{"id":2040,"date":"2012-03-18T14:21:27","date_gmt":"2012-03-18T12:21:27","guid":{"rendered":"http:\/\/www.luxorbis.org\/friedensplattform.at\/?p=2040"},"modified":"2012-03-18T14:21:27","modified_gmt":"2012-03-18T12:21:27","slug":"nachruf-auf-jakob-moneta","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.friedensplattform.at\/?p=2040","title":{"rendered":"Nachruf auf Jakob Moneta"},"content":{"rendered":"<p>Jakob Moneta           war viele Jahre Chefredakteur der &#8222;metallzeitung&#8220;. Er war           Sozialist, Widerst\u00e4ndler und Gewerkschafter. Sein bewegtes           Leben ging am vergangenen Samstag im Alter von 97 Jahren zu           Ende.\u00a0 <!--more--><\/p>\n<h2><a href=\"http:\/\/www.linke.cc\/joomla\/index.php?option=com_content&amp;view=article&amp;id=2402:nachruf-auf-jakob-moneta&amp;catid=11:biografien&amp;Itemid=10\" target=\"_blank\"> Nachruf auf JaKob Moneta: &#8222;Du hast uns         geholfen&#8220; <\/a><\/h2>\n<p>Freitag, den           09. M\u00e4rz 2012 um 14:07 Uhr             Redaktion der Metallzeitung IG Metall   <a href=\"http:\/\/www.linke.cc\/joomla\/index.php?option=com_content&amp;view=section&amp;id=16&amp;Itemid=10\" target=\"_blank\"> Biografien<\/a><\/p>\n<p><strong> <\/strong>Er wollte         an seinem 100sten Geburtstag auf eine Welt blicken und         feststellen: &#8222;Wir haben den Ausblick auf eine andere         Gesellschaftsordnung.&#8220; F\u00fcr seine sozialistischen Ideen ist Jakob         Moneta sein Leben lang eingetreten: Als Publizist, als Diplomat,         als Gewerkschafter. Und bis in sein hohes Alter hat er sich als         kritischer Denker und Meinungsmacher eingemischt.<\/p>\n<p>F\u00fcr viele Kolleginnen und Kollegen war er ein Vorbild im Kampf       gegen kapitalistische Profitgier und gegen Ausbeutung von       Arbeitnehmern. Mit seiner Neugier, seinem unerm\u00fcdlichen Streben       nach gesellschaftlichen Alternativen motivierte er viele       Weggef\u00e4hrten. Er war beides: intellektuell und bodenst\u00e4ndig, und       immer pointiert.<\/p>\n<p>Geboren wurde Moneta im galizischen Blasow (damals \u00d6sterreich,       heute Polen), hinein in eine j\u00fcdisch-orthodoxe Familie. Von dort       ging es &#8211; auf der Flucht vor Pogromen &#8211; nach K\u00f6ln. Er engagierte       sich in der Jugend der Sozialistischen Arbeiterpartei. 1933 ging       er nach Pal\u00e4stina, suchte in einem Kibbuz den Sozialismus, kam in       ein englisches Internierungslager. Als er 1948 nach K\u00f6ln       zur\u00fcckkehrte begann er als Journalist zu arbeiten. Auf Vorschlag       der Gewerkschaften ging er sp\u00e4ter in die deutsche Botschaft nach       Paris.<\/p>\n<p>Zur IG Metall kam er 1963 als Chefredakteur der &#8222;metall&#8220;. Er wurde       Chronist einer Zeit der IG Metall, in der sie wuchs und viele       wichtige Meilensteine f\u00fcr Gerechtigkeit und W\u00fcrde der Kolleginnen       und Kollegen erreichte. F\u00fcnf Streiks geh\u00f6rten dazu. Und neu war       damals: Einwanderer traten der IG Metall bei. Es gab       Sprachbarrieren. Um diese zu \u00fcberwinden und ein Zusammenwirken       aller f\u00fcr gewerkschaftliche Ziele m\u00f6glich zu machen, lie\u00df er die       &#8222;metall&#8220; in mehrere Sprachen \u00fcbersetzen.<\/p>\n<p>Jakob Moneta hat sich mit all seiner Energie sein ganzen Leben       lang f\u00fcr Gerechtigkeit, Freiheit und W\u00fcrde eingesetzt. Sein       Engagement f\u00fcrs Unbequeme wird auch weiterhin f\u00fcr viele Vorbild       sein f\u00fcr die Hoffnung auf bessere Zeiten. Ob er an seinem 100sten       Geburtstag eine andere Welt gesehen h\u00e4tte als die heutige, bleibt       abzuwarten. Aber vieles, was ihm wichtig war, ist weiterhin       aktuell und steht auf der Agenda der IG Metall.<\/p>\n<p>Jakob Moneta hat sich in einem Interview einmal gew\u00fcnscht, dass       bei seiner Grabrede der Satz fallen solle: &#8222;Er hat uns geholfen&#8220;.       Das kann die IG Metall nur unterstreichen: Du, Jakob Moneta, hast       uns geholfen.<\/p>\n<p>&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;-<\/p>\n<p><em><br \/>\n<\/em><em>3.)\u00a0 Die           Redaktion der metallzeitung im Namen aller Besch\u00e4ftigten der           IG Metall<br \/>\n<\/em><\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.linke.cc\/joomla\/index.php?option=com_content&amp;view=article&amp;id=2407:brot-und-rosen-ein-nachruf-auf-jakob-moneta-11111914-332012&amp;catid=11:biografien&amp;Itemid=10\" target=\"_blank\">http:\/\/www.linke.cc\/joomla\/index.php?option=com_content&amp;view=article&amp;id=2407:brot-und-rosen-ein-nachruf-auf-jakob-moneta-11111914-332012&amp;catid=11:biografien&amp;Itemid=1<\/a><\/p>\n<h2><a href=\"http:\/\/www.linke.cc\/joomla\/index.php?option=com_content&amp;view=article&amp;id=2407:brot-und-rosen-ein-nachruf-auf-jakob-moneta-11111914-332012&amp;catid=11:biografien&amp;Itemid=10\" target=\"_blank\"> Brot und Rosen. Ein Nachruf auf         Jakob Moneta (11.11.1914-3.3.2012) <\/a><\/h2>\n<p>Dienstag,           den 13. M\u00e4rz 2012 um 23:56 Uhr   Christoph J\u00fcnke   <a href=\"http:\/\/www.linke.cc\/joomla\/index.php?option=com_content&amp;view=section&amp;id=16&amp;Itemid=10\" target=\"_blank\"> Biografien <\/a> <a title=\"E-Mail\" href=\"http:\/\/www.linke.cc\/joomla\/index.php?option=com_mailto&amp;tmpl=component&amp;link=aHR0cDovL3d3dy5saW5rZS5jYy9qb29tbGEvaW5kZXgucGhwP29wdGlvbj1jb21fY29udGVudCZ2aWV3PWFydGljbGUmaWQ9MjQwNzpicm90LXVuZC1yb3Nlbi1laW4tbmFjaHJ1Zi1hdWYtamFrb2ItbW9uZXRhLTExMTExOTE0LTMzMjAxMiZjYXRpZD0xMTpiaW9ncmFmaWVuJkl0ZW1pZD0xMA==\" target=\"_blank\"><\/a> <a title=\"Drucken\" rel=\"nofollow\" href=\"http:\/\/www.linke.cc\/joomla\/index.php?view=article&amp;catid=11%3Abiografien&amp;id=2407%3Abrot-und-rosen-ein-nachruf-auf-jakob-moneta-11111914-332012&amp;tmpl=component&amp;print=1&amp;layout=default&amp;page=&amp;option=com_content&amp;Itemid=10\" target=\"_blank\"><\/a> <a title=\"PDF\" rel=\"nofollow\" href=\"http:\/\/www.linke.cc\/joomla\/index.php?view=article&amp;catid=11%3Abiografien&amp;id=2407%3Abrot-und-rosen-ein-nachruf-auf-jakob-moneta-11111914-332012&amp;format=pdf&amp;option=com_content&amp;Itemid=10\" target=\"_blank\"><\/a><\/p>\n<p>Der Mensch lebt nicht       vom Brot allein und hat auch dies nicht ohne Kultur. Als der       US-amerikanische Poet James Oppenheim diese Lebensweisheit im       Jahre 1911 in einem seiner Gedichte in die Chiffre \u201eBrot und       Rosen\u201c \u00fcbersetzte, wurde sie nur ein Jahr sp\u00e4ter, vor nun genau       einem Jahrhundert, zur z\u00fcndenden Streik-Parole, als mehr als       20.000 Textilarbeiterinnen mit Migrationshintergrund (wie man       heute sagt) in Massachusetts (USA) f\u00fcr einen gerechten Lohn,       sprich: Brot, <em>und<\/em> eine menschenw\u00fcrdige Arbeits- und       Lebensumgebung, sprich: Rosen, k\u00e4mpften. Die Arbeiterinnen       erstritten so eine 25-prozentige Lohnerh\u00f6hung, eine gerechtere       Bezahlung von \u00dcberstunden und die Zusage, dass Streikende in       Zukunft nicht mehr diskriminiert werden sollten. Seitdem geh\u00f6rt       das damals entstandene Lied \u201eHer mit dem ganzen Leben: Brot und       Rosen\u201c zum Liedgut der internationalen Arbeiterbewegung \u2013 und       wurde zu einem der Lieblingszitate von Jakob Moneta, der am       3.M\u00e4rz, im stolzen Alter von 97 Jahren in Frankfurt am Main       gestorben ist. Der 1914 im damals noch \u00f6sterreichisch-ungarischen       Ostgalizien Geborene war eine der beeindruckendsten Gestalten der       deutschen Arbeiter- und Gewerkschaftsbewegung.<\/p>\n<p>Aufgewachsen im K\u00f6ln der Zwischenkriegszeit, schloss sich Moneta       Anfang der drei\u00dfiger Jahre der Jugendorganisation der aus einer       linksoppositionellen Str\u00f6mung der SPD hervorgegangenen       Sozialistischen Arbeiterpartei (SAP) an und engagierte sich im       Arbeitersport. Ende 1933 verlie\u00df der junge Jude und Sozialist das       faschistische Deutschland und ging nach Pal\u00e4stina, um in einem       Kibbuz nicht nur zu \u00fcberleben, sondern auch am Aufbau einer neuen       solidarischen Welt Anteil zu nehmen. Hier lernte er eine praktisch       gelebte sozialistische Kollektivit\u00e4t, die ihn zeitlebens pr\u00e4gen       sollte, die ihn aber auch politisch ern\u00fcchtern lie\u00df, als er aus       dem Kibbuz ausgeschlossen und mit 27 Monaten Internierung bestraft       wurde, weil er 1939 gegen den politischen Zionismus auftrat und       gewerkschaftliche Streiks organisierte und dabei wie       selbstverst\u00e4ndlich auch mit nichtj\u00fcdischen Arabern       zusammenarbeitete. 1948 gelang ihm \u00fcber Frankreich und Belgien die       R\u00fcckkehr nach Westdeutschland \u2013 der deutsche Osten bot ihm, dem       trotzkistisch beeinflussten Antistalinisten, keine wirkliche       Perspektive. Zur\u00fcck in K\u00f6ln wurde er Redakteur der von Willi       Eichler und Heinz K\u00fchn gef\u00fchrten sozialdemokratischen <em>Rheinischen             Zeitung<\/em> und Mitglied der neuen Sozialdemokratie. Er st\u00e4rkte       dort den linkssozialistischen Fl\u00fcgel und ging, als er verstand,       dass dieser zu Beginn der 1950er Jahre in die hoffnungslose       Defensive geraten war, im Jahre 1953 als Sozialreferent an die       bundesdeutsche Botschaft nach Paris. Im Geiste und hinter       vorgehaltener Hand blieb er jedoch ein Trotzkist und heimatloser       Linker jenseits von kommunistischem B\u00fcrokratismus und       sozialdemokratischem Reformismus und erz\u00e4hlte sp\u00e4ter immer gerne,       wie er die Immunit\u00e4t des Botschaftsangeh\u00f6rigen dazu benutzte, den       franz\u00f6sischen und nichtfranz\u00f6sischen (auch deutschen) Aktivisten       der algerischen Befreiungsbewegung zu helfen.<\/p>\n<p>Er hielt zwar den Kontakt in die Heimat, doch das       Westdeutschland, in das er 1962 zur\u00fcckkehren sollte, hatte sich       w\u00e4hrend der vergangenen fast zehn Jahre nachhaltig ver\u00e4ndert.       Gro\u00dfe Teile seiner Generation heimatloser Linker hatten sich nach       langen und intensiven K\u00e4mpfen gegen die Godesbergisierung der SPD       entt\u00e4uscht und zerm\u00fcrbt geduckt oder gar zur\u00fcckgezogen. Und die       neue, an den Universit\u00e4ten heranwachsende linke Generation wollte       von der ersten Generation einer <em>Neuen Linken<\/em> nicht mehr       viel wissen \u2013 was zu tiefgreifenden gegenseitigen Vorbehalten       f\u00fchrte und, anders als in L\u00e4ndern wie Frankreich und       Gro\u00dfbritannien, eine fruchtbare und f\u00fcr die Zeit nach 68       folgenreiche Zusammenarbeit zwischen alter und neuer \u201eNeuer       Linker\u201c verhindern sollte. Nur ganz wenige derjenigen, die in den       f\u00fcnfziger Jahren politisch f\u00fchrend aktiv waren, sehen wir nach 68       auf der politischen B\u00fchne wieder. Einer dieser wenigen war Jakob       Moneta, den der IG Metall-Vorsitzende Otto Brenner 1962 zum       Chefredakteur der beiden einflussreichen IG-Metall-Zeitungen <em>Metall<\/em> und <em>Der Gewerkschafter<\/em> machte, und damit auch zum IG       Metall-Vorstandsmitglied. Mit seinem tatkr\u00e4ftigen Optimismus und       seiner bemerkenswerten F\u00e4higkeit, junge Talente (in Theorie wie       Praxis) zu erkennen und zu f\u00f6rdern, gelang Moneta der       Br\u00fcckenschlag zwischen den Generationen und ging als einer der       wenigen Exponenten des linken Gewerkschaftsfl\u00fcgels in die       Geschichtsb\u00fccher der sechziger und vor allem siebziger Jahre ein.       Sp\u00e4ter gefragt, was er denn als neuer <em>Metall<\/em>-Chefredakteur           ge\u00e4ndert h\u00e4tte, antwortete er bestechend schlicht: \u201eIch habe keine       Leserbriefe mehr weggeworfen, wenn sie einem nicht passten,       sondern habe sie ver\u00f6ffentlicht. Dann habe ich einen ganz       konsequenten antimilitaristischen Standpunkt vertreten. Als der       Vietnamkrieg kam, haben die amerikanischen Gewerkschaften       interveniert, weil wir gegen den Vietnamkrieg waren.\u201c Und als die       Studenten aufbegehrten und ihr \u201eWir wollen alles \u2013 und zwar       sofort\u201c auf der Stra\u00dfe skandierten, wusste er zwar, dass dieses       \u201esofort\u201c eine Illusion war, aber immerhin eine heroische Illusion,       denn dass hier jemand endlich wieder einmal alles begehrt, das       gefiel ihm sehr. Entsprechend kritisierte er seine reformistischen       Kolleginnen und Kollegen nicht daf\u00fcr, dass sie sich als       Reformisten verstanden, sondern daf\u00fcr, dass sie nicht       reformistisch genug waren, dass sie nicht das politische B\u00fcndnis       mit den Radikalen suchten, um ihrem Reformismus den n\u00f6tigen       Nachdruck zu verleihen.<\/p>\n<p>Ob als Journalist und Publizist oder als Gewerkschafter und       Intellektueller, ob als Herausgeber und \u00dcbersetzer oder als       Mitglied der SPD und, unter der Hand, der Gruppe Internationaler       Marxisten (GIM), ob als sp\u00e4teres Mitglied der Vereinigten       Sozialistischen Partei (VSP) oder der nun gesamtdeutschen Partei       des demokratischen Sozialismus (PDS) \u2013 Jakob Moneta hat immer       Position bezogen, sich eingemischt und Bewusstsein angesto\u00dfen, sei       es im direkten Gespr\u00e4ch oder in den Gremiensitzungen, sei es auf       Tagungen und bei Vortr\u00e4gen oder mit seinen zahllosen       publizistischen Texten und Kolumnen. Und auf angenehme Weise       belehrend mischte er bei diesen zumeist kurzen Interventionen       aktuelle Fragen mit grunds\u00e4tzlichen, Alltagsbegebenheiten mit       politischen Gro\u00dfwetteranalysen, Deutsches mit Internationalem,       politische Argumente mit sozialgeschichtlicher Aufkl\u00e4rung.<\/p>\n<p>Er hatte was zu sagen. Er hat gerne angesto\u00dfen und gef\u00f6rdert,       konnte aber auch zuh\u00f6ren und das Geh\u00f6rte und Erlebte verarbeiten.       Sektierertum, die selbstgew\u00e4hlte Abschottung gegen andere, war ihm       fremd, obwohl er sich seines gesellschaftlich marginalisierten       Standpunktes immer bewusst blieb. Ihm war klar, dass er nicht in       Zeiten des Barrikadensturmes lebte. Doch ein Grund, deswegen nicht       mehr alles zu wollen, war auch dies f\u00fcr ihn nicht. Er vertraute       darauf, dass \u201edie Leute\u201c bald schon verstehen w\u00fcrden, dass es       nicht reicht, nur die eigenen Lohnerh\u00f6hungen erk\u00e4mpfen und nur die       eigenen Arbeitspl\u00e4tze verteidigen zu wollen. Und sei diese       Erkenntnis endlich wieder gereift, w\u00fcrden auch die Bed\u00fcrfnisse der       Menschen wieder zum entscheidenden Kriterium des Wohlbehagens und       Fortschritts und nicht mehr die Gesetze von Profit und Konkurrenz.<\/p>\n<p>Bis dahin konnte er aus einem reichhaltigen und turbulenten Leben       zehren, aus seinen K\u00e4mpfen gegen den aufkommenden Nazi-Faschismus       und den politischen und gewerkschaftlichen K\u00e4mpfen im Pal\u00e4stina       der drei\u00dfiger Jahre, aus seinen praktischen wie intellektuellen       K\u00e4mpfen gegen die stalinistisch entartete kommunistische Bewegung       und gegen den westdeutschen Adenauer-Staat. Er sch\u00f6pfte dabei aus       seinem Internationalismus ebenso wie aus seinen j\u00fcdischen Wurzeln       und seinen sozialistischen \u00dcberzeugungen.<\/p>\n<p>Sein unaufdringlicher sozialistischer Humanismus war       gleicherma\u00dfen Zielvorstellung wie auch pers\u00f6nlich gelebtes Ethos.       Jakob Moneta nahm die radikal-demokratischen Versprechen der       fr\u00fchb\u00fcrgerlichen Aufkl\u00e4rungstradition ebenso ernst wie die       Emanzipationsversprechen des alten Arbeiterbewegungsmarxismus.       Niemals hat er sich darauf verlassen, dass wo Demokratie drauf       steht auch Demokratie drin ist, oder, dass wo Sozialismus drauf       steht auch Sozialismus drin ist, denn beide geh\u00f6rten ihm       untrennbar zusammen. Ein konsequenter Demokrat m\u00fcsse eben auch       Sozialist sein, wurde er nicht m\u00fcde zu betonen. Und kein Sozialist       verdiene Glaubw\u00fcrdigkeit, der nicht verstanden hat, dass       demokratische Freiheiten eine Errungenschaft sind, die man f\u00fcr       keine noch so sch\u00f6n gemeinte Erziehungsdiktatur auch nur       vor\u00fcbergehend suspendieren kann. Sich von dieser       radikal-demokratischen Aufgabe nicht b\u00fcrgerlich vereinnahmen zu       lassen, das hat er verstanden \u2013 nicht zuletzt, weil er nicht       vergessen hat, dass demokratische Fortschritte in den letzten       beiden Jahrhunderten nur <em>gegen<\/em> jene b\u00fcrgerliche Klasse       durchzusetzen waren, die doch gleichzeitig als deren vermeintlich       nat\u00fcrlicher Exponent betrachtet wird. Seine Parteinahme f\u00fcr die       Ohnm\u00e4chtigen dieser Welt war deswegen das geduldige Bohren dicker       Bretter, und die Ausdauer und der optimistische Elan, mit der der       linke Aufkl\u00e4rer diese Arbeit verrichtete, sind bewundernswert. Die       meisten seiner linken Zeitgenossen haben diese Standhaftigkeit im       Zeitalter des Skeptizismus nicht aufzubringen vermocht.<\/p>\n<p>F\u00fcr Jakob blieb es nicht nur eine echte S\u00fcnde wider den Menschen,       wenn man diesem kein Brot gibt, sondern auch, wenn man ihm <em>nur<\/em> Brot gibt und dann sich selbst \u00fcberl\u00e4sst. \u201eVerbrecher werden nicht       geboren, sie werden gemacht\u201c, schrieb er vor nun sechzig Jahren in       direkter Auseinandersetzung mit den neoliberalen Vordenkern       Wilhelm R\u00f6pke und Walter Eucken: \u201eAlkoholiker sind leere oder       ausgebrannte Menschen, aber warum war niemand und nichts da, um       diese Leere auszuf\u00fcllen, und warum wurde der Brand nicht       rechtzeitig gel\u00f6scht? Zu warten, bis der Mensch sich schuldig       macht, um hinterher \u00fcber ihn zu Gericht sitzen zu k\u00f6nnen, hei\u00dft,       sich mitschuldig machen. Es nutzt nichts, die Symptome zu       bek\u00e4mpfen.\u201c Der Liberalismus sei nicht nur unf\u00e4hig, solche       Probleme zu l\u00f6sen, er mache sie auch noch schlimmer, wo er sich       dem Credo des individuellen <em>carpe diem<\/em> verschreibe, dem       Imperativ, den Tag zu nutzen, den Tag zu genie\u00dfen. F\u00fcr Moneta war       dagegen dieses <em>carpe diem<\/em> die \u201egespenstisch anmutende       Aufforderung, Freudent\u00e4nze auf den Grabh\u00fcgeln menschlicher       Skelette aufzuf\u00fchren, die uns die j\u00fcngste Geschichte als Erbe       hinterlassen hat\u201c. Es k\u00f6nne deswegen nicht darum gehen, den Tag       einfach nur zu genie\u00dfen. Es m\u00fcsse vielmehr darum gehen, den Tag zu       nutzen, um die Zukunft vorzubereiten, den Tag zu nutzen, um die       menschliche Pers\u00f6nlichkeit in ihrer ganzen Vielf\u00e4ltigkeit als       Gattungswesen zu entfalten: \u201edarin liegt unser Gl\u00fcck\u201c.<\/p>\n<p>Jakob Moneta hat auf bemerkenswerte Weise, ebenso selbstbewusst       wie selbstlos, seine Tage genutzt, um diese nicht nur ihm eigene       Vision der Zukunft vorzubereiten. Er wollte das ganze Leben, er       wollte Brot <em>und<\/em> Rosen \u2013 nicht f\u00fcr sich allein, sondern       f\u00fcr alle.<\/p>\n<p><strong><em>Eine kleine Handreichung als Postskriptum:<\/em><\/strong><\/p>\n<p>Was bleibt? Es bleibt die Erinnerung an den aufrechten Gang eines       linken Sozialisten und Gewerkschafter. Und es bleiben seine       B\u00fccher, Texte und Kolumnen. Einen Eindruck vom ersten bietet das       Film-Interview von Juri H\u00e4lker: <em>Jakob Moneta: Jude \u2013         Gewerkschafter \u2013 Sozialist<\/em>, 84 min, Hamburg: VSA-Verlag       2006, das sich auch online findet unter <a href=\"http:\/\/\">http:\/\/de.labournet.tv\/video\/5994\/jakob-moneta-jude-gewerkschafter-sozialist<\/a>.       Monetas B\u00fccher, Texte und Kolumnen sind allerdings entweder       vergriffen oder in Bibliotheken und Archiven verstreut (ein       kleiner \u00dcberblick findet sich unter <a href=\"http:\/\/www.trotskyana.net\/Trotskyists\/Bio-Bibliographies\/bio-bibl_moneta.pdf\" target=\"_blank\">http:\/\/www.trotskyana.net\/Trotskyists\/Bio-Bibliographies\/bio-bibl_moneta.pdf<\/a>).           Besonders zu nennen w\u00e4re hier sein Band <em>Mehr Macht f\u00fcr die         Ohnm\u00e4chtigen. Reden und Aufs\u00e4tze<\/em>, Frankfurt\/M.: ISP-Verlag       1991, 154 Seiten, sowie J\u00fcrgen Hinzer\/Helmut Schauer\/Franz Segbers       (Hrsg.): <em>Perspektiven der Linken. Ein k\u00e4mpferisches Leben im         Zeitalter der Extreme<\/em>, Hamburg: VSA-Verlag 2000, 132       Seiten. Noch zu beziehen ist dagegen eine kleine Sammlung von       Kolumnen aus den 1980er, 1990 und 2000er Jahren, die auch       biografische W\u00fcrdigungen enth\u00e4lt, u.a. von Ernest Mandel und       Winfried Wolf, Gregor Gysi und Lothar Bisky, Gerhard Zwerenz und       Georg F\u00fclberth. Die Brosch\u00fcre Jakob Moneta: <em>Solidarit\u00e4t im         Zeitalter des Skeptizismus. Kommentare aus drei Jahrzehnten<\/em>,       K\u00f6ln: SoZ-Verlag 2004, 76 Seiten, ist f\u00fcr drei Euro zu beziehen       \u00fcber: SoZ-Verlag, Regentenstr.57-59, 51063 K\u00f6ln, <a href=\"mailto:redaktion@soz-verlag.de\" target=\"_blank\">redaktion@soz-verlag.de<\/a> .<\/p>\n<p>Siehe auch (Red):<\/p>\n<h3><a href=\"http:\/\/rudolf-homann.blog.de\/2012\/03\/05\/jakob-moneta-tot-nachruf-13046575\/\" target=\"_blank\"><em>Jakob               Moneta<\/em> ist tot. Ein Nachruf &#8211; Rudi Homann bloggt.<\/a><\/h3>\n<h3><a href=\"http:\/\/\"><em>Jakob               Moneta<\/em> | Facebook<\/a><\/h3>\n<p>&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;-<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.linke.cc\/joomla\/index.php?option=com_content&amp;view=article&amp;id=2408:rsolange-ich-atme-hoffe-ichl-der-sozialistische-journalist-und-gewerkschafter-jakob-moneta-ist-tot&amp;catid=11:biografien&amp;Itemid=10\" target=\"_blank\">4.)\u00a0 http:\/\/www.linke.cc\/joomla\/index.php?option=com_content&amp;view=article&amp;id=2408:rsolange-ich-atme-hoffe-ichl-der-sozialistische-journalist-und-gewerkschafter-jakob-moneta-ist-tot&amp;catid=11:biografien&amp;Itemid=10<\/a><\/p>\n<h2><a href=\"http:\/\/www.linke.cc\/joomla\/index.php?option=com_content&amp;view=article&amp;id=2408:rsolange-ich-atme-hoffe-ichl-der-sozialistische-journalist-und-gewerkschafter-jakob-moneta-ist-tot&amp;catid=11:biografien&amp;Itemid=10\" target=\"_blank\"> \u00bbSolange ich atme, hoffe ich\u00ab Der         sozialistische Journalist und Gewerkschafter Jakob Moneta ist         tot. <\/a><\/h2>\n<p>Mittwoch,           den 14. M\u00e4rz 2012 um 00:17 Uhr   Helmut Dahmer   <a href=\"http:\/\/www.linke.cc\/joomla\/index.php?option=com_content&amp;view=section&amp;id=16&amp;Itemid=10\" target=\"_blank\"> Biografien <\/a> <a title=\"E-Mail\" href=\"http:\/\/www.linke.cc\/joomla\/index.php?option=com_mailto&amp;tmpl=component&amp;link=aHR0cDovL3d3dy5saW5rZS5jYy9qb29tbGEvaW5kZXgucGhwP29wdGlvbj1jb21fY29udGVudCZ2aWV3PWFydGljbGUmaWQ9MjQwODpyc29sYW5nZS1pY2gtYXRtZS1ob2ZmZS1pY2hsLWRlci1zb3ppYWxpc3Rpc2NoZS1qb3VybmFsaXN0LXVuZC1nZXdlcmtzY2hhZnRlci1qYWtvYi1tb25ldGEtaXN0LXRvdCZjYXRpZD0xMTpiaW9ncmFmaWVuJkl0ZW1pZD0xMA==\" target=\"_blank\"><\/a> <a title=\"Drucken\" rel=\"nofollow\" href=\"http:\/\/www.linke.cc\/joomla\/index.php?view=article&amp;catid=11%3Abiografien&amp;id=2408%3Arsolange-ich-atme-hoffe-ichl-der-sozialistische-journalist-und-gewerkschafter-jakob-moneta-ist-tot&amp;tmpl=component&amp;print=1&amp;layout=default&amp;page=&amp;option=com_content&amp;Itemid=10\" target=\"_blank\"><\/a> <a title=\"PDF\" rel=\"nofollow\" href=\"http:\/\/www.linke.cc\/joomla\/index.php?view=article&amp;catid=11%3Abiografien&amp;id=2408%3Arsolange-ich-atme-hoffe-ichl-der-sozialistische-journalist-und-gewerkschafter-jakob-moneta-ist-tot&amp;format=pdf&amp;option=com_content&amp;Itemid=10\" target=\"_blank\"><\/a><\/p>\n<p><strong> <\/strong>Helmut Dahmer         blickt zur\u00fcck auf ein Leben im Widerstand<br \/>\n<strong>Jakob Moneta 1914-2012<\/strong><strong><br \/>\n<\/strong>Der am 3. M\u00e4rz 2012 im Alter von 97 Jahren im Frankfurter       J\u00fcdischen Altersheim gestorbene Jakob Moneta war &#8211; wie Isaac       Deutscher oder G\u00fcnther Anders &#8211; ein \u00bbnichtj\u00fcdischer Jude\u00ab, ein       bedeutender polyglotter Journalist und Gewerkschafter und einer       der wenigen dezidierten Verfechter des Internationalismus und der       R\u00e4tedemokratie. Er wurde am 11. November 1914 in der       westgalizischen Kleinstadt Blasow als Sohn eines Textilfabrikanten       geboren.<\/p>\n<p>Nach dem ersten Weltkrieg siedelte seine Familie aus dem       antisemitisch verhetzten Polen nach K\u00f6ln \u00fcber. Als       Siebzehnj\u00e4hriger schloss Jakob sich dort der Jugendorganisation       der \u00bbSozialistischen Arbeiterpartei\u00ab (SAP) an. Der bedeutende       marxistische Literaturwissenschaftler Hans Mayer (Georg B\u00fcchner       und seine Zeit, 1946) machte ihn in den Jahren vor 1933 mit den       Schriften Trotzkis und der kommunistischen \u00bbLinken Opposition\u00ab       bekannt.<\/p>\n<p><strong>Bruch mit dem Zionismus<\/strong><\/p>\n<p>Nach dem Sieg der Hitlerbewegung emigrierte seine Familie zuerst       nach Kuba, dann in die USA, w\u00e4hrend Jakob nach Pal\u00e4stina ging und       sechs Jahre in einem Kibbuz arbeitete. Der arabische Aufstand in       den Jahren 1936-39 bewog ihn zum Bruch mit dem (linken) Zionismus.<\/p>\n<p>Er war zuerst aktiv in der Histadrut-Gewerkschaft und geh\u00f6rte       dann zu den Gr\u00fcndern der einzigen \u00fcberkonfessionellen       j\u00fcdisch-arabischen Gewerkschaft. Die Engl\u00e4nder internierten ihn       bei Kriegsausbruch f\u00fcr mehr als zwei Jahre in Akko.<\/p>\n<p><strong>Journalist und Gewerkschafter<\/strong><\/p>\n<p>1948 kehrte er nach K\u00f6ln zur\u00fcck, schloss sich der kleinen       trotzkistischen Gruppe, die aus Remigranten, jungen Arbeitern und       sozialistischen Studenten bestand, an und zog sp\u00e4ter nach       Frankfurt. Als Journalist arbeitete er zun\u00e4chst f\u00fcr die SPD-nahe       Rheinische Zeitung.<\/p>\n<p>1951-1962 war er dann Sozialattach\u00e9 der westdeutschen Botschaft       in Paris und unterst\u00fctzte insgeheim tatkr\u00e4ftig die algerische       Befreiungsbewegung (FLN). 1962-1978 leitete er die monatlich       erscheinende gewerkschaftliche Metall-Zeitung, die unter seiner       \u00c4gide eine Auflage von 2.2 Millionen erreichte.<\/p>\n<p><strong>Aktiver Antiimperialist<\/strong><\/p>\n<p>Als f\u00fchrendes Mitglied der \u00bbGruppe Internationale Marxisten\u00ab       (GIM), dann der \u00bbVereinigten Sozialistischen Partei\u00ab (VSP) und       schlie\u00dflich (nach seinem Ausschluss aus der SPD im Jahre 1990) der       &#8211; aus der SED hervorgegangenen &#8211; PDS engagierte sich Moneta in       allen antiimperialistischen Kampagnen der Linken, arbeitete in der       Ostermarsch- wie in der Anti-Atom-Bewegung mit, organisierte       Streiks und \u00fcbersetzte nebenher sozialwissenschaftliche und       historische B\u00fccher. Oft unter Pseudonym schrieb er zahllose       Artikel f\u00fcr die sozialistische Presse.<\/p>\n<p>Seine bedeutendsten Ver\u00f6ffentlichungen sind eine umfangreiche     kritische Darstellung der Kolonialpolitik der franz\u00f6sischen KP     (1968) und eine pr\u00e4gnante Darstellung von Aufstieg und Niedergang     des Stalinismus (1953\/1971). Als Motto \u00fcber seinem Leben w\u00e4re ihm     wohl Ciceros \u00bbdum spiro spero\u00ab (\u00bbsolange ich atme, hoffe ich\u00ab) recht     gewesen, das sich schon der junge Trotzki zu Beginn des 20.     Jahrhunderts zu eigen gemacht hatte.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/\">http:\/\/marx21.de\/content\/view\/1637\/32\/<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Jakob Moneta war viele Jahre Chefredakteur der &#8222;metallzeitung&#8220;. Er war Sozialist, Widerst\u00e4ndler und Gewerkschafter. 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