{"id":2295,"date":"2012-09-01T18:11:53","date_gmt":"2012-09-01T16:11:53","guid":{"rendered":"http:\/\/www.luxorbis.org\/friedensplattform.at\/?p=2295"},"modified":"2012-09-01T18:11:53","modified_gmt":"2012-09-01T16:11:53","slug":"israel-fuenfstaerkste-nuklearmacht","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.friedensplattform.at\/?p=2295","title":{"rendered":"Israel: f&#252;nfst&#228;rkste Nuklearmacht"},"content":{"rendered":"<div id=\"wrap\">Zweifellos stellen Massenvernichtungswaffen eine  existentielle Bedrohung dar. Folgerichtig r\u00e4umen sowohl die Vereinigten  Staaten von Amerika als auch die Europ\u00e4ische Union dem Kampf gegen diese  Gei\u00dfel der Menschheit in ihren jeweiligen Sicherheitsstrategien hohe  Priorit\u00e4t ein. Umso mehr muss der \u00e4u\u00dferst selektive Umgang mit dieser  Bedrohung irritieren. <!--more--><strong>Die \u00bbTempelwaffen\u00ab<\/strong><\/div>\n<div>\n<p><strong>von J\u00fcrgen Rose<\/strong><\/div>\n<div>So finden die jeweils etwa 10.000 Atomsprengk\u00f6pfe  allein in den Arsenalen der USA und der Russischen F\u00f6deration kaum mehr  Beachtung. Die Bush-Administration hat den Terminus \u00bbnukleare  R\u00fcstungskontrolle\u00ab aus ihrem Wortschatz getilgt, ganz zu schweigen von  nuklearer Abr\u00fcstung. Mit den Bem\u00fchungen um R\u00fcstungskontrolle auf dem  Gebiet der chemischen und biologischen Waffen verh\u00e4lt es sich nicht  anders \u2013 selbstredend nur, soweit die USA und ihre Verb\u00fcndeten betroffen  sind. Zu denen z\u00e4hlt auch Israel, das mit seinen \u00bbTempelwaffen\u00ab<sup><a href=\"http:\/\/www.wissenschaft-und-frieden.de\/seite.php?artikelID=0342#fntxt1\">1<\/a><a name=\"fnref1\"><\/a><\/sup> mittlerweile zur f\u00fcnfst\u00e4rksten Nuklearmacht der Welt aufgestiegen ist.<\/div>\n<div id=\"wrap\">\n<p>Wurde zur Zeit des Kalten Krieges die US-Sicherheitspolitik noch von  der Maxime bestimmt, was z\u00e4hlt sind Sprengk\u00f6pfe, nicht Absichten, so  gilt heute in Washington das Gegenteil: Von Bedeutung sind nicht  vorhandene Kapazit\u00e4ten, sondern Unterstellungen und Vermutungen \u00fcber  \u00bbdas B\u00f6se\u00ab schlechthin. Die Quintessenz solch irrationaler und  manich\u00e4ischer Politik gipfelt darin, dass einerseits gegen virtuelle  Massenvernichtungswaffen ein Pr\u00e4ventivkrieg entfesselt, andererseits  real existierenden Massenvernichtungswaffenpotentialen keine Beachtung  geschenkt wird, auch wenn sie sich in H\u00e4nden von Regierungen befinden,  die sich nicht gerade durch eine friedliche und v\u00f6lkerrechtskonforme  Au\u00dfenpolitik hervortun. Auch Israel gibt in dieser Hinsicht Anlass zu  gr\u00f6\u00dfter Besorgnis, liegt dieser Staat doch im Brennpunkt des  Nahost-Konflikts.<\/p>\n<h3>Das israelische Atomwaffenprogramm<\/h3>\n<p>Aus Gr\u00fcnden der Staatsraison hat Israel Produktion und Besitz von  Massenvernichtungswaffen zwar niemals offiziell best\u00e4tigt und verfolgt  diesbez\u00fcglich seine sogenannte \u00bbPolitik der Ambiguit\u00e4t\u00ab. Indessen folgt  aus in den vergangenen Jahrzehnten stetig in die \u00d6ffentlichkeit  durchgesickerten geheimdienstlichen Erkenntnissen, politischen  Indiskretionen, umfangreichen Forschungen wissenschaftlicher Institute  und nicht zuletzt erfolgreichen Bem\u00fchungen investigativen Journalismus\u2019,  dass Israel \u00fcber ein umfangreiches Nuklearwaffenpotential verf\u00fcgt.  Dieses umfasst klassische Kernspaltungs-, thermonukleare Fusions- sowie  Neutronenwaffen \u2013 insgesamt sch\u00e4tzungsweise 400 bis 500 Sprengs\u00e4tze,  deren Gesamtsprengkraft auf etwa 50 Megatonnen gesch\u00e4tzt wird.<sup><a href=\"http:\/\/www.wissenschaft-und-frieden.de\/seite.php?artikelID=0342#fntxt2\">2<\/a><a name=\"fnref2\"><\/a><\/sup> Mit diesen sind Atomminen, Artilleriegranaten, Torpedos, Marschflugk\u00f6rper, Raketen und Flugzeugbomben best\u00fcckt.<sup><a href=\"http:\/\/www.wissenschaft-und-frieden.de\/seite.php?artikelID=0342#fntxt3\">3<\/a><a name=\"fnref3\"><\/a><\/sup> Hergestellt werden die israelischen Nuklearwaffen seit 1962 in Dimona,  wo sich das \u00bbIsraelische Kernforschungszentrum\u00ab (Kirya Le\u2018Mechkar  Gariini \u2013 KAMAG) befindet.<sup><a href=\"http:\/\/www.wissenschaft-und-frieden.de\/seite.php?artikelID=0342#fntxt4\">4<\/a><a name=\"fnref4\"><\/a><\/sup> Dort wird in dem mit franz\u00f6sischer Hilfe errichteten EL-3 Atomreaktor,  der eine Leistung von mindestens 150 Megawatt aufweist, das zur  Nuklearwaffenproduktion ben\u00f6tigte Plutonium erbr\u00fctet. Daneben befinden  sich dort Anreicherungsanlagen f\u00fcr waffenf\u00e4higes Uran sowie eine  unterirdische Wiederaufbereitungsanlage zur Plutoniumextraktion. Die  Konstruktion der Gefechtsk\u00f6pfe erfolgt in zwei Forschungslaboren,  n\u00e4mlich beim Nuklearforschungszentrum Nachal Schurek (Merkaz Le\u2018mechkar  Gari\u2018ini \u2013 MAMAG) und bei der \u00bbAbteilung 20\u00ab der  Waffenentwicklungsbeh\u00f6rde (Rashut Le\u2018pituach Emtzaei Lechima \u2013 Rafael).  Montiert werden die Atomsprengs\u00e4tze in einer Nuklearfabrik in Jodfat.  Getestet wurden die Kernwaffen mehrfach: Mitte der 60er Jahre in der  Negev-W\u00fcste nahe der israelisch-\u00e4gyptischen Grenze sowie im Rahmen  franz\u00f6sischer Versuche in Algerien, au\u00dferdem dreimal gemeinsam mit  S\u00fcdafrika in der Atmosph\u00e4re \u00fcber dem Indischen Ozean, zuletzt am 22.  September 1979, als ein amerikanischer VELA-Satellit die Detonation  zuf\u00e4llig registrierte.<sup><a href=\"http:\/\/www.wissenschaft-und-frieden.de\/seite.php?artikelID=0342#fntxt5\">5<\/a><a name=\"fnref5\"><\/a><\/sup><\/p>\n<p>Um die Nuklearwaffen zum Einsatz bringen zu k\u00f6nnen, verf\u00fcgt die  \u00bbIsraeli Defense Force\u00ab \u00fcber ein breites Spektrum von Tr\u00e4gersystemen,  das die gesamte Triade aus land-, luft- und seegest\u00fctzten  Waffenplattformen umfasst.<sup><a href=\"http:\/\/www.wissenschaft-und-frieden.de\/seite.php?artikelID=0342#fntxt6\">6<\/a><a name=\"fnref6\"><\/a><\/sup> So dienen amerikanische Artilleriegesch\u00fctze (175 mm M-107 und 203 mm  M-110) f\u00fcr den Gefechtsfeldeinsatz. Im Kurzstreckenbereich verf\u00fcgt  Israel seit 1976 \u00fcber US-Raketenartilleriesysteme MGM-52 C Lance, die  eine Reichweite von rund 130 Kilometern haben. \u00dcber gro\u00dfe Distanzen  hinweg k\u00f6nnen unterschiedliche Typen von Boden-Boden-Raketen eingesetzt  werden. Die YA-1 Jericho I hat eine Reichweite von 500 Kilometern.<sup><a href=\"http:\/\/www.wissenschaft-und-frieden.de\/seite.php?artikelID=0342#fntxt7\">7<\/a><a name=\"fnref7\"><\/a><\/sup> Etwa 50 dieser Raketen sind in Silos bei Kfar Zekharya, rund 45  Kilometer s\u00fcd\u00f6stlich von Tel Aviv disloziert. Die YA-3 Jericho II ist  eine Mittelstreckenrakete mit einer Reichweite von bis zu 1.800  Kilometern. Ihre Gefechtsk\u00f6pfe sollen eine Sprengkraft von 20 Kilotonnen  besitzen und mit einer radargesteuerten Endphasenlenkung nach dem  Muster der US-amerikanischen Pershing II pr\u00e4zise ins Ziel gebracht  werden k\u00f6nnen.<sup><a href=\"http:\/\/www.wissenschaft-und-frieden.de\/seite.php?artikelID=0342#fntxt8\">8<\/a><a name=\"fnref8\"><\/a><\/sup> Ebenfalls etwa 50 Raketen sind auf mobilen Werferfahrzeugen in den  Kalkh\u00f6hlen bei Kfar Zekharya untergebracht. Dar\u00fcber hinaus produziert  Israel die auf der Jericho basierende dreistufige Tr\u00e4gerrakete Shavit,  mit der seit 1988 mehrere Ofek-Aufkl\u00e4rungssatelliten auf eine  Erdumlaufbahn geschossen wurden. Die Shavit lie\u00dfe sich mit geringem  konstruktivem Aufwand zu einer Interkontinentalrakete von \u00fcber 7.000  Kilometern Reichweite modifizieren.<sup><a href=\"http:\/\/www.wissenschaft-und-frieden.de\/seite.php?artikelID=0342#fntxt9\">9<\/a><a name=\"fnref9\"><\/a><\/sup><\/p>\n<p>Sehr flexibel kann die israelische Luftwaffe Nuklearwaffen mit  diversen Kampfflugzeugen, deren Reichweite sich mittels Luftbetankung  nahezu beliebig vergr\u00f6\u00dfern l\u00e4sst, einsetzen.<sup><a href=\"http:\/\/www.wissenschaft-und-frieden.de\/seite.php?artikelID=0342#fntxt10\">10<\/a><a name=\"fnref10\"><\/a><\/sup> Diese wurden von den USA geliefert und von der hochentwickelten  israelischen R\u00fcstungsindustrie teilweise erheblich kampfwertgesteigert.  F\u00fcr nukleare Missionen infrage kommen prim\u00e4r die F-16 Fighting Falcon,  deren modernste Version F-16I seit letztem Jahr zul\u00e4uft, sowie die F-15I  Ra\u2019am, die ab 1998 in Dienst gestellt wurde. Letztere hat ohne  Luftbetankung einen Einsatzradius von etwa 5.500 Kilometern und ist mit  modernsten Navigations- und Zielerfassungssystemen ausger\u00fcstet.  Nuklearwaffenf\u00e4hige Jagdbomber sollen auf den Fliegerhorsten Tel Nof,  Nevatim, Ramon, Ramat-David, Hatzor und Hatzerim stationiert sein,  einige von ihnen mit Atombomben beladen rund um die Uhr zum Alarmstart  in Bereitschaft gehalten werden.<sup><a href=\"http:\/\/www.wissenschaft-und-frieden.de\/seite.php?artikelID=0342#fntxt11\">11<\/a><a name=\"fnref11\"><\/a><\/sup><\/p>\n<p>Seit 2003 besitzt auch die israelische Kriegsmarine die F\u00e4higkeit zum  Nuklearwaffeneinsatz. Als Plattform dienen drei von Deutschland in den  Jahren 1999 und 2000 gelieferte Dolphin U-Boote im Gesamtwert von rund  655 Mill. Euro, nahezu komplett vom deutschen Steuerzahler finanziert.<sup><a href=\"http:\/\/www.wissenschaft-und-frieden.de\/seite.php?artikelID=0342#fntxt12\">12<\/a><a name=\"fnref12\"><\/a><\/sup> Diese sind mit Marschflugk\u00f6rpern (Bezeichnung Popeye Turbo II bzw.  Deliah) best\u00fcckt, deren Reichweite nach Beobachtungen der U.S. Navy im  Verlaufe von Flugk\u00f6rpertests vor Sri Lanka im Mai 2000 mindestens 1.500  Kilometer betr\u00e4gt.<sup><a href=\"http:\/\/www.wissenschaft-und-frieden.de\/seite.php?artikelID=0342#fntxt13\">13<\/a><a name=\"fnref13\"><\/a><\/sup> Entwickelt wurden diese Marschflugk\u00f6rper entweder eigenst\u00e4ndig von der  israelischen R\u00fcstungsindustrie oder mit diskreter ausl\u00e4ndischer Hilfe.  Mit welchem Nachdruck Israel seine Aufr\u00fcstung auf dem maritimen Sektor  betreibt, lie\u00df sich dem Jerusalem-Besuch von Verteidigungsminister  Struck Anfang Juni 2004 entnehmen, als der Wunsch nach der Lieferung  zweier weiterer U-Boote der Klasse 212A \u2013 ausgestattet mit dem weltweit  einmaligen Brennstoffzellenantrieb neuester Technologie, der es  erm\u00f6glicht, \u00e4hnlich wie ein strategisches Atom-U-Boot lautlos und  wochenlang getaucht zu operieren (!) \u2013 laut wurde.<\/p>\n<h3>Auch B- und C-Waffen im Arsenal<\/h3>\n<p>Neben atomaren komplettieren biologische und chemische Waffen das  israelische Potential an Massenvernichtungswaffen. Aufgrund akribischer  Geheimhaltung sind die Informationen hier\u00fcber indessen sehr sp\u00e4rlich.<sup><a href=\"http:\/\/www.wissenschaft-und-frieden.de\/seite.php?artikelID=0342#fntxt14\">14<\/a><a name=\"fnref14\"><\/a><\/sup> Eine im Auftrag des US-Kongresses angefertigte Studie des \u00bbOffice for  Technology Assessment (OTA)\u00ab subsumiert Israel unter diejenigen Staaten,  die <em>\u201enach allgemeiner Auffassung inoffizielle Potentiale zur chemischen Kriegf\u00fchrung besitzen\u201c<\/em> und <em>\u201enach allgemeiner Auffassung ein inoffizielles Programm zur Herstellung von biologischen Waffen durchf\u00fchren.\u201c<\/em><sup><a href=\"http:\/\/www.wissenschaft-und-frieden.de\/seite.php?artikelID=0342#fntxt15\">15<\/a><a name=\"fnref15\"><\/a><\/sup> Als gesichert gilt, dass sich in Nes Ziona s\u00fcdlich von Tel Aviv das  israelische Institut f\u00fcr biologische Forschung (IIBR) befindet, dessen  Aktivit\u00e4ten ein hoher israelischer Geheimdienstmitarbeiter mit den  Worten beschreibt: <em>\u201eEs gibt wohl keine einzige bekannte oder  unbekannte Form chemischer oder biologischer Waffen \u2026die im Biologischen  Institut Nes Ziona nicht erzeugt w\u00fcrde.\u201c<\/em><sup><a href=\"http:\/\/www.wissenschaft-und-frieden.de\/seite.php?artikelID=0342#fntxt16\">16<\/a><a name=\"fnref16\"><\/a><\/sup> Dar\u00fcber hinaus wird vermutet, dass israelische Wissenschaftler dort  seit den 90er Jahren unter Nutzung von Forschungsergebnissen aus  S\u00fcdafrika an einer sogenannten \u00bbEthno-Bombe\u00ab arbeiten.<sup><a href=\"http:\/\/www.wissenschaft-und-frieden.de\/seite.php?artikelID=0342#fntxt17\">17<\/a><a name=\"fnref17\"><\/a><\/sup> Bei dieser Entwicklung wird versucht, Ergebnisse der Genforschung zur  Identifizierung eines spezifischen Gens zu nutzen, das ausschlie\u00dflich  Araber tragen. Ist dies gelungen, lie\u00dfen sich mit Hilfe der Gentechnik  t\u00f6dliche Bakterien oder Viren herstellen, die nur Menschen mit diesen  Genen attackieren.<\/p>\n<p>Chemische Waffen, unter anderem die Nervengase wie Tabun, Sarin und  VX, werden in einer unterirdischen Produktionsst\u00e4tte im  Nuklearforschungszentrum Dimona hergestellt.<sup><a href=\"http:\/\/www.wissenschaft-und-frieden.de\/seite.php?artikelID=0342#fntxt18\">18<\/a><a name=\"fnref18\"><\/a><\/sup> Die indirekte Best\u00e4tigung f\u00fcr israelische C-Waffen-Programme lieferte  der Absturz einer EL AL Frachtmaschine auf dem Amsterdamer Flughafen am  4. Oktober 1992, bei dem mindestens 47 Menschen ums Leben kamen und  mehrere Hundert Menschen sofort oder verz\u00f6gert an mysteri\u00f6sen Leiden  erkrankten. Ein Untersuchungsbericht von 1998 erbrachte die Erkenntnis,  dass die Maschine Chemikalien an Bord hatte, darunter 227,5 Liter  Dimethylmethylphosphonate (DMMP).<sup><a href=\"http:\/\/www.wissenschaft-und-frieden.de\/seite.php?artikelID=0342#fntxt19\">19<\/a><a name=\"fnref19\"><\/a><\/sup> Diese Menge gen\u00fcgt, um 270 kg Sarin herzustellen. Das DMMP war im  \u00dcbrigen von der Firma Solkatronic Chemicals Inc. aus Morrisville in  Pennsylvania geliefert worden \u2013 ein Indiz daf\u00fcr, dass es US-Unternehmen  gab, die es verstanden, am Gesch\u00e4ft mit den Massenvernichtungswaffen in  Nahen Osten mehrfach zu verdienen: Durch Lieferungen in den Irak w\u00e4hrend  des ersten Golfkrieges zwischen 1980 und 1988 \u2013 und an die israelische  Armee.<\/p>\n<p>Im Gleichklang mit der Entwicklung des israelischen Arsenals an  Massenvernichtungswaffen vollzog sich die Evolution der Strategie zu  deren Gebrauch.<sup><a href=\"http:\/\/www.wissenschaft-und-frieden.de\/seite.php?artikelID=0342#fntxt20\">20<\/a><a name=\"fnref20\"><\/a><\/sup> Den Ausgangspunkt f\u00fcr die Entscheidung zur Entwicklung der  Massenvernichtungswaffen bildete die \u00dcberlegung, dass nur diese das  absolute und endg\u00fcltige Abschreckungsmittel gegen\u00fcber der arabischen  Bedrohung darstellten. Nur mit deren Hilfe konnten vorgeblich die Araber  dazu gebracht werden, alle Pl\u00e4ne f\u00fcr eine milit\u00e4rische Eroberung  Israels fallen zu lassen und einem Friedensvertrag zu israelischen  Konditionen zuzustimmen. Insbesondere die Nuklearwaffen sollten als  ultima ratio sicherstellen, dass es nie wieder zu einem Massaker am  j\u00fcdischen Volk kommen w\u00fcrde. Als symbolische Metapher hierf\u00fcr diente die  \u00bbSamson-Option\u00ab.<sup><a href=\"http:\/\/www.wissenschaft-und-frieden.de\/seite.php?artikelID=0342#fntxt21\">21<\/a><a name=\"fnref21\"><\/a><\/sup> Diese rekurriert auf einen biblischen Mythos. Demzufolge war Samson  nach blutigem Kampf von den Philistern gefangen genommen worden. Sie  stachen ihm die Augen aus und stellten ihn in Dagons Tempel in Gaza  \u00f6ffentlich zur Schau. Samson bat Gott, ihm ein letztes Mal Kraft zu  geben, und rief: <em>\u201eIch will sterben mit den Philister<\/em><em>n<\/em><em>!\u201c<\/em> Er schob die S\u00e4ulen des Tempels beiseite, das Dach st\u00fcrzte ein und  begrub ihn und seine Feinde unter sich. Treffenderweise truagen die  israelischen Nuklearwaffen daher den Decknamen \u00bbTempelwaffen\u00ab.<\/p>\n<h3>A-Waffen-Einsatz mehrfach erwogen<\/h3>\n<p>Mindestens viermal hat die israelische Regierung ernsthaft den Einsatz dieser Waffen erwogen:<sup><a href=\"http:\/\/www.wissenschaft-und-frieden.de\/seite.php?artikelID=0342#fntxt22\">22<\/a><a name=\"fnref22\"><\/a><\/sup><\/p>\n<ul>\n<li>W\u00e4hrend  des 6-Tage-Krieges im Juni 1967 hatte Israel die beiden ersten  Uran-Atombomben f\u00fcr den Fall zum Einsatz vorbereitet, dass der Erfolg  des konventionell gef\u00fchrten Pr\u00e4ventivkrieges gegen seine arabischen  Nachbarn ausgeblieben w\u00e4re.<\/li>\n<li>W\u00e4hrend des  Yom-Kippur-Kriegs wurde von der israelischen Regierung ein  Nuklearwaffenangriff nicht nur erwogen, sondern am 8. Oktober 1973  tats\u00e4chlich der Befehl erteilt, 13 Atomwaffen f\u00fcr den Einsatz gegen die  milit\u00e4rischen Hauptquartiere der Angreifer in Kairo und Damaskus scharf  zu machen, nachdem Verteidigungsminister Moshe Dayan den Zusammenbruch  der israelischen Defensivoperationen im Zweifrontenkrieg prognostiziert  hatte. Mit dieser nuklearen Mobilmachung gelang es der israelischen  Regierung unter Golda Meir, zum einen von den USA massive  Nachschublieferungen an Munition und R\u00fcstungsmaterial zu erpressen. Zum  anderen entfaltete die nukleare Abschreckung gegen\u00fcber \u00c4gypten und  Syrien ihre Wirkung, die in der Folge mit ihren Panzertruppen nicht  weiter vormarschierten. Nachdem am 14. Oktober die nukleare  Alarmbereitschaft zun\u00e4chst aufgehoben worden war, machten die Israelis  wenige Tage sp\u00e4ter erneut ihre Atomwaffen scharf, nachdem die  US-Regierung ihr Strategisches Bomberkommando in Alarmbereitschaft  versetzt hatte, um die Sowjetunion von einer Intervention in den Krieg  abzuhalten. Die Krise endete erst, als die Kampfhandlungen mit  Inkrafttreten eines Waffenstillstandes eingestellt wurden.<\/li>\n<li>W\u00e4hrend  des Angriffes auf den Libanon 1982 (Operation Oranim) schlug der  damalige Verteidigungsminister Ariel Scharon vor, man solle Syrien mit  Nuklearwaffen angreifen.<\/li>\n<li>Als am 18. Januar  1991 die irakischen Streitkr\u00e4fte im Golfkrieg erstmals Al  Hussein-Raketen auf Israel abfeuerten, wurde das israelische Milit\u00e4r  inklusive der Nuklearstreitkr\u00e4fte in volle Gefechtsbereitschaft  versetzt. F\u00fcr den Fall eines irakischen Angriffs mit chemischen oder  biologischen Gefechtsk\u00f6pfen existierte eine unverh\u00fcllte nukleare  Gegenschlagsdrohung Israels.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Israel nutzt sein Atomwaffenarsenal indes nicht nur im Kontext der  Abschreckung oder der direkten Kriegf\u00fchrung, sondern hat jenes unter dem  Rubrum \u00bbNonconventional Compellence\u00ab untrennbar in seine allgemeine  milit\u00e4rische und politische Strategie integriert. Schimon Peres \u2013 einer  der entscheidenden Drahtzieher des israelischen  Massenvernichtungswaffenprogramms \u2013 charakterisierte dieses Konzept mit  den Worten: <em>\u201eEin \u00fcberlegenes Waffensystem zu beschaffen, bedeutet die  M\u00f6glichkeit, es f\u00fcr die Aus\u00fcbung von Druck zu nutzen \u2013 das hei\u00dft die  andere Seite zu zwingen, Israels Forderungen zu akzeptieren, was  wahrscheinlich die Forderung einschlie\u00dft, dass der traditionelle Status  quo akzeptiert und ein Friedensvertrag unterzeichnet wird.\u201c<\/em><sup><a href=\"http:\/\/www.wissenschaft-und-frieden.de\/seite.php?artikelID=0342#fntxt23\">23<\/a><a name=\"fnref23\"><\/a><\/sup> Dar\u00fcber hinaus garantiert das Nuklearwaffenpotential die  uneingeschr\u00e4nkte Unterst\u00fctzung des amerikanischen Verb\u00fcndeten einerseits  und verhindert eine unangemessene Parteinahme Europas zugunsten der  arabisch-pal\u00e4stinensischen Position andererseits. Sehr aufschlussreich  diesbez\u00fcglich sind die Ausf\u00fchrungen des israelisch-niederl\u00e4ndischen  Milit\u00e4rhistorikers Martin van Creveld, Professor an der hebr\u00e4ischen  Universit\u00e4t in Jerusalem, Anfang letzten Jahres. Dieser merkt in einem  Interview mit dem niederl\u00e4ndischen Magazin ELSEVIER zu der hinter dem  aktuellen Teilr\u00fcckzugsplan des israelischen Premierministers Ariel  Scharon steckenden Strategie an, dass diese darauf abzielt, eine  un\u00fcberwindliche Mauer um Israel zu errichten und die Pal\u00e4stinenser  au\u00dferhalb der israelischen Grenzen zu halten. Scharons Plan bedeute in  letzter Konsequenz, dass alle Pal\u00e4stinenser aus der dann errichteten  \u00bbFestung Israel\u00ab deportiert w\u00fcrden. Auf die Frage, ob die Welt eine  derartige ethnische S\u00e4uberung zulassen w\u00fcrde, antwortet van Creveld: <em>\u201eDas  liegt daran, wer es macht und wie schnell es geht. Wir haben einige  Hundert von Atomsprengk\u00f6rpern und Raketen und k\u00f6nnen sie auf Ziele  \u00fcberall werfen, vielleicht selbst auf Rom. Mit Flugzeugen sind die  meisten europ\u00e4ischen Hauptst\u00e4dte ein Ziel.\u201c<\/em><sup><a href=\"http:\/\/www.wissenschaft-und-frieden.de\/seite.php?artikelID=0342#fntxt24\">24<\/a><a name=\"fnref24\"><\/a><\/sup><\/p>\n<p>Die von van Creveld vertretene Position mag extrem erscheinen, aber  da sich die israelische Gesellschaft mehr und mehr polarisiert, wird der  Einfluss der radikalen Rechten st\u00e4rker. Gerade aus deren Reihen  rekrutiert der israelische Sicherheitsapparat zunehmend seine  Mitarbeiter. Es l\u00e4sst sich daher keineswegs ausschlie\u00dfen, dass Gush  Emunim oder einige s\u00e4kulare rechte israelische Fanatiker oder einige  wahnsinnige israelische Armeegener\u00e4le die Kontrolle \u00fcber die  israelischen Nuklearwaffen bekommen.<sup><a href=\"http:\/\/www.wissenschaft-und-frieden.de\/seite.php?artikelID=0342#fntxt25\">25<\/a><a name=\"fnref25\"><\/a><\/sup> So wird beispielsweise der pensionierte Stabschef der Israeli Defense  Force, Lieutenant General Amnon Shahak, mit den Worten zitiert: <em>\u201eAll methods are acceptable in withholding nuclear capabilities from an Arab state.\u201c<\/em><sup><a href=\"http:\/\/www.wissenschaft-und-frieden.de\/seite.php?artikelID=0342#fntxt26\">26<\/a><a name=\"fnref26\"><\/a><\/sup> Sekundiert wird er hierbei von Israels Oppositionsf\u00fchrer Schimon Peres,  der in Bezug auf das angebliche Nuklearwaffenprogramm Irans propagiert:  <em>\u201eEs bleiben drei Optionen, um den Iran von der Erreichung seiner nuklearen Ambitionen abzuhalte<\/em><em>n<\/em><em>: politischer Druck, \u00f6konomische Sanktionen und milit\u00e4risches Eingreifen.\u201c<\/em><sup><a href=\"http:\/\/www.wissenschaft-und-frieden.de\/seite.php?artikelID=0342#fntxt27\">27<\/a><a name=\"fnref27\"><\/a><\/sup> Bezeichnenderweise keine Rede ist von R\u00fcstungskontroll- und  Abr\u00fcstungsma\u00dfnahmen wie sie sich w\u00e4hrend des Kalten Krieges und in  anderen Regionen dieser Welt ja durchaus bew\u00e4hrt haben. Zwar wurde  w\u00e4hrend der Nahost-Konferenz von Madrid im Anschluss an den Golfkrieg  von 1991 auch eine Arbeitsgruppe \u00bbArms Control and Regional Security  (ACRS)\u00ab installiert. Diese tagte indes 1995 das letzte Mal und hatte  nach vier Jahren keinerlei greifbare Ergebnisse gebracht. Ursache  hierf\u00fcr war die strikte Weigerung Israels, die nukleare Frage auf die  Tagesordnung zu setzen \u2013 denn nach dessen Auffassung setzt jegliche  Einschr\u00e4nkung der israelischen Nuklearf\u00e4higkeit (und erst Recht ein  Verzicht darauf) eine umfassende und erprobte Friedensregelung in der  Region voraus.<sup><a href=\"http:\/\/www.wissenschaft-und-frieden.de\/seite.php?artikelID=0342#fntxt28\">28<\/a><a name=\"fnref28\"><\/a><\/sup> Konsequenterweise straft die israelische Regierung auch die jahrelange  Resolutionspraxis der UN-Generalversammlung zum Risiko der nuklearen  Proliferation im Mittleren Osten sowie zur Schaffung einer  nuklearwaffenfreien Zone in dieser Region ebenso mit Verachtung wie die  einschl\u00e4gigen Resolutionen der Internationalen Atomenergiebeh\u00f6rde IAEA.  Angesichts israelischer Intransigenz sieht die Prognose d\u00fcster aus: <em>\u201eBeim  gegenw\u00e4rtigen Stand der Dinge in Nahost scheint es illusion\u00e4r, auf  Verhandlungen allein zu setzen, wenn es darum geht, Waffen bei den zum  Waffenbesitz legitimierten Staaten und Streitkr\u00e4ften zu monopolisieren.  Das gilt f\u00fcr Kleinwaffen ebenso wie f\u00fcr Massenvernichtungswaffen.\u201c<\/em><sup><a href=\"http:\/\/www.wissenschaft-und-frieden.de\/seite.php?artikelID=0342#fntxt29\">29<\/a><a name=\"fnref29\"><\/a><\/sup> In Anbetracht der brisanten Zuspitzung des Pal\u00e4stina-Konfliktes reicht  es nicht, wenn sich Europa \u00fcber nicht vorhandene oder allenfalls  marginal einsatzf\u00e4hige Massenvernichtungswaffen in der islamischen Welt  sorgt, es muss sich vielmehr mit dem real existierenden und in  Verbindung mit einer brandgef\u00e4hrlichen Milit\u00e4rstrategie operativ  jederzeit einsetzbaren Massenvernichtungspotential eines Staates  befassen, welcher der Weltgemeinschaft permanent demonstriert, dass er,  wenn es um seine reale oder vermeintliche Sicherheit geht, jederzeit  bereit ist, V\u00f6lkerrecht und Menschenrechte zu mi\u00dfachten.<\/p>\n<h4>Anmerkungen<\/h4>\n<p><a href=\"http:\/\/www.wissenschaft-und-frieden.de\/seite.php?artikelID=0342#fnref1\"><sup>1)<\/sup><\/a><a name=\"fntxt1\"><\/a> Diese Tarnbezeichnung f\u00fcr die israelischen Nuklearwaffen nennt Seymour  M. Hersh in seiner nach wie vor unverzichtbaren Abhandlung: Atommacht  Israel. Das geheime Vernichtungspotential im Nahen Osten, M\u00fcnchen 1991,  S. 233. Sehr aufschlussreich ist auch die Analyse von Lieutenant  ColonelWarner D. Farr, U.S. Army: The Third Temple\u2018s Holy of Holies:  Israel\u2018s Nuclear Weapons, Counterproliferation Paper No. 2, USAF  Counterproliferation Center, Air War College, Air University, Maxwell  Air Force Base, Alabama, September 1999; im Internet unter:  http:\/\/www.au.af.mil\/au\/awc\/awcgate\/cpc-pubs\/farr.htm (29.08.2004).<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.wissenschaft-und-frieden.de\/seite.php?artikelID=0342#fnref2\"><sup>2)<\/sup><\/a><a name=\"fntxt2\"><\/a> Vgl. Sammonds, Neil: Israel: die vergessenen Massenvernichtungswaffen;  im Internet unter:  http:\/\/www.kritische-stimme.de\/Vermischtes\/greenleft_waffen.htm  (27.08.2004); Mellenthin, Knut: Israel r\u00fcstet deutsche U-Boote mit  Atomraketen aus. Ein Spiegel-Bericht, ein Dementi und ein  Hintergrundartikel; im Internet unter:  http:\/\/uni-kassel.de\/fb10\/frieden\/regionen\/Israel\/u-boote.html  (27.08.2004) sowie Steinbach, John: Israels Massenvernichtungswaffen:  eine Bedrohung des Friedens; im Internet unter:  http:\/\/www.antikriegsforum-heidelberg.de\/palest\/frameset.htm  (27.08.2004); englisches Original: ders.: Israeli Weapons of Mass  Destruction: a Threat to Peace, Centre for Research on Globalisation  (CRG), 3 March 2002; im Internet unter:  http:\/\/www.globalresearch.ca\/articles\/STE203A.html (27.08.2004).<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.wissenschaft-und-frieden.de\/seite.php?artikelID=0342#fnref3\"><sup>3)<\/sup><\/a><a name=\"fntxt3\"><\/a> Vgl. Gerhard Piper: antimilitarismus information: Israels  Atomstreitkr\u00e4fte; im Internet unter:  http:\/\/userpage.fu-berlin.de\/~ami\/ausgaben\/2001\/3-01_2.htm  (27.08.2004);Steinbach, John: a. a. O.; Norris, Robert S.\/Arkin,  Willliam M.\/Kristensen, Hans M.\/Handler, Joshua: Nuclear Notebook \u2013  Israeli nuclear forces, 2002, in: Bulletin of the Atomic Scientists,  September\/October 2002, S. 73ff sowie Hough, Harold: Israel reviews its  nuclear deterrent, in: Jane\u2019s Intelligence Review, November 1998, S.  11ff.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.wissenschaft-und-frieden.de\/seite.php?artikelID=0342#fnref4\"><sup>4)<\/sup><\/a><a name=\"fntxt4\"><\/a> Zum Nuklearkomplex von Dimona und Umgebung vgl. Gerhard Piper: a. a.  O.; Steinbach, John: a. a. O.; Norris, Robert S. \/ Arkin, Willliam  M.\/Kristensen, Hans M. \/ Handler, Joshua: a. a. O.; Duval, Marcel: Einem  Geheimnis auf der Spur: die israelische Atombombe, in: D\u00e9fense  Nationale, April 1998, S. 91 \u2013 102 sowie sehr detailliert Hersh, Seymour  M.: a. a. O., S. 204ff.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.wissenschaft-und-frieden.de\/seite.php?artikelID=0342#fnref5\"><sup>5)<\/sup><\/a><a name=\"fntxt5\"><\/a> Vgl. Hersh, Seymour M.: a. a. O., S. 281ff.; Farr, Warner D.: a. a. O.; Steinbach, John: a. a. O. sowie Gerhard Piper: a. a. O.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.wissenschaft-und-frieden.de\/seite.php?artikelID=0342#fnref6\"><sup>6)<\/sup><\/a><a name=\"fntxt6\"><\/a> Zu den diversen Tr\u00e4gersystemen vgl. Norris, Robert S. \/ Arkin, Willliam  M.\/Kristensen, Hans M. \/ Handler, Joshua: a. a. O.; Gerhard Piper: a.  a. O.; Hough, Harold: a. a. O., Duval, Marcel: a. a. O. sowie Steinbach,  John: a. a. O.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.wissenschaft-und-frieden.de\/seite.php?artikelID=0342#fnref7\"><sup>7)<\/sup><\/a><a name=\"fntxt7\"><\/a> Vgl. Federation of American Scientists: Israel Special Weapons Guide  (created by John Pike, maintained by Steven Aftergood, updated August 2,  2004); im Internet unter: http:\/\/  www.fas.org\/nuke\/guide\/israel\/missile\/jericho-1.htm (27.08.2004).<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.wissenschaft-und-frieden.de\/seite.php?artikelID=0342#fnref8\"><sup>8)<\/sup><\/a><a name=\"fntxt8\"><\/a> Vgl. Norris, Robert S. \/ Arkin, Willliam M. \/ Kristensen, Hans M. \/  Handler, Joshua: a. a. O., S. 74; Federation of American Scientists: op.  cit.; im Internet unter:  http:\/\/www.fas.org\/nuke\/guide\/israel\/missile\/jericho-2.htm [27.08.2004]  sowie Hough, Harold: a. a. O., S. 13.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.wissenschaft-und-frieden.de\/seite.php?artikelID=0342#fnref9\"><sup>9)<\/sup><\/a><a name=\"fntxt9\"><\/a> Vgl. Norris, Robert S. \/ Arkin, Willliam M. \/ Kristensen, Hans M. \/  Handler, Joshua: a. a. O., S. 75; Gerhard Piper: a. a. O. sowie Duval,  Marcel: a. a. O., der von der Entwicklung einer Jericho III-Rakete auf  Basis der Shavit-Tr\u00e4gerrakete berichtet.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.wissenschaft-und-frieden.de\/seite.php?artikelID=0342#fnref10\"><sup>10)<\/sup><\/a><a name=\"fntxt10\"><\/a> Vgl. Norris, Robert S. \/ Arkin, Willliam M. \/ Kristensen, Hans M. \/  Handler, Joshua: a. a. O., S. 73f; Gerhard Piper: a. a. O. sowie  Sammonds, Neil: a. a. O.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.wissenschaft-und-frieden.de\/seite.php?artikelID=0342#fnref11\"><sup>11)<\/sup><\/a><a name=\"fntxt11\"><\/a> Vgl. Schwarz, Eugen Georg: Angst vor der Apokalypse, in: Focus, 9\/1998,  S. 222; Norris, Robert S. \/ Arkin, Willliam M. \/ Kristensen, Hans M. \/  Handler, Joshua: a. a. O., S. 73f sowie Gerhard Piper: a. a. O.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.wissenschaft-und-frieden.de\/seite.php?artikelID=0342#fnref12\"><sup>12)<\/sup><\/a><a name=\"fntxt12\"><\/a> Vgl. Mellenthin, Knut: a. a. O.; Karr, Hans: U-Boote der  DOLPHIN-Klasse, in: Marineforum, Nr. 6\/2000, S. 30f; Nassauer, Otfried \/  Steinmetz, Christopher: Israelische Atomwaffen und deutsche U-Boote.  Eine Gefahr f\u00fcr den Weltfrieden?; im Internet unter:  http:\/\/uni-kassel.de\/fb10\/frieden\/regionen\/Israel\/u-boote2.html  (27.08.2004); Gerhard Piper: a. a. O.;; Norris, Robert S. \/ Arkin,  Willliam M. \/ Kristensen, Hans M. \/ Handler, Joshua: a. a. O., S. 75  sowie Federation of American Scientists: op. cit.; im Internet unter:  http:\/\/www.fas.org\/nuke\/guide\/israel\/sub\/index.html (27.08.2004).<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.wissenschaft-und-frieden.de\/seite.php?artikelID=0342#fnref13\"><sup>13)<\/sup><\/a><a name=\"fntxt13\"><\/a> Vgl. Federation of American Scientists: op. cit.; im Internet unter:  http:\/\/www.fas.org\/nuke\/guide\/israel\/missile\/popeye-t.htm (27.08.2004);  Mellenthin, Knut: a. a. O.; Nassauer, Otfried \/ Steinmetz, Christopher:  a. a. O. sowie Gerhard Piper: a. a. O.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.wissenschaft-und-frieden.de\/seite.php?artikelID=0342#fnref14\"><sup>14)<\/sup><\/a><a name=\"fntxt14\"><\/a> Vgl. zu dieser Thematik U.S. Congress, Office of Technology Assessment  (ed.): Proliferation of Weapons of Mass Destruction: Assessing the Risk,  OTA-ISC-559, Washington, D.C., August 1993; Sammonds, Neil: a. a. O.;  Gerhard Piper: a. a. O.; sowie Steinbach, John: a. a. O.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.wissenschaft-und-frieden.de\/seite.php?artikelID=0342#fnref15\"><sup>15)<\/sup><\/a><a name=\"fntxt15\"><\/a> U.S. Congress, Office of Technology Assessment (ed.): a. a. O., S. 65.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.wissenschaft-und-frieden.de\/seite.php?artikelID=0342#fnref16\"><sup>16)<\/sup><\/a><a name=\"fntxt16\"><\/a> Steinbach, John: a. a. O.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.wissenschaft-und-frieden.de\/seite.php?artikelID=0342#fnref17\"><sup>17)<\/sup><\/a><a name=\"fntxt17\"><\/a> Vgl. Steinbach, John: a. a. O.; dieser zitiert den linken  Knesset-Abgeordneten Dedi Zucker, der diese Forschung seines Landes mit  den Worten anprangerte: <em>\u201eEine solche Waffe ist, wenn wir von unserer  Geschichte, unserer Tradition und Erfahrung ausgehen, moralisch  ungeheuerlich und muss ge\u00e4chtet werden.\u201c<\/em> Der renommierte  Mikrobiologe und B-Waffen-Experte Jan van Aken bezeichnete in einem  k\u00fcrzlich erschienenen Beitrag Meldungen \u00fcber derartige  Forschungsprogramme in Israel als <em>\u201evor allem Propaganda\u201c<\/em> \u2013 seine  ansonsten bestechende Argumentationsf\u00fchrung ist aber gerade in diesem  Punkt wenig \u00fcberzeugend und widerspricht seiner eigenen Grundthese  hierzu; vgl. Aken, Jan van: Wenn Buchstaben zu Waffen werden.  Biologische Waffenf\u00fchrung. Ethnobomben gibt es noch nicht \u2013 doch die  Entwicklung von genetischen Waffen ist m\u00f6glich, in: Freitag, Nr. 29\/30,  9. Juli 2004, S. 22.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.wissenschaft-und-frieden.de\/seite.php?artikelID=0342#fnref18\"><sup>18)<\/sup><\/a><a name=\"fntxt18\"><\/a> Vgl. Gerhard Piper: a. a. O. sowie Sammonds, Neil: a. a. O.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.wissenschaft-und-frieden.de\/seite.php?artikelID=0342#fnref19\"><sup>19)<\/sup><\/a><a name=\"fntxt19\"><\/a> Vgl. Gerhard Piper: a. a. O. sowie Sammonds, Neil: a. a. O.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.wissenschaft-und-frieden.de\/seite.php?artikelID=0342#fnref20\"><sup>20)<\/sup><\/a><a name=\"fntxt20\"><\/a> Vgl. zu dieser Thematik Hersh, Seymour M.: a. a. O.; Steinbach, John:  a. a. O.; Gerhard Piper: a. a. O. sowie Hough, Harold: a. a. O.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.wissenschaft-und-frieden.de\/seite.php?artikelID=0342#fnref21\"><sup>21)<\/sup><\/a><a name=\"fntxt21\"><\/a> Vgl. hierzu Hersh, Seymour M.: a. a. O., S. 144f und S. 233.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.wissenschaft-und-frieden.de\/seite.php?artikelID=0342#fnref22\"><sup>22)<\/sup><\/a><a name=\"fntxt22\"><\/a> Vgl. Gerhard Piper: a. a. O.; Farr, Warner D.: a. a. O.; Johannsen,  Margret: Dynamit und Atom. R\u00fcckblicke und Ausblicke auf  Entwaffnungsszenarios im Nahen Osten, in: S+F Vierteljahresschrift f\u00fcr  Sicherheit und Frieden, Heft 3\u20134\/2003, S. 160 sowie Hersh, Seymour M.:  a. a. O., S. 233ff und S. 370.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.wissenschaft-und-frieden.de\/seite.php?artikelID=0342#fnref23\"><sup>23)<\/sup><\/a><a name=\"fntxt23\"><\/a> Zit. n. Steinbach, John: a. a. O.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.wissenschaft-und-frieden.de\/seite.php?artikelID=0342#fnref24\"><sup>24)<\/sup><\/a><a name=\"fntxt24\"><\/a> Biedermann, Ferry (Interviewer): \u00bb\u201eWir vernichten uns selbst\u201c. In  Israel zeichnet sich ein fluchbeladenes Szenario ab. Gespr\u00e4ch mit dem  geschm\u00e4hten israelisch-niederl\u00e4ndischen Milit\u00e4rhistoriker Martin van  Creveld\u00ab, Interview im niederl\u00e4ndischen Magazin ELSEVIER; deutsche  \u00dcbersetzung in: Unabh\u00e4ngige Nachrichten 1\/2003; im Internet unter:  http:\/\/www.fk-un.de\/UN-Nachrichten\/UN-Ausgaben\/2003\/UN1-03\/artikel2.htm  (27.08.2004).<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.wissenschaft-und-frieden.de\/seite.php?artikelID=0342#fnref25\"><sup>25)<\/sup><\/a><a name=\"fntxt25\"><\/a> Vgl. hierzu Steinbach, John: a. a. O. sowie Farr, Warner D.: a. a. O.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.wissenschaft-und-frieden.de\/seite.php?artikelID=0342#fnref26\"><sup>26)<\/sup><\/a><a name=\"fntxt26\"><\/a> Farr, Warner D.: a. a. O.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.wissenschaft-und-frieden.de\/seite.php?artikelID=0342#fnref27\"><sup>27)<\/sup><\/a><a name=\"fntxt27\"><\/a> Peres, Schimon: Irans Nuklearprogramm stoppen. Israels  Oppositionsf\u00fchrer pl\u00e4diert f\u00fcr sofortige Sanktionen, in: Die Welt, 21.  August 2004; vgl. hierzu auch Johannsen, Margret: a. a. O., S. 160.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.wissenschaft-und-frieden.de\/seite.php?artikelID=0342#fnref28\"><sup>28)<\/sup><\/a><a name=\"fntxt28\"><\/a> Vgl. Johannsen, Margret: a. a. O., S. 159f.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.wissenschaft-und-frieden.de\/seite.php?artikelID=0342#fnref29\"><sup>29)<\/sup><\/a><a name=\"fntxt29\"><\/a> Johannsen, Margret: a. a. O., S. 161.<\/p>\n<p>Dipl. P\u00e4d. <em>J\u00fcrgen Rose<\/em> ist Oberstleutnant der Bundeswehr. Er vertritt in diesem Beitrag nur seine pers\u00f6nlichen Auffassungen.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/\">Artikel aus:\u00a0 http:\/\/www.wissenschaft-und-frieden.de\/seite.php?artikelID=0342<\/a><\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zweifellos stellen Massenvernichtungswaffen eine existentielle Bedrohung dar. 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