{"id":2961,"date":"2013-04-09T11:14:51","date_gmt":"2013-04-09T09:14:51","guid":{"rendered":"http:\/\/www.luxorbis.org\/friedensplattform.at\/?p=2961"},"modified":"2015-12-21T19:26:15","modified_gmt":"2015-12-21T19:26:15","slug":"recherche-boykott-keren-hayesod","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.friedensplattform.at\/?p=2961","title":{"rendered":"Recherche  KEREN HAYESOD"},"content":{"rendered":"<p><!-- [if gte mso 9]><xml> <o:OfficeDocumentSettings> <o:AllowPNG \/> <o:TargetScreenSize>1024x768<\/o:TargetScreenSize> <\/o:OfficeDocumentSettings> <\/xml><![endif]--><\/p>\n<p><!-- [if gte mso 9]><xml> <w:WordDocument> <w:View>Normal<\/w:View> <w:Zoom>0<\/w:Zoom> <w:HyphenationZone>21<\/w:HyphenationZone> <w:PunctuationKerning \/> <w:ValidateAgainstSchemas \/> <w:SaveIfXMLInvalid>false<\/w:SaveIfXMLInvalid> <w:IgnoreMixedContent>false<\/w:IgnoreMixedContent> <w:AlwaysShowPlaceholderText>false<\/w:AlwaysShowPlaceholderText> <w:Compatibility> <w:BreakWrappedTables \/> <w:SnapToGridInCell \/> <w:WrapTextWithPunct \/> <w:UseAsianBreakRules \/> <w:DontGrowAutofit \/> <\/w:Compatibility> <\/w:WordDocument> <\/xml><![endif]--><!-- [if gte mso 9]><xml> <w:LatentStyles DefLockedState=\"false\" LatentStyleCount=\"156\"> <\/w:LatentStyles> <\/xml><![endif]--><!-- [if gte mso 10]> \n\n\n\n<style>\n \/* Style Definitions *\/\n table.MsoNormalTable\n\t{mso-style-name:\"Normale Tabelle\";\n\tmso-tstyle-rowband-size:0;\n\tmso-tstyle-colband-size:0;\n\tmso-style-noshow:yes;\n\tmso-style-parent:\"\";\n\tmso-padding-alt:0cm 5.4pt 0cm 5.4pt;\n\tmso-para-margin:0cm;\n\tmso-para-margin-bottom:.0001pt;\n\tmso-pagination:widow-orphan;\n\tfont-size:10.0pt;\n\tfont-family:\"Times New Roman\";\n\tmso-ansi-language:#0400;\n\tmso-fareast-language:#0400;\n\tmso-bidi-language:#0400;}\n<\/style>\n\n\n\n <![endif]--><\/p>\n<h2><strong>Keine Spenden f\u00fcr Israels Kolonialpolitik !<\/strong><\/h2>\n<p>KEREN HAYESOD<br \/>\n(Palestine Foundation Fond)<br \/>\nKeren Hayesod ist eine in Israel gesetzlich begr\u00fcndete Organisation mit deutlich j\u00fcdischnationalistischer<br \/>\nAusrichtung. Sie tritt in Europ\u00e4ischen Gro\u00dfst\u00e4dten als<br \/>\nspendensammelnde Organisation f\u00fcr wohlt\u00e4tige Zwecke auf.<!--more--> Auserlesene Personen aus<br \/>\nWirtschaft, Politik, Kultur und Wissenschaft werden zu sogenannten Magbit-Spendengalas<br \/>\nin noblen \u00d6rtlichkeiten eingeladen. In Graz\/\u00d6sterreich fand Ende April 2012 solch eine<br \/>\nGala im Grazer Congress statt. Die Steirische Friedensplattform hat dagegen protestiert,<br \/>\nals bekannt wurde, dass es sich bei diesem Event um eine Werbeveranstaltung f\u00fcr Israel<br \/>\nhandelt, die Geschichte und Situation der Pal\u00e4stinenserInnen vollst\u00e4ndig ausblendet.<br \/>\nIm Gegenteil wird auf diesen Veranstaltungen eine Karte von Israel pr\u00e4sentiert, die der<br \/>\nzionistischen Idee eines \u201eGro\u00df-Israel\u201c entspricht und nicht die geringste Andeutung von<br \/>\nden besetzen Gebieten, der Mauer oder gar einem pal\u00e4stinensischen Staat zul\u00e4sst.<br \/>\nAuf ihr erscheinen die seit 45 Jahren besetzten pal\u00e4stinensischen Gebiete als annektiert!<br \/>\nDie Projekte, f\u00fcr die der Fond die Spendentrommel r\u00fchrt, pr\u00e4sentieren sich als<br \/>\nF\u00f6rderungen f\u00fcr benachteiligte Gruppen der israelischen Jugend. Dass in der engsten<br \/>\nNachbarschaft Jugendliche mit Absicht von Bildung ferngehalten werden, ihre H\u00e4user<br \/>\nzerst\u00f6rt und Lebensgrundlagen ihrer Familien vernichtet werden, davon erf\u00e4hrt man<br \/>\nnichts. Als w\u00e4re es auf einem anderen Stern, dass gesch\u00e4tzte 7.000 pal\u00e4stinensische<br \/>\nKinder seit dem Jahr 2000 verhaftet und strafrechtlich von israelischen Milit\u00e4rgerichten<br \/>\nverfolgt wurden.<br \/>\nKeren Hayesod zielt darauf, mit der Sympathie f\u00fcr Israel als Zufluchtsort vieler Holocaust\u00dcberlebenden,<br \/>\ndie Situation der Pal\u00e4stinenserInnen unsichtbar zu machen. Damit bedient<br \/>\ner den alten, historischen Mythos des Zionismus ein \u201eEin Land ohne Volk f\u00fcr ein Volk ohne<br \/>\nLand\u201c zu schaffen. Die Verfolgung dieses Mythos hat ein System der Apartheid<br \/>\ngeschaffen. Ein koloniales System, in dem es Herrscher und Beherrschte, Unterdr\u00fccker<br \/>\nund Unterdr\u00fcckte gibt, in dem Krieg und Hass an der Tagesordnung stehen und Kr\u00e4fte das<br \/>\nDiktat \u00fcber die Gesellschaft aus\u00fcben, welche sich jeder Friedensl\u00f6sung, nein, jeder<br \/>\nFriedensann\u00e4herung widersetzen.<br \/>\nDie vertriebenen Pal\u00e4stinenserInnen in der Diaspora, in den Fl\u00fcchtlingslagern und die<br \/>\nAusgebombten in Gaza haben keine starke Stimme hier in Europa, keine<br \/>\nLobbyorganisationen, die unter wohlhabenden B\u00fcrgerInnen Spenden sammeln k\u00f6nnen.<br \/>\nDaher ist es unsere Aufgabe als FriedensaktivistInnen in Europa, angesichts dessen<br \/>\ngesamter kolonialer Vergangenheit und Gegenwart, die Stimme mit den Stimmlosen zu<br \/>\nerheben und zum Protest und Boykott dieser Organisation aufzurufen, die ihr<br \/>\ndiskriminierendes und friedensabgewandtes Geschichts- und Menschenbild unter einem<br \/>\nl\u00f6chrigen Mantel von Wohlt\u00e4tigkeit zu verstecken sucht.<br \/>\n2<br \/>\n\u201cIn Pal\u00e4stina schlagen wir<br \/>\nnoch nicht einmal vor, die<br \/>\nW\u00fcnsche der<br \/>\naugenblicklichen Bewohner<br \/>\nauch nur in Betracht zu<br \/>\nziehen\u2026Die vier<br \/>\nGro\u00dfm\u00e4chte sind dem<br \/>\nZionismus verpflichtet. Mag<br \/>\nder Zionismus richtig oder<br \/>\nfalsch, gut oder schlecht<br \/>\nsein, er ist verwurzelt in einer<br \/>\nlangen Tradition, in den<br \/>\naugenblicklichen<br \/>\nNotwendigkeiten, in<br \/>\nzuk\u00fcnftigen Hoffungen, die<br \/>\nvon gr\u00f6\u00dferer Wichtigkeit sind<br \/>\nals die W\u00fcnsche und<br \/>\nNachteile von 700 000<br \/>\nArabern, die zur Zeit in<br \/>\ndiesem historischen Land<br \/>\nleben.\u201c<br \/>\nLord Balfour in einem<br \/>\nMemorandum vom 11.<br \/>\nAugust 1919.<br \/>\n(zit. in Watzal, S.20).<br \/>\nZionismus beruht auf drei Grundannahmen:<br \/>\n1. Die Juden sind ein Volk und nicht nur eine<br \/>\nReligionsgemeinschaft. Deshalb ist die<br \/>\nJudenfrage eine nationale Frage.<br \/>\n2. Der Antisemitismus und die daraus<br \/>\nresultierende Judenverfolgung stellen eine latente<br \/>\nGefahr f\u00fcr die Juden dar.<br \/>\n3. Pal\u00e4stina (Eretz Israel\/Gro\u00dfisrael) war und ist<br \/>\ndie Heimat des j\u00fcdischen Volkes (Watzal, S.16)<br \/>\nDie Gr\u00fcndung<br \/>\nKeren Hayesod (KH) ist der finanzielle<br \/>\nArm der World Zionist Organisation<br \/>\n(WZO). Er wurde in London im Juli 1920<br \/>\ngegr\u00fcndet.<br \/>\nDort ging es darum, wie die WZO ihre<br \/>\nArbeit in Pal\u00e4stina finanzieren sollte, um<br \/>\ndie nach dem Ersten Weltkrieg erreichten<br \/>\npolitischen Ziele umzusetzen.<br \/>\nDer Erste Weltkrieg brachte das Ende des<br \/>\nOsmanischen Reiches mit sich, welches bislang die Oberhoheit \u00fcber Pal\u00e4stina innehatte.<br \/>\nNun kam es unter britische Besatzung.<br \/>\nInnerhalb des Keren Hayesod gab es Vorschl\u00e4ge von zwei Gruppen: Eine favorisierte die<br \/>\nGr\u00fcndung einer Firma entlang von Bankrichtlinien und wollte Unternehmungen nur auf<br \/>\nGesch\u00e4ftsbasis durchf\u00fchren. Die andere Gruppe wollte den Pionier-Charakter der<br \/>\nzionistischen Idee erhalten und zwar \u00fcber Mobilisierung der j\u00fcdischen Massen durch<br \/>\nSpendenaufrufe und \u2013Sammlungen.<br \/>\n(Encyclopaedia Judaica, 2008)<br \/>\nDie Konferenz bef\u00fcrwortete eine Kombination aus beiden<br \/>\nIdeen. So wurde der Keren Hayesod geschaffen, als ein<br \/>\nSpendensammel-Fonds, der sich an Zionisten als auch<br \/>\nNicht-Zionisten richtete, um auf einer nonprofit-Basis<br \/>\nEinwanderung und Kolonisierung in Pal\u00e4stina zu<br \/>\nfinanzieren. Damit sollten einerseits die Grundlagen zur<br \/>\nSchaffung einer nationalen j\u00fcdischen Heimst\u00e4tte gelegt<br \/>\nwerden und andererseits Unternehmensgr\u00fcndungen<br \/>\nbzw. Investitionen in enger Kooperation mit Privatkapital<br \/>\nbeg\u00fcnstigt werden.<br \/>\nAm 23. M\u00e4rz 1921 wurde Keren Hayesod als eine<br \/>\nbritische Gesellschaft mit beschr\u00e4nkter Haftung<br \/>\nregistriert. Ihre Mitgliederzahl war auf 50 begrenzt,<br \/>\nwelche allesamt inklusive Direktor des Fonds vom<br \/>\nVorstand der WZO ausgew\u00e4hlt wurden. (ebd.)<br \/>\nAuf der Pariser Friedenskonferenz 1922 legte die WZO<br \/>\neine Karte vor, die weit \u00fcber Pal\u00e4stina hinaus, mehr als<br \/>\ndas postulierte \u201eGro\u00dfisrael\u201c (1967 erobertes Gebiet der<br \/>\nWest Bank, Gaza-Streifen, Ost-Jerusalem und syrische<br \/>\nGolanh\u00f6hen) vorsah. (Flapan, S.26)<br \/>\nBis 1926 war der Sitz des Fonds in London.<br \/>\nDanach wurde er transferiert nach Jerusalem.<br \/>\n1929 wurde die erweiterte Jewish Agency for Palestine gegr\u00fcndet. Keren Hayesod blieb<br \/>\njedoch das Hauptinstrument zur Finanzierung des zionistischen Budgets.<br \/>\nVon 1925 an operierte der Fonds in USA unter dem Namen United Palestine Appeal \u2013 als<br \/>\nPartnerorganisation von KH und J\u00fcdischem Nationalfonds (JNF).<br \/>\nF\u00fcr alle anderen L\u00e4nder au\u00dfer USA blieb KH zust\u00e4ndig.<br \/>\n3<br \/>\nIn Israel selbst ist es ein gemeinsamer Fonds mit dem Jewish<br \/>\nNational Found (JNF), der Youth Aliyah und weiteren Fonds<br \/>\nzionistischer Parteien und anderer offizieller zionistischer<br \/>\nInstitutionen.<br \/>\n1956 wurde KH-Israel als KH-Gesetz von der Knesset angenommen.<br \/>\n(Encyclopaedia Judaica, 2008)<br \/>\nJNF-Spendensammelbox der<br \/>\n50er Jahre (jnf-machenschaften.de)<br \/>\nDie Gr\u00fcnder<br \/>\nUnter ihnen waren Chaim Weizmann, Vladimir Jabotinsky, Shelomoh Kaplansky und<br \/>\nandere. Sie vertraten verschiedene Richtungen innerhalb des Zionismus. Allen<br \/>\ngemeinsam war das unbedingte Festhalten an der zionistischen Grundidee, dass \u201eder<br \/>\nj\u00fcdisch Staat so j\u00fcdisch sein muss, wie England englisch\u201c, &#8211; wie der sich moderat gebende<br \/>\nChaim Weizmann postulierte. (Watzal, S.21)<br \/>\nJabotinsky, der auch Direktor f\u00fcr Propaganda im KH war, wollte einen j\u00fcdischen Staat zu<br \/>\nbeiden Seiten des Jordan. Dieser Staat musste unbedingt \u00fcber milit\u00e4rische Macht<br \/>\nverf\u00fcgen, mittels derer seine Kolonisierung und Sicherung durchgef\u00fchrt werden sollte.<br \/>\nEine Ann\u00e4herung zwischen AraberInnen und J\u00fcdInnen war f\u00fcr ihn eine \u201eorganische und<br \/>\ngeschichtliche Unm\u00f6glichkeit\u201c. Der unvermeidliche Konflikt k\u00f6nne nur durch den Bau einer<br \/>\n\u201eeisernen Mauer\u201c gel\u00f6st werden. Davor sei der<br \/>\n\u201eTransfer\u201c durchzuf\u00fchren, &#8211; ein besch\u00f6nigender<br \/>\nBegriff f\u00fcr die Vertreibung der pal\u00e4stinensischen<br \/>\nBev\u00f6lkerung. (Flapan, S.27,32,55).<br \/>\nJabotinsky war auch Mitgr\u00fcnder der paramilit\u00e4rischen<br \/>\nHaganah und ein Bewunderer Mussolinis.<br \/>\n(palestineremembered\/Story640)<br \/>\nJaffa zwischen 1898 und 1914<br \/>\n(palestineremembered\/Story414)<br \/>\nFinanzierung von Vertreibung, Ethnischer S\u00e4uberung und Kolonialisierung<br \/>\nJ\u00fcdische Siedlungsorganisationen waren schon zur Osmanischen Zeit aktiv. Sie erwarben<br \/>\nimmer mehr L\u00e4ndereien von osmanischen bzw. arabischen Gro\u00dfgrundbesitzern und<br \/>\nverjagten die seit Generationen dort ans\u00e4ssigen arabischen P\u00e4chter. In den 1920er<br \/>\nJahren begann die zielgerichtete Diskriminierung der Pal\u00e4stinenserInnen: Sie durften nicht<br \/>\nauf j\u00fcdischen L\u00e4ndereien arbeiten, j\u00fcdisch dominierten Gewerkschaften nicht beitreten,<br \/>\nvon Juden kein Land erwerben.<br \/>\nBis 1948 hatte Keren Hayesod die Ansiedelung und den Ausbau von 257 Siedlungen,<br \/>\nKibbuzim und Moschawim mitfinanziert. Seit 1921 bis heute wird von 820 D\u00f6rfern und<br \/>\nSt\u00e4dten gesprochen.<br \/>\n(Encyclopaedia Judaica, 2008)<br \/>\nDie F\u00f6rderung der Einwanderung von J\u00fcdInnen z\u00e4hlte zu den wichtigsten Strategien<br \/>\nzionistischer Kolonisation. Der ottomanische Zensus \u00fcberliefert, dass Pal\u00e4stina im sp\u00e4ten<br \/>\n19. und fr\u00fchen 20. Jahrhundert fl\u00e4chendeckend bewohnt war, vor allem in den l\u00e4ndlichen<br \/>\n4<br \/>\nGebieten, da die Mehrheit der Bev\u00f6lkerung von der Landwirtschaft lebte. Die j\u00fcdische<br \/>\nBev\u00f6lkerung in Pal\u00e4stina lag unter 8% der weit mehrheitlichen pal\u00e4stinensisch-arabischen<br \/>\nGesamtbev\u00f6lkerung.<br \/>\n(palestineremembered\/Story414)<br \/>\nDie Aufforderungen der WZO zur Einwanderung leisteten J\u00fcdInnen vor 1922 nur<br \/>\nungen\u00fcgend Folge. Das \u00e4nderte sich 1922 infolge der Balfour-Deklaration.<br \/>\nDie durch den zunehmenden Antisemitismus immer lebensbedrohlicher werdende<br \/>\nSituation f\u00fcr Juden und J\u00fcdinnen in Europa und erst recht die Macht\u00fcbernahme des<br \/>\nNationalsozialismus nach 1933 in Deutschland, veranlasste viele zur Auswanderung nach<br \/>\nUSA oder Pal\u00e4stina. W\u00e4hrend der \u201ef\u00fcnften Alia\u201c (f\u00fcnfte Einwanderung) wanderten ca.<br \/>\n200.000 J\u00fcdInnen nach Pal\u00e4stina ein, das waren mehr als in den gesamten 40 Jahren<br \/>\ndavor.<br \/>\nVon 1922 bis 1936 wuchs die Zahl der j\u00fcdischen SiedlerInnen von 86000 (11% der<br \/>\nGesamtbev\u00f6lkerung) auf 400 000 (30%). (Flapan, S.30)<br \/>\nDieses Wachstum in Verbindung mit immer brutalerer milit\u00e4rischer Repression durch<br \/>\nzionistische Paramililt\u00e4rs veranlasste die Pal\u00e4stinenserInnen 1936 zu Generalstreik und<br \/>\ndreij\u00e4hrigem Aufstand.<br \/>\nKH\u2013Quellen berichten f\u00fcr die Zeit von 1920 bis 1948 von<br \/>\n487.000 Einwanderern. 143.000.000 $ wurden gesammelt,<br \/>\n70% davon kamen aus den USA, 30% von anderen L\u00e4ndern.<br \/>\n(Encyclopaedia Judaica, 2008)<br \/>\nDer k\u00e4ufliche Erwerb von Land aus dem Besitz der<br \/>\nPal\u00e4stinenserInnen gelang aber kaum noch. So waren zum<br \/>\nZeitpunkt des Teilungsbeschlusses im November 1947,<br \/>\nals die UNO 55 Prozent Pal\u00e4stinas dem zuk\u00fcnftigen<br \/>\nj\u00fcdischen Staat zusprach, tats\u00e4chlich erst 7% in<br \/>\nj\u00fcdischem Besitz.<br \/>\nZwischen 1947 und 1949 wurden in der NAKBA, der<br \/>\n\u201egro\u00dfen Katastrophe\u201c f\u00fcr die Pal\u00e4stinenserInnen nahezu<br \/>\n800 000 Menschen gezielt vertrieben, unter Begehung<br \/>\nschlimmster Menschenrechtsverletzungen durch israelische<br \/>\nMilit\u00e4rs.<br \/>\nWeitere 350 000 mussten mit dem Krieg von 1967 fl\u00fcchten.<br \/>\nDie zu vergr\u00f6\u00dfernde Karte<br \/>\nzeigt Pal\u00e4stina im Jahr 1944<br \/>\n(palestineremembered\/Story 582)<br \/>\n1967 war ein sehr eintr\u00e4gliches Jahr f\u00fcr den Fonds. Schon bevor der \u201eSechs-Tage-Krieg\u201c<br \/>\nbegann, startete KH eine \u201eDringlichkeits-Kampagne\u201c. Das normale Jahreseinkommen<br \/>\nerh\u00f6hte sich um das 12-fache: von 15 Mio.$ 1966 auf 150 Mio.$ in 1967. Die Zahl der<br \/>\nSpendengeberInnen erh\u00f6hte sich von 200.000 auf 400.000.<br \/>\nEin zweiter H\u00f6hepunkt an Geldern und Spenden konnte 1990\/91 mit dem Golfkrieg und<br \/>\nden Scud-Raketen-Beschuss Saddam Husseins erzielt werden: eine Viertel Milliarde<br \/>\nDollar. Die davon an die Jewish Agency transferierten 201 Millionen dienten der<br \/>\nZuwanderung und Aufnahme j\u00fcdischer EinwanderInnen, vor allem aus Russland.<br \/>\n5<br \/>\nZudem konnten zehntausende Freiwilliger rekrutiert werden, die von KH-TrainerInnen in<br \/>\nJerusalem und weltweit f\u00fcr Sammlungen und Unterst\u00fctzung Israels ausgebildet wurden.<br \/>\n(Encyclopaedia Judaica, 2008)<br \/>\n90 000 Pal\u00e4stinenserInnen wurden zwischen 1967 und 1993 gewaltsam durch die<br \/>\nisraelische Armee deportiert.<br \/>\nMilit\u00e4rische Attacken auf Fl\u00fcchtlingslager und pal\u00e4stinensische D\u00f6rfer, gezielte T\u00f6tungen,<br \/>\nwillk\u00fcrlicher Abriss von H\u00e4usern, Zerst\u00f6rung der Lebensgrundlagen durch Abholzung<br \/>\nganzer Olivenbaumhaine und durch kontinuierlich beschleunigten Siedlungsbau,<br \/>\nBeschlagnahmung von Land, keine Verl\u00e4ngerung von Aufenthaltsgenehmigungen,<br \/>\nrechtliche, physische und psychische Schikanen ohne Ende setzten die Vertreibung fort.<br \/>\nAb 1993 und seit dem Oslo-Abkommen zwischen Israel und der PLO, sowie dem<br \/>\nisraelisch-jordanischen Friedensabkommen gingen die Einnahmen von Keren Hayesod<br \/>\nrapide zur\u00fcck. KH f\u00fchrt das zur\u00fcck auf den Eindruck in der Welt, dass Israel jetzt auf dem<br \/>\nPfad des Friedens angekommen sei und keine weiteren Spenden mehr n\u00f6tig h\u00e4tte.<br \/>\n(Encyclopaedia Judaica, 2008)<br \/>\nIn diesem Kontext wurden Stimmen aus der j\u00fcdischen Diaspora laut, die f\u00fcr Investitionen<br \/>\nder Gelder in ihren jeweiligen L\u00e4ndern pl\u00e4dierten. Ein Spendenaufkommen von 65-75.000<br \/>\nDollar im Jahr zeigte zudem ein schwindendes Spendeninteresse. Daher begann sich KH<br \/>\nnach zus\u00e4tzlichen Einkommensquellen umzusehen und fand sie wieder in den<br \/>\nTestamenten und Verm\u00e4chtnissen. Heute legt KH den offiziellen Schwerpunkt auf<br \/>\nF\u00f6rderung von Jugendprojekten, die \u00fcber erzieherische, motivierende und inspirierende<br \/>\nMa\u00dfnahmen Reisen nach<br \/>\nIsrael und zu j\u00fcdischen Gemeinschaften in<br \/>\nder ehemaligen Sowjetunion durchf\u00fchren.<br \/>\n(ebd.)<br \/>\nDie Pal\u00e4stinenserInnen repr\u00e4sentieren<br \/>\nheute mit zwei Drittel ihrer<br \/>\nGesamtbev\u00f6lkerung, die im Exil lebt, die<br \/>\n\u00e4lteste und gr\u00f6\u00dfte Fl\u00fcchtlingsgruppe auf<br \/>\nder ganzen Welt.<br \/>\nDer organisatorische Aufbau<br \/>\nDie Arbeit des Keren Hayesod Fonds basiert in erster Linie auf der Arbeit von Freiwilligen.<br \/>\nIn beinahe jedem Land mit j\u00fcdischer Bev\u00f6lkerung gibt es ein Zentralkomitee, das f\u00fcr<br \/>\nSpendensammlungen zust\u00e4ndig ist. Weitere Komitees gibt es in jeder Stadt mit gr\u00f6\u00dferer<br \/>\nj\u00fcdischer Gemeinschaft. Diese Komitees teilen sich in weitere Bereiche f\u00fcr Business,<br \/>\nHandel und Berufs- und Frauengruppen.<br \/>\nIn Belgien und in der Schweiz gibt es Zentralkomitees f\u00fcr jede Sprachgruppe in der<br \/>\nBev\u00f6lkerung. Der Direktor von KH ist f\u00fcr die Aktivit\u00e4ten in allen L\u00e4ndern au\u00dfer den USA<br \/>\nverantwortlich.<br \/>\nEs existieren Sektionen f\u00fcr Lateinamerika, die englischsprachigen L\u00e4nder, Europa und f\u00fcr<br \/>\nspezielle Projekte in Israel: Testamente und Verm\u00e4chtnisse, Information, G\u00e4steempfang,<br \/>\nAdministration und Finanzen. (Encyclopaedia Judaica, 2008)<br \/>\n6<br \/>\nILLEGALE SIEDLUNGEN<br \/>\nSeit der Besetzung der Westbank,<br \/>\ndes Gazastreifens und des Golans<br \/>\nim Jahre 1967, verfolgt Israel eine<br \/>\nPolitik des Landraubs und der<br \/>\nEnteignung in den besetzten<br \/>\nGebieten. Was seit 1948 in von den<br \/>\nZionisten besetzten Pal\u00e4stina<br \/>\ndurchgef\u00fchrt wurde, setzt sich ab<br \/>\n1967 auch in &#8222;Rest-Pal\u00e4stina&#8220; fort.<br \/>\nDie Vorgangsweise ist immer gleich:<br \/>\n1.) Beschlagnahmung<br \/>\npal\u00e4stinensischen Landes unter<br \/>\nl\u00e4cherlichen Vorw\u00e4nden. (zb:<br \/>\nSicherheitsrisiko, keine israelische<br \/>\nBesitzbescheinigung etc.<br \/>\n2.) Abz\u00e4unung des<br \/>\nbeschlagnahmten Landes und<br \/>\nZerst\u00f6rung der Geb\u00e4ude. Ab nun ist<br \/>\nes den pal\u00e4st. BesitzerInnen,<br \/>\nmeistens Bauern, verboten ihr Land<br \/>\nje wieder zu betreten.<br \/>\n3.)Errichtung der j\u00fcdischen Siedlung<br \/>\nmit Milit\u00e4rinfrastruktur und Stra\u00dfen,<br \/>\ndie ebenfalls nur f\u00fcr die j\u00fcdischen<br \/>\nSiedlerInnen reserviert sind.<br \/>\nDie rechtm\u00e4\u00dfigen Besitzer des<br \/>\nLandes werden in die<br \/>\nHoffnungslosigkeit vertrieben. Die<br \/>\nWestbank wird mit Hilfe dieser<br \/>\nMethode zerst\u00fcckelt und somit eine<br \/>\nR\u00fcckgabe der besetzten Gebiete<br \/>\nund somit eines fairen Friedens<br \/>\nverhindert. Unter keiner israelischen<br \/>\nRegierung kam es zu einem<br \/>\nSiedlungsbaustop. Das Prinzip der<br \/>\nillegalen Siedlungen ist<br \/>\nStaatsprinzip geworden. Nicht<br \/>\neinmal der Oslo-Friedensprozess<br \/>\nbrachte den Landraub zu stoppen.<br \/>\nAllein seit Oslo (1993) wurden<br \/>\n100.000 j\u00fcdische Siedler auf<br \/>\nenteigneten Boden angesiedelt.<br \/>\nDie Siedlungen sind nach<br \/>\ninternationalem Recht illegal.<br \/>\n(friedenf\u00fcrpal\u00e4stina.org)<br \/>\nWohin flie\u00dfen die Gelder von KH?<br \/>\nIn KH-Publikationen werden verschiedene israelische<br \/>\nUnternehmen als Geldempf\u00e4nger aufgelistet, darunter<br \/>\nsolche, die die illegale Siedlungspolitik (im Kasten<br \/>\nS.6) der israelischen Regierungen in den besetzten<br \/>\nGebieten vorantreiben.<br \/>\n\uf05f\uf020Mekorot Water Company<br \/>\n\uf05f\uf020Rassco (Rural and Suburban Settlement<br \/>\nCompany)<br \/>\n\uf05f\uf020Solel Boneh (Histradut\u2019s Bau- und<br \/>\nVertragsgesellschaft)<br \/>\nSolel Boneh liefert Konstruktionselemente f\u00fcr<br \/>\nCheckpoints und Bauteile f\u00fcr den Cross-Israel<br \/>\nHighway inklusive einer Mauer, die diese Strasse von<br \/>\nder pal\u00e4stinensischen Stadt Qalqiliya trennt und<br \/>\nsp\u00e4ter in den Sperrwall integriert wurde. Die Firma<br \/>\nbaute Wohnprojekte in illegalen Siedlungen in der<br \/>\nWest-Bank. Weiters betreibt sie eine Fabrik in der<br \/>\nN\u00e4he einer illegalen Siedlung. (whoprofits\/solel-boneh)<br \/>\n\uf05f\uf020Palestine Electric Corporation<br \/>\n\uf05f\uf020Palestine Potash Works<br \/>\n\uf05f\uf020Anglo Palestinan Bank (jetzt: Bank Leumi)<br \/>\nBank Leumi ist eine der gr\u00f6\u00dften Banken in Israel. Sie<br \/>\nstellt Mittel zur Finanzierung von Wohnprojekten in<br \/>\nSiedlungen in den besetzten Gebieten her. Sie gibt<br \/>\nKredite und Darlehen f\u00fcr israelische Unternehmen,<br \/>\ndie in den besetzten Gebieten agieren.<br \/>\nIn Jerusalem finanziert die Bank ein<br \/>\nStadtbahnprojekt, welches die illegalen Siedlungen<br \/>\nrund um Jerusalem mit dem Stadtzentrum verbinden.<br \/>\nDurch ihre Tochtergesellschaft Mortgage Bank, die<br \/>\nebenso Gelder aus KH erh\u00e4lt, bietet sie Hypotheken<br \/>\nf\u00fcr Immobilienk\u00e4ufer in den Siedlungen an. Mortgage<br \/>\nhat zum Beispiel an die illegale Siedlung Zufin durch<br \/>\nspezielle Angebote gef\u00f6rdert.<br \/>\nDie Banken haben Zweigstellen in folgenden<br \/>\nSiedlungen in der Westbank: Ma&#8217;ale Edomim, Oranit,<br \/>\nPisgat Ze&#8217;ev, Gilo, Kiryat Arba, und in Katzerin auf<br \/>\nden Golanh\u00f6hen sowie in den Siedlungen in<br \/>\nJerusalems Umgebung.<br \/>\nInternational vertreten ist Bank Leumi in Rum\u00e4nien,<br \/>\nUSA, S\u00fcd- und Zentralamerika, Schweiz, UK.<br \/>\n(whoprofits\/bank-leumi)<br \/>\n\uf05f\uf020Amidar Housing Cooperation<br \/>\n\uf05f\uf020Die Fluglinie ELAL<br \/>\n\uf05f\uf020Salzwerke am Toten Meer<br \/>\nDiese Salzwerke beliefern die Kosmetikindustrie<br \/>\nAhava, deren Fabrik in der Siedlung Mitzpe Shalem<br \/>\n7<br \/>\nBekannt ist Dimona in erster Linie wegen<br \/>\nseines Atomreaktors im Negev Nuclear<br \/>\nResearch Center, der 13 Kilometer<br \/>\ns\u00fcd\u00f6stlich entfernt mit franz\u00f6sischer Hilfe<br \/>\nerbaut wurde. Israel nannte das Nuclear<br \/>\nResearch Center jahrelang eine<br \/>\nTextilfabrik und hielt den wahren Zweck<br \/>\ngeheim. Israel hat nie offiziell best\u00e4tigt,<br \/>\ndass es im Besitz von Kernwaffen ist.<br \/>\nAllerdings wird allgemein davon<br \/>\nausgegangen, dass Israel Atomwaffen<br \/>\nbesitzt und in Dimona waffenf\u00e4higes<br \/>\nnukleares Material produziert wird.<br \/>\nSch\u00e4tzungen sprechen von 200<br \/>\nSprengk\u00f6pfen. Gest\u00fctzt wird diese<br \/>\nAnnahme unter anderem von den<br \/>\nAussagen Mordechai Vanunus, eines<br \/>\nfr\u00fcheren Technikers des Reaktors, der<br \/>\nwegen Detailaussagen zu Israels<br \/>\nAtomprogramm sowie wegen im Bereich<br \/>\ndes Reaktorkerns aufgenommener und in<br \/>\nGro\u00dfbritannien ver\u00f6ffentlichter Fotos eine<br \/>\nlangj\u00e4hrige Haftstrafe verb\u00fc\u00dfen musste.<br \/>\n(wikipedia\/Dimona)<br \/>\nSderot wurde 1951 auf dem Boden des pal\u00e4stinensischen<br \/>\nDorfes Nadschd (arabisch ___ , DMG Na\u01e7d) gegr\u00fcndet,<br \/>\ndessen Einwohner 1948 von der Hagana nach Gaza<br \/>\nvertrieben und das Dorf selbst vollkommen zerst\u00f6rt worden<br \/>\nwar. Die ehemaligen Bewohner und ihre Nachkommen<br \/>\nleben bis heute als Fl\u00fcchtlinge im Gazastreifen.<br \/>\n(wikipedia\/Sderot)<br \/>\nim besetzen Jordantal liegt. Ahava geh\u00f6rt dieser und der Siedlung Kalia. In Europa<br \/>\nverkauft die Firma ihre Produkte unter einem anderen Namen, aus dem der Firmensitz<br \/>\nnicht hervorgeht. Die Firma verwendet Schlamm, der in den besetzten Gebieten<br \/>\ngewonnen wird. Die Firma hat Gesch\u00e4fte in Ungarn, Deutschland, f\u00fcnf in Singapur und<br \/>\ndrei auf den Philippinen.<br \/>\n\uf05f\uf020Schifffahrtsgesellschaft ZIM<br \/>\n\uf05f\uf020Das Nationaltheater Habima<br \/>\ntritt in Siedlungen in den besetzten pal\u00e4stinensischen Gebieten auf und legitimiert damit<br \/>\ndie v\u00f6lkerrechtswidrige Politik Israels. Dass Kunst und Politik eng miteinander verkn\u00fcpft<br \/>\nsind, zeigt unter anderem der Umstand, dass israelische Kulturschaffende, die mit<br \/>\nisraelischer staatlicher Unterst\u00fctzung im Ausland auftreten, in der Regel einen Vertrag<br \/>\nunterschreiben, der die Zahlungen davon abh\u00e4ngig<br \/>\nmacht, sich den \u201eBrand Israel\u201c Zielen zu verschreiben.<br \/>\nDas Ziel der \u201eBrand Israel\u201c-Kampagne ist jedoch eine<br \/>\nbewusste Verharmlosung der israelischen Staatspolitik<br \/>\nsowie die Ablenkung von der Auswirkung dieser auf<br \/>\nPal\u00e4stinenserInnen. (bds-kampagne)<br \/>\nLassen sich mit in KH gesammelten Geldern Theater<br \/>\nin Europa kaufen, um Verharmlosung und<br \/>\nNormalisierung israelischer Apartheidpolitik zu<br \/>\nlegitimieren?<br \/>\nProtestierende gegen Habima<br \/>\nam Shakespeare\u2019s Globe Theatre in London<br \/>\n\uf05f\uf020die Philharmoniker<br \/>\n\uf05f\uf020Die St\u00e4dte Sderot und Dimona wurden als Gesamtes von KH- Darlehen finanziert<br \/>\nIsrael handelt nach einem Apartheid-System. Es<br \/>\nuntersagt den Pal\u00e4stinenserInnen die Benutzung<br \/>\nvieler Stra\u00dfen und errichtet eine j\u00fcdische Siedlung<br \/>\nnach der anderen auf pal\u00e4stinensischem Boden.<br \/>\nDurch die fortw\u00e4hrende Verfolgung zionistischer<br \/>\nZiele mit allen und milit\u00e4rischen Mitteln wurden die<br \/>\nFriedensverhandlungen von Oslo zum Scheitern<br \/>\ngebracht und jede M\u00f6glichkeit f\u00fcr eine gerechte 2-<br \/>\nStaatenl\u00f6sung sprichw\u00f6rtlich verbaut. Im Zuge der<br \/>\npermanenten<br \/>\nisraelischen<br \/>\nNeusiedlungen<br \/>\nund dem Bau<br \/>\nder 760 km<br \/>\nlangen Mauer<br \/>\n8<br \/>\nwerden t\u00e4glich pal\u00e4stinensische D\u00f6rfer und deren Lebensgrundlagen zerst\u00f6rt:<br \/>\nOlivenbaumhaine entwurzelt, Wasserreservoire trockengelegt, Felder und Weidefl\u00e4chen<br \/>\nunzug\u00e4nglich gemacht und schlie\u00dflich enteignet.<br \/>\nEs ist dieselbe Politik der ethnischen S\u00e4uberung seit 1948, denn israelische Regierende<br \/>\nwollen zwischen Mittelmeer und Jordan einen Staat mit mehrheitlich j\u00fcdischer<br \/>\nBev\u00f6lkerung. Die israelische Regierung negiert die Rechte der Pal\u00e4stinenserInnen. Sie<br \/>\ndem\u00fctigt sie und vollzieht an ihnen unz\u00e4hlige Schikanen, damit sie ihr Land aufgeben und<br \/>\nihre Heimat verlassen. Jeder Widerstand wird niedergeschlagen. Der Einsatz milit\u00e4rischer<br \/>\nGewalt gegen die pal\u00e4stinensische Zivilbev\u00f6lkerung ist Normalit\u00e4t.<br \/>\nInternationales Recht und Menschenrechte, das UN-Verbot des Siedlungsbaues z\u00e4hlen<br \/>\nf\u00fcr die israelische Regierung nicht.<br \/>\nIm Dezember 2012 hat der israelische Ministerpr\u00e4sident Netanjahu, einige Wochen nach<br \/>\nder wiederholten Bombardierung von Gaza durch die israelische Luftwaffe, den Bau<br \/>\ntausender Wohnungen f\u00fcr J\u00fcdInnen in und um Jerusalem mit den Worten kommentiert:<br \/>\n&#8222;Die Hauptstadt des j\u00fcdischen Volkes ist seit 3000 Jahren Jerusalem. Deshalb werde ich<br \/>\ndas auf die deutlichst m\u00f6gliche Art sagen: Die Klagemauer ist kein besetztes Gebiet und<br \/>\nes ist mir egal, was die UNO sagen wird&#8220;. Der Siedlungsbau im Westjordanland und in<br \/>\nOstjerusalem, wo auch die Klagemauer liegt, werde fortgesetzt.<br \/>\nDie Siedlungen Gilo und Ramat Schlomo liegen im 1967 eroberten Ostjerusalem.<br \/>\nAu\u00dferdem will Israel 3.000 Wohneinheiten im \u201eE-1\u201c genannten Bereich im Osten<br \/>\nJerusalems errichten. Damit wird der Bildung eines zusammenh\u00e4ngenden<br \/>\nPal\u00e4stinenserstaates im Westjordanland wortw\u00f6rtlich ein Siedlungsriegel vorgeschoben.<br \/>\nUNO-Generalsekret\u00e4r Ban Ki-moon und fast der gesamte Sicherheitsrat haben den<br \/>\nisraelischen Siedlungsbau in pal\u00e4stinensischen Gebieten scharf kritisiert und einen<br \/>\nsofortigen Stopp verlangt. Mit Ausnahme der USA verurteilten die Mitglieder des h\u00f6chsten<br \/>\nUNO-Gremiums die Bauma\u00dfnahmen Israels und warnten, diese gef\u00e4hrdeten eine Zwei-<br \/>\nStaaten-L\u00f6sung.<br \/>\nKeren Hayesod ist Teil der Propaganda und Finanzierung eines aggressiv agierenden<br \/>\nKolonialstaates, der sich jeder ernsthaften Friedensbem\u00fchung widersetzt.<br \/>\nWer<br \/>\nSpendensammlungen<br \/>\nvon Keren Hayesod<br \/>\nunterst\u00fctzt,<br \/>\nschreibt Unrecht und<br \/>\nVerbrechen<br \/>\ngegen\u00fcber den<br \/>\nPal\u00e4stinenserInnen<br \/>\nweiter fort.<br \/>\n9<br \/>\nQuellen:<br \/>\nbds-kampagne:<br \/>\nhttp:\/\/www.bds-kampagne.de\/articles\/2012\/07\/09\/wake-up&#8212;resist-israeli-apartheid\/, am 29.12.2012<br \/>\nEncyclopaedia Judaica, 2008:<br \/>\nhttp:\/\/www.jewishvirtuallibrary.org\/jsource\/judaica\/ejud_0002_0012_0_11046.html, am 27.12.2012<br \/>\nFlapan, 2005:<br \/>\nSimcha Flapan: Die Geburt Israels. Mythos und Wirtklichkeit. SEMITedition im Melzer Verlag, M\u00fcnchen 2005<br \/>\nfriedenf\u00fcrpal\u00e4stina.org:<br \/>\nhttp:\/\/www.friedenfuerpalaestina.org\/grundlagen\/siedlungen.htm, am 29.12.2012<br \/>\njnf-machenschaften.de:<br \/>\nhttp:\/\/jnf-machenschaften.de\/, am 29.12.2012<br \/>\nkerenhajessod.ch:<br \/>\nhttp:\/\/www.kerenhajessod.ch\/files\/kh-news\/kh-news-10-web.pdf, am 28.12.2012<br \/>\npalestineremembered\/Story414\/ Bild: http:\/\/www.palestineremembered.com\/Acre\/Palestine-<br \/>\nRemembered\/Story414.html, am 28.12.2012<br \/>\npalestineremembered\/Story 582\/ Karte:<br \/>\nhttp:\/\/www.palestineremembered.com\/Acre\/Maps\/Story582.html, am 28.12.2012<br \/>\npalestineremembered\/Story640:<br \/>\nhttp:\/\/www.palestineremembered.com\/Acre\/Famous-Zionist-Quotes\/Story640.html, am 28.12.2012<br \/>\nWatzal, 2001:<br \/>\nLudwig Watzal: Feinde des Friedens. Der endlose Konflikt zwischen Israel und den Pal\u00e4stinensern, Aufbau<br \/>\nTB-Verlag 2001<br \/>\nwhoprofits\/solel-boneh:<br \/>\nhttp:\/\/www.whoprofits.org\/company\/housing-and-construction-solel-boneh-infrastructures-formerly-solelboneh,<br \/>\nam 28.12.2012<br \/>\nwhoprofits\/bank-leumi:<br \/>\nhttp:\/\/www.whoprofits.org\/company\/bank-leumi<br \/>\nwikipedia\/Dimona:<br \/>\nhttp:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Dimona<br \/>\nwikipedia\/Sderot:<br \/>\nhttp:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Sderot<br \/>\nHerausgeberin:<br \/>\nVerfasserin: Helga Suleiman<br \/>\nGraz, M\u00e4rz 2013<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Keine Spenden f\u00fcr Israels Kolonialpolitik ! KEREN HAYESOD (Palestine Foundation Fond) Keren Hayesod ist eine in Israel gesetzlich begr\u00fcndete Organisation mit deutlich j\u00fcdischnationalistischer Ausrichtung. 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