{"id":2906,"date":"2013-02-03T21:21:22","date_gmt":"2013-02-03T19:21:22","guid":{"rendered":"http:\/\/www.luxorbis.org\/friedensplattform.at\/?p=2906"},"modified":"2013-02-03T21:21:22","modified_gmt":"2013-02-03T19:21:22","slug":"stopp-der-siedlungsaktivitaeten","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.friedensplattform.at\/?p=2906","title":{"rendered":"Stopp der Siedlungsaktivit&#228;ten"},"content":{"rendered":"<p><span id=\"hauptspalte\"><\/p>\n<div>\n<h4>Komission  des UN-Menschenrechtsrats fordert sofortiges Ende der  Besatzungspolitik. Die Regierung in Jerusalem verweigert Kooperation.<\/h4>\n<p><!--more--><span>von Andreas Zumach<\/span><\/p>\n<p><a title=\" DEBUG7: Artikel \/ Artikelinhalt \/ Bild vergr\u00f6\u00dfern\" href=\"http:\/\/www.taz.de\/uploads\/images\/684x342\/0554_dapd_Pala__stinenser.jpg\" target=\"fullImage\"><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.taz.de\/uploads\/images\/460x229\/0554_dapd_Pala__stinenser.jpg\" alt=\"\" \/><\/a>Rund 40 Palaestinenser haben im Dezember gegen den Besuch des israelischen Ministerpr\u00e4sidenten Benjamin Netanjahu protestiert.\u00a0 \t\t<span>Bild:\u00a0 \t\t\tdapd<\/span><\/p>\n<p>GENF<em> taz<\/em> | Israel  soll \u201eumgehend alle  Siedler aus den v\u00f6lkerrechtswidrig besetzten  pal\u00e4stinensischen Gebieten  abziehen und alle weiteren  Siedlungsaktivit\u00e4ten einstellen\u201c. Das  fordert eine Kommission  unabh\u00e4ngiger Expertinnen des  UNO-Menschenrechtsrates in Genf in einem am Donnerstag ver\u00f6ffentlichen  Bericht.<\/p>\n<p>Der Menschenrechtsrat hatte die  dreik\u00f6pfige Expertinnenkommission  unter Vorsitz der franz\u00f6sischen  V\u00f6lkerrechtlerin Christine Chanet im  M\u00e4rz 2012 mit der \u00dcberpr\u00fcfung der  israelischen Siedlungspolitik  beauftragt. Israel verweigerte jegliche  Kooperation mit der  UN-Kommission und entzog sich am Dienstag dieser  Woche als einziges der  193 UNO-Mitgliedsstaaten dem 2007 etablierten  und f\u00fcr alle Staaten  v\u00f6lkerrechtlich verbindlichen \u201eAllgemeinen  regelm\u00e4\u00dfigen  \u00dcberpr\u00fcfungsverfahren\u201c (UPR) durch den Menschenrechtsrat.<\/p>\n<div id=\"adition_zone_artikel_co\">\n<div>Anzeige<\/div>\n<\/div>\n<p>Die seit dem Nahostkrieg von 1967 anhaltende  Besatzungspolitik  Israels w\u00fcrde \u201ezahlreiche Menschenrechte der  Pal\u00e4stinenser andauernd und in vielf\u00e4ltiger Weise verletzen\u201c, hei\u00dft es  in dem Bericht. Mit dem  System abgeschlossener Wohngebiete allein f\u00fcr  Israelis auf  widerrechtlich besetzten Gebieten werde Pal\u00e4stinensern das  Recht auf  Selbstbestimmung verwehrt.<\/p>\n<p>Die Kommission wirft Israel auch vor,  Pal\u00e4stinenser aus ihren  angestammte Wohngegenden zu vertreiben: \u201eDie  Absicht hinter Gewalt und  Einsch\u00fcchterung gegen\u00fcber Pal\u00e4stinensern  besteht darin, die lokale  Bev\u00f6lkerung von ihrem Land zu vertreiben,  damit die Siedlungen  ausgeweitet werden k\u00f6nnen\u201c, erkl\u00e4rte  Kommissionsmitglied Unity Dow  (Botswana).<\/p>\n<p>Israel kritisierte den Bericht als  \u201ekontraproduktiv\u201c. Nur \u201edirekte  Verhandlungen ohne Vorbedingungen\u201c  k\u00f6nnten alle bestehenden Probleme  zwischen Israel und den  Pal\u00e4stinensern l\u00f6sen, einschlie\u00dflich des  Siedlungsproblems, erkl\u00e4rte  die israelische UN-Mission in Genf.<\/p>\n<h6>Artikel 49 der Genfer Konvention<\/h6>\n<p>Dieser  Position widersprach die Kommissionsvorsitzende Chanet  entschieden und  erkl\u00e4rte \u201ein \u00dcbereinstimmung mit Artikel 49 der Genfer  Konvention\u201c m\u00fcsse \u201eIsrael alle Siedlungsaktivit\u00e4ten ohne Vorbedingungen  einstellen\u201c. Die  Siedlungspolitik sei verbunden mit der Vertreibung von  Menschen, wie sie in die Zust\u00e4ndigkeit des Internationalen  Strafgerichtshofes (IStGH) in  Den Haag falle, erkl\u00e4rte Chanet. Seit  Jahren mache sich Israel einer \u201esystematischen und allt\u00e4glichen  Diskriminierung des pal\u00e4stinensischen  Volkes\u201c schuldig.<\/p>\n<p>Das dritte Kommissionsmitglied, die  pakistanische V\u00f6lkerrechtlerin  Asma Jahangir, erkl\u00e4rte, der  Siedlungsbau im Westjordanland und  Ostjerusalem schr\u00e4nke \u201edie  Selbstbestimmung der Pal\u00e4stinenser\u201c ein.  Dabei handele es sich um einen  Versto\u00df gegen humanit\u00e4res V\u00f6lkerrecht.  Der Bericht soll am 18. M\u00e4rz  den 47 Mitgliedern des Menschenrechtsrates  zur Beratung vorgelegt  werden.<\/p>\n<div>\n<div>Am Dienstag stand auf der Tagesordnung des  Rates die Anh\u00f6rung  israelischer Regierungsvertreter im Rahmen des  UPR-Verfahrens. Doch die  Regierungsvertreter erschienen nicht. Der  Boykott sorgte f\u00fcr einen Eklat und f\u00fcr zahlreiche kritische Kommentare  auch von US-amerikanischen und  europ\u00e4ischen UN-DiplomatInnen. Alle  anderen 192 UNO-Staaten haben sich  bislang ohne jede Einschr\u00e4nkung dem  \u00dcberpr\u00fcfungsverfahren unterworfen  und alle damit verbundenen  Verpflichtungen erf\u00fcllt.<\/div>\n<\/div>\n<div><a href=\"http:\/\/\"><br \/>\n<\/a><\/div>\n<div><a href=\"http:\/\/\">http:\/\/www.taz.de\/!110127\/<\/a><\/div>\n<\/div>\n<p><\/span><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Komission des UN-Menschenrechtsrats fordert sofortiges Ende der Besatzungspolitik. 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