{"id":3356,"date":"2014-03-14T06:50:42","date_gmt":"2014-03-14T04:50:42","guid":{"rendered":"http:\/\/www.luxorbis.org\/friedensplattform.at\/?p=3356"},"modified":"2014-03-14T06:50:42","modified_gmt":"2014-03-14T04:50:42","slug":"waren-janukowitsch-gegner-scharfschuetzen-des-maidan","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.friedensplattform.at\/?p=3356","title":{"rendered":"Waren Janukowitsch-Gegner Scharfsch&#252;tzen des Maidan?"},"content":{"rendered":"<h2>Telefongespr\u00e4ch zwischen estnischem Au\u00dfenminister Urmas Paet und EU-Vertreterin Catherine Ashton abgeh\u00f6rt. Im Wortlaut *<\/h2>\n<p><em>Das Gespr\u00e4ch fand nach Paets Besuch in Kiew am 26. Februar statt.  Es wurde abgeh\u00f6rt und ins Internet gestellt.<!--more--> Seine Authentizit\u00e4t wurde  inzwischen auch von Urmas Paet best\u00e4tigt. Paets Informationen zufolge  verst\u00e4rkt sich der Verdacht, dass Demonstranten und Polizisten auf dem  Maidan von ein- und denselben Scharfsch\u00fctzen erschossen wurden, hinter  denen nicht, wie in den westlichen Medien berichtet, Pr\u00e4sident Viktor  Janukowitsch stand, sondern Mitglieder der neuen Regierungskoalition.<br \/>\nDas Telefonat zeigt aber auch, wie intensiv sich die EU in die inneren Angelegenheiten der Ukraine einmischt.<br \/>\nWir dokumentieren das Gespr\u00e4ch in einer deutschen \u00dcbersetzung. Das  Gespr\u00e4ch kann im Original auf der Seite von www.weltnetz.tv angeh\u00f6rt  werden.<\/em><\/p>\n<p><em> <\/em><\/p>\n<p><em>Von J\u00fcrgen Reents kommt die Initiative zu einer Petition an EU und  Bundesregierung, keine finanzielle und auch keine andere Unterst\u00fctzung  f\u00fcr die amtierende Regierung in Kiew zu geben, solange die Untersuchung  des Vorfalls verweigert wird und der Verdacht nicht aufgekl\u00e4rt ist. Hier  geht es zur <a href=\"http:\/\/www.ag-friedensforschung.de\/regionen\/Ukraine1\/telefon.html#pet\"><strong>Petition<\/strong><\/a>. <\/em><\/p>\n<h3>TRANSKRIPT<\/h3>\n<p><strong>Ashton:<\/strong> Hallo wie geht\u2019s?<\/p>\n<p><strong> Paet:<\/strong> Gut und Ihnen?<\/p>\n<p><strong> Ashton:<\/strong> Gut, gut ich wollte nur h\u00f6ren was Sie dort gesehen haben.<\/p>\n<p><strong> Paet:<\/strong> Ich bin schon gestern Nacht zur\u00fcckgekommen, nach einem Tag.<\/p>\n<p><strong> Aston:<\/strong> Welche Eindr\u00fccke?<\/p>\n<p><strong> Paet:<\/strong> Starke Eindr\u00fccke. Ich habe Vertreter der Partei der Regionen  getroffen, auch der neuen Koalition und der Zivilgesellschaft. Da ist  diese Dame mit Namen Olga, die Leiterin der \u00c4rzte \u2026Sie kennen sie?<\/p>\n<p><strong> Ashton:<\/strong> Ja ich kenne sie.<\/p>\n<p><strong> Paet:<\/strong> Nun mein Eindruck ist, dass es kein Vertrauen gibt auch nicht  in die Politiker, die jetzt in die Koalition zur\u00fcckkehren. Die Leute vom  Maidan und aus der Zivilgesellschaft sagen, sie kennen alle, die in der  neuen Regierung sein werden. All diese Typen haben eine schmutzige  Vergangenheit. Sie haben Angebote gemacht an Olga und einige andere aus  der Zivilgesellschaft in die neue Regierung einzutreten. Aber diese Olga  z.B. sagt, dass sie nur in die Regierung geht, wenn sie ihr Team,  ausl\u00e4ndische Experten mitbringen kann, um wirkliche Gesundheitsreformen  zu beginnen.<\/p>\n<p>Es gibt also sehr wenig Vertrauen. Und auf der anderen Seite, all die  Sicherheitsprobleme, die Integrationsprobleme, die Krim, und all das  Zeug. Die Partei der Regionen ist total entr\u00fcstet. Sie akzeptieren  jetzt, dass es eine neue Regierung geben wird und au\u00dferordentliche  Wahlen. Aber es gibt gro\u00dfen Druck auf die Abgeordneten des Parlaments.  Ungebetene G\u00e4ste besuchen nachts Parteimitglieder.<\/p>\n<p>Einige Journalisten, die mich begleiteten, haben tags\u00fcber gesehen, wie  ein Abgeordneter vor dem Parlamentsgeb\u00e4ude zusammengeschlagen wurde von  diesen Typen mit Gewehren auf der Stra\u00dfe.<\/p>\n<p>Der ganze Schlamassel ist noch da. Leute wie diese Olga aus der  Zivilgesellschaft sind sich absolut sicher, dass die Menschen die Stra\u00dfe  nicht verlassen werden, bevor sie nicht sehen, dass wirkliche Reformen  beginnen. Der Regierungswechsel ist nicht genug. Das ist der wichtigste  Eindruck.<\/p>\n<p>Aus der Sicht der EU und der estnischen Regierung sollten wir bereit  sein, das Finanzpaket zu schn\u00fcren &#8211; auch zusammen mit anderen.<\/p>\n<p>Wir brauchen eine klare Botschaft, dass es nicht gen\u00fcgt, die Regierung  zu wechseln, sondern wirkliche Reformen, echte Aktionen, um das  Vertrauen zu st\u00e4rken. Ansonsten wird es schlimm enden.<\/p>\n<p>Die Partei der Regionen sagte auch, nun Sie werden sehen, dass die Leute  aus dem Osten der Ukraine aufwachen werden und werden ihre Rechte  einfordern. Einige sagten, sie waren in Donezk, und Leute dort sagen,  wir k\u00f6nnen nicht warten wie lange die Okkupation der Ukraine noch  anhalten soll in Donezk. Das ist wirklich eine <a id=\"_GPLITA_1\" style=\"background: none repeat scroll 0% 0% transparent ! important; border: medium none ! important; display: inline ! important; float: none ! important; height: auto ! important; margin: 0px ! important; min-height: 0px ! important; min-width: 0px ! important; padding: 0px ! important; vertical-align: baseline ! important; width: auto ! important; text-decoration: underline ! important;\" title=\"Click to Continue &gt; by Plus-HD-3.8\" href=\"http:\/\/www.ag-friedensforschung.de\/regionen\/Ukraine1\/telefon.html#\">russische<img decoding=\"async\" style=\"background: none repeat scroll 0% 0% transparent ! important; border: medium none ! important; display: inline ! important; float: none ! important; height: 10px ! important; margin: 0px 0px 0px 3px ! important; min-height: 0px ! important; min-width: 0px ! important; padding: 0px ! important; vertical-align: super ! important; width: 10px ! important;\" src=\"http:\/\/cdncache1-a.akamaihd.net\/items\/it\/img\/arrow-10x10.png\" alt=\"\" \/><\/a> Stadt und wir m\u00f6chten, dass Russland \u00fcbernimmt \u2026 Eindr\u00fccke in K\u00fcrze..<\/p>\n<p><strong> Ashton:<\/strong> Sehr sehr interessant. Ich hatte gerade ein gro\u00dfes Treffen  hier mit Olli Rehn und den anderen Kommissaren, um dar\u00fcber zu sprechen,  was wir tun k\u00f6nnen. Wir arbeiten an einem Finanzpaket, kurz-, mittel-  und langfristig. Wie wir dort schnell <a id=\"_GPLITA_0\" style=\"background: none repeat scroll 0% 0% transparent ! important; border: medium none ! important; display: inline ! important; float: none ! important; height: auto ! important; margin: 0px ! important; min-height: 0px ! important; min-width: 0px ! important; padding: 0px ! important; vertical-align: baseline ! important; width: auto ! important; text-decoration: underline ! important;\" title=\"Click to Continue &gt; by Plus-HD-3.8\" href=\"http:\/\/www.ag-friedensforschung.de\/regionen\/Ukraine1\/telefon.html#\">Geld<img decoding=\"async\" style=\"background: none repeat scroll 0% 0% transparent ! important; border: medium none ! important; display: inline ! important; float: none ! important; height: 10px ! important; margin: 0px 0px 0px 3px ! important; min-height: 0px ! important; min-width: 0px ! important; padding: 0px ! important; vertical-align: super ! important; width: 10px ! important;\" src=\"http:\/\/cdncache1-a.akamaihd.net\/items\/it\/img\/arrow-10x10.png\" alt=\"\" \/><\/a> hineinschaffen k\u00f6nnen, wie wir den IWF unterst\u00fctzen k\u00f6nnen und wie wir  Investmentpakete und Wirtschaftsf\u00fchrer bekommen etc. Auf der politischen  Ebene haben wir aussortiert welche Mittel wir haben und ich habe der  Zivilgesellschaft ein Angebot gemacht und Jazenjuk und Klitschko und  allen anderen, die ich gestern traf.<\/p>\n<p>\u201eWir k\u00f6nnen Euch Leute anbieten, die wissen wie man politische und  wirtschaftliche Reformen durchf\u00fchrt. Die L\u00e4nder, die der Ukraine am  n\u00e4chsten sind, haben dramatische politische und wirtschaftliche Reformen  durchgemacht. Wir haben gro\u00dfe Mengen an Erfahrungen, die wir Euch gerne  geben k\u00f6nnen.\u201c<\/p>\n<p>Ich habe den Leuten auf dem Maidan gesagt: \u201eIhr wollt echte Reformen,  aber Ihr m\u00fcsst erst das Kurzfristige machen. Ihr m\u00fcsst Wege finden, wie  Ihr einen Prozess beginnen k\u00f6nnt, um Antikorruption ins Zentrum zu  stellen, mit Leuten zusammenarbeiten bis zu den Wahlen und Ihr auf den  Prozess vertrauen k\u00f6nnt.\u201c Und ich habe Olga gesagt, \u201evielleicht werden  Sie nicht gleich Gesundheitsministerin, aber Sie sollten sich \u00fcberlegen,  in der Zukunft Gesundheitsministerin zu werden. Denn Leute wie Sie  werden gebraucht, um sicherzustellen, dass das alles passiert\u201c. Aber ich  habe ihnen auch gesagt, \u201ewenn Ihr jetzt nur die Geb\u00e4ude verbarrikadiert  und die Regierung funktioniert nicht, dann k\u00f6nnen wir kein Geld  hineinschaffen. Wir brauchen einen Partner, mit dem wir handeln k\u00f6nnen.\u201c<\/p>\n<p><strong> Paet:<\/strong> Absolut.<\/p>\n<p><strong> Ashton:<\/strong> Und ich sagte zu den Oppositionsf\u00fchrern, die sicherlich die  Regierung stellen werden, \u201eSie m\u00fcssen auf den Maidan zugehen, sich  m\u00fcssen sich mit ihm einlassen. Sie m\u00fcssen wieder normale Polizisten auf  die Stra\u00dfe bringen mit einem neuen Gef\u00fchl ihrer Rolle, damit die  Menschen sich sicher f\u00fchlen\u201c. Ich habe zu den Leuten der Partei der  Regionen gesagt, \u201eSie m\u00fcssen Blumen dort hinlegen, wo Menschen gestorben  sind. Sie m\u00fcssen zeigen, dass Sie verstehen was Sie \u2013 was hier passiert  ist\u201c.<\/p>\n<p>\u201eWas Sie hier erfahren ist die Wut der Leute, die gesehen haben wie  Janukowitsch lebte und die Korruption. Und sie denken, dass Sie alle  gleich sind. Und das sind Leute, die Menschen verloren haben und sie  denken, dass er das befohlen hatte.\u201c Es gibt viel Betroffenheit in der  Stadt. Traurigkeit und Betroffenheit. Und das wird sich in seltsamer  Weise \u00e4u\u00dfern, wenn sie nicht vorsichtig sind. Ich denke wir m\u00fcssen an  all dem arbeiten. Ich hatte ein gro\u00dfes Treffen hier heute, um das alles  einzuleiten. Ja, Ihre Beobachtungen sind sehr interessant.<\/p>\n<p><strong> Paet:<\/strong> In der Tat der einzige Politiker, den die Leute der Zivilgesellschaft positiv erw\u00e4hnen ist Poroschenko.<\/p>\n<p>Also er geniest so eine Art Vertrauen bei all diesen Maidan Leuten. Und  was in der Tat sehr beunruhigend war, diese gleiche Olga sagte, dass  alle Indizien darauf hinweisen, dass Menschen, die von Scharfsch\u00fctzen  auf beiden Seiten get\u00f6tet wurden, Polizisten und Demonstrierende, dass  es die gleichen Scharfsch\u00fctzen waren, die Leute auf beiden Seiten  erschossen.<\/p>\n<p>Sie zeigte mir dann auch ein paar Fotos und sagte, dass sie als \u00c4rztin  sagen kann, dass es die gleiche Handschrift ist, die gleiche Art von  Munition, und es ist wirklich besorgniserregend, dass die neue Koalition  nicht gewillt ist, zu untersuchen, was genau passiert ist. Somit wird  der Verdacht verst\u00e4rkt, dass hinter den Scharfsch\u00fctzen nicht  Janukowitsch stand, sondern jemand aus der neuen Koalition.<\/p>\n<p><strong> Ashton:<\/strong> Ich denke wir wollen untersuchen. Ich meine, ich wusste das nicht, das ist interessant, meine G\u00fcte\u2026<\/p>\n<p><strong> Paet:<\/strong> Es war sehr beunruhigend, dass wenn das jetzt beginnt ein  starkes Eigenleben anzunehmen, dass es schon von Anfang an diese neue  Koalition in Misskredit bringt.<\/p>\n<p><strong> Ashton:<\/strong> Ich denke davor m\u00fcssen sie sich auch h\u00fcten. Sie m\u00fcssen gro\u00dfe  \u00c4nderungen fordern, aber sie m\u00fcssen die Rada auch arbeiten lassen. Wenn  die Rada nicht funktioniert, dann gibt es totales Chaos. Also, Aktivist  und Arzt zu sein ist sehr wichtig, aber es bedeutet nicht, dass man  Politiker ist. Sie m\u00fcssen sich irgendwie damit arrangieren f\u00fcr die  kommenden Wochen, wie das Land tats\u00e4chlich regiert werden kann. Und dann  kommen wir zu den Wahlen und Dinge k\u00f6nnen sich \u00e4ndern. (\u2026) Ich werde  n\u00e4chste Woche wieder dorthin gehen, wahrscheinlich am Montag.<\/p>\n<p><strong> Paet:<\/strong> Es ist wirklich sehr wichtig, dass sich nun Leute aus Europa und aus dem Westen dort zeigen, damit es absolut\u2026<\/p>\n<p><strong> Ashton:<\/strong> Nun, Miroslaw wird mit der Vis\u00e9grad-Gruppe am Freitag kommen, William Hague am Sonntag und ich am Montag<\/p>\n<p><strong> Paet:<\/strong> Ich h\u00f6rte, dass auch der kanadische Minister am Freitag kommt und wir haben William Burns gestern in Kiew getroffen (\u2026)<\/p>\n<p><strong> Ashton:<\/strong> Ich wusste nicht, dass er kommt\u2026Okay mein Freund. Gut mit Ihnen zu sprechen.<\/p>\n<p><strong> Paet:<\/strong> Danke f\u00fcr Ihre Anmerkungen. Gute Reise nach Australien..<\/p>\n<p><strong> Ashton:<\/strong> Was?<\/p>\n<p><strong> Paet:<\/strong> Genie\u00dfen Sie Australien<\/p>\n<p><strong> Ashton:<\/strong> Ich habe die Reise aufgeschoben, denn ich gehe stattdessen in die Ukraine\u2026<\/p>\n<p><em>* Quelle: Weltnetz TV; <a href=\"http:\/\/weltnetz.tv\/video\/532\">weltnetz.tv<\/a> [externer Link]<\/em><\/p>\n<div class=\"kasten\"><a name=\"pet\"><\/p>\n<h3>Petition<\/h3>\n<p><\/a><a name=\"pet\"><\/a> <strong>an den Deutschen Bundestag (eingereicht am 09.03.2014)<\/strong><\/p>\n<h3>Aussetzung der finanziellen Unterst\u00fctzung an die Ukraine<\/h3>\n<p>Der Deutsche Bundestag m\u00f6ge beschlie\u00dfen:<\/p>\n<p>Die Bundesrepublik Deutschland leistet keine finanzielle oder andere  Unterst\u00fctzung an die amtierende Regierung der Ukraine, solange<\/p>\n<p>(1) dieser Regierung Rechtsextremisten angeh\u00f6ren;<\/p>\n<p>(2) die Todessch\u00fcsse von Scharfsch\u00fctzen in Kiew nicht von einer unabh\u00e4ngigen Kommission untersucht werden.<\/p>\n<p>Die Bundesregierung wird aufgefordert, diese Haltung auch in der Europ\u00e4ischen Union aktiv zu vertreten.<\/p>\n<p><strong>Begr\u00fcndung<\/strong><\/p>\n<p>(1) Die seit dem 27. Februar in der Ukraine regierende Koalition steht  unter erheblichem Einfluss von Rechtsextremisten. Vier Minister in Kiew  geh\u00f6ren der Swoboda an, einer Partei, die in Deutschland mit der NPD  kooperiert und beobachtendes Mitglied der rechtsextremen \u201eAllianz der  Europ\u00e4ischen nationalen Bewegungen\u201c ist. Weitere Schaltstellen im  Staatsapparat, so der Nationale Sicherheitsrat und die  Generalstaatsanwaltschaft, wurden mit Swoboda-Funktion\u00e4ren und Kadern  des Prawyj Sektor (Rechter Sektor) besetzt, einer paramilit\u00e4risch  aufgebauten und antisemitisch hetzenden Organisation. Zweifellos ist es  falsch, die ukrainische Regierung und die sie tragende Protestbewegung  unisono als rechtsextrem zu denunzieren; sie repr\u00e4sentieren in gro\u00dfen  Teilen eine demokratisch motivierte Revolte gegen die autorit\u00e4re  Herrschaft unter Pr\u00e4sident Janukowitsch. Aber das rechtfertigt nicht,  B\u00fcndnisse mit Rechtsextremisten zu akzeptieren und diese mit Rat und Tat  zu st\u00fctzen. Egal in welchem Land sie existieren und wer sie schlie\u00dft:  Solche B\u00fcndnisse sind international zu stoppen.<\/p>\n<p>(2) Im Verlauf der Proteste in Kiew wurden Dutzende Menschen get\u00f6tet.  \u00dcberwiegend ist von rund 80 Personen die Rede, die auf beiden Seiten der  Auseinandersetzungen ums Leben kamen. Viele der Todesopfer gehen nach  Augenzeugenberichten auf das Konto von Scharfsch\u00fctzen, deren Identit\u00e4t  und Auftraggeber ungekl\u00e4rt sind. In einem im Internet dokumentierten  Telefonat zwischen der EU-Au\u00dfenbeauftragten Catherine Ashton und dem  Au\u00dfenminister Estlands, Urmas Paet, beruft sich dieser auf die  ukrainische \u00c4rztin Olga Bogomolez, der zufolge dieselben Scharfsch\u00fctzen  Demonstranten wie Polizisten get\u00f6tet h\u00e4tten. Es gebe den Verdacht, dass  die Hinterm\u00e4nner daf\u00fcr nicht im Lager des gest\u00fcrzten Pr\u00e4sidenten  Janukowitsch, sondern in der neuen Koalition zu suchen seien. Das  estnische Au\u00dfenministerium hat die Echtheit des Telefonats best\u00e4tigt,  Frau Bogomoletz die ihr von Herrn Paet zugeschriebenen Schilderungen  dementiert. Die sich widersprechenden Behauptungen bleiben irritierend.  Welche Darstellung auch immer richtig ist: Die Todessch\u00fcsse und ihre  Verantwortlichkeiten m\u00fcssen von unabh\u00e4ngiger Seite untersucht werden.  Nicht hinreichend und hinnehmbar f\u00fcr eine Aufkl\u00e4rung ist es, wenn die  jetzige Regierung sie in eigener Regie f\u00fchrt, gar Institutionen oder  Personen damit beauftragt, die unter dem Einfluss ihrer rechtsextremen  Sektoren stehen.<\/p>\n<p>(3) Die Europ\u00e4ische Union hat der ukrainischen Regierung erhebliche  finanzielle Unterst\u00fctzung zugesagt; die Bundesrepublik Deutschland ist  an diesen Zusagen beteiligt. Die geforderte Aussetzung dieser Zusagen,  solange die beschriebenen Zust\u00e4nde fortbestehen, rechtfertigt nicht  zugleich die <a id=\"_GPLITA_2\" style=\"background: none repeat scroll 0% 0% transparent ! important; border: medium none ! important; display: inline ! important; float: none ! important; height: auto ! important; margin: 0px ! important; min-height: 0px ! important; min-width: 0px ! important; padding: 0px ! important; vertical-align: baseline ! important; width: auto ! important; text-decoration: underline ! important;\" title=\"Click to Continue &gt; by Plus-HD-3.8\" href=\"http:\/\/www.ag-friedensforschung.de\/regionen\/Ukraine1\/telefon.html#\">russische<img decoding=\"async\" style=\"background: none repeat scroll 0% 0% transparent ! important; border: medium none ! important; display: inline ! important; float: none ! important; height: 10px ! important; margin: 0px 0px 0px 3px ! important; min-height: 0px ! important; min-width: 0px ! important; padding: 0px ! important; vertical-align: super ! important; width: 10px ! important;\" src=\"http:\/\/cdncache1-a.akamaihd.net\/items\/it\/img\/arrow-10x10.png\" alt=\"\" \/><\/a> Intervention auf der Krim. Auch eine deutliche Kritik daran darf jedoch  nicht bedeuten, einen Block mit Rechtsextremisten zu unterst\u00fctzen und  so weiteres Z\u00fcndmaterial f\u00fcr Brandfackeln zu liefern, die derzeit zuhauf  in der Ukraine und dar\u00fcber hinaus herumgereicht werden.<\/p>\n<p><strong>Wenn Sie die Petition unterst\u00fctzen, schreiben Sie an:<\/strong><br \/>\n<a href=\"mailto:j.reents@gmx.de\"><strong>j.reents@gmx.de<\/strong><\/a><\/div>\n<p>http:\/\/www.ag-friedensforschung.de\/regionen\/Ukraine1\/telefon.html#pet<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Telefongespr\u00e4ch zwischen estnischem Au\u00dfenminister Urmas Paet und EU-Vertreterin Catherine Ashton abgeh\u00f6rt. Im Wortlaut * Das Gespr\u00e4ch fand nach Paets Besuch in Kiew am 26. Februar statt. Es wurde abgeh\u00f6rt und ins Internet gestellt.<\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1],"tags":[],"class_list":["post-3356","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-allgemein"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.friedensplattform.at\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/3356","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.friedensplattform.at\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.friedensplattform.at\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.friedensplattform.at\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.friedensplattform.at\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=3356"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.friedensplattform.at\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/3356\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.friedensplattform.at\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=3356"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.friedensplattform.at\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=3356"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.friedensplattform.at\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=3356"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}