{"id":2298,"date":"2012-09-01T20:23:57","date_gmt":"2012-09-01T18:23:57","guid":{"rendered":"http:\/\/www.luxorbis.org\/friedensplattform.at\/?p=2298"},"modified":"2012-09-01T20:23:57","modified_gmt":"2012-09-01T18:23:57","slug":"iran-ist-nicht-isoliert","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.friedensplattform.at\/?p=2298","title":{"rendered":"Iran ist nicht isoliert"},"content":{"rendered":"<address>Internationale Gemeinschaft in Teheran: Mehr als hundert Staaten bei  Gipfeltreffen der Blockfreien vertreten. Druck aus USA und Israel  verf\u00e4ngt nicht&#8230;<!--more--><\/address>\n<address>Von Knut Mellenthin<\/address>\n<div>\n<div>\n<table border=\"0\" width=\"50\" summary=\"Designtabelle\">\n<tbody>\n<tr>\n<td><a> <img decoding=\"async\" id=\"img39849\" src=\"http:\/\/www.jungewelt.de\/serveImage.php?id=39849&amp;ext=.jpg\" alt=\"Boliviens Au\u00dfenminister David Choquehuanca auf dem NAM-Gip\" \/> <\/a><\/p>\n<div>Boliviens Au\u00dfenminister David Choquehuanca auf dem NAM-Gipfel in Teheran (28. August)<\/div>\n<div>Foto: AP<\/div>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/div>\n<p>Am heutigen Donnerstag beginnt in der iranischen Hauptstadt Teheran das  Gipfeltreffen der NAM, der blockfreien Staaten. 120 L\u00e4nder, nahezu zwei  Drittel aller UN-Mitglieder, geh\u00f6ren der Organisation an, die 55 Prozent  der Weltbev\u00f6lkerung repr\u00e4sentiert. Die Teilnahme von 100 Staaten stand  schon in der vorigen Woche fest; nach j\u00fcngsten Meldungen aus Teheran  sollen es nun sogar 110 sein. 45 L\u00e4nder seien durch ihre Staats- oder  Regierungschefs beim Gipfel vertreten, meldeten am Dienstag iranische  Agenturen.<\/p>\n<h3>Gro\u00dfer Erfolg<\/h3>\n<p>F\u00fcr Iran ist die NAM-Konferenz schon jetzt ein riesiger au\u00dfenpolitischer  Erfolg, da sie anschaulich die westliche Propagandal\u00fcge von der  \u00bbIsolierung\u00ab des Landes durch die \u00bbInternationale Gemeinschaft\u00ab  widerlegt. Ohnehin ist diese \u00bbIsolierung\u00ab nur das Produkt einer  Zwangsquarant\u00e4ne, die die US-Regierung und ihre europ\u00e4ischen  Juniorpartner der ganzen Welt aufzuzwingen versuchen. Aber die Tatsachen  zeigen, da\u00df das nicht einmal mit wirtschaftlichen Erpressungen und  massivem diplomatischen Druck durchsetzbar ist. Nicht weniger wichtig  als die Konferenz ist, da\u00df Iran nun f\u00fcr die kommenden drei Jahre den  Vorsitz der NAM \u00fcbernimmt, den zuvor \u00c4gypten hatte. Das stellt zwar  keine Schutzgarantie gegen milit\u00e4rische Aggressionen der westlichen  Allianz und Israels dar, baut aber doch gewisse nicht zu verachtende  politische H\u00fcrden auf.<\/p>\n<p>Irans Erfolg ist umso gr\u00f6\u00dfer, weil die USA und Israel im Vorfeld der  Konferenz massive St\u00f6raktionen nicht nur hinter den Kulissen, sondern  auch in aller \u00d6ffentlichkeit unternommen hatten. Herausragend und  au\u00dfergew\u00f6hnlich durch seine Unversch\u00e4mtheit war der Telefonanruf des  israelischen Premiers Benjamin Netanjahu, mit dem er den Generalsekret\u00e4r  der Vereinten Nationen, Ban Ki Moon, von der Teilnahme abzuhalten  versuchte. Er blaffte ihn nicht nur barsch an: \u00bbIhr Platz ist nicht in  Teheran!\u00ab, sondern lie\u00df das auch noch als Pressemeldung an die Medien  geben. Vergeblich: Ban traf am Mittwoch morgen in der iranischen  Hauptstadt ein und will dem Vernehmen nach bis zum Schlu\u00df der Konferenz  am Freitag dort bleiben. Unter anderem werde er mit Revolutionsf\u00fchrer  Ajatollah Ali Khamenei und Pr\u00e4sident Mahmud Ahmadinedschad  zusammentreffen, hie\u00df es am Mittwoch aus Teheran.<\/p>\n<p>F\u00fcr die US-Regierung hatte die Sprecherin des Au\u00dfenministeriums,  Victoria Nuland, Anfang voriger Woche verk\u00fcndet, Iran \u00bbverdiene\u00ab die  Teilnahme hochrangiger Politiker an der NAM-Konferenz nicht. Wie die  US-Presse berichtete, hatten die Diplomaten des State Departments  erhebliche Anstrengungen unternommen, um m\u00f6glichst viele Staaten davon  zu \u00bb\u00fcberzeugen\u00ab, nur ihre dritte Garnitur nach Teheran zu schicken.  Besonders gro\u00df war der amerikanische Druck auf den \u00e4gyptischen  Pr\u00e4sidenten Mohammed Mursi, die Konferenz zu boykottieren. Auch er lie\u00df  sich jedoch von der Teilnahme nicht abschrecken und ist damit der erste  \u00e4gyptische Spitzenpolitiker seit dem Abbruch der Beziehungen vor 32  Jahren, der den Iran besucht.<\/p>\n<h3>Atomwaffenfreie Zone<\/h3>\n<\/div>\n<div>Die NAM-Konferenz, die heute und morgen mit dem Gipfeltreffen ihren  offiziellen H\u00f6hepunkt erreicht, hatte bereits am Sonntag mit einer  zweit\u00e4gigen Arbeitstagung au\u00dfenpolitischer und diplomatischer Experten  der Teilnehmerl\u00e4nder begonnen. Ihre Aufgabe war es, die Tagesordnung f\u00fcr  den Gipfel sowie f\u00fcr das vorausgehende Au\u00dfenministertreffen am Dienstag  und Mittwoch festzulegen. Au\u00dferdem arbeiteten sie den Entwurf der 700  Abs\u00e4tze umfassenden Abschlu\u00dferkl\u00e4rung aus, die am Freitag von den  Staats- und Regierungschef unterzeichnet werden soll.<\/p>\n<p>Der iranische Vorsitzende der Expertentagung, Mohammad-Mehdi  Akhundzadeh, teilte der Presse am Montag mit, da\u00df in der Erkl\u00e4rung das  unver\u00e4u\u00dferliche Recht aller Staaten auf die Entwicklung und Nutzung der  Nuklearenergie zu friedlichen Zwecken betont werde. Zugleich w\u00fcrden alle  von einzelnen L\u00e4ndern verh\u00e4ngte Sanktionen abgelehnt. Die Erkl\u00e4rung  unterst\u00fctze au\u00dferdem die Forderung nach der Schaffung einer  atomwaffenfreien Zone im gesamten Nahen und Mittleren Osten.<\/p><\/div>\n<div><a href=\"http:\/\/\">http:\/\/www.jungewelt.de\/2012\/08-30\/035.php<\/a><\/div>\n<div><\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Internationale Gemeinschaft in Teheran: Mehr als hundert Staaten bei Gipfeltreffen der Blockfreien vertreten. 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