{"id":2082,"date":"2012-03-24T10:16:09","date_gmt":"2012-03-24T08:16:09","guid":{"rendered":"http:\/\/www.luxorbis.org\/friedensplattform.at\/?p=2082"},"modified":"2012-03-24T10:16:09","modified_gmt":"2012-03-24T08:16:09","slug":"kriegsdrohungen-gegen-iran-und-syrien","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.friedensplattform.at\/?p=2082","title":{"rendered":"Kriegsdrohungen gegen Iran und Syrien"},"content":{"rendered":"<h2>Die Aufgaben von Friedensforschung und Friedensbewegung<\/h2>\n<p><strong>Von L\u00fchr Henken und Peter Strutynski *<!--more--><\/strong><\/p>\n<p>Die israelische Regierung droht mit einem Angriff auf iranische  Atomanlagen. Sie bef\u00fcrchtet augenscheinlich, dass das schiitische Regime  in Teheran heimlich den Plan verfolgt, eine Atomwaffe herzustellen, mit  der sie ihre angeblichen Drohungen wahrmachen will, Israel  auszul\u00f6schen.<\/p>\n<p>Auf die Vorstellung, der Iran h\u00e4tte eine Atomwaffe und entsprechende  Tr\u00e4germittel, kommen wir gleich zur\u00fcck. Werfen wir zun\u00e4chst aber noch  einen kurzen Blick auf die Lage der atomaren Entwicklung im Iran. Die  US-Geheimdienste best\u00e4tigen,  dass der Iran keinen Entscheid f\u00fcr den Bau  einer Bombe getroffen hat. Das Vorhaben sei seit 2003 eingestellt,  sagen sie. Allerdings betonen westliche Geheimdienste auch, dass der  Iran an den Komponenten und der Infrastruktur einer Bombe arbeite und  die Urananreicherung vorantreibe. Das Programm zum Bau eines  Atomsprengkopfs habe er aber nicht wiederaufgenommen. Wesentliche  Komponenten sind unter Kontrolle der Atomenergiebeh\u00f6rde IAEO. Ob das  wirklich alle sind, dar\u00fcber gibt es Zweifel. Allerdings werden immer  wieder Bef\u00fcrchtungen laut, dass die IAEO-Kontrollen vom Iran suspendiert  werden k\u00f6nnten. Nur w\u00fcrde dies als Indiz daf\u00fcr gewertet werden, dass  nun der Bombenbau beginne. Falls der iranische Revolutionsf\u00fchrer  Khamenei den Entschluss zum Bau einer Bombe f\u00e4llen sollte, geht man im  Westen davon aus, dass es noch etwa neun bis 12 Monate Arbeit bed\u00fcrfte,  bis eine Atombombe hergestellt sei. Damit w\u00e4re sie jedoch noch nicht  transportierbar. Der ehemalige Chef des israelischen Geheimdienstes  Mossad, Meir Dagan, geht davon aus, \u201edass Iran eine Atombombe fr\u00fchestens  Mitte des Jahrzehnts entwickelt haben werde und das auch nur, wenn  nichts und niemand in die Quere komme. Bis Iran einen nuklearen  Sprengkopf entwickelt habe, w\u00fcrden noch einmal drei Jahre  vergehen. Das  w\u00e4re 2018.\u201c (Der Spiegel 7.11.11)<\/p>\n<p><strong> Will der Iran die Bombe? <\/strong><\/p>\n<p>Zum Gedanken zur\u00fcck, der Iran h\u00e4tte eine Atombombe und entsprechende  Tr\u00e4germittel. W\u00fcrde er diese gegen Israel oder auch gegen irgendein  anderes Land in einem Erstschlag einsetzen? Falls ja, was h\u00e4tte das zur  Folge? F\u00fcr das angegriffene Land: die Zerst\u00f6rung. Und f\u00fcr den Iran? Der  Selbstmord, denn das w\u00fcrde zu atomaren Gegenangriffen des Westens f\u00fchren  und den Iran ausl\u00f6schen. W\u00fcrde der Iran Israel atomar angreifen? Die  Antwort ist Nein!<\/p>\n<p>Weshalb regt sich dann die israelische Regierung so auf? Ihre Antwort:  Sie bef\u00fcrchtet eine Kettenreaktion. Und zwar dergestalt, dass auch  Saudi-Arabien, der erbitterte sunnitische Rivale des Iran, seine Drohung  wahr macht, sich im Falle einer iranischen Atombombe, ebenfalls atomar  zu bewaffnen. Gleiches wird mit einer gewissen Plausibilit\u00e4t \u00c4gypten und  der T\u00fcrkei unterstellt.<\/p>\n<p>Die Folge w\u00e4re, Israel w\u00fcrde sich von islamischen Atomm\u00e4chten  eingekreist und seiner Alleinstellung als Atommacht im Nahen und  Mittleren Ostens beraubt sehen. Die Folge w\u00e4re: Die islamischen  Atomwaffen w\u00fcrden die v\u00f6lkerrechtswidrige israelische Besatzungspolitik  gegen\u00fcber Pal\u00e4stina und Syrien erheblich erschweren. Israel w\u00fcrde sich  durch einen vermeintlich erfolgreichen Krieg gegen den Iran seine Tr\u00e4ume  von einem Gro\u00dfisrael bewahren.<\/p>\n<p>Au\u00dfer Israel behaupten die USA und die EU, dass Iran sich um eine  Atombombe bem\u00fche. Nicht erst seit heute, sondern seit etwa 10 Jahren  werden kampagnenartig Wellen der Hysterie \u00fcber uns ergossen. Eine  Atombombe in den H\u00e4nden der Mullahs stelle eine Bedrohung nicht nur  Israels und des Nahen Ostens dar, sondern durch den Ausbau iranischer  Raketensysteme seien die USA und Europa mittel- bis langfristig selbst  in Gefahr. Mittels eines Raketenabwehrsystems und massiven Handels- und  Finanzembargos soll der Iran daran gehindert werden. US-Pr\u00e4sident Obama  droht dem Iran sp\u00e4testens f\u00fcr den Tag Krieg an, an dem er \u00fcber  Atomwaffen verf\u00fcgt. Er sei kein Containment-Politiker und er bezeichnet  das ausdr\u00fccklich nicht als Bluff. Es besteht also eine sehr ernste  Kriegsgefahr.<\/p>\n<p>Der Iran sieht sich bereits milit\u00e4risch eingekreist. Denn US-Truppen  befinden sich in allen arabischen Golfstaaten, in Bahrain ist das  Hauptquartier der 5. US-Flotte und in Katar das US-Luftwaffenkommando  f\u00fcr die Zentralregion. Der Iran grenzt an das NATO-Land T\u00fcrkei und sieht  sich NATO-Truppen in Afghanistan gegen\u00fcber. Die arabischen Golfstaaten  haben in den USA Waffen f\u00fcr 120 Milliarden Dollar bestellt.  Flugabwehrbatterien sind dort in Stellung gebracht. Deutsche Kampfpanzer  sollen etwaige schiitische Aufst\u00e4nde in Saudi-Arabien niederschlagen \u2013  nachdem der Iran angegriffen wurde. \u00dcbrigens, der Iran gibt j\u00e4hrlich  etwa 10 Milliarden Dollar f\u00fcr das Milit\u00e4r aus. Die Frage stellt sich:  Wer bedroht eigentlich wen?<\/p>\n<p>Neben der milit\u00e4rischen Einkreisung und Bedrohung sieht sich die  iranische Regierung massiven Sanktionen ausgesetzt; sie kann das aus  ihrer Perspektive nur als den Versuch des Westens bewerten einen  Regimewechsel herbeizuf\u00fchren.<\/p>\n<p>Ein Regime Change in einem Land, dass \u00fcber die drittgr\u00f6\u00dften  nachgewiesenen Erd\u00f6l-  und die zweit gr\u00f6\u00dften Erdgasreserven der Welt  verf\u00fcgt. Einem Land, das sich anschickt, eine Gaspipeline-Achse \u00fcber  Pakistan nach China, dem epochalen Herausforderer des Westens, zu  etablieren, und der eigentlich auch als Lieferant f\u00fcr die Gaspipeline  Nabucco gebraucht wird, um dieses 15 Milliarden Euro teure Projekt zur  Gasversorgung der EU zu retten. Jedoch will sich die EU vom derzeitigen  Regime nicht abh\u00e4ngig machen.<\/p>\n<p>Die schmerzhaftesten Sanktionen stehen dem Iran jedoch noch bevor. Ab  Juli wird der Import iranischen Erd\u00f6ls in die EU komplett boykottiert.  Das macht etwa ein F\u00fcnftel  der iranischen \u00d6lausfuhr aus. Bedeutender  noch wird die Einstellung des internationalen Zahlungsverkehrs \u00fcber die  Genossenschaft Swift durch die EU sein. Die M\u00f6glichkeiten der  Auslands\u00fcberweisungen werden dadurch dramatisch eingeschr\u00e4nkt. Auch eine  Bank in Dubai, \u00fcber die 60 Prozent der Erd\u00f6leinnahmen an den Iran  weitergeleitet wurden, hat auf Grund des Drucks aus den USA  und der EU  diese T\u00e4tigkeit seit Dezember eingestellt. Diese Ma\u00dfnahmen haben noch zu  keiner substantiellen Wirkung in Teheran gef\u00fchrt. Augenscheinlich  setzen die EU und die USA zun\u00e4chst auf diese Sanktionen. Entweder, um  das Regime zur atomaren Kooperation zu bewegen oder das Land \u00f6konomisch  so sehr zu schw\u00e4chen, dass seine Gegenwehr auf einen Angriff minimiert  und unter Kontrolle gehalten werden kann.<\/p>\n<p><strong> Syrien am Rande des B\u00fcrgerkriegs <\/strong><\/p>\n<p>Syrien wird von einem despotischen Regime beherrscht, das sich mit  Folter und Repression seit 40 Jahren an der Macht h\u00e4lt. Es ist im  Gegensatz zu denen der Golfstaaten ein s\u00e4kulares Regime, das  insbesondere die sunnitischen Muslimbr\u00fcder und Salafisten unnachgiebig  bek\u00e4mpft und folglich sich einer saudischen Gegnerschaft bis Feindschaft  gegen\u00fcber sieht. Syrien stand im iranisch-irakischen Krieg 1980 bis  1988 nicht auf Seiten der arabischen L\u00e4nder, sondern auf Seiten des  Iran. Aus dieser Zeit r\u00fchrt die N\u00e4he zum Iran und das B\u00fcndnis mit  Teheran. Saudi-Arabien bek\u00e4mpft das syrische Regime, um damit auch die  Achse Teheran \u2013 Damaskus \u2013 Libanon (sprich Hizbullah) zu schw\u00e4chen.  Saudi-Arabien wird dabei insbesondere von Katar und den Emiraten  unterst\u00fctzt. Katar unterst\u00fctzt die Muslimbr\u00fcder insbesondere durch  seinen Sender Al Dschasira, die Emirate liegen im Streit mit dem Iran  \u00fcber drei Inseln in der Stra\u00dfe von Hormus.<\/p>\n<p>Seit M\u00e4rz 2011 sieht sich das Assad-Regime als Folge des \u201earabischen  Fr\u00fchlings\u201c einem zun\u00e4chst ausschlie\u00dflich friedlichen Aufstand gegen\u00fcber,  der demokratische Reformen verlangt. Belegt ist, dass sunnitische  fundamentalistische Kr\u00e4fte aus der Golfregion bereits zu Beginn des  Aufstands zur Radikalisierung beigetragen haben. Die Brutalit\u00e4t des  syrischen Regimes jedoch hat zur Militarisierung des Aufstands gef\u00fchrt.  Der haushoch \u00fcberlegene Repressionsapparat hat die Auseinandersetzung  zunehmend auf das milit\u00e4rische Schlachtfeld gelockt, um seine  \u00dcberlegenheit auszuspielen. Die Opferzahlen reichen bis zu 9.000  get\u00f6teten B\u00fcrgerinnen und B\u00fcrger und 2.000 Mitglieder der  Sicherheitsorgane. 20.000 Menschen gelten als vermisst. Die Zahl der  Fl\u00fcchtlinge wird auf 200.000 gesch\u00e4tzt, davon  30.000 im Ausland.<\/p>\n<p>Die Opposition setzt sich vielschichtig zusammen und zeichnet sich vor  allem durch Uneinigkeit aus. Die am h\u00e4ufigsten zitierte oppositionelle  Vereinigung ist der \u201eSyrische Nationalrat\u201c, eine von den Muslimbr\u00fcdern  beherrschte Exil-Organisation, die den Dialog mit Assad ablehnt, eine  Milit\u00e4rintervention fordert und einen Milit\u00e4rrat gebildet hat, der  zugegebene ausl\u00e4ndische Waffenlieferungen koordinieren soll. Die  Waffenlieferungen sind meist saudischen, katarischen und libyschen  Ursprungs und werden \u00fcber die T\u00fcrkei, den Libanon, Jordanien und den  Irak nach Syrien gebracht. Der milit\u00e4rische Widerstand, den es im  Milit\u00e4rrat zu koordinieren gilt, nennt sich \u201eFreie Syrische Armee\u201c und  setzt sich vor allem aus Deserteuren zusammen. Ihr \u201eKommandant\u201c wirkt  von der T\u00fcrkei aus. Sch\u00e4tzungen \u00fcber den Umfang dieser Milizen reichen  von 2.000 bis 40.000. Einer kompetenten Autorin in der Neuen Z\u00fcrcher  Zeitung \u201eerscheint eine Zahl im kleineren vierstelligen Bereich als  realistisch.\u201c (NZZ 14.03.12) Sie gibt an, dass es eine solche Armee  eigentlich gar nicht g\u00e4be. \u201eWas es gibt\u201c, schreibt sie, \u201esind Dutzende  kleinere Einheiten. [\u2026] keine Einheit nimmt von einer \u00fcbergeordneten  Stelle Befehle entgegen, ja die Einheiten koordinieren ihre Aktionen  nicht einmal untereinander.\u201c Demnach w\u00fcrden allenfalls 3.000 Bewaffnete  einer syrischen Armee von etwa 200.000 Heeressoldaten gegen\u00fcber stehen,  die \u00fcber ann\u00e4hernd 5.000 Kampf- und 5.000 Sch\u00fctzenpanzer verf\u00fcgen. Die  Armee ist auf dem Vormarsch und hat die Kontrolle in Homs und Idlib  wieder an sich gerissen.<\/p>\n<p><strong> Die USA haben es nicht so eilig <\/strong><\/p>\n<p>Weitere wichtige Oppositionsgruppen im Land sind etwa 300 lokale  Koordinierungskomitees, die die Demonstrationen im Land organisieren und  bisher den friedlichen Widerstand propagieren. Eine bundesweite  Kampagne hierzulande \u201eAdopt the Revolution\u201c aus Kreisen der  Friedensbewegung unterst\u00fctzt diese Komitees mit Geldspenden. Das ist  jedoch umstritten. Ein Grund ist: Es kann von hier nicht kontrolliert  werden, was mit dem Geld geschieht. Und am 17. M\u00e4rz 2012 war in der FAZ  zu lesen: \u201eIn Syrien haben Oppositionelle im ganzen Land f\u00fcr eine  ausl\u00e4ndische Intervention demonstriert. Die lokalen  Koordinierungskomitees stellten die Proteste am Freitag unter dieses  Motto.\u201c Eine Best\u00e4tigung f\u00fcr diese Meldung haben wir allerdings bisher  nicht finden k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>USA und EU setzen wie im Fall Iran auf die Isolation des Assad-Regimes  und fordern den R\u00fccktritt des Pr\u00e4sidenten. Das ist auch in der  UN-Generalversammlung mit gro\u00dfer Mehrheit best\u00e4tigt worden. Im  Sicherheitsrat scheitert dieses Vorgehen an den Vetos von Russland und  China. Entsprechend gibt es keine UN-Sanktionen gegen Syrien. Die USA  und die EU haben seit November ein \u00d6lembargo verh\u00e4ngt. US-Pr\u00e4sident  Obama erkl\u00e4rt seit langem, dass er fest an der Seite der Protestbewegung  stehe.<\/p>\n<p>Einen tieferen Einblick in die Einsch\u00e4tzung der Lage durch die USA gab  k\u00fcrzlich eine Anh\u00f6rung im Streitkr\u00e4fteausschuss des US-Senats am 9.  M\u00e4rz. Die NZZ gibt Verteidigungsminister Panetta wieder:<br \/>\n<em>\u201eDa sich der Sicherheitsrat nicht auf eine Linie einigen und kein  Mandat f\u00fcr einen Milit\u00e4reinsatz erteilen k\u00f6nne und da die Nato ein  Eingreifen bereits ausgeschlossen habe, w\u00fcrde nur eine unilaterale  Intervention \u00fcbrig bleiben, erkl\u00e4rte er. Damit sei die grundlegende  Frage, ob die USA wirklich noch einmal in diesem Teil der Welt auf  eigene Faust agieren und in einem muslimischen Land Krieg f\u00fchren  wollten, beantwortet. Panetta r\u00e4umte ein, dass er dem Pentagon den  Auftrag gegeben habe, eine grobe Eventualplanung durchzuf\u00fchren, auf  deren Grundlage Pr\u00e4sident Obama allenfalls weitere Beschl\u00fcsse fassen und  n\u00e4chste Planungsschritte anordnen k\u00f6nne. Doch sowohl er selber als auch  der Vorsitzende der Vereinigten Stabschefs, Dempsey, liessen keinen  Zweifel daran, dass eine Milit\u00e4rintervention eine bedeutend gr\u00f6ssere und  l\u00e4ngere Operation w\u00e4re als jene, die zum Sturz Ghaddafis in Libyen  f\u00fchrte. Dempsey unterstrich auch, dass ein Milit\u00e4reinsatz in Syrien  zwingend bedeute, dass die Vereinigten Staaten ihre milit\u00e4rische Pr\u00e4senz  anderswo abbauen m\u00fcssten. Nur schon ein Luftkrieg, um die syrische  Fliegerabwehr auszuschalten, w\u00e4re zeitraubend, kompliziert und riskant,  sagte Dempsey, weil Syrien \u00fcber russisches Material verf\u00fcge, das f\u00fcnfmal  fortgeschrittener sei als jenes, mit dem man es in Libyen zu tun gehabt  habe. Die syrische Fliegerabwehr sei zudem im Westen des Landes  konzentriert, wo sich auch die grossen Bev\u00f6lkerungszentren bef\u00e4nden.  Viele zivile Opfer und ungewollte Sch\u00e4den w\u00e4ren deshalb unausweichlich.  Panetta hob seinerseits die politischen Risiken hervor. Man habe bereits  \u00fcber 100 Oppositionsgruppen identifiziert, aber keine ernsthaften  Anstrengungen wahrgenommen, sie unter einer einheitlichen F\u00fchrung zu  vereinen. Bevor die USA ihre S\u00f6hne und T\u00f6chter in Uniform unter hohen  Risiken in den Einsatz schickten, sei sehr detailliert abzukl\u00e4ren, \u201awie  der Auftrag genau lautet, ob und zu welchen Kosten wir ihn erf\u00fcllen  k\u00f6nnen und ob er die Lage verbessert oder verschlechtert\u2018, unterstrich  Panetta. [\u2026] Auch wenn er milit\u00e4rische Schritte nicht ausschlie\u00dfen  wollte, machte Panetta klar, dass er zum gegenw\u00e4rtigen Zeitpunkt auch  die Lieferung von Waffen nicht gutheisst, weil man einfach zu wenig  dar\u00fcber wisse, wer von den Waffen profitieren w\u00fcrde. Deshalb st\u00fcnden f\u00fcr  die USA, wenn schon, eher Lieferungen von sogenannten nichtt\u00f6dlichem  Material wie etwa Funkger\u00e4ten im Vordergrund.\u201c<\/em> (NZZ 10.3.12)<\/p>\n<p>Daraus l\u00e4sst sich schlie\u00dfen, dass die USA es mit einer Intervention in  Syrien nicht eilig haben, aber auch nicht ausschlie\u00dfen. Das muss die  bewaffnete und unbewaffnete Opposition im Land als Ermutigung werten,  ihren Kampf fortzusetzen. Das bedeutet, dass der B\u00fcrgerkrieg fortgesetzt  wird, weil beide Seiten noch mit einem Sieg rechnen.<\/p>\n<p>Das sieht das International Institute for Strategic Studies (IISS) auch  so. Spiegel Online berichtet von der Jahrespressekonferenz des  konservativen und NATO-nahen Instituts in London am 7. M\u00e4rz. \u201eBritische  Milit\u00e4rexperten erwarten kein schnelles Ende des B\u00fcrgerkrieges in  Syrien. Das Regime von Baschar al-Assad sitzt nach Einsch\u00e4tzung des IISS  nach Monaten heftiger K\u00e4mpfe noch relativ fest im Sattel. \u201aWir sehen  einen blutigen Abnutzungskrieg\u2018, sagte IISS-Analyst Toby Dodge. \u201aDie  Rebellen sind l\u00e4stig, aber keine direkte Bedrohung des Regimes\u2018. Die  Aufst\u00e4ndischen k\u00f6nnten zwar einzelne Stadtviertel wie zuletzt Homs  einnehmen und einige Zeit halten. Fr\u00fcher oder sp\u00e4ter w\u00fcrde sie jedoch  von Assads Truppen wieder vertrieben. [\u2026] Das syrische Milit\u00e4r sei  insgesamt loyal zum Regime. Zwar seien einige hundert Deserteure (sic!)  zu den Rebellen \u00fcbergelaufen, doch handele es sich vor allem um  niedrigere Dienstgrade. Eine entscheidende \u00c4nderung der Lage kann laut  IISS nur von au\u00dfen herbeigef\u00fchrt werden. Ein internationales Eingreifen  in Syrien sei jedoch wenig wahrscheinlich, sagte Dodge. \u201aDie  diplomatische Lage wird sich auf absehbare Zeit nicht \u00e4ndern.\u2018 Dem  Westen fehle es am politischen Willen zum milit\u00e4rischen Eingreifen.  \u00dcberlegungen, humanit\u00e4re Zonen oder Korridore in Syrien einzurichten,  halten die IISS-Experten daher f\u00fcr unrealistisch.\u201c (SPIEGEL online  7.3.12)<\/p>\n<p>Unsere These ist: Der Westen setzt auf die Wirkung von Sanktionen, um  die recht stabile Loyalit\u00e4t breiter Mittelschichten gegen\u00fcber dem Regime  zu ersch\u00fcttern. Zeitgleich wird der Waffen- und Ausr\u00fcstungsfluss ins  Land fortgesetzt und der milit\u00e4rische Widerstandskampf weiterhin durch  Geheimdienstaktivit\u00e4ten verst\u00e4rkt. Nachdem man bereits die Hamas aus der  prosyrischen und proiranischen Front herausgebrochen hat, wird der  Versuch unternommen, auch den Hizbullah entscheidend zu schw\u00e4chen, indem  die USA versuchen, libanesische Finanzinstitute, durch die sich die  Hizbullah finanziert,   trocken zulegen. (FAZ 13.3.12) Der B\u00fcrgerkrieg  in Syrien wird von au\u00dfen angeheizt werden, sobald der Westen die  Spannungen gegen\u00fcber dem Iran eskaliert. Sein Kalk\u00fcl: Ein sich im  B\u00fcrgerkrieg befindliches Syrien kann f\u00fcr den Iran und den Hizbullah  keine Unterst\u00fctzung sein.<\/p>\n<p>Und schlie\u00dflich: Im Iran erwartet der Direktor des IISS, John Chipman,  \u201ekeine baldige Intervention des Westens. Ein Angriff Israels oder der  USA auf iranische Nuklearanlagen sei in diesem Jahr unwahrscheinlich,  sagte Chipman. Beide Staaten w\u00fcssten, dass Israel allenfalls imstande  sei, einzelne Angriffe zu fliegen, aber keine nachhaltige Bombenkampagne  ohne US-Unterst\u00fctzung durchf\u00fchren k\u00f6nne. Einen israelischen  Pr\u00e4ventivschlag gegen den Iran, \u00fcber den zuletzt viel spekuliert wurde,  schloss Chipman daher aus. Die Regierung von Benjamin Natanjahu verlasse  sich auf ihre westlichen Partner, falls n\u00f6tig, zu einem sp\u00e4teren  Zeitpunkt gemeinsam zuzuschlagen. (SPIEGEL online 7.3.12)<\/p>\n<p><strong> Wenn es anders kommen sollte <\/strong><\/p>\n<p>Es kann nat\u00fcrlich auch anders kommen. Unsere Einsch\u00e4tzung, dass in  diesem Jahr eine Intervention in Iran nicht erfolgen werde, k\u00f6nnte dann  durchkreuzt werden, wenn sich die Hardliner in der israelischen  Regierung (und dort gibt es ja fast nur Hardliner) durchsetzen und mit  Luftangriffen auf iranische Nuklearanlagen einen milit\u00e4rischen  Alleingang starten. Die Aussicht auf einen Sieg Obamas bei den  US-Pr\u00e4sidentschaftswahlen im November \u2013 und zur Zeit spricht vieles  daf\u00fcr \u2013 ist f\u00fcr Netanjahu keine angenehme Vorstellung. Ein derart  gest\u00e4rkter US-Pr\u00e4sident k\u00f6nnte im israelisch-pal\u00e4stinensischen Konflikt  etwas weniger nachgiebig sein als in der Vergangenheit und den Israelis  nicht mehr alles durchgehen lassen (Siedlungsbau, Jerusalem). Also  schiene ein Angriff noch vor der Wahl eine sichere Garantie daf\u00fcr zu  sein, dass Obama nolens volens mitziehen w\u00fcrde, weil die USA ihren  wichtigsten Partner im Nahen Osten ja nicht im Stich lassen d\u00fcrfte.<\/p>\n<p>Auch auf dem syrischen Konfliktfeld k\u00f6nnte sich die Lage weiter  zuspitzen und den Westen, insbesondere die USA zu einem Eingreifen  veranlassen. Bereits jetzt haben die Medien und die Politik einen  derartigen Druck gegen\u00fcber Damaskus aufgebaut, dass ein Zur\u00fcckdrehen der  Eskalationsspirale nur noch schwer m\u00f6glich erscheint. Wer auch immer in  Syrien Bomben z\u00fcndet und Zivilisten t\u00f6tet: Alles wird direkt oder  indirekt dem \u201eblutr\u00fcnstigen\u201c, \u201edespotischen\u201c und \u201em\u00f6rderischen\u201c  Assad-Regime angelastet. Die PR-Agenturen im Dienst westlicher oder  saudi-arabischer Regierungen werden die entsprechenden herzzerrei\u00dfenden  Bilder und Nachrichten liefern. Wie hei\u00dft es doch so treffend im Konzept  \u201eResponsibility to Protect\u201c (\u201eSchutzverantwortung\u201c), der neuen Bibel  der Interventionsbef\u00fcrworter: Bevor in einen Staat interveniert wird,  muss ein \u201erichtiger Grund\u201c vorliegen. Ein solcher Grund liegt  beispielsweise in einer Situation vor, durch die das \u201eGewissen\u201c der  Menschheit  ber\u00fchrt werde (\u201econscience-shocking situation\u201c). Der oben  geschilderte enge Zusammenhang zwischen den Ereignissen um Iran und  denen in Syrien macht es dann auch wahrscheinlich, dass der Kriegsfunke  von Syrien auch nach Iran \u00fcberspringt und wir es mit einem  unvorstellbaren Fl\u00e4chenbrand in der ganzen Region zu tun haben werden.<\/p>\n<p>Mit anderen Worten: Was die rational denkenden Milit\u00e4rs und  Geheimdienstler der USA heute dazu veranlasst, eher zur Vorsicht und  Zur\u00fcckhaltung zu mahnen, k\u00f6nnte im Gefolge eines israelischen  Alleingangs gegen Iran oder bei einer wie auch immer herbei gef\u00fchrten  weiteren Eskalation in Syrien zu einem Kriegsfall der USA und der NATO  werden. Was die Sache f\u00fcr Berlin so pikant macht, ist die Tatsache, dass  die deutsche Marine immer noch vor der libanesischen K\u00fcste stationiert  ist, um den Waffenschmuggel an die Hizbullah zu verhindern. Wie schnell  also kann auch Deutschland in den nah\u00f6stlichen Fl\u00e4chenbrand involviert  werden!<\/p>\n<p>Wenn Iran und Syrien so miteinander verbunden sind, wie wir behauptet  haben, dann er\u00fcbrigt sich auch die Frage, ob eine Intervention gegen  Syrien vielleicht doch weniger riskant sei als ein Angriff auf Iran.  Dennoch m\u00f6chten wir an der Steller darauf hinweisen, dass gezielte  Luftangriffe auf iranische Nuklearanlagen \u2013 selbst wenn sie singul\u00e4r  bleiben und von Teheran nicht mit einem Verteidigungskrieg beantwortet  w\u00fcrden \u2013 weitreichende zerst\u00f6rerische Folgen f\u00fcr Mensch und Umwelt in  den betroffenen Regionen haben w\u00fcrden. Im Jahr 1981 hatte die  israelische Luftwaffe ein im Bau befindliches irakisches AKW bombardiert  und zerst\u00f6rt \u2013 ohne gr\u00f6\u00dfere Folgen f\u00fcr die Umwelt. Denn dieses AKW  befand sich noch in einem Zustand, wo es noch nicht mit Brennelementen  beladen war, also keine Strahlung austreten konnte. Im Gegensatz dazu  ist die Mehrzahl der iranischen Atomanlagen bereits hochgradig  radioaktiv belastet. Selbst in einem Versuchsreaktor entsteht laut BUND  pro Megawatt elektrischer Leistung j\u00e4hrlich die kurz- und langlebige  Radioaktivit\u00e4t einer Hiroshima Bombe (Axel Meyer in: www.mitwelt.org).  Zus\u00e4tzlich zu den verheerenden Folgen jedes Krieges, w\u00e4re eine  Bombardierung der iranischen Atomanlagen also auch ein radioaktives  Fiasko, mit Folgen weit \u00fcber den Iran hinaus. Auch aus diesem Grund darf  ein Krieg gegen Iran nicht sein.<\/p>\n<p><strong> Welche Alternativen haben wir? <\/strong><\/p>\n<p>Die Friedensbewegung ist zwar nicht unbedingt zust\u00e4ndig f\u00fcr die  Formulierung von Alternativen zum Krieg: Die Vermeidung des Kriegs ist  schon die erste und beste Alternative! Dennoch ist es sinnvoll, im Kampf  gegen den drohenden Krieg plausible und praktisch durchsetzbare  Alternativen zur Diskussion zu stellen. Daf\u00fcr stehen der  Friedensbewegung zahlreiche Expertisen und gut durchdachte  Politikkonzepte wissenschaftlicher Institute zur Verf\u00fcgung.<\/p>\n<p><strong> Iran<\/strong><\/p>\n<p>Lie\u00dfe sich die deutsche, europ\u00e4ische und US-amerikanische Au\u00dfenpolitik  von Vernunft leiten, m\u00fcsste sie in Bezug auf den Iran folgende  Grundaxiome anerkennen:<\/p>\n<ol>\n<li> W\u00fcrde der Iran im Besitz von Atomwaffen sein, w\u00fcrde er sie niemals als  erstes einsetzen. Diese Furcht Israels ist mehr eine Behauptung denn  eine wirkliche Bedrohung. Denn im Gegenzug w\u00fcrde der Iran in ein  atomares Tr\u00fcmmerfeld verwandelt. Die mehr als 200 Atomsprengk\u00f6pfe  Israels k\u00f6nnten ganze Arbeit leisten. Die Erkenntnis aus dem atomaren  Patt der 80er Jahre bleibt auch heute g\u00fcltig: Wer zuerst schie\u00dft, stirbt  als Zweiter.<\/li>\n<li>W\u00fcrde der Iran Atomwaffen besitzen, k\u00f6nnte er sie also  allenfalls zur Abschreckung verwenden, d.h. sie eben nicht verwenden,  sondern nur mit dem Vernichtungspotential drohen. Da dem Iran bisher von  Seiten der USA jegliche Sicherheitsgarantien verweigert werden, h\u00e4tte  das Streben nach Atomwaffen eine zwar grausige, aber doch  nachvollziehbare Rationalit\u00e4t. (Wie pfleglich ist die \u201eWeltgemeinschaft\u201c  doch mit Nordkorea umgegangen, seitdem bekannt war, dass es tats\u00e4chlich  \u00fcber Nuklearwaffen verf\u00fcgt. Und erinnert sei auch daran, dass 2003 die  Bush-Administration Irak nur angreifen konnte, weil sie \u2013 entgegen ihrer  verlogenen Propaganda \u2013 wusste, dass Irak keine  Massenvernichtungswaffen hatte.)<\/li>\n<li>\u00c4u\u00dferungen der geistlichen und politischen F\u00fchrung Irans  sollten solange ernst genommen werden, als sie nicht der L\u00fcge \u00fcberf\u00fchrt  werden. Zum Standardrepertoire der Reden Ahmadinedschads geh\u00f6ren zwei  Feststellungen: Einmal wird der Besitz von Atomwaffen aus religi\u00f6sen  Gr\u00fcnden abgelehnt. Sie seien aus islamischer Sicht \u201einhuman\u201c. Zum  anderen werden Atomwaffen als wertlos betrachtet: \u201eWir glauben nicht  daran\u201c, sagte Ahmadinedschad in einem Interview 2008, \u201edass  Nuklearwaffen von Nutzen sind, sie sind \u00fcberfl\u00fcssig. Wer Nuklearwaffen  besitzt, verschafft sich damit keine politischen Vorteile.\u201c Und noch vor  kurzem erg\u00e4nzte er: \u201eEs hat keinen Sinn, zwei Bomben zu bauen, wenn der  Feind \u00fcber 2.000 nukleare Bomben verf\u00fcgt.\u201d (Badische Zeitung,  10.11.2011, zit. nach BICC) Zuletzt \u00e4u\u00dferte sich Ahmadinedschad in einem  Exklusivinterview mit dem ZDF dahingehend, dass er Atomwaffen  \u201eunmoralisch\u201c f\u00e4nde (ZDF, 19.03.2012)<\/li>\n<li>Die Politik des Westens sollte sich von der stillschweigenden  atomaren Komplizenschaft mit Israel verabschieden und die Geltung des  Nichtverbreitungsregimes ausnahmslos einfordern. Wer einem Staat im  Nahen Osten den vermeintlichen Griff nach Atomwaffen unter Androhung  eines Krieges verweigert, \u00fcber einem anderen Staat aber, der schon seit  langem im Besitz von Atomwaffen und den daf\u00fcr ben\u00f6tigten Tr\u00e4gersystemen  ist, die sch\u00fctzende Hand h\u00e4lt, kann keine Glaubw\u00fcrdigkeit f\u00fcr sich  beanspruchen. Noch dazu, wenn dieser Nuklearstaat \u2013 ungestraft \u2013  Angriffsdrohungen gegen den anderen ausst\u00f6\u00dft. Doppelte Standards  vertragen  sich nun einmal nicht mit dem V\u00f6lkerrecht.<\/li>\n<\/ol>\n<p>Vor allem aber sollte der Westen aufh\u00f6ren, die Drohkulisse gegen\u00fcber dem  Iran weiter auszubauen. Kriegerische Rhetorik und eine Politik  angezogener Daumenschrauben (z.B. in Form wirtschaftlicher Sanktionen)  erreichen in ihrer Logik immer einen Punkt, von dem aus es kein Zur\u00fcck  mehr gibt. Im j\u00fcngsten Iran-Dossier des BICC (Bonner Institut f\u00fcr  Konversionsforschung) wird sehr eindringlich darauf hingewiesen, dass  milit\u00e4rische Drohungen gegen den Iran \u201esicherlich das falscheste\u201c Mittel  seien, um zum Erfolg zu kommen. Der ehemalige Generaldirektor der IAEO  Hans Blix, bringt das folgenderma\u00dfen auf den Punkt: \u201eIch glaube, man  kann niemanden durch Androhung von Gewalt von einem Atomprogramm  abbringen \u2013 das f\u00fchrt wohl eher dazu, dass sich derjenige noch mehr  damit beeilt, um sich verteidigen zu k\u00f6nnen\u201c (zit. n. BICC). Auch w\u00fcrden  die anhaltenden Drohungen dazu f\u00fchren, das innenpolitische Klima im  Iran zugunsten einer noch breiteren Bef\u00fcrwortung von Kernwaffen in den  Eliten des Landes zu verschieben. Schlie\u00dflich br\u00e4chte auch ein massiver  israelisch-US-amerikanischer Angriffskrieg gegen Iran nicht das  gew\u00fcnschte Ergebnis. Zwar k\u00f6nnte das iranische Atomprogramm um Jahre  zur\u00fcckgeworfen, aber nicht auf Dauer verhindert werden. Im Gegenteil, so  urteilt das BICC, w\u00e4re dies die \u201eGarantie\u201c daf\u00fcr, dass der Iran danach  \u201emit hoher Geschwindigkeit nach der Atombombe streben w\u00fcrde\u201c. Und es  g\u00e4be kaum innenpolitischen Widerstand dagegen.<\/p>\n<p>\u00c4hnlich eindeutig werden Sanktionen abgelehnt. Schon die bisherigen  Sanktionen des UN-Sicherheitsrats (zuletzt Res. 1929 [2012]) und die  versch\u00e4rften Wirtschaftssanktionen der USA und der Europ\u00e4ischen Union  haben nicht erreichen k\u00f6nnen, dass der Iran die Forderungen des Westens  erf\u00fcllt und seine Urananreicherung eingestellt hat. Das Mitte des Jahres  2012 in Kraft tretende totale \u00d6l- und Gasembargo wird der Iran mit  einer Umlenkung seiner Kohlenwasserstoffexporte (z.B. nach China) zu  einem Teil kompensieren k\u00f6nnen. Was an negativen Folgen trotzdem  eintreten wird, trifft eher die sozialen Belange der Bev\u00f6lkerung als die  Situation der politischen und geistlichen Eliten. Die Sanktionen  schlage in eine Art \u201ewirtschaftliche Kriegf\u00fchrung\u201c um (Sick). Mohssen  Massarrat und Bahman Nirumand haben das vor kurzem auf den Punkt  gebracht: \u201eJe h\u00e4rter die Sanktionen gegen den Iran werden, desto l\u00e4nger  wird die Lebensdauer des antidemokratischen Systems dort.\u201c  (Massarrat\/Nirumand 2011) Gegenma\u00dfnahmen des Iran w\u00fcrden ebenfalls nicht  lange auf sich warten lassen und w\u00fcrden vor allem eine erhebliche  Steigerung der Welt\u00f6lpreise nach sich ziehen und damit die Urheber der  Sanktionen selbst treffen (vgl. hierzu Sick).<\/p>\n<p>Eine Strategie, die nicht zum Ziel f\u00fchrt, muss aufgegeben werden.  Friedensforschungsinstitute pl\u00e4dieren daher f\u00fcr eine \u201eUmkehr zu Dialog  und Entspannung\u201c (BICC), die nur zu erreichen ist, wenn man die  bestehenden Realit\u00e4ten anerkennt (IFSH). Dazu geh\u00f6rt, dass der Westen  die Urananreicherung im Iran akzeptieren m\u00fcsse. Urananreicherung f\u00fcr  zivile Zwecke m\u00fcssen dem Iran genauso zugestanden werden, wie jedem  anderen Land der Welt. Das BICC schl\u00e4gt sogar vor, dass der Westen dem  Iran 20-prozentiges Uran liefern solle \u2013 so wie es 2011 von  Ahmadinedschad gefordert worden war. Allerdings m\u00fcsse sich Teheran  verpflichten, zus\u00e4tzliche internationale Kontrollen der iranischen  Atomanlagen zuzulassen. Zur \u201eUmkehr\u201c geh\u00f6rt auch, dass der Westen die  Sicherheitsinteressen des Iran genauso ernst nimmt wie diejenigen  anderer Staaten des Nahen und Mittleren Ostens. Auf dieser Basis k\u00f6nnte  mittelfristig ein politischer Prozess eingeleitet werden, der ein  \u201e\u00e4hnliches Ausma\u00df wie bei der Entspannungspolitik des Westens gegen\u00fcber  der Sowjetunion Ende der 1960er Jahre oder wie bei der neuen Politik der  USA gegen\u00fcber China Anfang der 1970er Jahre\u201c annehmen k\u00f6nnte (BICC).<\/p>\n<p>In Bezug auf Deutschlands Rolle in der Iranpolitik des Westens fordern  die Friedensforschungsinstitute \u00fcbereinstimmend, dass sich Berlin  weiterer Sanktionen enthalten sollte, \u201eda sie bestenfalls nutzlos,  schlimmstenfalls eskalationsf\u00f6rdernd\u201c seien (BICC), bzw. dass die  bereits verh\u00e4ngten Sanktionen \u201eschrittweise\u201c aufgegeben werden (IFSH).  Au\u00dferdem sollte Deutschland \u201eunmissverst\u00e4ndlich\u201c deutlich machen, dass  es jegliche milit\u00e4rische \u201eL\u00f6sung\u201c ablehnt.<\/p>\n<p><strong>Syrien<\/strong><\/p>\n<p>Wir haben weiter oben bereits gezeigt, dass der Irankonflikt sehr eng  mit den Konfliktlinien in Syrien verbunden ist. Diese Verkn\u00fcpfung, so  zeigt Phillis Bennis in ihrer Analyse, macht aus dem syrischen Fall  einen \u201eregionalen und globalen Konflikt\u201c:<\/p>\n<p><em> \u201eSyrien ist der bedeutendste Partner des Irans im Nahen Osten, und  deshalb haben sich wichtige L\u00e4nder, die Israels anti-Iran Mobilisierung  unterst\u00fctzen, sich gegen Syrien gewandt mit dem Bestreben, den Iran zu  schw\u00e4chen durch die Unterminierung Syriens, seines engsten Verb\u00fcndeten.  (\u2026)  Es ist eindeutig, dass Saudi-Arabien mit dem Iran in Syrien um  Einfluss in der Region k\u00e4mpft. Die Arabische Liga, deren  Entscheidungsprozesse von den Saudis und den mit ihnen verb\u00fcndeten Golf  Staaten ( wie Katar und die VAE ) dominiert werden, benutzen die  syrische Krise, um gegen den wachsenden Einfluss Irans in den arabischen  L\u00e4ndern vom Irak bis zum Libanon vorzugehen. Und nat\u00fcrlich haben sich  die USA, Frankreich und andere westliche Staaten auf die sehr reale  Menschenrechtskrise in Syrien gest\u00fcrzt, mit dem Versuch einer weiteren  Schw\u00e4chung des Regimes dort, weit weniger aus Sorge um die  Menschenrechte des syrischen Volks als aus Interesse an der  Unterminierung des wichtigsten Verb\u00fcndeten des Iran.\u201c<\/em> (Bennis)<\/p>\n<p>Was im Falle Irans nicht funktioniert, wird auch in Syrien nicht  funktionieren: Sanktionen gegen die politische F\u00fchrung in Damaskus  stellen keinen sinnvollen Beitrag zur L\u00f6sung des inneren Gewaltkonflikts  dar. Insofern sind die von der EU bereits verh\u00e4ngten Sanktionen, die im  April 2012 noch versch\u00e4rft werden (Einfrieren von syrischem Verm\u00f6gen im  Ausland, Einreiseverbote gegen weitere syrische Politiker). Schon jetzt  sind die Folgen der bisherigen Sanktionsma\u00dfnahmen (v.a. \u00d6lembargo) des  Westens sp\u00fcrbar: In steigenden Preisen, wachsender Armutsbev\u00f6lkerung und  Kaufzur\u00fcckhaltung der Mittelschichten (vgl. die Reportage von Karin  Leukefeld in weltnetz.tv, 19.03.2012). Die einzigen Sanktionen, die  wirklich Sinn machen, w\u00e4ren ein umfassendes Waffenembargo. Doch auch  daf\u00fcr scheint es, nachdem Russland Waffen an die syrische Regierung und  Saudi-Arabien an die Opposition liefert, zu sp\u00e4t zu sein.<\/p>\n<p>Da wir es in Syrien mit einer b\u00fcrgerkriegs\u00e4hnlichen Situation zu tun  haben, die von verschiedenen ausw\u00e4rtigen Interessenten gesch\u00fcrt wird  (vor allem Saudi-Arabien und Katar auf arabischer Seite, USA,  Frankreich, Gro\u00dfbritannien und \u2013 mit Einschr\u00e4nkung \u2013 die T\u00fcrkei auf der  Seite des Westens), besteht die wichtigste und dringendste Forderung  darin, die Konfliktparteien an den Verhandlungstisch zu bekommen. Eine  von Kofi Annan und Vertretern der Arabischen Liga besetzte  Beobachtermission wird nicht nur von den UN-Vetom\u00e4chten Russland und  China gutgehei\u00dfen, sondern hat auch Chancen, von Damaskus anerkannt zu  werden. Gebrochen werden muss die intransigente Haltung der bewaffneten  Opposition in Syrien, die bisher jedes Angebot zu Verhandlungen br\u00fcsk  abgelehnt hat. Sie wei\u00df, dass dies auch in Libyen vor einem Jahr  funktioniert hat, als die Rebellen sich auf keinen Waffenstillstand und  erst recht auf keine Gespr\u00e4che mit Gaddafi eingelassen hatten. Der  \u201eErfolg\u201c, ein milit\u00e4rischer Sieg der NATO-Verb\u00fcndeten nach neun Monaten  Luftkrieg, hat diese Strategie best\u00e4tigt. So fraglich es ist, ob der  Westen entsprechenden Druck auf die syrische Opposition in Gestalt der  \u201eFreien Syrischen Armee\u201c aus\u00fcben wird, so richtig ist dennoch diese  Forderung. Sie nicht zu erheben und den B\u00fcrgerkriegsparteien in Syrien  freie Hand in ihrem gegenseitigen Gemetzel zu lassen, verwandelt das  Land \u00fcber kurz oder lang in ein Schlachtfeld, auf dessen Altar vor allem  Zivilpersonen geopfert werden.<\/p>\n<p>Die zentralen Forderungen der Friedenswissenschaft an die Adresse  Syriens, der Arabischen Liga, der USA und anderer westlicher Staaten,  der EU, der Vereinten Nation und der Bundesregierung lauten daher:<\/p>\n<ul>\n<li> Absage an alle Gedankenspiele \u00fcber eine milit\u00e4rische Intervention (diese  Position wird auch von Friedensforschern vertreten, die im Fall Libyen  noch anders votierten, vgl. z.B. Meyer);<\/li>\n<li>Ausstieg aus dem Sanktionsmechanismus der EU und Zur\u00fccknahme  bisher erfolgter Sanktionen [1]; stattdessen Umsetzung eines allgemeinen  Waffenembargos;<\/li>\n<li>Sofortiger Stopp aller Waffenlieferungen in die Staaten des  Nahen und Mittleren Ostens; dies schlie\u00dft Sch\u00fctzenpanzer in die  Vereinigten Emirate genauso ein wie Kampfpanzer nach Saudi-Arabien oder  U-Boote nach Israel;<\/li>\n<li>Bereitstellung humanit\u00e4rer (z.B. medizinischer) Hilfe f\u00fcr Syrien, allerdings ohne jeglichen \u201emilit\u00e4rischen Begleitschutz\u201c;<\/li>\n<li>Erlass eines sofortigen Abschiebestopps f\u00fcr Fl\u00fcchtlinge aus  Syrien; ihnen kommt der Status von Kriegsfl\u00fcchtlingen zu und fallen  somit unter die Genfer Fl\u00fcchtlingskonvention; dar\u00fcber hinaus sollte  syrischen Fl\u00fcchtlingen ein Aufenthalt in den Staaten der Europ\u00e4ischen  Union angeboten werden.<\/li>\n<\/ul>\n<p><strong>Schlussbemerkungen<\/strong><\/p>\n<p>An die Adresse der Friedensbewegung, also auch an den Bundesausschuss  Friedensratschlag [2], sind in den vergangenen Wochen und Monaten  zahlreiche Aufforderungen ergangen, \u00fcber die grunds\u00e4tzliche Ablehnung  einer Milit\u00e4rintervention hinaus auch die Solidarit\u00e4t mit der Opposition  insbesondere in Syrien zu bekunden. Tue man dies nicht, stelle man sich  indirekt sch\u00fctzend vor die Regierung in Damaskus (oder im Fall des  Iran: vor Ahmadinedschad und das Mullah-Regime). Einige Friedensgruppen  bef\u00fcrworten sogar eine Initiative, die unter dem Namen \u201eAdopt the  Revolution\u201c Geldsammlungen f\u00fcr oppositionelle Gruppierungen sammelt,  dabei darauf vertrauend, dass dieses Geld nicht zweckentfremdet wird,  indem es z.B. dem Ankauf von Waffen dient. Unsere Skepsis gegen\u00fcber  solcherart Solidarit\u00e4t konnte bisher nicht zerstreut werden, zumal die  Zielsetzungen und Aktivit\u00e4ten  der zu unterst\u00fctzenden Oppositionsgruppen  weitgehend im Dunkeln bleiben.<\/p>\n<p>Friedensbewegung (gleiches gilt von der Friedenswissenschaft) sollte in  solchen und \u00e4hnlich gelagerten Konflikten von folgenden  Grund\u00fcberlegungen ausgehen:<\/p>\n<ol>\n<li> Wir d\u00fcrfen uns nicht gemein machen mit den Herrschenden, weder mit  \u201eDespoten\u201c \u00e0 la Assad oder Ahmadinedschad noch mit \u201eDemokraten\u201c \u00e0 la  Netanjahu oder Erdogan. Unsere grunds\u00e4tzliche Distanz und Kritik von  Regierungen \u2013 \u00fcbrigens auch im eigenen Land \u2013 gilt auch dann, wenn deren  L\u00e4nder von Aggressoren angegriffen werden. Die Antikriegs-Bewegung  gegen den drohenden Irak-Krieg 2003 wurde doch auch nicht dadurch  beeintr\u00e4chtigt, dass wir mit der Politik Saddam Husseins nicht  einverstanden waren. Oder musste man etwas f\u00fcr die Taliban \u00fcbrig haben,  um gegen den Aggressionskrieg gegen Afghanistan zu sein?<\/li>\n<li>Kritik an autorit\u00e4ren Regimen, wovon es mehr in der Welt gibt  als uns lieb sein kann, bedeutet auf der anderen Seite nicht, dass wir  uns aktiv in die innenpolitischen Auseinandersetzungen fremder Staaten  einmischen \u2013 zumindest nicht durch einseitige Parteinahmen f\u00fcr bestimmte  politische Gruppierungen. Dies unterscheidet die Friedensbewegung  grunds\u00e4tzlich von politischen Parteien, deren Solidarit\u00e4t mit  Partnerorganisationen in anderen L\u00e4ndern einen durchaus verbindlichen  Charakter annehmen kann.<\/li>\n<li>Wir sind fest davon \u00fcberzeugt, dass die beste Art der  Solidarit\u00e4t mit unterdr\u00fcckten und von B\u00fcrgerkriegen betroffenen Menschen  darin besteht, deren Gesellschaften vor ausl\u00e4ndischen  Milit\u00e4rinterventionen zu bewahren. Zivilgesellschaftliche Strukturen  entfalten sich am ehesten unter Friedensbedingungen.<\/li>\n<\/ol>\n<p><strong>Anmerkungen<\/strong><\/p>\n<p>[1] Uns bleibt r\u00e4tselhaft, warum die Zur\u00fcckweisung von Sanktionen nicht  in den Forderungskatalog des Syrien-Dossiers der \u201eKooperation f\u00fcr den  Frieden\u201c eingegangen ist (siehe Schweitzer u.a.).<\/p>\n<p>[2] Siehe dessen viel beachtete Erkl\u00e4rung \u201eH\u00e4nde weg von Iran und  Syrien\u201c, die auf einer Aktionsberatung der Friedensbewegung Ende Januar  2012 verabschiedet wurde; <a href=\"http:\/\/www.ag-friedensforschung.de\/bewegung\/baf\/Iran-Syrien-Aufruf.pdf\">Bundesausschuss Friedensratschlag: H\u00e4nde weg von Iran und Syrien<\/a><\/p>\n<p><strong>Literatur:<\/strong><\/p>\n<ul>\n<li> Phyllis Bennis: Iran wieder einmal im Fadenkreuz. In: Website der AG Friedensforschung, 17.03.2012; <a href=\"http:\/\/www.ag-friedensforschung.de\/regionen\/Iran\/bennis.html\">www.ag-friedensforschung.de<\/a><\/li>\n<li> BICC: Atomkonflikt Iran: Diplomatische L\u00f6sung noch immer m\u00f6glich?! Von  Jerry Sommer. In: BICC Focus, Dezember 2011;  http:\/\/www.bicc.de\/uploads\/pdf\/publications\/focus\/10-Iran\/BICC_FOCUS_10_2011_final.pdf;  gek\u00fcrzte Fassung: <a href=\"http:\/\/www.ag-friedensforschung.de\/regionen\/Iran\/bicc2.html\">www.ag-friedensforschung.de<\/a><\/li>\n<li> Bundesausschuss Friedensratschlag: H\u00e4nde weg von Iran und Syrien, Januar  2012;  http:\/\/www.ag-friedensforschung.de\/bewegung\/baf\/Iran-Syrien-Aufruf.pdf<\/li>\n<li> IFSH: Sieben Schritte auf dem Weg zu einer friedlichen L\u00f6sung des  Atomkonflikts mit dem Iran. Stellungnahme aus dem Institut f\u00fcr  Friedensforschung und Sicherheitspolitik an der Universit\u00e4t Hamburg  (IFSH), von Michael Brzoska, Oliver Meier und G\u00f6tz Neuneck, 5. M\u00e4rz  2012;  http:\/\/www.ifsh.de\/tl_files\/IFSH\/pdf\/stellungnahmen\/Stellungnahme_Iran_05.03.2012.pdf;  Gek\u00fcrzte Fassung: <a href=\"http:\/\/www.ag-friedensforschung.de\/regionen\/Iran\/ifsh2.html\">www.ag-friedensforschung.de<\/a><\/li>\n<li> Mohssen Massarrat, Bahman Nirumand: Nicht die Spur von Nachdenklichkeit.  Offener Brief an die Bundestagsfraktion von B\u00fcndnis90\/Die Gr\u00fcnen, 12.  November 2011; <a href=\"http:\/\/www.ag-friedensforschung.de\/regionen\/Iran\/gruene2.html\">www.ag-friedensforschung.de<\/a><\/li>\n<li> Berthold Meyer: Krieg und Menschenwohl. Sechs Gr\u00fcnde, die gegen ein Eingreifen in Syrien sprechen. In: taz, 24.02.2012; <a href=\"http:\/\/www.ag-friedensforschung.de\/regionen\/Syrien\/meyer.html\">www.ag-friedensforschung.de<\/a><\/li>\n<li> Christine Schweitzer, Clemens Ronnefeldt, Karl Grobe-Hagel, Andreas  Buro: Syrien zwischen gewaltfreiem Aufstand und B\u00fcrgerkrieg. Dossier V,  hg. von der Kooperation f\u00fcr den Frieden, Bonn o.J. (2012)<\/li>\n<li> Gary Sick: Iran am langen Hebel. In: Le Monde Diplomatique (Deutsche Ausgabe), M\u00e4rz 2012<\/li>\n<\/ul>\n<p><em>* L\u00fchr Henken (Berlin) und Peter Strutynski (Kassel) sind Sprecher des Bundesausschusses Friedensratschlag.<br \/>\nDem vorliegenden Text lagen Impulsreferate der Autoren auf der  Aktionsberatung der Friedensbewegung in Kassel, 18. M\u00e4rz 2012, zu  Grunde.<\/p>\n<p><strong>Zum Herunterladen:<\/strong> Der Beitrag als <a href=\"http:\/\/ag-friedensforschung.de\/regionen\/Iran\/henken-stru.pdf\"><strong>pdf-Datei<\/strong><\/a><\/em><\/p>\n<h3>Bundesausschuss Friedensratschlag<\/h3>\n<p>Germaniastr. 14<br \/>\n34119 Kassel<br \/>\nTel.(0561) 93717974<\/p>\n<p><strong>Spenden:<\/strong><br \/>\nFriedensratschlag, Kt. Nr. 217 001 232; Kasseler Sparkasse, BLZ 520 503 53 \u2013 Spenden sind steuerlich absetzbar!<br \/>\n<strong> Internetempfehlung:<\/strong> <a href=\"http:\/\/www.ag-friedensforschung.de\/\">www.ag-friedensforschung.de<\/a><\/p>\n<p><strong><br \/>\n<\/strong><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Aufgaben von Friedensforschung und Friedensbewegung Von L\u00fchr Henken und Peter Strutynski *<\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1,13],"tags":[],"class_list":["post-2082","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-allgemein","category-iran"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.friedensplattform.at\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/2082","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.friedensplattform.at\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.friedensplattform.at\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.friedensplattform.at\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.friedensplattform.at\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=2082"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.friedensplattform.at\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/2082\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.friedensplattform.at\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=2082"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.friedensplattform.at\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=2082"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.friedensplattform.at\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=2082"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}