{"id":1954,"date":"2012-02-15T16:48:57","date_gmt":"2012-02-15T14:48:57","guid":{"rendered":"http:\/\/www.luxorbis.org\/friedensplattform.at\/?p=1954"},"modified":"2012-02-15T16:48:57","modified_gmt":"2012-02-15T14:48:57","slug":"wird-der-iran-angegriffen-werden","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.friedensplattform.at\/?p=1954","title":{"rendered":"Wird der Iran angegriffen werden?"},"content":{"rendered":"<p>Washington hat gewaltige Vorbereitungen getroffen f\u00fcr einen milit\u00e4rischen \u00dcberfall auf den Iran. Es wird gemutma\u00dft, dass Washington seine zwei am l\u00e4ngsten dauernden Kriege \u2013 gegen Irak und Afghanistan \u2013 abgeblasen hat, um die Kr\u00e4fte gegen den Iran einzusetzen. <!--more--><\/p>\n<p>Paul Craig Roberts<\/p>\n<p>Zwei der Flotten Washingtons sind gemeinsam mit Kriegsschiffen der NATO am Persischen Golf stationiert. Raketen wurden aufgestellt in den Washingtoner Marionettenstaaten in den \u00d6lemiraten und im Mittleren Osten. Soldaten der Vereinigten Staaten von Amerika sind im Einsatz in Israel und Kuwait.<\/p>\n<p>Als Geschenk seiner ausgepressten Steuerzahler hat Washington Israel ein teures Raketenabwehrsystem spendiert, Geld f\u00fcr Israel in einer Zeit, in der Millionen Amerikaner, denen niemand hilft, ihre Wohnungen verloren haben. Da niemand erwartet, dass der Iran Israel angreifen wird, au\u00dfer in Vergeltung eines israelischen Angriffs auf den Iran, ist der Zweck des Raketenabwehrsystems der Schutz Israels vor einer iranischen Erwiderung einer israelischen Aggression gegen den Iran.<\/p>\n<p>Juan Cole hat auf seine Website eine Karte gestellt, die 44 Milit\u00e4rbasen der Vereinigten Staaten von Amerika zeigt, die den Iran einkreisen.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-full wp-image-1955\" title=\"bases\" src=\"http:\/\/www.luxorbis.org\/friedensplattform.at\/wp-content\/uploads\/2012\/02\/bases.jpg\" alt=\"bases\" width=\"520\" height=\"475\" \/><\/p>\n<p>Zus\u00e4tzlich zu den massiven milit\u00e4rischen Vorbereitungen l\u00e4uft der Propagandakrieg gegen den Iran, der andauert seit dem Jahr 1979, als Washingtons Marionette, der Schah, durch die iranische Revolution gest\u00fcrzt wurde. Der Iran ist eingekreist, aber Washington und die israelische Propaganda stellen den Iran als bedrohliche Angreifernation hin. In Wirklichkeit sind die Aggressoren die Regimes in Washington und Tel Aviv, die st\u00e4ndig den Iran mit einem milit\u00e4rischen Angriff bedrohen.<\/p>\n<p>Neokonservative Kriegstreiber wie zum Beispiel David Goldman vergleichen den iranischen Pr\u00e4sidenten mit Hitler und verk\u00fcnden, dass nur ein Krieg ihn aufhalten kann.<\/p>\n<p>Die h\u00f6chsten Milit\u00e4rkreise Washingtons haben den Eindruck geschaffen, dass ein Akt der israelischen Aggression gegen den Iran eine beschlossene Sache ist. Am 2. Februar berichtete die Washington Post, dass Pentagonchef Leon Panetta glaubt, Israel werde den Iran wahrscheinlich in zwei bis vier Monaten angreifen.<\/p>\n<p>Ebenfalls am 2. Februar berichtete Gareth Porter, dass General Martin Dempsey, Chef des Generalstabs der Vereinigten Staaten von Amerika, die israelische Regierung informiert hat, dass die Vereinigten Staaten von Amerika nicht bei Israels Aggression gegen den Iran mitmachen w\u00fcrden, wenn Washington nicht zuvor seine Zustimmung zu der Attacke erteilt habe.<\/p>\n<p>Porter interpretiert Dempseys Warnung als einen starken Zug seitens Pr\u00e4sident Obamas, einen Angriff abzuwenden, der Washington in einen regionalen Fl\u00e4chenbrand mit dem Iran f\u00fchren w\u00fcrde. Eine andere M\u00f6glichkeit, Dempseys Warnung zu deuten, ist dass Obama einen Angriff gegen den Iran aufhalten will, bis ihn die Umfragen als Verlierer der Pr\u00e4sidentenwahlen zeigen. Im allgemeinen ist es so, dass die patriotische W\u00e4hlerschaft keinen Pr\u00e4sidenten abw\u00e4hlt, der gerade Krieg f\u00fchrt.<\/p>\n<p>Am 5. Februar pfiff Pr\u00e4sident Obama Dempseys Warnung an Israel zur\u00fcck, als Obama erkl\u00e4rte, er sei in \u201eGleichschritt\u201d mit der israelischen Regierung. Obama ist im Gleichschritt mit Israel ungeachtet der Tasache, dass Obama zu NBC sagte, dass \u201ewir keinen Beweis daf\u00fcr sehen, dass sie [Iran] solche Absichten [Angriffe gegen die Vereinigten Staaten von Amerika] oder M\u00f6glichkeiten haben.\u201c Dadurch, dass er im Gleichschritt mit Israel war und gleichzeitig eine \u201ediplomatische L\u00f6sung\u201c forderte, diente sich Obama sowohl der Israel-Lobby als auch demokratischen Friedensgruppen an und vermehrte auf diese Weise seine W\u00e4hlerstimmen.<\/p>\n<p>Wie ich k\u00fcrzlich schrieb, ist dieses Fr\u00fchjahr eine besonders g\u00fcnstige Zeit f\u00fcr einen Angriff auf den Iran, weil eine gute Chance besteht, dass Russland sich nach der Wahl im M\u00e4rz in Aufruhr befinden wird. Die russische Opposition gegen Putin wird finanziert von Washington und angestachelt durch Washingtons Erkl\u00e4rungen, besonders diejenigen der Au\u00dfenministerin Hillary Clinton. Ob Putin gewinnt oder ob es ein unentschiedenes Ergebnis und eine Stichwahl gibt, Washingtons Geld wird zehntausende Russen auf die Stra\u00dfen bringen, nicht anders als die von Washington bezahlte \u201eGr\u00fcne Revolution\u201c im Iran, mit der gegen die dortigen Pr\u00e4sidentschaftswahlen protestiert wurde.<\/p>\n<p>Am 4. Februar berichtete die ehemals linksorientierte britische Zeitung The Guardian \u00fcber einen Vorwahlprotest, bei dem 120.000 anti-Putin-Demonstranten in Moskau auf die Stra\u00dfe gingen und \u201cfaire Wahlen\u201d forderten. Anders gesagt, Washington hat bereits seine Lakaien in Stellung, welche erkl\u00e4ren, dass ein Sieg Putins im M\u00e4rz nur auf eine gestohlene Wahl hinweisen kann. Das Problem f\u00fcr Obama ist, dass dieses Fr\u00fchjahr noch zu fr\u00fch ist, um sagen zu k\u00f6nnen, ob seine Wiederwahl durch einen republikanischen Kandidaten gef\u00e4hrdet ist. Zu fr\u00fch in den Krieg zu ziehen, besonders dann, wenn das zu einem scharfer Anstieg der Preise f\u00fcr Erd\u00f6lprodukte f\u00fchrt, ist nicht hilfreich f\u00fcr eine Wiederwahl.<\/p>\n<p>Die Bereitschaft von Menschen auf der ganzen Welt, Hampelm\u00e4nner Washingtons zu sein anstatt loyale B\u00fcrger ihrer eigenen L\u00e4nder ist der Grund daf\u00fcr, dass der Westen in der Lage war, die Welt in der modernen Zeit zu beherrschen. Die Zahl der ausl\u00e4ndischen Anf\u00fchrer scheint unersch\u00f6pflich zu sein, die Washingtons Geld und Gunst der Loyalit\u00e4t gegen\u00fcber den Interessen ihrer eigenen L\u00e4nder vorziehen.<\/p>\n<p>Karl Marx sagte, dass Geld alles in eine Ware verwandelt, die gekauft und verkauft werden kann. Alle anderen Werte kommen dagegen nicht auf \u2013 Ehre, Integrit\u00e4t, Wahrheit, Gerechtigkeit, Loyalit\u00e4t, ja nicht einmal Blutsverwandtschaft. Nichts bleibt au\u00dfer schn\u00f6dem Mammon. Geld hat sicher den Premierminister des Vereinigten K\u00f6nigreichs Tony Blair zu einer politischen Ware gemacht.<\/p>\n<p>Die Macht des Geldes lernte ich vor vielen Jahren kennen. Mein Doktorvater bekleidete in der Nixon-Administration das Amt eines Staatssekret\u00e4rs f\u00fcr Verteidigung in Angelegenheiten der internationalen Sicherheit. Er fragte, ob ich nach Vietnam gehen w\u00fcrde, um die Hilfsprogramme zu verwalten. Ich f\u00fchlte mich geschmeichelt, dass er dachte, ich h\u00e4tte die Charakterst\u00e4rke, um mich gegen die Korruption zu wehren, die \u00fcblicherweise den Sinn von Hilfsprogrammen hinf\u00e4llig macht, aber ich lehnte das Angebot ab.<\/p>\n<p>Dieses Gespr\u00e4ch werde ich nie vergessen. Warren Nutter war ein intelligenter integerer Mann. Er war der Meinung, dass ungeachtet dessen, ob der Krieg notwendig war, wir in diesen durch T\u00e4uschung gef\u00fchrt worden waren. Er meinte, dass die Demokratie nicht mit T\u00e4uschung leben k\u00f6nne und er war gegen Regierungsvertreter, die nicht ehrlich gegen\u00fcber den Amerikanern waren. Nutter vertrat den Standpunkt, dass eine demokratische Regierung sich auf \u00dcberzeugung st\u00fctzen m\u00fcsse und nicht auf T\u00e4uschung. Andernfalls waren die Ergebnisse nicht demokratisch.<\/p>\n<p>Wie Nutter es sah, befanden wir uns in einem Krieg, und wir hatten die S\u00fcdvietnamesen hineingezogen. Deshalb hatten wir ihnen gegen\u00fcber Verpflichtungen. Wenn wir uns als inkompetent erwiesen, w\u00fcrde das in der Folge die Verpflichtungen unterminieren, die wir anderen L\u00e4ndern gegen\u00fcber eingegangen waren in unserem Bestreben, das sowjetische Imperium einzud\u00e4mmen. Die Sowjetunion hatte im Gegensatz zur \u201eterroristischen Bedrohung\u201d das Potential einer wirklichen Bedrohung. Leute, die nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion aufgewachsen sind, verstehen nicht die Zeit des Kalten Krieges.<\/p>\n<p>Im Verlauf der Unterhaltung fragte ich, wie Washington so viele andere Regierungen dazu brachte, nach seiner Pfeife zu tanzen. Seine Antwort: \u201eGeld.\u201c<\/p>\n<p>Ich fragte: \u201eSie meinen Entwicklungshilfe?\u201d<\/p>\n<p>Er sagte: \u201eNein, S\u00e4cke voller Geld. Wir kaufen die Anf\u00fchrer.\u201c<\/p>\n<p>Er hie\u00df das zwar nicht gut, aber es gab nichts, was er dagegen tun konnte.<\/p>\n<p>Es war die Methode der R\u00f6mer, die F\u00fchrung ihrer Gegner oder von m\u00f6glichen Bedrohungen zu kaufen. In seinem Buch The Rule of Empires (Die Herrschaft der Imperien) beschreibt Timothy H. Parsons die R\u00f6mer als \u201egeschickte Fachleute f\u00fcr soft power (weiche Gewalt).\u201c Rom zog es vor, die Eroberten und potentiell Feindlichen durch \u201ehalbautonome Auftragsk\u00f6nige\u201c zu beherrschen, die der Senat euphemistisch als \u201eFreunde des r\u00f6mischen Volkes\u201c bezeichnete. Die R\u00f6mer halfen kooperativen Monarchen mit direkten Geldzahlungen und materiellen G\u00fctern an der Macht zu bleiben. Die Annahme dieser Zuwendungen bedeutete, dass ein Verb\u00fcndeter sich der imperialen Autorit\u00e4t unterwarf, und die R\u00f6mer betrachteten jeden Versto\u00df gegen ihren Willen als offene Revolte. Sie mischten sich auch beliebig in lokale Nachfolgedispute ein, um ungeeignete Leute zu ersetzen.\u201c<\/p>\n<p>Das ist die Art, in der Washington herrscht. Washingtons Art der Beherrschung anderer L\u00e4nder ist der Grund daf\u00fcr, dass es keinen \u201e\u00e4gyptischen Fr\u00fchling,\u201c sondern eine Milit\u00e4rdiktatur an der Stelle der abgesetzten Washingtoner Marionette Hosni Mubarak gibt und dass europ\u00e4ische Hampelmannstaaten in Washingtons Hegemonialkriegen im Mittleren Osten, in Nordafrika und Zentralasien k\u00e4mpfen.<\/p>\n<p>Washingtons National Endowment for Democracy (NED \u2013 Nationalstiftung f\u00fcr Demokratie) finanziert Nichtregierungsorganisationen (NGOs), die sich in die inneren Angelegenheiten anderer L\u00e4nder einmischen. Der T\u00e4tigkeit solcher NGOs ist zu verdanken, dass Washington die ehemalige Sowjetrepublik Georgien seinem Imperium einverleiben konnte, wie auch die baltischen Staaten und L\u00e4nder in Osteuropa.<\/p>\n<p>Aufgrund der Gegnerschaft vieler Russen zu ihrer sowjetischen Vergangenheit ist Russland anf\u00e4llig f\u00fcr Washingtons Machinationen.<\/p>\n<p>Solange der Dollar herrscht, wird die Macht Washingtons herrschen.<\/p>\n<p>Als Rom seinen Silberdenar durch Bleigeld herabminderte, schwand die Macht Roms, Folgsamkeit zu kaufen, dahin. Wenn \u201eHelikopter Ben\u201c Bernanke die Kaufkraft des Dollars durch Inflation herabmindert, wird auch Washingtons Macht dahinschmelzen.<\/p>\n<p>erschienen am 8. Februar 2012 auf &gt; Paul Craig Roberts Website<\/p>\n<p>Archiv &gt; Artikel von Paul Craig Roberts auf antikrieg.com<\/p>\n<p>Die Weiterverbreitung der Texte auf dieser Website ist durchaus erw\u00fcnscht. In diesem Fall bitte die Angabe der Webadresse <a href=\"http:\/\/\">www.antikrieg.com<\/a> nicht zu vergessen!<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Washington hat gewaltige Vorbereitungen getroffen f\u00fcr einen milit\u00e4rischen \u00dcberfall auf den Iran. 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