{"id":3597,"date":"2014-09-01T20:43:06","date_gmt":"2014-09-01T18:43:06","guid":{"rendered":"http:\/\/www.luxorbis.org\/friedensplattform.at\/?p=3597"},"modified":"2014-09-01T20:43:06","modified_gmt":"2014-09-01T18:43:06","slug":"soeldner-ausser-kontrolle-einstige-foerderer-der-is-terroristen-rufen-zum-kampf-gegen-gotteskrieger-auf","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.friedensplattform.at\/?p=3597","title":{"rendered":"S&#246;ldner au&#223;er Kontrolle Einstige F&#246;rderer der IS-Terroristen rufen zum Kampf gegen Gotteskrieger auf"},"content":{"rendered":"<div id=\"ID_Date\">\n<h3>junge Welt ,02.09.2014<\/h3>\n<\/div>\n<h3><\/h3>\n<h3>Von Karin Leukefeld<\/h3>\n<div>\n<div>\n<table border=\"0\" width=\"50\" summary=\"Designtabelle\">\n<tbody>\n<tr>\n<td>\n<div><a href=\"http:\/\/www.jungewelt.de\/serveImage.php?id=52899&amp;type=large&amp;ext=.jpg\"><img decoding=\"async\" id=\"img52899\" src=\"http:\/\/www.jungewelt.de\/serveImage.php?id=52899&amp;type=o&amp;ext=.jpg\" alt=\"Der saudische K\u00f6nig Abdallah Ende Juni mit dem US-amerikani\" \/><\/a><\/div>\n<div>Der saudische K\u00f6nig Abdallah Ende Juni mit dem US-amerikanischen Au\u00dfenminister John Kerry in der saudischen Hafenstadt Dschidda<!--more--><\/div>\n<div>Foto: REUTERS\/Brendan Smialowski<\/div>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/div>\n<p>Sollte es nicht ein \u00bbstarkes und rasches Eingreifen\u00ab geben, k\u00f6nne der  Westen das n\u00e4chste Ziel des \u00bbIslamischen Staats\u00ab (IS) werden, warnte der  saudische K\u00f6nig Abdallah bin Abdulasis Al Saud am Wochenende in Riad  bei einem Treffen mit neu akkreditierten Botschaftern im K\u00f6nigreich.  \u00bbWenn wir sie ignorieren, dann bin ich mir sicher, da\u00df sie in einem  Monat in Europa und einen Monat sp\u00e4ter in Amerika ankommen werden.\u00ab  Terrorismus kenne \u00bbkeine Grenzen\u00ab und nichts zu tun, sei \u00bbunakzeptabel\u00ab,  so der K\u00f6nig. \u00bbIch fordere Sie auf, diese Botschaft an ihre Regierungen  weiterzuleiten: K\u00e4mpfen Sie mit aller Macht, mit Vernunft und Eile.\u00ab<\/p>\n<p>Wenige Tage zuvor hatte ein saudisches Gericht 18 Gotteskrieger zu  Haftstrafen zwischen 18 Monaten und 20 Jahren verurteilt. Den aus  Saudi-Arabien, Jemen und Pal\u00e4stina stammenden M\u00e4nnern wurde vorgeworfen,  \u00bbAnschl\u00e4ge gegen ausl\u00e4ndische Einrichtungen\u00ab im K\u00f6nigreich geplant zu  haben. Au\u00dferdem sollen die M\u00e4nner Gotteskrieger in anderen L\u00e4ndern  unterst\u00fctzt und finanziert sowie unerlaubt Waffen besessen haben. F\u00fcnf  weitere Saudis und ein Mann aus Oman seien vom gleichen Gericht zu hohen  Haftstrafen verurteilt worden, berichtete die saudische Tageszeitung  Al-Hayat. Sie sollen \u00bbim Sudan ein Trainingslager f\u00fcr den bewaffneten  Kampf\u00ab unterhalten haben. Die M\u00e4nner h\u00e4tten Mordanschl\u00e4ge auf saudische  Offiziere geplant und w\u00fcrden einer \u00bbextremen Ideologie\u00ab anh\u00e4ngen.<\/p>\n<p>Noch im Juni 2013 hatte der saudische Scheich Saoud Al-Shuraym \u00fcber das  staatliche saudische Fernsehen zum Kampf aller gegen Baschar Al-Assad in  Syrien aufgerufen, \u00bbmit allen m\u00f6glichen Mitteln\u00ab. Am vergangenen  Donnerstag nun verurteilte der oberste saudische Geistliche, Gro\u00dfmufti  Abdulasis Al-Scheich, den Aufruf zum \u00bbHeiligen Krieg\u00ab. K\u00f6nig Abdullah  hatte bereits im Februar 2014 die Haftstrafen f\u00fcr Saudis drastisch  erh\u00f6ht, die im Ausland als Gotteskrieger k\u00e4mpfen. Mehrere hundert junge  Saudis sollen sich bewaffneten Gruppen in Syrien angeschlossen haben.  Daf\u00fcr hatte der langj\u00e4hrige Geheimdienstchef des K\u00f6nigreichs, Bandar bin  Sultan, gesorgt, den der K\u00f6nig kurz darauf per Pr\u00e4sidialentscheid in  den Ruhestand schickte.<\/p>\n<p>\u00bbDanken wir Gott f\u00fcr die Saudis und f\u00fcr Prinz Bandar\u00ab, hatte sich  US-Senator John McCain noch im Januar 2014 in einem CNN-Interview daf\u00fcr  bedankt, da\u00df die Saudis die Kampfverb\u00e4nde in Syrien mit Waffen  ausger\u00fcstet hatten. Bei der M\u00fcnchner Sicherheitskonferenz f\u00fcgte McCain  noch Dank an die \u00bbFreunde in Katar\u00ab hinzu, auch von dort waren  tonnenweise Waffen an die K\u00e4mpfer in Syrien geschickt worden. Die New  York Times hatte in einer Langzeitrecherche von Januar 2012 bis M\u00e4rz  2013 Katar die Lieferung von 85 milit\u00e4rischen Frachtfl\u00fcgen mit Waffen  und Munition nachgewiesen. Saudi-Arabien lag mit 37 Frachtfl\u00fcgen an  zweiter Stelle.<\/p>\n<p>Im Kreis der westlichen und arabischen \u00bbFreunde Syriens\u00ab hie\u00df es damals,  die Waffen gingen an die \u00bbFreie Syrische Armee\u00ab. Tats\u00e4chlich landeten  die Waffen schlie\u00dflich bei der islamistischen Al-Nusra-Front und dem  \u00bbIslamischen Staat im Irak und in der Levante\u00ab (ISIL bzw. ISIS), der  sich heute \u00bbIslamischer Staat\u00ab nennen l\u00e4\u00dft. W\u00e4hrend ein Vertreter Katars  die verdeckte Unterst\u00fctzung der Nusra-Front inoffiziell im Gespr\u00e4ch mit  einem Reporter der US-amerikanischen Zeitung The Atlantic eingestanden  haben soll, machte er klar, da\u00df \u00bbISIS das Projekt der Saudis\u00ab gewesen  sei. Mit anderen Worten: Es war ein verdecktes Projekt von Bandar bin  Sultan. Der Appell des saudischen K\u00f6nigs an seine westlichen Partner,  milit\u00e4risch gegen den \u00bbIslamischen Staat\u00ab einzugreifen, macht klar, da\u00df  den Sponsoren am Golf die Kontrolle \u00fcber ihre S\u00f6ldner entglitten ist.<\/p>\n<p>Der saudische Kronprinz und Verteidigungsminister Salman bin Abdul Asis  ist derweil am Montag in Paris zu Gespr\u00e4chen mit dem franz\u00f6sischen  Pr\u00e4sidenten Fran\u00e7ois Hollande eingetroffen. Der Kampf gegen IS steht  dabei ebenso auf der Tagesordnung wie die Lieferung franz\u00f6sischer Waffen  und Munition im Wert von 2,3 Milliarden Euro.<\/p><\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>junge Welt ,02.09.2014 Von Karin Leukefeld Der saudische K\u00f6nig Abdallah Ende Juni mit dem US-amerikanischen Au\u00dfenminister John Kerry in der saudischen Hafenstadt Dschidda<\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[5],"tags":[],"class_list":["post-3597","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-arabischer-raum"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.friedensplattform.at\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/3597","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.friedensplattform.at\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.friedensplattform.at\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.friedensplattform.at\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.friedensplattform.at\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=3597"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.friedensplattform.at\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/3597\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.friedensplattform.at\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=3597"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.friedensplattform.at\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=3597"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.friedensplattform.at\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=3597"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}