{"id":3177,"date":"2013-08-28T21:56:54","date_gmt":"2013-08-28T19:56:54","guid":{"rendered":"http:\/\/www.luxorbis.org\/friedensplattform.at\/?p=3177"},"modified":"2013-08-28T21:56:54","modified_gmt":"2013-08-28T19:56:54","slug":"kriegsrhetorik-in-washington","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.friedensplattform.at\/?p=3177","title":{"rendered":"Kriegsrhetorik in Washington"},"content":{"rendered":"<h1><\/h1>\n<h2>USA bereiten Angriff gegen Syrien ohne UN-Mandat vor<\/h2>\n<p><strong>Von Olaf Standke *<\/strong><\/p>\n<p>Wie der US-Fernsehsender NBC am Dienstag berichtete, k\u00f6nnten die USA  bereits am Donnerstag mit Luftangriffen gegen Syrien beginnen. <!--more-->Laut  Pentagon-Chef Hagel k\u00f6nne man \u00bbsofort\u00ab losschlagen.<\/p>\n<p>W\u00e4hrend die UN-Chemiewaffenexperten am Dienstag die Untersuchung der  Giftgas-Vorw\u00fcrfe in Syrien aus Sicherheitsgr\u00fcnden um einen Tag  verschoben haben, k\u00fcndigte US-Au\u00dfenminister John Kerry Beweise f\u00fcr die  Verantwortung des Assad-Regimes an. Die F\u00fchrung in Damaskus gab den  Rebellen die Schuld an der Verz\u00f6gerung, sie \u00bbkonnten sich nicht einigen,  wer den Schutz des Teams garantieren soll\u00ab. Au\u00dfenminister Walid  al-Muallim bestritt die scharfen Vorw\u00fcrfe Kerrys, seine Regierung habe  die Untersuchung verz\u00f6gert, um ihre Spuren zu verschleiern, und forderte  die sofortige Vorlage der Beweise.<\/p>\n<p>Derweil treiben Washington und London die Pl\u00e4ne f\u00fcr eine  Milit\u00e4rintervention voran. \u00bbWir werden uns verteidigen\u00ab, k\u00fcndigte  Al-Muallim an \u2013 mit milit\u00e4rischen Mitteln, die die Welt \u00bb\u00fcberraschen\u00ab  w\u00fcrden. Es sei \u00bbkeine Kleinigkeit\u00ab, es mit Syrien aufzunehmen. Die USA  ziehen laut \u00bbWashington Post\u00ab vom Dienstag einen zeitlich und r\u00e4umlich  eng begrenzten Einsatz ihrer Armee in Betracht, der wohl nicht l\u00e4nger  als zwei Tage dauern d\u00fcrfte. Nach Informationen der \u00bbNew York Times\u00ab sei  ein Angriff mit Marschflugk\u00f6rpern von Kriegsschiffen im Mittelmeer oder  von Langstreckenbombern auf milit\u00e4rische Ziele denkbar, die nicht  direkt zu Syriens Chemiewaffen-Programm geh\u00f6rten. Wie die Athener  Zeitung \u00bbKathimerini\u00ab berichtete, h\u00e4tten die USA die Nutzung von zwei  St\u00fctzpunkten in S\u00fcdgriechenland und auf Kreta beantragt. Sie waren schon  bei der Intervention in Libyen von Kampfbombern genutzt worden.<\/p>\n<p>Allerdings gebe es laut \u00bbNew York Times\u00ab kaum Hoffnung auf ein  entsprechendes Mandat der Vereinten Nationen, da Syriens m\u00e4chtigster  Verb\u00fcndeter Russland ein Vetorecht im Weltsicherheitsrat hat. Pr\u00e4sident  Barack Obama hat schon im TV-Sender CNN \u00f6ffentlich \u00fcber einen US-Angriff  auf ein anderes Land ohne UN-Mandat nachgedacht. Moskau warnte jetzt  nachdr\u00fccklich vor einem solchen Milit\u00e4reinsatz und kritisierte scharf  die Absage Washingtons an einer gemeinsam geplanten  Syrien-Friedenskonferenz. Russland bef\u00fcrchtet \u00bbneues Leiden in Syrien\u00ab  und \u00bbkatastrophale Folgen f\u00fcr andere L\u00e4nder in Nahost und Nordafrika\u00ab.<\/p>\n<p>Trotzdem haben auch Gro\u00dfbritannien und die T\u00fcrkei die Bereitschaft  signalisiert, ohne UN-Auftrag milit\u00e4risch einzugreifen. Das britische  Parlament will in einer Sondersitzung am Donnerstag \u00fcber die Reaktion  auf den Giftgasangriff entscheiden. Es wird erwartet, dass sich auch  US-Pr\u00e4sident Obama die Zustimmung des Kongresses holt und sich vor einem  Angriff in einer Rede an die Weltgemeinschaft wendet. Bundeskanzlerin  Angela Merkel hielt die Entscheidung \u00fcber eine deutsche Beteiligung  weiter offen, doch zeigt man sich in Berlin gegen\u00fcber einem  milit\u00e4rischen Engagement grunds\u00e4tzlich skeptisch.<\/p>\n<p><em>* Aus: neues deutschland, Mittwoch, 28. August 2013<\/em><\/p>\n<h3>Die Obama-Doktrin<\/h3>\n<p><strong> Vorverurteilung statt Beweise<\/p>\n<p>Knut Mellenthin **<\/strong><\/p>\n<p>Es sei \u00bbunbestreitbar\u00ab, da\u00df hinter dem mutma\u00dflichen Giftgas-Angriff vom  vorigen Mittwoch die syrische Regierung steckt, verk\u00fcndete  US-Au\u00dfenminister John Kerry mit einer selbstsicheren Unfehlbarkeit, die  traditionell nur den P\u00e4psten zukommt, aber von diesen immer weniger in  Anspruch genommen wird. Wer an diesem Urteil zweifelt, m\u00fcsse sein  Gewissen und seinen moralischen Kompa\u00df \u00fcberpr\u00fcfen, setzte Kerry hinzu.  Indizien, geschweige denn Beweise, hat die US-Regierung bisher nicht  vorgelegt, wie Ru\u00dflands Pr\u00e4sident Wladimir Putin am Montag korrekt  feststellte.<\/p>\n<p>Washington will nun aber doch in den allern\u00e4chsten Tagen seine  Erkenntnisse der internationalen \u00d6ffentlichkeit mitteilen. Das behaupten  zumindest US-amerikanische Medien, die jedoch wie \u00fcblich ihre Quellen  nicht preisgeben wollen. Man darf zweifeln: Nicht nur an der angeblich  beabsichtigten Pr\u00e4sentation der Beweise, sondern auch an der  Schuldzuweisung, der sich inzwischen alle wichtigen westlichen  Regierungen mit Vorverurteilungen angeschlossen haben.<\/p>\n<p>Schon seit dem 18. August sind Inspekteure der UNO in Syrien, um  Berichte \u00fcber fr\u00fchere \u2013 in den Folgen sehr viel kleinere \u2013  Giftgasangriffe zu pr\u00fcfen. Ausgerechnet in einem solchen Moment massiv  chemische Waffen einzusetzen, macht nur Sinn, wenn man Vorw\u00e4nde f\u00fcr eine  westliche Milit\u00e4rintervention liefern will. Viele Staaten der Region  verf\u00fcgen \u00fcber die F\u00e4higkeit, solche Kampfstoffe zu produzieren. Um diese  mit wenigen Kurzstreckenraketen abzuschie\u00dfen, wie es in der vorigen  Woche am Rande von Damaskus geschah, ist nur eine Handvoll von  Geheimdienstleuten oder Terroristen erforderlich. Ihnen auf die Spur zu  kommen, d\u00fcrfte so gut wie unm\u00f6glich sein.<\/p>\n<p>Die Kriegsvorbereitungen der westlichen Allianz laufen auch ohne Vorlage  angeblicher Beweise schon seit Tagen auf Hochtouren. Zu welchen  Ergebnissen die UN-Inspektoren kommen, die seit Montag im Gebiet des  t\u00f6dlichen \u00dcberfalls t\u00e4tig sind, spielt von vornherein keine Rolle. Diese  Untersuchung komme \u00bbzu sp\u00e4t\u00ab, wischte Kerry am Montag alle Bedenken  beiseite. Pr\u00e4sident Barack Obama scheint, vielleicht befl\u00fcgelt durch  seinen Friedensnobelpreis, der Meinung zu sein, da\u00df er seine Kriege  weder gegen\u00fcber der eigenen Bev\u00f6lkerung noch vor der internationalen  \u00d6ffentlichkeit rechtfertigen mu\u00df. Die Nutzanwendung dieser Doktrin, die  man getrost nach Obama benennen sollte, liegt auch f\u00fcr das weitere  Vorgehen gegen den Iran auf der Hand.<\/p>\n<p>Mit dem geplanten Krieg gegen Syrien wollen die M\u00e4chtigen der USA auch  Ru\u00dfland dem\u00fctigen. Ihm soll seine eingeschr\u00e4nkte Rolle in der  Weltpolitik und die Begrenztheit seiner Optionen drastisch vor Augen  gef\u00fchrt werden. Moskau ist, das gab Obama schon vor einigen Wochen offen  bekannt, f\u00fcr die USA zu einem weitgehend entbehrlichen Faktor geworden.  Mit der syrischen F\u00fchrung will der Westen nun einen der letzten  verbliebenen Verb\u00fcndeten Ru\u00dflands liquidieren.<\/p>\n<p><em>** Aus: junge Welt, Mittwoch, 28. August 2013 (Kommentar)<\/em><\/p>\n<h3>Rufe nach Bestrafung von Assad<\/h3>\n<p><strong> Bundespolitiker f\u00fcr Konsequenzen ***<\/strong><\/p>\n<p>Partei\u00fcbergreifend verurteilen deutsche Bundespolitiker die mutma\u00dflichen  Giftgasangriffe in Syrien. Zunehmend mehren sich auch die Stimmen, die  ein milit\u00e4risches Eingreifen bef\u00fcrworten.<\/p>\n<p>Der Gr\u00fcnen-Vorsitzende Cem \u00d6zdemir hat ebenso wie die Bundesregierung  \u00bbKonsequenzen\u00ab der internationalen Gemeinschaft verlangt, falls der  Einsatz von Chemiewaffen in Syrien bewiesen wird. \u00bbWenn tats\u00e4chlich  Giftgas \u2013 eine Massenvernichtungswaffe \u2013 eingesetzt wurde, dann muss das  Konsequenzen haben\u00ab, sagte \u00d6zdemir gestern der dpa. Die Welt d\u00fcrfe  nicht tatenlos zusehen, wenn Menschenrechte massiv verletzt w\u00fcrden,  meint er.<\/p>\n<p>Der CDU-Au\u00dfenexperte Ruprecht Polenz mahnte zur Besonnenheit und  forderte die Staatengemeinschaft auf, zun\u00e4chst den Bericht der  UN-Inspekteure zu den Giftgasvorw\u00fcrfen abzuwarten, bevor sie weitere  Schritte gegen die syrische F\u00fchrung unter Baschar al-Assad unternehme.  Sollte Assad aber f\u00fcr den Giftgasangriff verantwortlich sein, m\u00fcsse die  Weltgemeinschaft handeln, sagte er der \u00bbNeuen Osnabr\u00fccker Zeitung\u00ab.<\/p>\n<p>Eine Beteiligung der Bundeswehr bei einem m\u00f6glichen Milit\u00e4rschlag lehnt  Philipp Mi\u00dffelder allerdings ab. Der au\u00dfenpolitische Sprecher der Union  im Bundestag sagte in der \u00bbLeipziger Volkszeitung\u00ab: \u00bbDie Bundeswehr hat  durch ihre derzeitigen internationalen Eins\u00e4tze bereits die Grenze der  Belastbarkeit erreicht.\u00ab<\/p>\n<p>Besorgt \u00fcber die Situation der B\u00fcrgerkriegsfl\u00fcchtlinge \u00e4u\u00dferte sich  dagegen der SPD-Au\u00dfenexperte Gernot Erler. \u00bbEs ist zu bef\u00fcrchten, dass  das Assad-Regime als Reaktion auf Milit\u00e4rschl\u00e4ge von au\u00dfen seine  Angriffe auf die eigene Bev\u00f6lkerung ausweitet, um die Lage eskalieren zu  lassen\u00ab, sagte Erler dem Evangelischen Pressedienst.<\/p>\n<p><em>*** Aus: neues deutschland, Mittwoch, 28. August 2013<\/em><\/p>\n<h3>Tabubruch als Gewohnheit<\/h3>\n<p><strong> Politik stimmt sich auf Milit\u00e4reinsatz ein, Medien \u00fcbernehmen bereits die Lufthoheit<\/p>\n<p>Von Uwe Kalbe ****<\/strong><\/p>\n<p>Die Wahrscheinlichkeit eines erneuten Waffengangs von NATO-Staaten  steigt, diesmal geht es gegen Syrien. Und schnell nehmen die deutschen  Parteien ihre angestammten Pl\u00e4tze in den Gr\u00e4ben ein.<\/p>\n<p>Es ist wie immer in vergleichbaren F\u00e4llen: Die gro\u00dfe Mehrheit der B\u00fcrger  lehnt einen Waffengang gegen Syrien ab, und die Politik plant ihn  trotzdem. 69 Prozent der von Forsa im Auftrag des \u00bbStern\u00ab Befragten  sprachen sich dagegen aus, dass der Westen milit\u00e4risch in Syrien  eingreift. Und von den 23 Prozent, die ein Eingreifen bef\u00fcrworteten,  lehnten immer noch 28 Prozent eine deutsche Beteiligung ab. In Politik  und Medien ist das Stimmungsbild offenbar ein anderes. Alles treibt auf  einen milit\u00e4rischen Einsatz zu.<\/p>\n<p>Die Lufthoheit haben schnell die Medien erobert. Sie sorgen f\u00fcr  Formulierungen, die dem Grauen vor Ort anschauliche Begriffe zuordnen,  aber das Grauen, mit dem der Westen seinen Anteil am Konflikt \u00fcbernehmen  k\u00f6nnte, verharmlosen. Ob das syrische Regime vom Meer aus oder aus der  Luft \u00bbunter Druck zu setzen\u00ab vern\u00fcnftig sei, ist die er\u00f6rterte Frage.  Eine Strafe m\u00fcsse verabreicht werden, wem, das versteht sich von selbst \u2013  dem Machthaber in Damaskus, auch wenn es um dessen pers\u00f6nliche  Sicherheit zuletzt geht. Wie immer ist die Zivilbev\u00f6lkerung, sind die  Menschen, die l\u00e4ngst zu Vertriebenen im eigenen Land geworden sind,  allenfalls eine Kollateralschadengr\u00f6\u00dfe.<\/p>\n<p>Erstaunlich, wie problemlos der Motor anspringt, der Deutschland an  seinen Platz im Gef\u00fcge des kriegsplanenden Westens dirigiert. Was sonst  sollte helfen, die Verbrechen in Syrien zu stoppen, lautet die immer  wieder unschuldig gestellte Frage \u2013 was sonst au\u00dfer einem schmerzhaften  Milit\u00e4rschlag? Es ist kaum anzunehmen, dass in den strategischen Runden  der NATO-Staaten so infantil argumentiert wird wie es in solchen  Interviewfragen vorgegaukelt wird: Wem in Syrien das Verbrechen  \u00bbzuzutrauen\u00ab sei, Giftgas einzusetzen, d\u00fcrfte in den Planungen, wie und  wann dem Assad-Regime der offenbar f\u00fcr n\u00f6tig gehaltene nachhaltige  Schlag versetzt wird, eine vernachl\u00e4ssigbare \u00dcberlegung sein.  Stattdessen ist Generalst\u00e4blern und Vertretern der politischen Klasse  zuzutrauen, dass sie milit\u00e4risches Vorgehen und die Begr\u00fcndungen hierf\u00fcr  so erfolgreich aufeinander abstimmen wie in vergleichbaren  vorausgegangenen F\u00e4llen. Die Frage ist dabei m\u00fc\u00dfig, ob das  Giftgasverbrechen nahe Damaskus eine unerwartete Rechtfertigung liefert  oder als Alibi absehbar war.<\/p>\n<p>Die Politik gibt sich in Deutschland noch zur\u00fcckhaltend. Aber  Bundesau\u00dfenminister Guido Westerwelle hat den inneren Konflikt benannt,  als er davon sprach, dass jetzt beides n\u00f6tig sei, \u00bbEntschlossenheit\u00ab und  \u00bbBesonnenheit\u00ab.<\/p>\n<p>Seit dem Jahr 1999, als Deutschland in einer Allianz des Westens an  Luftschl\u00e4gen gegen Serbien beteiligt war, ist der Tabubruch zur  Gewohnheit geworden. Die gro\u00dfen Parteien haben sich immer wieder nach  bestimmten Ritualen verhalten. Der Einsatz der Bundeswehr in Afghanistan  wurde \u2013 mit Ausnahme der Linkspartei, die sich bisher jedem solchen  Einsatz verweigert hat \u2013 im Schulterschluss von Union, SPD, Gr\u00fcnen und  FDP beschlossen. Die von Bundeskanzler Gerhard Schr\u00f6der versicherte  \u00bbuneingeschr\u00e4nkte Solidarit\u00e4t\u00ab mit den USA gab den Ton vor. Als die  rot-gr\u00fcne Bundesregierung im Jahr 2003 eine Beteiligung am Krieg der USA  gegen Irak verweigerte, tat sie dies unter kritischen Kommentaren von  Union und FDP. 2011 war es umgekehrt. Die schwarz-gelbe Bundesregierung  verweigerte die Teilnahme am Krieg des Westens gegen Libyen und musste  bei\u00dfende Kritik der rot-gr\u00fcnen Opposition \u00fcber sich ergehen lassen. Nun,  im Jahre 2013, l\u00e4sst der wechselseitige Widerstand gegen  Kriegseins\u00e4tze, der immer auch ein Akt der Opposition gegen die  Regierung war, nach. Auch wenn noch immer in Appelle zur Zur\u00fcckhaltung  gekleidet, ist die Bereitschaft zum Milit\u00e4rschlag im Prinzip auf allen  Seiten erkennbar. Als Gipfel der Nachdenklichkeit ist hier bereits die  Warnung des Pr\u00e4sidenten des Europaparlaments, Martin Schulz (SPD), zu  werten, der vor einem Angriff ohne UN-Mandat warnte.<\/p>\n<p>Eine klare Ausnahme macht erneut die LINKE. \u00bbWir w\u00e4ren nicht nur nicht  dabei, wir w\u00fcrden Proteste dagegen organisieren\u00ab, sagte Parteichef Bernd  Riexinger am Dienstag in der ARD. Krieg k\u00f6nne nicht mit Krieg bek\u00e4mpft  werden. Er forderte den Abzug der deutschen Patriot-Raketen an der  t\u00fcrkisch-syrischen Grenze. Denn wenn sich die T\u00fcrkei an der Strafaktion  beteiligen werde, sei auch Deutschland Kriegsteilnehmer.<\/p>\n<p><em>**** Aus: neues deutschland, Mittwoch, 28. August 2013<\/em><\/p>\n<h3>\u00bbKatastrophale Folgen\u00ab<\/h3>\n<p><strong> USA vor \u00dcberfall auf Syrien. Obama will Krieg als kurz und risikolos verkaufen ****<\/strong><\/p>\n<p>Ru\u00dfland hat die USA am Dienstag erneut vor milit\u00e4rischen Angriffen gegen  Syrien gewarnt. Der Sprecher des Moskauer Au\u00dfenministeriums, Alexander  Lukaschewitsch, appellierte an die internationale Gemeinschaft,  \u00bbKlugheit\u00ab im Umgang mit dem Konflikt zu zeigen. \u00bbVersuche, am  UN-Sicherheitsrat vorbei zu handeln und wieder einmal k\u00fcnstliche  Rechtfertigungen f\u00fcr eine Milit\u00e4rintervention in der Region aufzubauen,  w\u00fcrden neues Leid f\u00fcr Syrien und katastrophale Folgen f\u00fcr andere L\u00e4nder  des Nahen Osten und Nordafrikas bringen.\u00ab<\/p>\n<p>Die US-Regierung hatte zuvor, am Montag abend (Ortszeit),  bekanntgegeben, da\u00df sie ein Treffen mit russischen Vertretern abgesagt  hat. Es sollte am heutigen Mittwoch im niederl\u00e4ndischen Den Haag  stattfinden. Auf der Tagesordnung stand die geplante internationale  Konferenz, auf der versucht werden soll, einen politischen Weg zur  Beendigung des seit Fr\u00fchjahr 2011 gef\u00fchrten B\u00fcrgerkriegs in Syrien zu  finden. Einem entsprechenden Vorschlag Ru\u00dflands hatten die USA  seinerzeit ohnehin nur halbherzig und unter Vorbehalten zugestimmt. Der  stellvertretende russische Au\u00dfenminister Gennadi Gatilow kritisierte die  amerikanische Absage und hob hervor, da\u00df gerade in der aktuellen  Situation, wo die USA und ihre Verb\u00fcndeten mit Milit\u00e4rschl\u00e4gen gegen  Syrien drohen, die Ausarbeitung gemeinsamer \u00bbpolitischer Parameter\u00ab  besonders wichtig gewesen w\u00e4re.<\/p>\n<p>Die internationalen Medien setzten am Dienstag ihre Spekulationen fort,  da\u00df Obama nur \u00bbbegrenzte\u00ab Schl\u00e4ge gegen milit\u00e4rische Ziele in Syrien  anordnen wolle. Die Angriffe sollen angeblich h\u00f6chstens zwei Tage  dauern, und das Leben amerikanischer Soldaten soll nicht gef\u00e4hrdet  werden. Es w\u00fcrden n\u00e4mlich, diesen Ger\u00fcchten zufolge, nur seegest\u00fctzte  Cruise Missiles oder Kampfflugzeuge eingesetzt werden, die zum Abschu\u00df  ihrer Raketen nicht in den syrischen Luftraum eindringen m\u00fcssen.<\/p>\n<p>J\u00fcngste Umfragen zeigen, da\u00df rund 60 Prozent der Bev\u00f6lkerung der USA  keinen milit\u00e4rischen Konflikt mit Syrien wollen und nur etwa neun  Prozent f\u00fcr einen Angriff sind. Vor diesem Hintergrund tut die  US-Administration gut daran, ihren geplanten Krieg als kurz, billig und  risikofrei zu verkaufen. Die Medien haben aber schon vor einem Jahr, als  Obama seine \u00bbrote Linie\u00ab verk\u00fcndete, berichtet, da\u00df die USA sich  gemeinsam mit der T\u00fcrkei, Jordanien und Israel auf Kommandoaktionen  gegen die Stationierungsorte syrischer Chemiewaffen vorbereiten. Es w\u00e4re  v\u00f6llig unlogisch, wenn dieser Mechanismus jetzt nicht in Bewegung  gesetzt wird. Vorstellbar ist aber, da\u00df die USA ihre Erstangriffe  zun\u00e4chst mit einem sehr kurz befristeten Ultimatum an Syrien verbinden  werden, alle Chemiewaffen abzuliefern und Hunderte von internationalen  Inspektoren ins Land zu lassen. <strong>Knut Mellenthin<\/strong><\/p>\n<p><em>***** Aus: junge Welt, Mittwoch, 28. August 2013<\/em><br \/>\nQuelle: http:\/\/www.ag-friedensforschung.de\/regionen\/Syrien\/kriegsgefahr6.html<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.ag-friedensforschung.de\/regionen\/Syrien\/Welcome.html\"><strong>Zur\u00fcck zur Syrien-Seite<\/strong><\/a><\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.ag-friedensforschung.de\/Welcome.html\"><strong>Zur\u00fcck zur Homepage<\/strong><\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>USA bereiten Angriff gegen Syrien ohne UN-Mandat vor Von Olaf Standke * Wie der US-Fernsehsender NBC am Dienstag berichtete, k\u00f6nnten die USA bereits am Donnerstag mit Luftangriffen gegen Syrien beginnen.<\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[5],"tags":[],"class_list":["post-3177","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-arabischer-raum"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.friedensplattform.at\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/3177","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.friedensplattform.at\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.friedensplattform.at\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.friedensplattform.at\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.friedensplattform.at\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=3177"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.friedensplattform.at\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/3177\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.friedensplattform.at\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=3177"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.friedensplattform.at\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=3177"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.friedensplattform.at\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=3177"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}