{"id":3608,"date":"2014-09-06T09:27:03","date_gmt":"2014-09-06T07:27:03","guid":{"rendered":"http:\/\/www.luxorbis.org\/friedensplattform.at\/?p=3608"},"modified":"2014-09-06T09:27:03","modified_gmt":"2014-09-06T07:27:03","slug":"us-operation-gegen-extremisten-in-somalia","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.friedensplattform.at\/?p=3608","title":{"rendered":"US-Operation gegen Extremisten in Somalia"},"content":{"rendered":"<h2>\u00dcber Details des Luftangriffs schweigt Washington *<\/h2>\n<p>Ein Treffen ranghoher Extremisten im S\u00fcden Somalias k\u00f6nnte das Ziel  eines US-Luftangriffs geworden sein.<!--more--> Washington \u00e4u\u00dferte sich zun\u00e4chst  nicht zu Einzelheiten.<\/p>\n<p>Bei einem mutma\u00dflichen US-Drohnenangriff gegen Anf\u00fchrer der  radikal-islamischen Al-Shabaab-Miliz sind mehrere Menschen im S\u00fcden  Somalias get\u00f6tet worden. Dies erfuhr die Deutsche Presse-Agentur am  Dienstag aus somalischen Sicherheitskreisen.<\/p>\n<p>Der Raketenangriff galt demnach Al-Shabaab-Anf\u00fchrer Ahmed Abdi Godane  sowie Kommandeuren der Miliz . Ob Godane noch am Leben ist, bleib  zun\u00e4chst unklar.<\/p>\n<p>Pentagon-Sprecher John Kirby hatte von einem nicht n\u00e4her bezeichneten  Einsatz der US-Streitkr\u00e4fte in dem Land berichtet. Details zu dem  Milit\u00e4reinsatz vom Montag wurden dabei nicht genannt. \u00bbWir werten die  Ergebnisse dieser Operation aus und werden zur gegebenen Zeit weitere  Informationen geben\u00ab, sagte Kirby.<\/p>\n<p>Godane und andere Kommandeure der Miliz seien in dem angegriffenen  Gebiet zu einem Treffen zusammengekommen, sagte der Gouverneur der  Provinz Lower Shabelle, Abdulqadir Mohamed Nor Sidii. Glaubw\u00fcrdige  Geheimdienstberichte h\u00e4tten nahegelegt, dass sich Ahmed Abdi Godane mit  seinen h\u00f6chsten Beratern sowie Kommandeuren zum Zeitpunkt des Angriffs  in einem Versteck zwischen den D\u00f6rfern Sablaale und Dheytubako  aufgehalten habe.<\/p>\n<p>\u00bbUS-Drohnen haben mehrere Raketen auf Verstecke der Extremisten in den  D\u00f6rfern Sablaale, Hawai und Dheytubako nahe der Stadt Barawe  abgefeuert\u00ab, sagte ein ranghoher somalischer Sicherheitsbeamter, der  anonym bleiben wollte. Mehrere Mitglieder der Al-Shabaab seien w\u00e4hrend  eines Treffens get\u00f6tet oder verletzt worden.<\/p>\n<p>Ein Bewohner von Sablaale berichtete von \u00bbgewaltigen Explosionen\u00ab,  \u00bbeinem gro\u00dfen Feuer\u00ab sowie \u00bbdichtem Rauch au\u00dferhalb unseres Dorfes in  der vergangenen Nacht\u00ab.<\/p>\n<p>Erst am Wochenende hatten somalische Regierungstruppen und Soldaten der  Afrikanischen Union eine Offensive gegen die Islamisten begonnen. \u00bbDiese  Operation wird fortgef\u00fchrt bis wir Al-Shabaab eliminiert haben\u00ab,  k\u00fcndigte ein Sprecher der somalischen Streitkr\u00e4fte am Dienstag an.<\/p>\n<p>Unterdessen hat ein des Terrorismus angeklagter Franzose einem  Pressebericht zufolge vor einem Br\u00fcsseler Gericht die T\u00f6tung von  \u00bbmindestens drei\u00dfig\u00ab Menschen in Somalia gestanden. Rachid B. habe  angegeben, die Opfer in einem Hinterhalt get\u00f6tet zu haben, als er an der  Seite der islamistischen Shabaab-Milizen k\u00e4mpfte, f\u00fchrte der  Strafgerichtshof in der belgischen Hauptstadt am Dienstag laut Agentur  Belga aus.<\/p>\n<p><em>* Aus: neues deutschland, Mittwoch 3. September 2014<\/em><\/p>\n<h1>Geheimer Einsatz<\/h1>\n<h2>120 US-Soldaten und eine unbekannte Zahl von CIA-Agenten sind am  somalischen B\u00fcrgerkrieg beteiligt. Auch Kenia und \u00c4thiopien k\u00e4mpfen dort  um Einflu\u00df<\/h2>\n<p><strong>Von Knut Mellenthin *<\/strong><\/p>\n<p>Die USA haben offenbar erheblich mehr Milit\u00e4rpersonal in Somalia  stationiert als bisher bekannt war. Einem ausf\u00fchrlichen Bericht zufolge,  den die Nachrichtenagentur Reuters am Mittwoch ver\u00f6ffentlichte, handelt  es sich um bis zu 120 M\u00e4nner und Frauen. Die Agentur beruft sich f\u00fcr  diese Angabe auf anonyme \u00bbUS-Offizielle\u00ab.<\/p>\n<p>Zuletzt hatte Wendy Sherman, Staatssekret\u00e4rin im US-Au\u00dfenministerium, am  3. Juni in einem Vortrag am US-amerikanischen \u00bbInstitute of Peace\u00ab  unbestimmt von einem \u00bbkleinen Kontingent\u00ab gesprochen, zu dem auch einige  Angeh\u00f6rige der Spezialeinheiten geh\u00f6rten. In der Vergangenheit habe  deren Aufgabe haupts\u00e4chlich darin bestanden, die internationale  afrikanische Interventionstruppe \u00adAMISOM zu beraten und mit  nachrichtendienstlichen Erkenntnissen zu versorgen. Jetzt habe das  US-Milit\u00e4rpersonal begonnen, auch mit den somalischen Streitkr\u00e4ften  zusammenzuarbeiten. Unter anderem unterst\u00fctzen die USA nach Shermans  Darstellung die Ausbildung einer 150 Mann starken somalischen  Spezialeinheit.<\/p>\n<p>Zuvor hatte das Pentagon im Januar mitgeteilt, die USA h\u00e4tten \u00bbein  kleines Team uniformierter Milit\u00e4rberater\u00ab in Somalia stationiert. Ein  Sprecher behauptete damals, die Gruppe sei \u00bbwinzig\u00ab und best\u00fcnde nur aus  drei Personen. Sie sei seit Dezember 2013 im Land. Ihre Aufgabe sei es,  der \u00adAMISOM und den somalischen Streitkr\u00e4ften \u00bblogistische, planerische  und kommunikationstechnische Unterst\u00fctzung\u00ab im Kampf gegen  islamistische Aufst\u00e4ndische zu leisten. Es sei die erste Stationierung  US-amerikanischen Milit\u00e4rpersonals in Somalia seit dem hastigen Abbruch  der internationalen Milit\u00e4rintervention 1993. Damals waren 18  US-Soldaten nach dem Abschu\u00df zweier Kampfhubschrauber get\u00f6tet worden.  US-Truppen hatten zuvor ein Massaker unter der somalischen  Zivilbev\u00f6lkerung angerichtet.<\/p>\n<p>Aus dem an Mittwoch erschienenen Reuters-Bericht geht hervor, da\u00df in  Wirklichkeit nicht erst seit Ende vorigen Jahres, sondern bereits seit  2007 wieder Angeh\u00f6rige der US-Streitkr\u00e4fte in Somalia t\u00e4tig sind. In  jenem Jahr begann der Einsatz von \u00adAMISOM, damals mit wenigen tausend  Mann aus Uganda und Burundi. Gegenw\u00e4rtig ist die Truppe rund 22000 Mann  stark. Hinzugekommen sind Soldaten aus Kenia, Sierra Leone, Dschibuti  und \u00c4thiopien. Die kenianischen und \u00e4thiopischen Einheiten unterstehen  dem AMISOM-Oberkommando allerdings nur nominell. In Wirklichkeit f\u00fchren  die Soldaten aus den beiden Nachbarl\u00e4ndern in Somalia Krieg auf eigene  Faust, rekrutieren Milizen aus Einheimischen und konsolidieren  Einflu\u00dfzonen auf somalischem Territorium.<\/p>\n<p>Wie sich die angeblich rund 120 US-amerikanischen Milit\u00e4rpersonen  zusammensetzen, wo sie genau stationiert sind und was sie dort machen,  wird auch aus dem Reuters-Bericht nicht deutlich. Ihre Aufgabe wird nur  allgemein mit \u00bbBerater und Ausbilder\u00ab beschrieben, und es wird  hervorgehoben, da\u00df sie nicht an K\u00e4mpfen beteiligt seien. Da\u00df sich  daneben schon seit vielen Jahren auch eine unbekannte Zahl von  CIA-Agenten in Somalia befindet, wird nur angedeutet.<\/p>\n<p>Unerw\u00e4hnt bleiben bei Reuters au\u00dferdem die Kosten dieser Eins\u00e4tze. Wendy  Sherman sagte im Juni, da\u00df die USA seit 2007 mehr als 500 Millionen  Dollar f\u00fcr Ausbildung, Ausr\u00fcstung und logistische Unterst\u00fctzung von  AMISOM ausgegeben haben. Die Rekrutierung und Ausbildung somalischer  Streitkr\u00e4fte haben sich die USA \u00bbin den letzten Jahren\u00ab laut Sherman  mehr als 170 Millionen Dollar kosten lassen. Das ist, verglichen mit der  Milit\u00e4rhilfe f\u00fcr andere afrikanische Staaten, ein au\u00dfergew\u00f6hnlich hoher  Betrag.<\/p>\n<p><em>* Aus: junge Welt, Samstag 5. Juli 2014<\/em><\/p>\n<p><em><br \/>\n<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>\u00dcber Details des Luftangriffs schweigt Washington * Ein Treffen ranghoher Extremisten im S\u00fcden Somalias k\u00f6nnte das Ziel eines US-Luftangriffs geworden sein.<\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[2,1],"tags":[],"class_list":["post-3608","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-afrikanischer-raum","category-allgemein"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.friedensplattform.at\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/3608","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.friedensplattform.at\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.friedensplattform.at\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.friedensplattform.at\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.friedensplattform.at\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=3608"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.friedensplattform.at\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/3608\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.friedensplattform.at\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=3608"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.friedensplattform.at\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=3608"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.friedensplattform.at\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=3608"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}