{"id":306,"date":"2008-04-08T21:43:42","date_gmt":"2008-04-08T19:43:42","guid":{"rendered":"http:\/\/www.luxorbis.org\/friedensplattform.at\/?p=306"},"modified":"2008-04-08T21:43:42","modified_gmt":"2008-04-08T19:43:42","slug":"hinweis-25-internationalen-sommerakademie","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.friedensplattform.at\/?p=306","title":{"rendered":"Hinweis: 25. Internationale Sommerakademie"},"content":{"rendered":"<p>Sehr geehrte Damen und Herren,<\/p>\n<p>das \u00d6sterreichische  Studienzentrum f\u00fcr Frieden und Konfliktl\u00f6sung (\u00d6SFK) l\u00e4dt zur <strong>25.  Internationalen Sommerakademie<\/strong> zum Thema<\/p>\n<p align=\"center\"><big><strong><big>Globale Armutsbek\u00e4mpfung &#8211; ein Trojanisches  Pferd?<\/big><\/strong><br \/>\n<strong><big>Auswege aus der Armutssprirale oder westliche  Kriegsstrategien?<\/big><\/strong><\/big><br \/>\nvom<strong> <big>Sonntag, 6. Juli &#8211;  Freitag, 11. Juli 2008 <\/big><\/strong><br \/>\n<!--more--><br \/>\nauf die Burg Schlaining\/Burgenland.<\/p>\n<p><strong>Programm:<\/strong><\/p>\n<p>Sonntag, 6. Juli 2008<\/p>\n<p>15.00 Uhr:  Anreise und Anmeldung<br \/>\n18.00 Uhr: Begr\u00fc\u00dfung: Thomas Roithner (\u00d6SFK Wien) und  Gerald Mader (Pr\u00e4sident des \u00d6SFK)<br \/>\nEr\u00f6ffnung: Verena Dunst (Landesr\u00e4tin,  Burgenland)<\/p>\n<p>Festvortrag:<br \/>\n<strong>Wege aus der  Armut<br \/>\nEntwicklungsgeschichtliche und aktuelle Lehren<\/strong><br \/>\nDieter Senghaas  (Friedens- und Entwicklungsforscher, Universit\u00e4t Bremen)<\/p>\n<p>Empfang durch  die Burgenl\u00e4ndische Landesregierung<\/p>\n<p>Montag, 7. Juli 2008<\/p>\n<p>9.30  &#8211; 12.30 Uhr: <strong>Armut Macht Krieg<br \/>\nGlobale Armutsbek\u00e4mpfung in des Kaisers  neuen Kleidern<\/strong><br \/>\n* Parameter von Kriegen im 21. Jahrhundert oder die  Un\u00fcbersichtlichkeit sozialer Ordnungen unter Bedingungen von  Schattenglobalisierung und neoliberalem Chaos<br \/>\nPeter Lock  (Sozialwissenschafter, EART Hamburg)<br \/>\n* Armut schafft Kriege &#8211; nicht immer,  aber fast \u00fcberall<br \/>\nZum Zusammenhang zwischen Mangel und (bewaffneten)  Konflikten<br \/>\nAndreas Zumach (Journalist, UNO-Korrespondent,  Genf)<br \/>\nModeration: Johannes Marlovits (Journalist, ORF)<\/p>\n<p>15.00 &#8211; 18.00  Uhr: Workshops<\/p>\n<p>20.00 Uhr: Vortrag und Diskussion:<br \/>\n<strong>Die Kriege der  Armen mit den Waffen der Reichen<br \/>\nRegionale Konflikte und ihre globalen  Ursachen<\/strong><br \/>\nElmar Altvater (Politikwissenschafter, Freie Universit\u00e4t  Berlin)<br \/>\nModeration: Cornelia Krebs (Journalistin, ORF)<\/p>\n<p>Dienstag,  8. Juli 2008<\/p>\n<p>9.30 &#8211; 12.30 Uhr: <strong>Armut und reiche Kriegskasse.<br \/>\nDas  Armutszeugnis der globalen \u00d6konomie<\/strong><br \/>\n* Finanzm\u00e4rkte, Aggressivit\u00e4t und  Armut<br \/>\nJ\u00f6rg Huffschmid (Wirtschaftswissenschafter, Universit\u00e4t Bremen)<br \/>\n*  Armut, Ressourcen und Konfliktdynamik<br \/>\nClaudia Haydt (Soziologin und  Religionswissenschafterin, IMI T\u00fcbingen)<br \/>\nModeration: Ursula E. Gamauf  (\u00d6SFK)<\/p>\n<p>15.00 &#8211; 18.00 Uhr: Workshops<\/p>\n<p>20.00 Uhr: <strong>Globale  Armutsbek\u00e4mpfung &#8211; ein Trojanisches Pferd?<\/strong><br \/>\n<strong>Ein Gespr\u00e4ch \u00fcber  Alternativen und Ans\u00e4tze aktiver Friedenspolitik<\/strong><br \/>\nWolfgang Machreich  (Journalist, Die Furche) im Gespr\u00e4ch mit<br \/>\n<strong>Josef Hader<\/strong> (Kabarettist und  Schauspieler)<\/p>\n<p>Mittwoch, 9. Juli 2008<\/p>\n<p>9.30 &#8211; 12.30 Uhr:  <strong>Gescheiterte oder zum Scheitern gebrachte Staaten?<br \/>\nAns\u00e4tze, Irrwege und  Auswege von Staatlichkeit<\/strong><br \/>\n* Nation-Building als Strategie der  Konfliktbearbeitung<br \/>\nClaudia Derichs (Politikwissenschafterin, Universit\u00e4t  Hildesheim)<br \/>\n* Failing States in Afrika: interne und externe Ursachen f\u00fcr  Staatsversagen und Perspektiven f\u00fcr dessen \u00dcberwindung<br \/>\nRainer Tetzlaff  (Politikwissenschafter, Universit\u00e4t Hamburg)<br \/>\nModeration: Annette Scheiner  (Journalistin, ORF Weltjournal)<\/p>\n<p>15.00 &#8211; 18.00 Uhr: Workshops<\/p>\n<p>20.00  Uhr: Podiumsdiskussion: <strong>Die EU im Dienste der Armutsbek\u00e4mpfung: Zwischen  gr\u00f6\u00dfter Entwicklungshelferin und R\u00fcstungsexportweltmeisterin<\/strong><br \/>\n* Carola  Bielfeldt (Universit\u00e4t Innsbruck)<br \/>\n* Peter Hazdra (Landesverteidigungsakademie  Wien)<br \/>\n* Franz K\u00fcberl (Caritas \u00d6sterreich)<br \/>\n* Astrid Wein (Care  \u00d6sterreich)<br \/>\nModeration: Alexandra Elbling (EPU)<\/p>\n<p>Donnerstag, 10.  Juli 2008<\/p>\n<p>9.30 &#8211; 12.30 Uhr: <strong>Unbek\u00f6mmliche Gerichte vom globalen  Konfliktherd?<br \/>\nBeispiele vom Horn von Afrika und dem Mittleren und Nahen  Osten<\/strong><br \/>\n* Das Horn von Afrika: Gewaltkonflikte, Anti-Terror-Krieg<br \/>\nund  Friedensperspektiven in einer chronischen Krisenregion<br \/>\nVolker Matthies  (Universit\u00e4t Hamburg)<br \/>\n* Der Teufelskreis von Krieg, Armut, Unterentwicklung  und Diktatur<br \/>\nBeispiel Mittlerer und Naher Osten<br \/>\nMohssen Massarrat  (Universit\u00e4t Osnabr\u00fcck)<br \/>\nModeration: Gudrun Harrer (Journalistin, Der  Standard)<\/p>\n<p>15.00 &#8211; 18.00 Uhr: Workshops<\/p>\n<p>19.00  Uhr: Vorstellung des Friedenszentrums Burg Schlaining<\/p>\n<p>ab 20.00 Uhr:  Gro\u00dfes Burgfest im Hof der Burg Schlaining mit<br \/>\nVusa Mkhaya &#8211; &#8222;The Spirit Of  Ubuntu&#8220; (Zimbabwe)<\/p>\n<p>Freitag, 11. Juli 2008<\/p>\n<p>9.00 &#8211; 9.45 Uhr:  Friedensgottesdienst in der Burgkapelle mit Thomas Hennefeld  (Evangelisch-reformierte Kirche)<\/p>\n<p>10.00 &#8211; 13.00 Uhr: <strong>Wege aus Armut und  Krieg<br \/>\nWas kann die Zivilgesellschaft und die Staatenwelt tun?<\/strong><br \/>\n*  Herrschaft und Befreiung<br \/>\nGlobal Governance als Diskurs und Praxis  neoliberal-imperialer Ordnung<br \/>\nUlrich Brand (Politikwissenschafter,  Universit\u00e4t Wien)<br \/>\n* Rhetorik und Praxis von Global Governance angesichts der  globalen Herausforderungen von Armut und Unfrieden<br \/>\nFranz Nuscheler (Friedens-  und Entwicklungsforscher, Universit\u00e4t Duisburg-Essen)<br \/>\nModeration: Christa  Hager (Journalistin, derStandard.at)<\/p>\n<p>13.00 Uhr: Abreise der  TeilnehmerInnen<\/p>\n<p>Workshops:<br \/>\nDie Workshops finden parallel von  Montag bis Donnerstag jeweils von 15 &#8211; 18 Uhr statt.<\/p>\n<p>Workshop 1:  <strong>Integrativworkshop<\/strong><br \/>\nMit der Systemwende 1989\/91 schien eine  &#8222;Friedensdividende&#8220; greifbar nahe: Das Ende der jahrzehntelangen  Blockkonfrontation sollte Mittel freisetzen, die bislang f\u00fcr das ebenso  gef\u00e4hrliche wie verschwenderische Wettr\u00fcsten ausgegeben worden waren. Doch die  Tr\u00e4ume verflogen bald. Nicht nur nahmen die regionalen Kriege und B\u00fcrgerkriege  zu, nach einem zeitweisen R\u00fcckgang der weltweiten Milit\u00e4rausgaben &#8211; die vor  allem der Demilitarisierung ehemaliger Ostblockstaaten geschuldet war &#8211; stiegen  diese seit Ende der 90er Jahre wieder an und erreichen mittlerweile einen neuen  traurigen H\u00f6chststand.<\/p>\n<p>Gleichzeitig versch\u00e4rfen sich die globalen  \u00f6kologischen und sozialen Krisen &#8211; auch in der sog. &#8222;reichen Welt&#8220;, deren  Reichtum in immer bizarrerer Weise ungleich verteilt ist. Vor diesem Hintergrund  sind (fast) alle Bekenntnisse seitens der UNO und der EU, f\u00fcr mehr  Nachhaltigkeit, Entwicklung und soziale Gerechtigkeit einzutreten, solange  Makulatur, als nicht zugleich drastische Schritte zur Abr\u00fcstung und  Entmilitarisierung des Planeten ergriffen werden.<\/p>\n<p>Der Integrativworkshop  bietet die einzigartige Gelegenheit, die in den Vormittagsvortr\u00e4gen  angesprochenen Themen mit den Referentinnen und Referenten vertiefend zu  diskutieren.<\/p>\n<p>Leitung: Peter Strutynski (Universit\u00e4t Kassel, Friedensratschlag  Kassel)<\/p>\n<p>Workshop 2: <strong>Armut bek\u00e4mpfen &#8211; aber wie?<\/strong><br \/>\nDie  Bek\u00e4mpfung der Armut ist seit Jahrzehnten eine der gr\u00f6\u00dften Herausforderungen f\u00fcr  Regierungen und Nichtregierungsorganisationen, f\u00fcr die UNO und internationale  Institutionen wie die Weltbank. Bislang sind die meisten Anstrengungen  gescheitert. Trotz wirtschaftlicher Globalisierung durch verst\u00e4rkte  &#8222;Liberalisierung&#8220; des Welthandels seit Anfang der 90er Jahre, von der angeblich  &#8222;alle profitieren&#8220; sollten, ist die absolute Zahl der armen Menschen auf der  Erde seitdem nur unmerklich zur\u00fcckgegangen. Stattdessen wird die Schere zwischen  Arm und Reich wird immer gr\u00f6\u00dfer &#8211; sowohl global zwischen Nord und S\u00fcd wie  innerhalb der meisten L\u00e4nder des Nordens und des S\u00fcdens. Worin liegen die Gr\u00fcnde  f\u00fcr das Scheitern? Was w\u00e4ren die Voraussetzungen und notwendigen  Rahmenbedingungen f\u00fcr eine erfolgreiche und nachhaltige Armutsbek\u00e4mpfung? Sind  die Millenniumsziele der Vereinten Nationen die richtige Strategie? Und wie  k\u00f6nnen die UNO und Nichtregierungsorganisationen bei der Armutsbek\u00e4mpfung  konfliktsensitiv vorgehen?<\/p>\n<p>Dieser Workshop findet Montag bis Mittwoch  statt.<\/p>\n<p>Leitung: Andreas Zumach (Journalist, Genf)<\/p>\n<p>Workshop 3:  <strong>Krieg und Armut gewaltfrei \u00fcberwinden. Das Beispiel Kongo<\/strong><br \/>\nAnhand des  seit fast 20 Jahren andauernden gewaltfreien Kampfes der Groupe d&#8217;Action  Non-violente \u00c9vangelique (GANVE) in Lubumbashi\/DRK werden in diesem Workshop  wichtige Schritte zur \u00dcberwindung von Unrecht und Gewalt vorgestellt und  gemeinsam in Gruppenarbeiten und \u00dcbungen\/Rollenspielen bearbeitet:<br \/>\n1.  Hintergrund (Diktatur 1989) &#8211; Befreiung aus Angst und Unterwerfung und erste  kleinere gewaltfreie Aktionen<br \/>\n2. \u00dcberwindung von ethnischen Konflikten  (Absturz des Kupferpreises) und Hunger (gr\u00fcner G\u00fcrtel)<br \/>\n3. Kampf um Bezahlung  der LehrerInnen (Fraueninitiative) vor dem Problemhintergrund Analphabetismus  und Krieg<br \/>\n4. Verseuchung des Trinkwassers durch Bergbau und die Rolle der  internationalen Zusammenarbeit zur L\u00f6sung von Konflikten<\/p>\n<p>Die Teilnahme  ist auf 20 Personen beschr\u00e4nkt. Es entscheidet das Datum der  Anmeldung.<\/p>\n<p>Leitung: Hildegard Goss-Mayr, Pete H\u00e4mmerle (Internationaler  Vers\u00f6hnungsbund)<\/p>\n<p>Workshop 4: <strong>Gender &#8211; Armut &#8211; Konflikt. Eine  friedensp\u00e4dagogische Ann\u00e4herung<\/strong><br \/>\nAusgehend vom Menschen entstehen \u00fcberall  auf der ganzen Welt Konflikte aufgrund eines Mangels an bzw. der Nichterf\u00fcllung  eines oder mehrerer Grundbed\u00fcrfnisse. Armut &#8222;rei\u00dft&#8220; ein gro\u00dfes &#8222;Loch&#8220; in die  Erf\u00fcllung der Grundbed\u00fcrfnisse &#8211; jedoch: In welcher Weise sind Frauen, M\u00e4nner  und Kinder davon betroffen?<\/p>\n<p>Frauen und M\u00e4nner gehen mit Konflikten anders  um. Der Workshop hilft anhand verschiedener Methoden, \u00dcbungen und Techniken,  sich der eigenen &#8222;blinden Flecken&#8220; bewusst zu werden, das eigene  Deeskalationsverhalten zu professionalisieren und die eigene Konfliktf\u00e4higkeit  zu st\u00e4rken.<\/p>\n<p>Leitung: Silvia Mohnl und Manuela Urschik (Mediatorinnen,  Verein Vermittlungsexperten)<\/p>\n<p>Workshop 5: <strong>Humanit\u00e4re Organisationen  in Konfliktgebieten.<br \/>\nWiederkehrende und neue Herausforderungen aus Sicht des  Roten Kreuzes<\/strong><br \/>\nDie Komplexit\u00e4t der Hilfe in Konfliktgebieten stellt die  humanit\u00e4ren Organisationen vor massive Herausforderungen. Das Verh\u00e4ltnis von  Idealismus und Pragmatismus der Helfer wird durch ein hoch politisiertes,  unsicheres und von vielen Akteuren mit unterschiedlichen Agenden bev\u00f6lkertes  Umfeld st\u00e4ndig aufs Neue unter Druck gesetzt, und kurz- und langfristige  Wirkungen der Hilfe hinterfragt. Im Workshop werden &#8211; ausgehend von praktischer  Rotkreuz-Arbeit &#8211; gewollte und ungewollte Wirkungen der Arbeit der humanit\u00e4ren  Akteure diskutiert, insbesondere mit Blick auf die unterschiedlichen  Arbeitsweisen von Hilfsorganisationen in der Konfliktsituation, auf die  Grunds\u00e4tze humanit\u00e4rer Arbeit und auf den vieles dominierenden Aspekt der  Sicherheit f\u00fcr Bev\u00f6lkerung und Helfer.<\/p>\n<p>Leitung: Martina Schloffer (Rotes  Kreuz)<\/p>\n<p>Workshop 6: <strong>Armut &#8211; Reichtum &#8211; Krieg<\/strong><br \/>\nWas bef\u00f6rdert  Gewalt und Krieg? Sind es die Armen, die ihren Anteil fordern und erk\u00e4mpfen  wollen &#8211; oder sind es die Reichen, die ihre Privilegien verteidigen und sich  immer noch mehr Macht und Wohlstand sichern wollen?<\/p>\n<p>Der Workshop will  versuchen der Frage nachzugehen, weshalb in einer Welt, in der ein ungeheurer  Wohlstand angeh\u00e4uft ist, in der die Fortschritte der Bildung, der Medizin und  der Technik schwindelnde H\u00f6hen erreicht haben, zeitgleich Armut und Elend  zunehmen. Ist dieses strukturelle Gewaltverh\u00e4ltnis Grund f\u00fcr den Ausbruch  unterschiedlichster Formen der Gewalt? Leben wir in einem Gewaltverh\u00e4ltnis, das  auf seiner untersten Stufe brutalste Gewalt zum Selbstzweck werden  l\u00e4sst?<\/p>\n<p>Es soll der Versuch unternommen werden, dieses Gewaltverh\u00e4ltnis  nicht nur zu beschreiben und zu beklagen, sondern mittels gemeinsamer  Bearbeitung gesellschaftheoretischer Analysen und sicherheitspolitischer  Konzepte die Zusammenh\u00e4nge zu verstehen und Perspektiven f\u00fcr eine Ver\u00e4nderung zu  entwickeln.<\/p>\n<p>Leitung: Werner Ruf (Universit\u00e4t Kassel)<\/p>\n<p>Workshop  8: <strong>Krieg und Armut &#8211; Analysen und Perspektiven einer jungen  ForscherInnengeneration<\/strong><br \/>\nKriegerische Auseinandersetzungen haben oft  zahlreiche Auswirkungen auf die Verbreitung von Armut, sowie auch  Armutsverh\u00e4ltnisse h\u00e4ufig eine Ursache f\u00fcr Krieg sein k\u00f6nnen. Armut manifestiert  sich beispielsweise in der Schw\u00e4chung staatlicher Strukturen und in Form von  Fl\u00fcchtlingsstr\u00f6men, die durch gewaltsame Konflikte ausgel\u00f6st wurden. Oft  bereitet Armut auch den N\u00e4hrboden f\u00fcr die Verbreitung radikaler Ideologien.  W\u00e4hrend die Kluft zwischen Arm und Reich zunehmend auseinanderklafft, werden  diese Strukturen durch die &#8222;Terms of Trade&#8220; internationaler Organisationen wie  der Weltbank oder des IWF fortgeschrieben.<\/p>\n<p>In diesem Workshop soll  jungen NachwuchsforscherInnen die M\u00f6glichkeit geboten werden, ihre Ideen und  Theorien \u00fcber den Zusammenhang von Krieg und Armut im Zuge der Sommerakademie zu  pr\u00e4sentieren. Die Vortragenden profitieren hierbei nicht nur durch die  Diskussion ihrer Arbeiten in einem au\u00dferuniversit\u00e4ren Rahmen, dar\u00fcberhinaus wird  ihre Arbeit in Form einer Online-Publikation einer breiteren \u00d6ffentlichkeit  zug\u00e4nglich gemacht. N\u00e4here Informationen zur Ausschreibung der Themen (call for  papers), Inhalt und Methodik des Workshops sind unter folgendem Link abrufbar:  <a href=\"http:\/\/www.aspr.ac.at\/sak\/workshop8.htm\" class=\"moz-txt-link-freetext\">http:\/\/www.aspr.ac.at\/sak\/workshop8.htm<\/a><\/p>\n<p>Leitung:  Rita Glavitza, Georg Leitner<br \/>\n(StudentInnen der Kultur- und  Sozialanthropologie, Universit\u00e4t Wien)<\/p>\n<p>Gef\u00f6rdert vom Bundesministerium  f\u00fcr Wissenschaft und Forschung<\/p>\n<p><strong>Zum Thema<\/strong><br \/>\nDie Vereinten  Nationen und ihre 192 Mitgliedstaaten haben sich in ihren Millenniumszielen  darauf geeinigt, den Anteil der hungernden Menschen und jener, die von weniger  als einem US $ t\u00e4glich leben m\u00fcssen, bis ins Jahr 2015 auf die H\u00e4lfte zu  reduzieren. \u00dcber 50 % der Menschheit lebt heute von weniger als 2 US $ pro Tag.  Die Zwischenbilanzen zeigen, dass dies in weiten Teilen der Welt nicht erf\u00fcllt  werden kann. Auch die \u00f6konomischen Grenzen, unter denen ein Mensch als &#8222;absolut  arm&#8220; gilt, sind in Diskussion geraten. Der US-\u00d6konom Jeffrey Sachs hat  errechnet, dass der Welthunger mit dem dreifachen Jahresbonus der  Wall-Street-Banker auf 10 Jahre nachhaltig beseitigt werden  k\u00f6nnte.<\/p>\n<p>Schnee von gestern sind die Zeiten, in denen U2-Frontman Bono,  Bob Geldof oder ein breites Netzwerk von Nichtregierungsorganisationen die Rolle  als Ankl\u00e4ger von Politik und Wirtschaft in der \u00d6ffentlichkeit als Alleinanspruch  innehatten. &#8222;Der Krieg gegen den Terror ist mit dem Krieg gegen die Armut  verbunden&#8220;, t\u00f6nte auch General Colin Powell, ehemaliger US-Au\u00dfenminister und  seinerzeitige &#8222;Taube&#8220; in der Administration von George W. Bush. Zweifellos f\u00fchrt  Krieg f\u00fcr viele Menschen zu Armut. Wann, wo und warum f\u00fchrt Armut zu Krieg? Die  unterschiedlichen Formen und Auspr\u00e4gungen des &#8222;Krieges&#8220; stellen sowohl Milit\u00e4rs  wie auch die Friedens-, Konflikt- und Entwicklungsforschung vor enorme  Herausforderungen.<\/p>\n<p>Im Engagement gegen Armut setzt die westliche  Staatengemeinschaft auf &#8222;die Integration aller L\u00e4nder in die Weltwirtschaft&#8220;  (EU-Reformvertrag). Sowohl EU als auch USA erkennen in den Finanzinstitutionen  nicht zu hinterfragende Schl\u00fcsselinstitutionen der globalen Entwicklung. Der  einflussreiche US-Stratege Thomas Barnett hat dargelegt: &#8222;Verliert ein Land  gegen die Globalisierung oder weist es viele Globalisierungsschritte zur\u00fcck,  besteht eine ungleich gr\u00f6\u00dfere Chance, dass die Vereinigten Staaten irgendwann  Truppen dorthin entsenden werden.&#8220; Jean Ziegler, UN-Sonderberichterstatter f\u00fcr  das Recht auf Nahrung, ortet im gegenw\u00e4rtigen neoliberalen Weltwirtschaftssystem  das Epizentrum dieses Problems: &#8222;Im Imperium der Schande, das vom organisierten  Mangel regiert wird, ist der Krieg nicht mehr eine zeitweilige Erscheinung,  sondern permanent.&#8220;<\/p>\n<p>Die EU-Sicherheitsstrategie formuliert als  Einbahnstra\u00dfe, dass Sicherheit eine Vorbedingung f\u00fcr Entwicklung ist. Die  politische Wegstrecke von EU-Soldaten im Kongo, Sudan, Tschad oder am Horn von  Afrika im Sinne der &#8222;humanit\u00e4ren Hilfe&#8220;, der &#8222;Stabilisierung&#8220; oder des  US-amerikanisch gepr\u00e4gten Krieges gegen Terrorismus zur milit\u00e4rischen  Wahrnehmung von Rohstoffinteressen oder neokolonialen Begehrlichkeiten ist  mittlerweile sehr kurz geworden. Afrika wird zum Testgel\u00e4nde f\u00fcr EU-&#8222;battle  groups&#8220; und milit\u00e4risch gepr\u00e4gten Auslandseins\u00e4tzen. Der Weg zur Halbierung der  Armut gem\u00e4\u00df den UN-Zielen scheint den &#8222;Umweg&#8220; der Schaffung von  Sicherheitsapparaten und Staatlichkeit zu nehmen, manchmal auch aus den Mitteln  des Entwicklungsfonds. Die Grenzen zwischen &#8222;Nation Building&#8220; und  Imperialstrategien k\u00f6nnen leicht durchl\u00e4ssig werden. Eine &#8222;Versicherheitlichung&#8220;  der Entwicklungspolitik unter dem Leitbild westlicher Demokratie scheint ein  zentrales Modell im Umgang mit gescheiterten oder zum Scheitern gebrachten  Staaten zu sein. Dies mag so manchen Georg B\u00fcchners politische Flugschrift  umdeuten lassen: &#8222;Krieg den H\u00fctten, Friede den Pal\u00e4sten&#8220;.<\/p>\n<p>Die EU z\u00e4hlt in  der Entwicklungszusammenarbeit als gr\u00f6\u00dfter &#8222;global payer&#8220; und die Bem\u00fchungen  werden von einem sehr niedrigen Niveau &#8211; weit unter den vereinbarten 0,7 % des  BSP &#8211; intensiviert, ohne jedoch die Wirtschaftsbeziehungen in Grunds\u00e4tzen in  Frage zu stellen. Im Zuge der Herausbildung eines &#8222;global player&#8220; EU werden  nicht nur Auslandseins\u00e4tze zur Interessendurchsetzung, sondern auch die  R\u00fcstungsagentur Teil der Union, die f\u00fcr die Weiterf\u00fchrung des Trends sorgt, dass  die EU-Staaten seit 2005 mehr konventionelle Waffen verkauft haben als Russland  oder die USA.<\/p>\n<p>Zahlreiche alternative internationale, staatliche und  nichtstaatliche Ans\u00e4tze zur Armutsreduktion liegen vor. Sie schlie\u00dfen Aspekte  wie Geschlechtergerechtigkeit, \u00d6kologie, Menschenrechte,  Verteilungsgerechtigkeit, Migration oder neue Formen politischer Beteiligung und  Streitbeilegung sowie deren Erprobung in die Debatte ein. Wie und wo mit dem  gegenw\u00e4rtigen neoliberalen Wirtschaftssystem zu brechen ist, ist Gegenstand  dieser Diskussion &#8211; Zur Politik der Armutsbek\u00e4mpfung gibt es allerdings keine  Alternative.<\/p>\n<p>Thomas Roithner<\/p>\n<p><strong>Anreise<\/strong><\/p>\n<p>PKW: Wien  &#8211; Stadtschlaining: 120 km (S\u00fcdautobahn bis Pinggau\/Friedberg)<br \/>\nGraz &#8211;  Stadtschlaining: 100 km (S\u00fcdautobahn bis Lafnitztal,  Oberwart)<\/p>\n<p>Busverbindungen: Wien\/Graz &#8211; Stadtschlaining: Dr. Richard, <a href=\"http:\/\/www.richard.at\/\" class=\"moz-txt-link-freetext\">http:\/\/www.richard.at<\/a>, Tel. 01 &#8211; 33  1000<\/p>\n<p>Bahnverbindungen: <a href=\"http:\/\/www.oebb.at\/\" class=\"moz-txt-link-freetext\">http:\/\/www.oebb.at<\/a>, Tel. 05  1717<\/p>\n<p><strong>Gemeinsame An- und Abreise<\/strong><br \/>\nEs wird am Sonntag 6. Juli ein  gemeinsamer Bus von Wien direkt nach Stadtschlaining und am Freitag 11. Juli von  Stadtschlaining nach Wien organisiert. Der Fahrpreis betr\u00e4gt Euro 20,&#8211; und wird  im Bus eingehoben. Eine Anmeldung ist unbedingt erforderlich. Die Reisedaten  werden nach der fixen Anmeldung  bekanntgegeben.<\/p>\n<p><strong>Teilnahmekosten<\/strong><\/p>\n<p>Vormittagsvortr\u00e4ge,  Plenardiskussionen inkl. Workshops<br \/>\nEuro 50,&#8211; f\u00fcr die ganze Woche oder Euro  15,&#8211; pro Tag<\/p>\n<p>Preis f\u00fcr Studierende und Arbeitslose<br \/>\nEuro 25,&#8211; f\u00fcr die  ganze Woche oder Euro 8,&#8211; pro Tag<\/p>\n<p><strong>Erm\u00e4\u00dfigungen<\/strong><br \/>\nBei \u00dcberweisung  der TeilnehmerInnengeb\u00fchr bis zum 16. Juni auf das Konto des Friedensfonds  Schlaining verringern sich die Teilnahmekosten auf Euro 45,&#8211; f\u00fcr die ganze  Woche bzw. Euro 12,&#8211; pro Tag und f\u00fcr StudentInnen auf Euro 22,&#8211; f\u00fcr die ganze  Woche. Eine Anmeldung ist auch nach dem 16. Juni zu den normalen  Teilnahmetarifen m\u00f6glich.<\/p>\n<p>\u00dcberweisungen<br \/>\nKonto des \u00d6SFK, Raiffeisen  Oberwart BLZ 33125, Konto Nr. 212.936<br \/>\nAuslands\u00fcberweisungen: BIC  RLBBAT2E125, IBAN AT52 3312 5000 0021 2936<\/p>\n<p><strong>Anmeldung<\/strong><br \/>\nUm  organisatorisch disponieren zu k\u00f6nnen, bitten wir um eine schriftliche und  rechtzeitige Anmeldung per e-mail.<\/p>\n<p>W\u00e4hrend der Sommerakademie gibt  es eine Sachbuchausstellung zu den Themenbereichen Friedenspolitik und  nachhaltige Wirtschaft, die von Fritz Weber, \u00d6KO-TREFF in Lichtental, 1090 Wien,  betreut wird.<br \/>\nDer Friedensgottesdienst wird in Kooperation mit Alois  Reisenbichler (Betriebsseelsorge Herzogenburg) organisiert.<br \/>\nVom 4. &#8211; 6. Juli  2008 findet in Markt Allhau das Symposium &#8222;Wohlstand und Arbeit teilen&#8220; statt.  N\u00e4here Infos: <a href=\"http:\/\/www.nachhaltig.at\/symposium\" class=\"moz-txt-link-abbreviated\">www.nachhaltig.at\/symposium<\/a><\/p>\n<p><strong>Unterbringung<\/strong><\/p>\n<p>Hotel  Burg Schlaining, Tel. 033 55 &#8211; 2600<br \/>\nEinzelzimmer mit Fr\u00fchst\u00fcck: Euro  39,&#8211;<br \/>\nDoppelzimmer mit Fr\u00fchst\u00fcck: Euro 29,&#8211; pro Person<br \/>\n<a href=\"http:\/\/www.konferenzhotel.at\/\" class=\"moz-txt-link-freetext\">http:\/\/www.konferenzhotel.at<\/a><\/p>\n<p>Sonstige  Unterbringungsm\u00f6glichkeiten<br \/>\nGasthof Baier, Drumling, Tel. 03355 &#8211;  2480<br \/>\nFamilie Gl\u00f6sl, Stadtschlaining, Tel. 0664 &#8211; 4300 684<br \/>\nGIP  Gro\u00dfpeterdorf, <a href=\"http:\/\/www.gip.co.at\/\" class=\"moz-txt-link-freetext\">http:\/\/www.gip.co.at\/<\/a>, Tel. 03362 &#8211; 30  088<\/p>\n<p>F\u00fcr Ausk\u00fcnfte \u00fcber sonstige Unterk\u00fcnfte und entsprechende  Transferm\u00f6glichkeiten wenden Sie sich bitte an:<br \/>\nTourismusverband  Stadtschlaining: Tel. 03355 &#8211; 2201 &#8211; 30<\/p>\n<p><strong>Kostenlose  Unterbringung<\/strong><br \/>\nist mit Schlafsack ist im Turnsaal der Volksschule  Schlaining oder mit dem Zelt m\u00f6glich. Waschm\u00f6glichkeiten sind ebenfalls  kostenlos nutzbar.<\/p>\n<p><strong>Ausk\u00fcnfte, Anfragen und  Anmeldung<\/strong><\/p>\n<p>Heidi Pock am \u00d6SFK in Stadtschlaining<br \/>\nTel. ++43 (0) 3355  &#8211; 2498 &#8211; 502<br \/>\nFax ++43 (0) 3355 &#8211; 2662<br \/>\ne-mail: <a href=\"mailto:aspr@aspr.ac.at\" class=\"moz-txt-link-abbreviated\">aspr@aspr.ac.at<\/a><\/p>\n<p>Thomas Roithner im \u00d6SFK  B\u00fcro Wien<br \/>\nTel. ++43 (0) 1 &#8211; 79 69 959<br \/>\nFax ++43 (0) 1 &#8211; 79 65  711<br \/>\ne-mail: <a href=\"mailto:roithner@aspr.ac.at\" class=\"moz-txt-link-abbreviated\">roithner@aspr.ac.at<\/a><\/p>\n<p>Das  vollst\u00e4ndige Programm und zus\u00e4tzliche Hinweise finden sich unter <a href=\"http:\/\/www.aspr.ac.at\/sak.htm\" class=\"moz-txt-link-freetext\">http:\/\/www.aspr.ac.at\/sak.htm<\/a><\/p>\n<p>Mit  herzlichen Gr\u00fc\u00dfen<br \/>\nThomas Roithner<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Sehr geehrte Damen und Herren, das \u00d6sterreichische Studienzentrum f\u00fcr Frieden und Konfliktl\u00f6sung (\u00d6SFK) l\u00e4dt zur 25. 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