{"id":2115,"date":"2012-04-11T19:56:13","date_gmt":"2012-04-11T17:56:13","guid":{"rendered":"http:\/\/www.luxorbis.org\/friedensplattform.at\/?p=2115"},"modified":"2012-04-11T19:56:13","modified_gmt":"2012-04-11T17:56:13","slug":"israels-besatzungspolitik-schlimmer-als-die-apartheid-suedafrikas","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.friedensplattform.at\/?p=2115","title":{"rendered":"Israels Besatzungspolitik schlimmer als die Apartheid S&#252;dafrikas?"},"content":{"rendered":"<p>Bei Diskussionen \u00fcber die Besatzungspolitik Israels  in den pal\u00e4stinensischen Territorien und im Zusammenhang der Berechtigung der  BDS-Kampagne gegen Israel taucht immer wieder die Frage auf, ob es  gerechtfertigt\u00a0ist, gegen\u00fcber Israel den Vorwurf einer Apartheidspolitik zu  erheben. Unter dem link  <a href=\"http:\/\/www.arendt-art.de\/deutsch\/palestina\/Stimmen_Israel_juedische\/gideon_levy_schrei_geliebtes_land.htm\">http:\/\/www.arendt-art.de\/deutsch\/palestina\/Stimmen_Israel_juedische\/gideon_levy_schrei_geliebtes_land.htm<\/a> findet sich dazu die deutsche \u00dcbersetzung des 2. Teils eines\u00a0im Mai 2007 in  der Haaretz erschienenen Berichts des bekannten israelischen Journalisten Gideon  Levy \u00fcber seinen damaligen Besuch in S\u00fcdafrika. Er geht dabei\u00a0zentral auf  die Frage der Vergleichbarkeit der beiden Unterdr\u00fcckungssysteme ein. Interessant  ist\u00a0darin\u00a0vor allem\u00a0die\u00a0Widergabe eines Gespr\u00e4chs mit Ronny  Kasrils einem langj\u00e4hrigen Kampfgef\u00e4hrten Nelsons Mandelas\u00a0und  Spitzenpolitikers des neuen S\u00fcdafrika. Kasrils leitete von 1999 bis 2004 das  Ministerium f\u00fcr Wasser- und Forstwirtschaft und war von 2004 bis 2008 Minister  f\u00fcr innere Sicherheit. Er ist 1938 geboren und entstammt einer j\u00fcdischen Familie  aus Litauen. Knapp vor dem Erscheinen des Haaretz-Berichtes war Kasrils zum  ersten mal selbst in Israel und den pal\u00e4stinensischen Gebieten. Sein  abschlie\u00dfendes Urteil ist eindeutig: &#8222;Israels Besatzungspolitik ist &#8222;schlimmer  als die Apartheid&#8220;. Niemals h\u00e4tten die Wei\u00dfen die schwarzen Viertel mit  Artillerie und Panzern angegriffen &#8230;.. Den ganzen Haaretz-Bericht lesen  &gt;&gt;&gt;&gt;&gt;&gt;<\/p>\n<p align=\"center\"><!--more--><\/p>\n<p align=\"center\"><strong>Schrei geliebtes Land  (II)<br \/>\n<\/strong>Gideon Levy, Haaretz,  24.5.07<\/p>\n<p align=\"justify\">\n<p align=\"justify\">Pretoria, S\u00fcd-Afrika \u2013 Es war wie  in einem Film. Nur dass da auf einmal ein\u00a0 stummes Bild pl\u00f6tzlich lebendig  wurde. Wir standen im Gedenkmuseum in Soweto neben einem Foto eines toten Jungen  und anderen Kindern um ihn herum. Unsere F\u00fchrerin Antoinette erz\u00e4hlte uns davon.  Antoinette sagte, das junge M\u00e4dchen auf dem Foto sei sie.<\/p>\n<p align=\"justify\">Das Foto ist am Eingang des  Museums, dass zum Ged\u00e4chtnis des Kampfes der Schwarzen gegen die Apartheid hier  gebaut wurde, wo der Kampf begonnen hatte. Da dr\u00fcben ist Nelson Mandelas\u00a0  winzige H\u00fctte, daneben das Haus von Desmond Tutu und weiter unten auf der  Stra\u00dfe\u00a0 liegt das gegenw\u00e4rtige Haus von Winnie Mandela.<\/p>\n<p align=\"justify\">Das Bild kam uns so bekannt vor.  Wir waren vier: MK Ran Cohen (Meretz), Riyad Mansour, der pal\u00e4stinensische  Botschafter bei der UN; Diana Buttu, eine fr\u00fchere Rechtsberaterin der PLO\u00a0  und ich . Wir hatten alle dieselben Assoziationen: Hector ist Mohammed al-Dura;  die wei\u00dfen Soldaten, die auf Kinder schie\u00dfen, sind wir.<\/p>\n<p align=\"justify\">Dass die Zeit weiter ging, sahen  wir an Antoinette. Aus dem Teenager auf dem Foto wurde eine Frau Ende vierzig.  Ihr Bruder w\u00e4re jetzt 44, aber die Kugel eines Gewehrs eines wei\u00dfen Polizisten  nahm ihm die M\u00f6glichkeit, Zeuge des Wunders zu sein, wie das rassistische Regime  zusammengebrochen ist.<\/p>\n<p align=\"justify\">Es war also noch eine UN-Konferenz  \u00fcber Frieden mit den Pal\u00e4stinensern; aber dieses Mal, wurde sie an einen  besonders \u201ebelasteten\u201c Ort abgehalten. Wir waren nur zwei Israelis. Aber die  Visitenkarten, die ich dort sammelte, waren sehr verschieden: arabische und  afrikanische Botschafter, der vorige \u00e4gyptische Au\u00dfenminister, Vertreter von  muslimischen L\u00e4ndern und Diplomaten, die in Pretoria gerade ihren Posten haben.  Der syrische Botschafter l\u00e4chelte, gab mir aber seine Visitenkarte nicht; der  libysche Botschafter tat dasselbe. Aber sie h\u00f6rten uns sehr aufmerksam  zu.<\/p>\n<p align=\"justify\">Das neue Regime ist f\u00fcr S\u00fcd-Afrika  gut gewesen. Kein pal\u00e4stinensisches Fl\u00fcchtlingslager sieht so attraktiv\u00a0  aus wie Soweto 2007. Aber nicht weit davon entfernt liegt eine Barackensiedlung,  Alexandra, und sie sieht schlimmer aus als die uns bekannten pal\u00e4stinensischen  Fl\u00fcchtlingslager. Hier waren die s\u00fcdafrikanischen Schwarzen nicht in der Lage,  sich selbst samt den Fl\u00fcchtlingen aus\u00a0 dem benachbarten Zimbabwe aus der  Armut heraus zu holen.<\/p>\n<p align=\"justify\">Kaum ein Kilometer trennt das  verarmte Alexandra von\u00a0 einem besonders feinen Stadtteil\u00a0  Johannesburgs, von Sandton. Dort verbergen sich hinter elektrischen Z\u00e4unen und  pers\u00f6nlichen Leibw\u00e4chtern die Reichen der Stadt\u00a0 &#8211; viele von ihnen sind  Juden und eine gro\u00dfe Anzahl fr\u00fcherer Israelis. Am Shabbat a\u00dfen wir ein  spezifisch\u00a0 j\u00fcdisches Shabbatessen . Am Freitagabend dinierten wir mit  einem fr\u00fcheren Israeli aus Nahalal. Wir fuhren nach Alexandra mit einem  Burschen, der urspr\u00fcnglich aus Tivon kam, der nun seit 30 Jahren hier ist und  ein riesiges landwirtschaftliches Unternehmen hat, das 1800 schwarze Arbeiter  besch\u00e4ftigt &#8211; f\u00fcr zwei Dollar die Stunde.<\/p>\n<p align=\"justify\">Man kann nur bewundern, was aus  diesem geschundenen Land geworden ist, seitdem es sich vom Joch der Wei\u00dfen  befreit hat.<\/p>\n<p align=\"justify\"><strong>Nicht in seinem Namen <\/strong><\/p>\n<p align=\"justify\">Beim Konferenz-Fr\u00fchst\u00fcck eilte  Ronnie Kasrils, S\u00fcdafrikas Minister f\u00fcr die Geheimdienste, zu uns, um neben uns  einen Platz zu ergattern. Kasrils, ein Jude, war niemals in Israel ( wo er  Verwandte hat) &#8211; bis vor einem Monat, um die besetzten Gebiete zu besuchen und  den pal\u00e4stinensischen Ministerpr\u00e4sidenten Ismail Haniyeh in sein Land  einzuladen. Er machte einen kurzen Besuch in Tel Aviv, sah den Rabin-Platz und  a\u00df Fisch in Jaffa. \u201eEs war ein sehr sch\u00f6ner Abend, den ich dort erlebte,\u201c r\u00e4umte  er ein.<\/p>\n<p align=\"justify\">Tom Segev schrieb einmal, er sei  \u201eein Bursche, mit dem er nicht allein in einem stecken gebliebenen Fahrstuhl  sein wolle.\u201c Aber ich w\u00fcrde mich freuen, nicht nur mit ihm in einem stecken  gebliebenen Fahrstuhl zusammen zu sein, sondern auch au\u00dferhalb. Er ist ein Jude,  der im Konflikt mit seinem Volk lebt, vielleicht auch mit seiner Identit\u00e4t \u2013 ein  mutiger Freiheitsk\u00e4mpfer und Kommunist, der\u00a0 den Unterdr\u00fcckten in ihrem  Kampf beistand. Er war 27 Jahre im Exil und nun ist er Minister.<\/p>\n<p align=\"justify\">Ein Sohn litauischer Eltern, der  eine Bar Mitzwa hatte und zur j\u00fcdischen Jugendbewegung geh\u00f6rte, ist einer der  fasziniertesten Charaktere, die aus der j\u00fcdischen Gemeinschaft kommen, die ihn  jetzt verunglimpft. Er steht offen zu\u00a0 seinem Judentum, vielleicht\u00a0  sogar herausfordernd, auch als er k\u00fcrzlich einen offiziellen Besuch im Iran und  in Syrien machte. Er gr\u00fcndete einmal eine Bewegung, die sich \u201eNicht in meinem  Namen\u201c nannte, um sich von den Ungerechtigkeiten zu distanzieren, die Israel in  den besetzten Gebieten begeht. Ronnie Kasrils hasst die israelische Besatzung.<\/p>\n<p align=\"justify\">Als wir mit einander sprachen,  sagte er, dass die israelische Besatzung schlimmer sei als die Apartheid: die  Wei\u00dfen haben die Viertel der schwarzen Afrikaner nie bombardiert und mit Panzern  angegriffen.<\/p>\n<p align=\"justify\">Genau wie die Pogrome<\/p>\n<p align=\"justify\">Wenn dieser warmherzige, fast  70J\u00e4hrige irgend einen pers\u00f6nlichen Schutz hat, so ist er unsichtbar. Wir sa\u00dfen  in einem leeren Raum eines Geb\u00e4udes der Universit\u00e4t von Pretoria und  unterhielten uns. \u201eIhr seid Israelis und ich bin ein S\u00fcdafrikaner,\u201c betonte er,  als ob er jede gemeinsame Identit\u00e4t ausschlie\u00dfen will. \u201eIch\u00a0 bin davon  \u00fcberzeugt, dass sich der Kreis eines Tages schlie\u00dft, und die Leute verstehen,  dass ich weder anti-j\u00fcdisch noch anti-israelisch bin. Als Jude schmerzt es  mich\u00a0 wirklich, dass es in diesem Land eine solche Feindseligkeit gegen\u00fcber  Israel gibt und zwar wegen der Behandlung der Pal\u00e4stinenser \u2026<\/p>\n<p align=\"justify\">Als wir im Fernsehen\u00a0 das  Drama sahen, das in eurem Land geschieht, die unterdr\u00fcckerischen Methoden  gegen\u00fcber den Pal\u00e4stinensern, das Ausrei\u00dfen der B\u00e4ume, wie die Panzer nach Jenin  reinfuhren und die alte Frau, die \u00fcber die Zerst\u00f6rung ihres Hauses weint: \u201e die  Juden, die Juden!\u201c \u2013 es ist genau das, was meine Gro\u00dfmutter mir \u00fcber die Pogrome  zu erz\u00e4hlen pflegte: \u201eDie Kosaken kommen, die Kosaken kommen!\u201c. Ich bin versucht  zu sagen: es sind nicht die Juden, es ist der Zionismus, der dies tut. Also  entschied ich mich, um etwas zu sagen. Ich finde, das geh\u00f6rt zur j\u00fcdischen  Tradition: den Mund aufzutun \u2013 im Namen des Gewissens.<\/p>\n<p align=\"justify\">\u201eDer Mann, der mich nach Jahren im  Exil bei meiner R\u00fcckkehr\u00a0 nach S\u00fcd-Afrika begr\u00fc\u00dfte, war der Rabbiner Cyril  Harris \u2026 Er gab mir eine rote Kipa mit der Widmung: f\u00fcr den Freiheitsk\u00e4mpfer.  Als ich dann aber begann, Israel zu kritisieren, als ich dachte , die Juden ( in  S\u00fcd-Afrika) w\u00fcrden Ariel Sharon\u00a0 denunzieren, merkte ich, dass ich naiv  bin. Ich war erstaunt , als ich beobachtete, dass die j\u00fcdische Gemeinschaft hier  sich \u00fcberhaupt nicht darum k\u00fcmmerte, wer in Israel an der Macht ist und\u00a0  wie extrem die Politik gegen die Pal\u00e4stinenser war \u2026 Sie unterst\u00fctzten blind  jede Regierung dort. Rabbiner Harris wurde mein Feind. Er nannte mich einen  Randjuden. Meine Antwort war: \u201eWir waren die einzigen, die gegen die Apartheid  aufstanden und nun sind wir die Minorit\u00e4t gegen die Ungerechtigkeit.\u201c<\/p>\n<p align=\"justify\">\u201eAls ich die besetzten Gebiete  besuchte, kam ich auch durch Israel und sah die W\u00e4lder, die die Reste der  pal\u00e4stinensischen D\u00f6rfer bedeckten. Als fr\u00fcherer Forstminister hat mich das  besonders ber\u00fchrt. Ich ging auch in ein paar Siedlungen. Es ist wahnsinnig.  Junge Amerikaner spuckten auf die Standarte an meinem Wagen. Die Besatzung  erinnert mich an die dunkelste Zeit der Apartheid, doch sahen wir nie Panzer und  die Luftwaffe, die auf die zivile Bev\u00f6lkerung schoss. Es ist eine  Ungeheuerlichkeit, wie ich sie vorher nie sah. Nun wird die Mauer gebaut, die  Checkpoints und die Stra\u00dfen nur f\u00fcr Juden \u2013 es dreht sich mir der Magen um,  sogar mir, der unter der Apartheid aufgewachsen ist. &#8211; es ist hundertmal  schlimmer.<\/p>\n<p align=\"justify\">\u201eWir wissen aus unserer Erfahrung,  dass Unterdr\u00fcckung Widerstand hervorruft und je grausamer die Unterdr\u00fcckung ist,  um so h\u00e4rter wird der Widerstand. Zu einem gewissen Zeitpunkt glaubt man, dass  die Unterdr\u00fcckung wirkt und dass man das andere Volk unter Kontrolle hat, indem  man seine F\u00fchrer und Aktivisten gefangen nimmt\u00a0 &#8211; aber letztlich wird der  Widerstand siegen.<\/p>\n<p align=\"justify\">\u201eWir sahen den Eingang von  Kalkilia, die Mauer, die Menschen, die am Kontrollpunkt Schlange standen. Es ist  ein wunderbares Land, ich liebe seine Landschaft. Aber ich wei\u00df, es ist gro\u00df  genug, um mehr Menschen aufzunehmen. Israel hat sich beeindruckend entwickelt \u2013  aber um wie viel beeindruckender w\u00fcrde es sein, wenn es eine gerechte L\u00f6sung  zustande br\u00e4chte. Es ist mir egal, ob in zwei Staaten oder in einem \u2013 das m\u00fcsst  ihr, die Israelis und die Pal\u00e4stinenser entscheiden.<\/p>\n<p align=\"justify\">\u201eIch trank eine Tasse Kaffee mit  dem Kommandeur am Erez-Checkpoint.\u00a0 Er erinnerte mich an das  Zentralgef\u00e4ngnis in Pretoria, einem Ort, den ich oft besucht habe. Es war  schrecklich, da durch zu gehen, um nach Gaza zu kommen. Zuerst wollte ich mit  dem Mann am Checkpoint gar nicht reden, dann aber entschied ich, dass dies  t\u00f6richt sei. Die Israelis waren ausgesprochen nett mir gegen\u00fcber.<\/p>\n<p align=\"justify\">\u201eWas bedeutet f\u00fcr mich Zionismus?  Als ich zehn Jahre alt war, bedeutete er f\u00fcr mich Sicherheit und ein nationale  Heimst\u00e4tte f\u00fcr die Juden.\u00a0 Bei meiner Bar Mitzwa schwenkte ich die  israelische Flagge und ich war stolz \u00fcber mein J\u00fcdischsein. Das erste Buch, das  ich zu meiner Bar Mitzwa erhielt, war \u201eDie Revolte\u201c von Menachem Begin. Mein  gr\u00f6\u00dfter Held war Asher Ginsburg, Ahad Ha\u2019am .. Sp\u00e4ter las ich nicht nur Herzl,  sondern auch die Historiker Ilan Pappe, Benny Morris und Tom Segev \u2013 und ich  fing an, 1948 in einem anderen Lichte zu sehen. Ich begriff, dass es eine  ethnische S\u00e4uberung war.<\/p>\n<p align=\"justify\">\u201eS\u00fcd-Afrika ver\u00e4nderte mich und  st\u00e4rkte meine s\u00fcdafrikanische Identit\u00e4t. Und dann begann ich zu verstehen, dass  das Hauptproblem des Zionismus seine Exklusivit\u00e4t der Errichtung eines  Nationalstaates und das Konzept des \u201eauserw\u00e4hlten Volkes\u201c ist. Sehr bald war ich  dagegen. Die Errichtung eines Nationalstaates f\u00fcr Juden allein, erschien mir wie  eine Parallele zur Apartheid. Die Apartheidf\u00fchrer sprachen auch \u00fcber ein  \u201eauserw\u00e4hltes Volk\u201c. 1961 sprach der Ministerpr\u00e4sident Hendrik Verwoerd, dass  Israel wie S\u00fcdafrika sei. Das \u00f6ffnete mir die Augen. Viele Jahre war uns auch  die milit\u00e4rische Kooperation zwischen Israel und S\u00fcdafrika bewusst\u00a0 &#8211; eine  gemeinsame offensive Milit\u00e4rflotte, Raketenboote, die Cheetah-Flugzeuge und das  gro\u00dfe Geheimnis der nuklearen Waffen. Der Ministerpr\u00e4sident Johannes Vorster,  der eine bekannte Nazivergangenheit hatte, wurde von euch wie ein Held  empfangen. Das kam zu den Gef\u00fchlen hinzu, die ich f\u00fcr Israel hegte.<\/p>\n<p align=\"justify\">Mir ist der Holocaust und der  Anti-Semitismus sehr bewusst, aber meine Erfahrung hier f\u00fchrte mich zu einer  Schlussfolgerung, dass alle Formen von Rassismus mit Mitteln eines allgemeinen  Kampfes bek\u00e4mpft werden m\u00fcssen. Ich habe einen Traum: er wird deine Einstellung  ver\u00e4ndern. So wie es hier geschah, wird eine Ver\u00e4nderung kommen. Wenn Politiker  ein Abkommen erreichen, ist es erstaunlich, wie schnell\u00a0 das gew\u00f6hnliche  Volk sein Denken ver\u00e4ndert. Ver\u00e4ndere die F\u00fchrung und die wirtschaftlichen  Bedingungen, und du wirst sehen, wie leicht eine Ver\u00e4nderung ist.<\/p>\n<p align=\"justify\">(dt. Ellen  Rohlfs)<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Bei Diskussionen \u00fcber die Besatzungspolitik Israels in den pal\u00e4stinensischen Territorien und im Zusammenhang der Berechtigung der BDS-Kampagne gegen Israel taucht immer wieder die Frage auf, ob es gerechtfertigt\u00a0ist, gegen\u00fcber Israel den Vorwurf einer Apartheidspolitik zu erheben. Unter dem link http:\/\/www.arendt-art.de\/deutsch\/palestina\/Stimmen_Israel_juedische\/gideon_levy_schrei_geliebtes_land.htm findet sich dazu die deutsche \u00dcbersetzung des 2. 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