender  und regelm\u00e4\u00dfiger Verletzungen der Menschenrechte und der  Hauptfreiheiten\u201c verurteilt werden.<\/p>\n<p>Die der Verletzung der B\u00fcrgerrechte Schuldigen sollen laut dem Dokument  zur Verantwortung gezogen werden. Der Internationale Strafgerichtshof  wird dabei jedoch nicht direkt erw\u00e4hnt.<\/p>\n<p>Neu im saudi-arabischen Resolutionsentwurf ist der Vorschlag an den  UN-Generalsekret\u00e4r Ban Ki Moon, einen Sonderbeauftragten f\u00fcr Syrien zu  ernennen.<\/p>\n<p>Die UN-Vollversammlung plant, das Syrien-Problem am Montag (13. Feb.) zu  er\u00f6rtern, wenn die UN-Menschenrechtskommissarin Nawi Pillay referieren  soll. Die Abstimmung \u00fcber den neuen UN-Resolutionsentwurf k\u00f6nnte in  einer Woche stattfinden.<\/p>\n<p>Russland und China hatten am 4. Februar im UN-Sicherheitsrat gegen den  arabischen Resolutionsentwurf zu Syrien ihr Veto eingelegt. Das ist  bereits der zweite Resolutionsentwurf zum Syrien-Problem, dessen Annahme  Russland und China verhindert haben. Moskau und Peking \u00e4u\u00dfern die  Bef\u00fcrchtung, dass sich in Syrien das sogenannte \u201elibysche Szenario\u201c der  Gewaltanwendung von au\u00dfen wiederholen k\u00f6nnte.<\/p>\n<p>Am Freitag (10. Feb.) \u00e4u\u00dferte der saudi-arabische K\u00f6nig Abdullah ibn Abd  al-Aziz, dass Russland und China mit ihrem UN-Veto das Vertrauen zu den  Vereinten Nationen ins Wanken gebracht h\u00e4tten.<\/p>\n<p>Syrien wird seit M\u00e4rz 2011 von gewaltsamen Protesten gegen Pr\u00e4sident  Assad ersch\u00fcttert. Der syrische Pr\u00e4sident hatte zwar Reformen  angek\u00fcndigt, setzt jedoch Gewalt gegen die Demonstranten ein. Laut  UN-Angaben sind bei den Gefechten bereits mehr als 5000 Menschen get\u00f6tet  worden.<\/p>\n<p><em>** Aus: Russische Nachrichtenagentur RIA Novosti, 11. Februar 2012<\/em><\/p>\n<h3>Moskau gegen Er\u00f6rterung der j\u00fcngsten Syrien-Resolution in UN-Vollversammlung ***<\/h3>\n<p>Moskau unterst\u00fctzt keine Diskussion \u00fcber das Syrien-Problem in der  UNO-Vollversammlung, solange der Resolutionstext zu Syrien nicht  ausgewogen ist, so der stellvertretende russische Au\u00dfenminister Gennadi  Gatilow.<\/p>\n<p>\u201eWir k\u00f6nnen die Unterbreitung der Syrien-Frage in der UN-Vollversammlung  bei dem gleichen unausgewogenen Inhalt des Resolutionsentwurfs nicht  unterst\u00fctzen\u201c, teilte Gatilow am Samstag (11. Feb.) in einem  Twitter-Beitrag mit.<\/p>\n<p>Russland und China hatten Anfang Februar einen von Marokko und anderen  Staaten vorgelegten Resolutionsentwurf zu Syrien mit einem Veto  blockiert. Dies war bereits die zweite Syrien-Resolution, die im  Weltsicherheitsrat am Widerstand Russlands und Chinas scheiterte. Im  Oktober hatten beide Staaten schon einmal einen Resolutionsentwurf, der  einen internationalen Waffengang gegen das Assad-Regime nicht  ausschloss, abgelehnt, um das \u201elibysche Szenario&#8220; in Syrien zu  verhindern.<\/p>\n<p>In Syrien dauern seit M\u00e4rz gewaltsame Proteste gegen Pr\u00e4sident Assad an,  der zwar Reformen angek\u00fcndigt hat, jedoch Gewalt gegen die Gegner  einsetzt. Laut UN-Angaben sind bei den Gefechten bereits 5000 Menschen  get\u00f6tet worden. Nach Darstellung der syrischen Beh\u00f6rden k\u00e4mpft die Armee  gegen gut bewaffnete Extremisten. Westliche Staaten und die Arabische  Liga verh\u00e4ngten Sanktionen gegen Syrien.<\/p>\n<p><em>*** Aus: Russische Nachrichtenagentur RIA Novosti, 11. Februar 2012<\/em><\/p>\n<h3>Nach Veto gegen Syrien-Resolution: Druck auf Russland w\u00e4chst \u2013 &#8222;Nesawissimaja Gaseta&#8220; ****<\/h3>\n<p>Katar und Gro\u00dfbritannien haben Spezialeinsatzkr\u00e4fte nach Syrien  entsandt, schreibt die Zeitung &#8222;Nesawissimaja Gaseta&#8220; am Freitag (10.  Feb.) unter Berufung auf israelische Medienberichte.<\/p>\n<p>Die Truppen sollen sich in der N\u00e4he der umk\u00e4mpfen Stadt Homs aufhalten  und  die syrische Opposition im Kampf gegen die Regierungstruppen  beratend zur Seite stehen. Das US-Verteidigungsministerium bereitet  derweil einen Milit\u00e4reinsatz f\u00fcr den Fall vor, dass die diplomatischen  Bem\u00fchungen um Ende der Gewalt erfolglos enden.<\/p>\n<p>Das Pentagon soll bereits seit mehreren Wochen Pl\u00e4ne zur Intervention in  den Syrien-Konflikt hegen. Dabei geht es nicht nur um die Aufnahme von  Fl\u00fcchtlingen und um die medizinische Versorgung der Syrer, sondern auch  um eine Invasion der Nato-Truppen. Nach Angaben der britischen \u201eTimes\u201c  wird dar\u00fcber nachgedacht, wie syrische Aufst\u00e4ndischen mit Waffen  versorgt werden k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Bis zuletzt hatte das Wei\u00dfe Haus eine milit\u00e4rische Intervention bzw. die  Aufr\u00fcstung der syrischen Opposition im Kampf gegen die Truppen von  Pr\u00e4sident Baschar Assad ausgeschlossen. Am vergangenen Wochenende  schloss Pr\u00e4sident Barack Obama eine Wiederholung des \u201elibyschen  Szenarios\u201c in Syrien noch aus.<\/p>\n<p>Washington erl\u00e4utert die entstandene Situation wie folgt: Einerseits  will die US-Milit\u00e4rbeh\u00f6rde auf jegliche Entwicklung in Syrien  vorbereitet sein. Andererseits werde vorerst weiter auf diplomatische  Anstrengungen bzw. wirtschaftliche Sanktionen bei der Konfliktregelung  gesetzt, beteuerten Pentagon-Vertreter.<\/p>\n<p>Der diplomatische Druck auf Syrien w\u00e4chst inzwischen nicht nur seitens  der USA, die Anfang dieser Woche ihre Botschaft in Damaskus geschlossen  haben. Ihrem Beispiel folgten f\u00fcnf europ\u00e4ische und sechs arabische  L\u00e4nder.<\/p>\n<p>Nach dem Veto Russlands und Chinas gegen die neue Syrien-Resolution im  UN-Sicherheitsrat bem\u00fchen sich die USA samt Frankreich, Gro\u00dfbritannien  und arabischen L\u00e4ndern um die Bildung einer Kontaktgruppe f\u00fcr die  syrische Opposition. F\u00fcr Moskau und Peking gibt es in diesem Gremium  keinen Platz. \u201eInfrage kommen nur Freunde des demokratischen Syriens,  die den Plan der Arabischen Liga unterst\u00fctzt haben, n\u00e4mlich den Plan,  der im UN-Sicherheitsrat behandelt wurde und gegen den Russland und  China ihr Veto eingelegt haben\u201c, betonte die Sprecherin des  US-Au\u00dfenministeriums, Victoria Nuland.<\/p>\n<p>Das bedeutet allerdings nicht, dass der Westen die Hoffnung aufgegeben  hat, Moskau noch umzustimmen. Am Mittwoch telefonierten der russische  Pr\u00e4sident Dmitri Medwedew mit seinem franz\u00f6sischen Amtskollegen Nicolas  Sarkozy und Au\u00dfenminister Sergej Lawrow mit US-Chefdiplomatin Hillary  Clinton, die er \u00fcber die Ergebnisse seiner j\u00fcngsten Damaskus-Reise  informierte.<\/p>\n<p>\u201eEs gibt drei wichtigste Kr\u00e4fte, die gegen Assad auftreten\u201c, sagte  Georgi Mirski vom Institut f\u00fcr Weltwirtschaft und internationale  Beziehungen bei der Russischen Akademie der Wissenschaften. \u201eDas sind  die westlichen Gro\u00dfm\u00e4chte, die Arabische Liga und die T\u00fcrkei. Offenbar  auf Initiative Sarkozys wurde die so genannte Gruppe der Syrien-Freunde  gebildet. Nachdem Russland und China die Syrien-Resolution im  Weltsicherheitsrat blockiert haben, wollen diese Kr\u00e4fte au\u00dferhalb der  UNO agieren und die syrischen Rebellen anderweitig unterst\u00fctzen.\u201c<\/p>\n<p><em>**** Aus: Russische Nachrichtenagentur RIA Novosti, 10. Februar 2012<\/em><\/p>\n<h3>Al Kaida ruft zum Krieg gegen syrische Regierung<\/h3>\n<p>Der Chef des Terrornetzes El-Kaida, Aiman al-Sawahiri, bekundete in  einem Internetvideo seine unterst\u00fctzung f\u00fcr die Revolte in Syrien. In  dem Video mit dem Titel &#8222;Vorw\u00e4rts, L\u00f6wen von Syrien&#8220; beschuldigt  Sawahiri die syrische F\u00fchrung der Verbrechen gegen ihre B\u00fcrger, wie das  auf die \u00dcberwachung islamistischer Internetseiten spezialisierte  US-Unternehmen SITE mitteilte.<\/p>\n<p>Das am Samstag eingestellte achtmin\u00fctige Video zeigt demnach den El  Kaida-Chef vor einem gr\u00fcnen Vorhang, wie er alle Muslime in der T\u00fcrkei,  in Jordanien und dem Libanon dazu aufruft, die Rebellion gegen das  &#8222;anti-islamische Regime&#8220; in Damaskus zu unterst\u00fctzen. An die Syrer  appelliert er laut SITE, den westlichen oder arabischen Regierungen  nicht zu vertrauen. Diese wollten nur eine von ihnen abh\u00e4ngige Regierung  in Damaskus installieren.<\/p>\n<p><em>(Quelle: AFP, 12.02.2012) <\/em><\/p>\n<p><em>aus:<a href=\"http:\/\/www.ag-friedensforschung.de\/regionen\/Syrien\/kriegsgefahr2.html\" target=\"_blank\">AG Friedensforschung<\/a><br \/>\n<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Saudi-Arabien will den Konflikt in die UN-Vollversammlung bringen &#8211; USA schlie\u00dfen Milit\u00e4rintervention nicht mehr aus &#8211; Al Kaida ist schon da<\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[5],"tags":[],"class_list":["post-1934","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-arabischer-raum"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.friedensplattform.at\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/1934","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.friedensplattform.at\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.friedensplattform.at\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.friedensplattform.at\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.friedensplattform.at\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=1934"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.friedensplattform.at\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/1934\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.friedensplattform.at\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=1934"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.friedensplattform.at\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=1934"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.friedensplattform.at\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=1934"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}