{"id":2747,"date":"2013-01-07T22:02:10","date_gmt":"2013-01-07T20:02:10","guid":{"rendered":"http:\/\/www.luxorbis.org\/friedensplattform.at\/?p=2747"},"modified":"2013-01-07T22:02:10","modified_gmt":"2013-01-07T20:02:10","slug":"israel-ein-palaestinenserstaat-ist-undenkbar","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.friedensplattform.at\/?p=2747","title":{"rendered":"Israel: \u201eEin Pal&#228;stinenserstaat ist undenkbar\u201c"},"content":{"rendered":"<h3>04.01.2013 | 18:09 |\u00a0 \t\t \t\t   \t\tvon unserer Korrespondentin Susanne Knaul\u00a0(Die Presse)<\/h3>\n<h3><strong>Was  bisher kaum ein Politiker laut zu sagen gewagt hat, wird im Wahlkampf  pl\u00f6tzlich salonf\u00e4hig: die Ablehnung einer Zweistaatenl\u00f6sung.  Premier  Netanjahu bleibt seinem Angebot von Verhandlungen offiziell treu.<!--more--><\/strong><\/h3>\n<div id=\"articlefeatID\">\n<div><span> <\/span><span><a title=\"Artikel kommentieren\" href=\"http:\/\/diepresse.com\/home\/politik\/aussenpolitik\/1329277\/index.do#kommentar0\"><\/a> <\/span><\/div>\n<\/div>\n<p><strong>Jerusalem. <\/strong>Im  Zuge des israelischen Wahlkampfes lassen immer mehr Politiker verbal  ihre H\u00fcllen fallen. Was bis vor Kurzem niemand laut zu sagen gewagt hat,  wird pl\u00f6tzlich gesellschaftsf\u00e4hig: die Ablehnung einer  Zweistaatenl\u00f6sung. Man m\u00fcsse sich nur einmal eine Landkarte ansehen, um  zu verstehen, dass \u201eein weiterer Staat zwischen Israel und Jordanien  undenkbar ist\u201c, meinte Yair Schamir, Kandidat der rechtsnationalen  Partei Israel Beiteinu.<\/p>\n<p>Offiziell bleibt Premier Benjamin  Netanjahu seinem Angebot von Verhandlungen mit den Pal\u00e4stinensern treu,  doch in den Reihen der eigenen Partei denken viele anders als der Chef.  Diese Woche forderten Likud-Politiker erstmals die Annektierung des  Westjordanlandes. \u201eWir werden versuchen, so viel Land unter unsere  Kontrolle zu bringen wie jeweils m\u00f6glich\u201c, meinte Seew Elkin, der  Vorsitzende der Regierungskoalition. Ahmed Kurei, ehemals  pal\u00e4stinensischer Regierungschef, verurteilte die  Annektierungsvorschl\u00e4ge des Likud als extremistisch.<\/p>\n<p>Einer der  neuen Rechtsau\u00dfen- Politiker auf der Kandidatenliste des Likud ist  Mosche Feiglin. Er geh\u00f6rt zu den wenigen, die nicht nur vom Ende der  Zweistaatenl\u00f6sung predigen, sondern auch Ersatzmodelle parat halten.  Ginge es nach ihm, sollten auswanderungswillige Pal\u00e4stinenser belohnt  werden. Nicht weniger als eine halbe Million Dollar, schl\u00e4gt der  rechtsnationale Politiker vor, solle jede arabische Familie bekommen,  die das Westjordanland freiwillig verl\u00e4sst. Mit dem Transfer  pal\u00e4stinensischer Familien solle die j\u00fcdische Mehrheit im \u201evon Gott  versprochenen Eretz Israel\u201c sichergestellt sein, das aus Israel und den  Pal\u00e4stinensergebieten bestehen soll.<\/p>\n<h2>Ab 2016 mehr Pal\u00e4stinenser<\/h2>\n<p>Nach aktuellen Zahlen des pal\u00e4stinensischen Statistikb\u00fcros holt die  arabische Bev\u00f6lkerung auf. Noch h\u00e4lt die j\u00fcdische Bev\u00f6lkerung einen  Vorsprung von rund 200.000 Menschen, doch sp\u00e4testens 2016 soll ein  Gleichstand erreicht sein. Das Statistikamt rechnete aus, dass bei der  aktuellen Geburtenrate bis Ende des Jahrzehnts 7,2 Millionen  Pal\u00e4stinenser auf dem Gebiet zwischen Mittelmeer und Jordan leben  werden, gegen\u00fcber 6,9 Millionen Juden.<\/p>\n<p>Niemanden sollten die  demografischen Verschiebungen st\u00e4rker alarmieren als die Israelis,  findet PLO-Funktion\u00e4rin Hannan Aschrawi. Eine Einstaatenl\u00f6sung sei weder  f\u00fcr Israel noch f\u00fcr die Pal\u00e4stinenser w\u00fcnschenswert. \u201eWenn die  Entwicklungen andauern, werden wir am Ende die Mehrheit stellen, aber  wir geben Israel eine Chance wahrzunehmen, dass die Pal\u00e4stinenser einen  demokratischen Staat an ihrer Seite haben sollten.<\/p>\n<h2>Politstar der Nationalreligi\u00f6sen<\/h2>\n<p>Trotz der neuen radikalen Gesichter auf der Likud-Liste weht dem  B\u00fcndnis der Parteien Likud und Israel Beiteinu, die bei der Wahl in  knapp drei Wochen gemeinsam antreten, zus\u00e4tzlicher kalter Wind von  rechts entgegen. Naftali Bennett hei\u00dft der neue Politstar, der mit  seiner national-religi\u00f6sen Partei \u201eHaBait Hajehudi\u201c vor allem unter den  Siedlern gro\u00dfe Beliebtheit genie\u00dft. Auf 18 Mandate soll es Bennett nach  am Donnerstag im israelischen H\u00f6rfunk ver\u00f6ffentlichten Umfragen  schaffen. Damit z\u00f6ge er mit der Arbeitspartei gleich. \u201eIch habe nie  einen Hehl daraus gemacht, dass ich einen pal\u00e4stinensischen Staat in  unserem Land kategorisch ablehne\u201c, meinte der 40-j\u00e4hrige ehemalige  Hightech-Unternehmer.<\/p>\n<p>(&#8222;Die Presse&#8220;, Print-Ausgabe, 05.01.2013)<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>04.01.2013 | 18:09 |\u00a0 von unserer Korrespondentin Susanne Knaul\u00a0(Die Presse) Was bisher kaum ein Politiker laut zu sagen gewagt hat, wird im Wahlkampf pl\u00f6tzlich salonf\u00e4hig: die Ablehnung einer Zweistaatenl\u00f6sung. 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