{"id":3552,"date":"2014-08-15T09:23:00","date_gmt":"2014-08-15T07:23:00","guid":{"rendered":"http:\/\/www.luxorbis.org\/friedensplattform.at\/?p=3552"},"modified":"2014-08-15T09:23:00","modified_gmt":"2014-08-15T07:23:00","slug":"usa-stoppt-raketenlieferung-an-israel","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.friedensplattform.at\/?p=3552","title":{"rendered":"USA stoppt Raketenlieferung an Israel"},"content":{"rendered":"<p>wegen hoher ziviler Opferzahlen unter den Pal\u00e4stinensern. Heftiger Streit zwischen Obama und Netanjahu.<\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.jungewelt.de\/2014\/08-15\/042.php\" target=\"_blank\">http:\/\/www.jungewelt.de\/2014\/08-15\/042.php<\/a><\/p>\n<p>15.08.2014 \/ Ausland \/ Seite 6<\/p>\n<p><strong>Feuerpause verl\u00e4ngert<\/strong><\/p>\n<p><strong>Pal\u00e4stinensische Delegation will verhandeln. Netanjahu gegen UN-Kommission<\/strong><\/p>\n<p>Von Karin Leukefeld<\/p>\n<p>Die von \u00c4gypten vermittelte Feuerpause zwischen Israel und dem Gazastreifen ist in der Nacht zum Donnerstag um weitere f\u00fcnf Tage verl\u00e4ngert worden. Delegationen beider Seiten werden am kommenden Sonntag die Gespr\u00e4che f\u00fcr eine anhaltende Waffenruhe fortsetzen. Allerdings sprechen die beiden Seiten nur indirekt miteinander, als Vermittler dient \u00c4gypten. Israel hatte die Vereinbarung zun\u00e4chst nicht best\u00e4tigt, statt dessen hatte es entlang der Grenze zum Gazastreifen Panzer und starke Truppenverb\u00e4nde zu einer Drohkulisse aufgebaut. Kampfjets beschossen den K\u00fcstenstreifen bis in die fr\u00fchen Morgenstunden und griffen nach Armeeangaben \u00bbRaketenabschu\u00dfvorrichtungen, Waffenlager und Zentren terroristischer Aktivit\u00e4ten\u00ab an. Zuvor waren zwei Raketen auf den S\u00fcden Israels abgefeuert worden.<\/p>\n<p>Bei den Gespr\u00e4chen habe man sich \u00bbin vielen Punkten\u00ab geeinigt, sagte Assam Al-Ahmad, der Leiter der pal\u00e4stinensischen Verhandlungsdelegation in Kairo. Man brauche aber \u00bbnoch mehr Zeit\u00ab. Der Delegation geh\u00f6ren Vertreter der Hamas, des Islamischen Dschihad und der Pal\u00e4stinensischen Autonomiebeh\u00f6rde an.<\/p>\n<p>Das Wall Street Journal hatte derweil berichtet, da\u00df die US-Regierung die Lieferung von \u00bbHellfire\u00ab-Raketen f\u00fcr Kampfhubschrauber an Israel wegen der hohen zivilen Opfer\u00adzahlen gestoppt habe. Bei einem Telefonat zwischen US-Pr\u00e4sident Barack Obama und seinem israelischen Amtskollegen Benjamin Netanjahu am Mittwoch sei es zu heftigem Streit gekommen, so das Wall Street Journal. Viele US-Beamte hielten die israelische Regierung f\u00fcr r\u00fccksichtslos und unglaubw\u00fcrdig. Regierungschef Netanjahu hatte die Bildung einer UN-Kommission zur Untersuchung von Kriegsverbrechen zur\u00fcckgewiesen. Das Gremium sei \u00bbin S\u00fcnde geboren\u00ab, sagte die israelische Justizministerin Zipi Livni am Donnerstag. Die israelische Armee will nun selber untersuchen, ob ihre Soldaten w\u00e4hrend des Gaza-Krieges das humanit\u00e4re V\u00f6lkerrecht gebrochen haben.<\/p>\n<p>Auf pal\u00e4stinensischer Seite werden die grundlegenden Forderungen von allen politischen Fraktionen unterst\u00fctzt. Es geht um den Abzug der israelischen Streitkr\u00e4fte aus dem Gazastreifen und darum, da\u00df die pal\u00e4stinensischen Bauern ihr Land komplett \u2013 bis an den israelischen Grenzzaun \u2013 bebauen d\u00fcrfen und Israel die dort eingerichtete \u00bbPufferzone\u00ab abbaut. Weiterhin sollen die Pal\u00e4stinenser freigelassen werden, die im Austausch f\u00fcr den israelischen Soldaten Gilad Schalit freikamen, danach aber wieder verhaftet wurden. Die Pal\u00e4stinenser fordern die \u00d6ffnung aller Grenzen des Gazastreifens, wobei der Grenz\u00fcbergang Rafah nach \u00c4gypten international \u00fcberwacht werden soll. Gefordert wird das Ende der israelischen Belagerung, die Wieder\u00f6ffnung des internationalen Flughafens unter UN-Kontrolle, die \u00d6ffnung des Hafens von Gaza und der Industriezone sowie die Erweiterung der von Israel eingeschr\u00e4nkten Fischereigebiete. Israel soll zudem eine zehnj\u00e4hrige Waffenruhe zusagen, der Luftraum \u00fcber dem Gazastreifen soll f\u00fcr israelische Flugzeuge gesperrt werden und die Bewohner sollten die Erlaubnis bekommen, zum Gebet in die Al-Aksa-Moschee nach Jerusalem fahren zu d\u00fcrfen.<\/p>\n<p>Die zwischen den beiden Delegationen vermittelnden Unterh\u00e4ndler hatten vorgeschlagen, da\u00df die Frage des Hafens und des Flughafens erst einen Monat nach Beginn einer Waffenruhe neu aufgegriffen werden sollten. Das geht aus einem Papier hervor, das der Nachrichtenagentur AFP offenbar zugespielt wurde. Auch die \u00dcbergabe von zwei get\u00f6teten israelischen Soldaten im Austausch mit pal\u00e4stinensischen Gefangenen soll sp\u00e4ter verhandelt werden. Dem Papier zufolge soll die Pufferzone an der Grenze zu Israel nach und nach reduziert und von Sicherheitskr\u00e4ften der Autonomiebeh\u00f6rde bewacht werden. Die kooperieren bereits jetzt im besetzten Westjordanland eng mit der israelischen Armee. Israel stimmt einem Wiederaufbau nur zu, wenn der Gazastreifen komplett entwaffnet wird. Das wird von pal\u00e4stinensischer Seite abgelehnt.<\/p>\n<p>Die parteiunabh\u00e4ngige pal\u00e4stinensische Menschenrechtsorganisation Al-Haq hat derweil einen Bericht \u00fcber die Verwendung von DIME-Munition durch die israelischen Streitkr\u00e4fte ver\u00f6ffentlicht. Diese Waffen enthalten eine Mischung aus Sprengstoff, Kobalt, Nickel, Eisen und Wolfram und verursachen schwerste Verletzungen. Aus Gaza wurden F\u00e4lle berichtet von ganzen K\u00f6rpern, die in zwei H\u00e4lften zerschnitten wurden, und von Haut, Muskeln und Knochen, die aufgrund der zerst\u00f6rerischen Verbrennungen verkohlt wurden.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>wegen hoher ziviler Opferzahlen unter den Pal\u00e4stinensern. 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