{"id":2483,"date":"2012-11-11T10:47:26","date_gmt":"2012-11-11T08:47:26","guid":{"rendered":"http:\/\/www.luxorbis.org\/friedensplattform.at\/?p=2483"},"modified":"2012-11-11T10:47:26","modified_gmt":"2012-11-11T08:47:26","slug":"unterricht-fuer-maedchen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.friedensplattform.at\/?p=2483","title":{"rendered":"Unterricht f&#252;r M&#228;dchen"},"content":{"rendered":"<h3>Nach dem Mordanschlag auf Malala Yousufzai in Pakistan: Junge Frauen wollen sich nicht einsch\u00fcchtern lassen<\/h3>\n<address>Von Ashfaq Yusufzai, Peshawar (IPS)<\/address>\n<div>\n<div>\n<table border=\"0\" width=\"50\" summary=\"Designtabelle\">\n<tbody>\n<tr>\n<td><a> <img decoding=\"async\" id=\"img40745\" src=\"http:\/\/www.jungewelt.de\/serveImage.php?id=40745&amp;ext=.jpg\" alt=\"Demonstration gegen den Terror und f\u00fcr das Recht auf Bildun\" \/><!--more--> <\/a><\/p>\n<div>Demonstration gegen den Terror und f\u00fcr das Recht auf Bildung f\u00fcr M\u00e4dchen am Montag in Lahore<\/div>\n<div>Foto: Reuters<\/div>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/div>\n<p>Shazia Begum geh\u00f6rt zu den drei <span>pakistan<\/span>ischen M\u00e4dchen, die am 9. Oktober bei einem Anschlag der Taliban auf die international bekannte Sch\u00fclerin <span>Malala<\/span> Yousufzai verletzt wurden. Die Extremisten h\u00e4tten es darauf angelegt,  eine besonders prominente Verfechterin der M\u00e4dchenbildung zum Schweigen  zu bringen, sagt die junge Frau, die in einem Milit\u00e4rhospital in  Peshawar behandelt wird. \u00bb<span>Malala<\/span> ist f\u00fcr uns im Swat-Tal eine Quelle der Inspiration.\u00ab<\/p>\n<p>Der Zustand von <span>Malala<\/span>, deren  Schu\u00dfverletzungen am Kopf in einer Spezialklinik in Gro\u00dfbritannien  behandelt werden, ist nach wie vor ernst. Wie der Informationsminister  der Provinz Khyber Pakhtunkhwa, Mian Iftikhar Hussain, erkl\u00e4rt, hat <span>Malala<\/span> die Bem\u00fchungen der Regierung unterst\u00fctzt, die M\u00e4dchen in der Region  trotz der Drohungen der Taliban in die Schulen zur\u00fcckzuholen. Da\u00df sie  auf der Abschu\u00dfliste der Extremisten stand, habe sie nicht davon  abgehalten, zum Unterricht zu gehen. F\u00fcr alle anderen M\u00e4dchen in der von  Gewalt gekennzeichneten Region sei sie zum Vorbild geworden.<\/p>\n<p>Swat ist einer von 25 Distrikten der Provinz Khyber Pakhtunkhwa und  stand von 2007 bis 2009 unter der Kontrolle der Taliban. In jenen Jahren  zerst\u00f6rten die Islamisten etwa 500 Schulen und nahmen damit rund 80000  Sch\u00fclern die Chance auf Bildung. Bei einer Milit\u00e4roffensive 2010 wurden  die selbsternannten Gotteskrieger aus dem Gebiet vertrieben. \u00bbJeden Tag  h\u00e4ngten die Taliban die Leichen ihrer Opfer an Strommasten auf\u00ab,  erinnert die Parlamentsabgeordnete Bushra Gohar an die dunklen Jahre.  \u00bbDie Menschen in Swat hielten aus Angst vor den Repressalien der Taliban  still. Doch <span>Malala<\/span> war ein Segen, nicht nur f\u00fcr die M\u00e4nner, sondern auch f\u00fcr die Frauen.\u00ab<\/p>\n<p>Nachdem <span>Malala<\/span> im vergangenen Dezember f\u00fcr ihr  Engagement den Nationalen Friedenspreis erhalten hatten, nahmen die  Drohungen gegen sie weiter zu. Sie wurde au\u00dferdem als erste <span>Pakistan<\/span>erin  f\u00fcr den Internationalen Kinderfriedenspreis nominiert. Gemeinsam mit  ihrem Vater Ziauddin Yousafzai, einem P\u00e4dagogen und Sozialaktivisten,  hatte sie 2009 das Friedensabkommen unterst\u00fctzt. Statt die Waffen  niederzulegen, begannen die Extremisten von dem angrenzenden Distrikt  Buner aus zu operieren. <span>Malala<\/span> und ihre Familie mu\u00dften fliehen. \u00dcber ihre Erlebnisse aus dieser Zeit schrieb die Sch\u00fclerin unter dem Pseudonym \u00bbGul Makai\u00ab.<\/p>\n<p>Hussain hat eine Belohnung von umgerechnet 105000 US-Dollar f\u00fcr Hinweise  ausgesetzt, die zur Festnahme der T\u00e4ter f\u00fchren. Die Regierung der  Provinz werde alle Kosten tragen, die bei der Behandlung von <span>Malala<\/span> in <span>Pakistan<\/span> und im Ausland anfielen. \u00bbWir werden die Spuren des Terroristen verfolgen, der auf <span>Malala<\/span> geschossen hat, und ihre Angreifer ihrer gerechten Strafe zuf\u00fchren. Sie  werden nicht lange \u00fcberleben\u00ab, erkl\u00e4rt er. Da\u00df die militanten Taliban  inzwischen damit begonnen h\u00e4tten, Kinder anzugreifen, sei ein Zeichen  ihrer Schw\u00e4che.<\/p>\n<p>\u00bbWir sind \u00e4u\u00dferst schockiert \u00fcber den Angriff auf unsere Schwester <span>Malala<\/span>\u00ab,  sagt Spogmay, eine Sch\u00fclerin der Universit\u00e4tsmodellschule in Peshawar.  \u00bbWir wollen ihr in dem Kampf gegen Extremismus und f\u00fcr den Schutz von  Schulen folgen.\u00ab Die junge Frau h\u00e4lt auf einer Demonstration ein  Spruchband hoch, auf dem der Gewaltakt verurteilt wird. \u00bbDie Extremisten  k\u00f6nnen unsere Schulen mit Bomben \u00fcberziehen, doch k\u00f6nnen sie unsere  \u00dcberzeugungen nicht ausl\u00f6schen\u00ab, versichert sie.<\/p>\n<p>Seit 2008 haben die Taliban Bildungseinrichtungen in Khyber Pakhtunkhwa  und den angrenzenden Stammesgebieten unter Bundesverwaltung (FATA) im  Visier. \u00bbDiejenigen, die Englisch lernen und modernen Unterricht  erhalten, sind keine Muslime\u00ab, so Taliban-Sprecher Ihsanullah Ihsan.  \u00bbBildung f\u00fcr M\u00e4dchen ist im Islam nicht erlaubt, also werden die Taliban  diese Schulen nicht dulden.\u00ab<\/p>\n<p>Auf einige Schulen werden auch nach der Vertreibung der Taliban aus Swat  weiterhin Angriffe ver\u00fcbt. Dem Bildungsminister der Provinz, Sardar  Hussain Babak, zufolge w\u00fcrden f\u00fcr jede zerst\u00f6rte Schule hundert neue  gebaut. Die Regierung habe rund 460 Millionen Dollar bereitgestellt, um  in den n\u00e4chsten zwei Jahren die Bildung zu f\u00f6rdern. Der Unterricht f\u00fcr  M\u00e4dchen stehe dabei im Vordergrund, da sie unter den Taliban besonders  gelitten h\u00e4tten.<\/p>\n<p>Bislang wurden etwa 200 von den Taliban zerst\u00f6rte Schulen in Swat wieder  aufgebaut. Die \u00fcbrigen Sch\u00fcler werden in Zelten unterrichtet. Am 12.  Oktober blieben alle Schulen in der Provinz zum Zeichen der Solidarit\u00e4t  mit <span>Malala<\/span> geschlossen.<\/p>\n<p>Quelle: JungeWelt 16.10.2012<\/p><\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Nach dem Mordanschlag auf Malala Yousufzai in Pakistan: Junge Frauen wollen sich nicht einsch\u00fcchtern lassen Von Ashfaq Yusufzai, Peshawar (IPS)<\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1,5],"tags":[],"class_list":["post-2483","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-allgemein","category-arabischer-raum"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.friedensplattform.at\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/2483","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.friedensplattform.at\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.friedensplattform.at\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.friedensplattform.at\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.friedensplattform.at\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=2483"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.friedensplattform.at\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/2483\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.friedensplattform.at\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=2483"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.friedensplattform.at\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=2483"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.friedensplattform.at\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=2483"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}