{"id":3171,"date":"2013-08-21T15:21:53","date_gmt":"2013-08-21T13:21:53","guid":{"rendered":"http:\/\/www.luxorbis.org\/friedensplattform.at\/?p=3171"},"modified":"2013-08-21T15:21:53","modified_gmt":"2013-08-21T13:21:53","slug":"experten-sollen-c-waffen-vorwuerfe-klaeren","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.friedensplattform.at\/?p=3171","title":{"rendered":"Experten sollen C-Waffen-Vorw&#252;rfe kl&#228;ren"},"content":{"rendered":"<h2><\/h2>\n<h2>UNO-Team beginnt Untersuchung in Syrien \/ Schwerpunkt ist die Stadt Chan al-Assal<\/h2>\n<p>Angesichts zahlreicher Vorw\u00fcrfe zum Einsatz von Chemiewaffen im  syrischen B\u00fcrgerkrieg<!--more--> haben die Vereinten Nationen nun ein Expertenteam  in das Land entsandt.<\/p>\n<p>Die Inspekteure unter Leitung des Schweden Ake Sellstr\u00f6m sollen drei  Orte besuchen, an denen chemische Kampfstoffe eingesetzt worden sein  sollen. Regierung und Rebellen werfen sich gegenseitig vor, davon  Gebrauch gemacht zu haben.<\/p>\n<p>Die Inspekteure wollen insbesondere dem Verdacht nachgehen, dass in der  umk\u00e4mpften Kleinstadt Chan al-Assal das hochgiftige Nervengas Sarin  eingesetzt wurde. Das Gift war 1938 von deutschen Chemikern der IG  Farben entdeckt worden. Es ist schon in einer Dosis von einem halben  Milligramm f\u00fcr einen Erwachsenen t\u00f6dlich. Gegenmittel wirken nur, wenn  sie sofort verabreicht werden.<\/p>\n<p>Der US-Milit\u00e4rgeheimdienst DIA behauptete wiederholt, dass Syriens  Chemiewaffenprogramm umfangreiche Nervengiftbest\u00e4nde umfasse, die auch  mit Flugzeugen oder Raketen eingesetzt werden k\u00f6nnten. Experten des  Monterey-Instituts aus den USA sch\u00e4tzen die Best\u00e4nde auf \u00bbHunderte  Tonnen\u00ab. Nach Angaben des franz\u00f6sischen Experten Olivier Lepick ist das  syrische Regierungsprogramm hoch entwickelt: Neben der Produktion von  Sarin sei auch die Herstellung von Senfgas und des Nervengases VX  gelungen.<\/p>\n<p>Syriens Chemiewaffenprogramm soll in den 1970er Jahren mit Hilfe  \u00c4gyptens und der Sowjetunion als Gegengewicht zu den israelischen  Atomwaffen angesto\u00dfen worden sein. Laut der unabh\u00e4ngigen Nuclear Threat  Initiative erhielt Syrien in den 90er Jahren von Russland und von 2005  an auch von Iran Unterst\u00fctzung bei der Entwicklung von Chemiewaffen.  Nach Informationen des Pariser Forschungsinstituts f\u00fcr strategische  Studien (IIES) verf\u00fcgt Syrien \u00fcber \u00bbdas gr\u00f6\u00dfte Chemiewaffenprogramm im  Nahen Osten\u00ab.<\/p>\n<p>Die Regierung in Damaskus stimmte erst nach langem Z\u00f6gern der  UN-Untersuchung zu. Zun\u00e4chst hatte sie verlangt, dass sich die  Untersuchung auf Chan al-Assal konzentriert, wo im M\u00e4rz bei einem  angeblichen Chemiewaffeneinsatz 26 Menschen, darunter 16 Soldaten,  get\u00f6tet worden waren. Die Opposition sicherte dagegen zu, dass die  Inspekteure freien Zugang zu Gebieten unter ihrer Kontrolle erhalten.  Sie sollen nun kl\u00e4ren, ob Chemiewaffen eingesetzt wurden \u2013 nicht, von  wem.<\/p>\n<p>Derweil hat die syrische Armee nach Angaben der staatlichen  Nachrichtenagentur Sana am Montag alle vor Kurzem von Rebellen  eingenommenen Stellungen in der westlichen K\u00fcstenprovinz Latakia  zur\u00fcckerobert.<\/p>\n<p><em>* Aus: neues deutschland, Dienstag, 20. August 2013<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>UNO-Team beginnt Untersuchung in Syrien \/ Schwerpunkt ist die Stadt Chan al-Assal Angesichts zahlreicher Vorw\u00fcrfe zum Einsatz von Chemiewaffen im syrischen B\u00fcrgerkrieg<\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[5],"tags":[],"class_list":["post-3171","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-arabischer-raum"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.friedensplattform.at\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/3171","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.friedensplattform.at\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.friedensplattform.at\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.friedensplattform.at\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.friedensplattform.at\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=3171"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.friedensplattform.at\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/3171\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.friedensplattform.at\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=3171"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.friedensplattform.at\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=3171"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.friedensplattform.at\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=3171"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}