{"id":3639,"date":"2014-10-09T19:11:30","date_gmt":"2014-10-09T17:11:30","guid":{"rendered":"http:\/\/www.luxorbis.org\/friedensplattform.at\/?p=3639"},"modified":"2014-10-09T19:11:30","modified_gmt":"2014-10-09T17:11:30","slug":"kurdischer-stadt-kobane-droht-is-besetzung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.friedensplattform.at\/?p=3639","title":{"rendered":"Kurdischer Stadt Kobane droht IS-Besetzung"},"content":{"rendered":"<h2>Angesichts des Vormarsches islamischer Terrormilizen fordern LINKE den Einsatz milit\u00e4rischer Mittel *<\/h2>\n<p>Noch leisten kurdische Milizen Gegenwehr. Ob sie jedoch dem Ansturm der  IS-Terroristen auf die kurdische Bastion Kobane standhalten k\u00f6nnen,  erscheint immer fraglicher. <!--more--><\/p>\n<p>Ungeachtet US-amerikanischer Luftangriffe und heftiger Gegenwehr  kurdischer K\u00e4mpfer ist die Dschihadistengruppe Islamischer Staat (IS)  tiefer in die nordsyrische Kurdenstadt Kobane vorgedrungen. Nach Angaben  von Beobachtern lieferten sich IS-K\u00e4mpfer und Kurden am Dienstag  erbitterte Stra\u00dfenk\u00e4mpfe im S\u00fcden und Westen der Stadt an der t\u00fcrkischen  Grenze. Der t\u00fcrkische Pr\u00e4sident Recep Tayyip Erdogan warnte vor einem  baldigen Fall von Kobane.<\/p>\n<p>Seit Beginn der Offensive des IS sind nach Angaben syrischer Beobachter  mehr als 400 Menschen get\u00f6tet worden. Bei den dreiw\u00f6chigen K\u00e4mpfen kamen  ihnen zufolge 219 IS-K\u00e4mpfer und 163 kurdische Milizion\u00e4re der  Volksschutzeinheiten ums Leben. Ferner habe der Vormarsch der  Dschihadisten etwa 20 Zivilisten das Leben gekostet.<\/p>\n<p>Die verzweifelte Lage der Verteidiger von Kobane l\u00f6st in Deutschland  zunehmend ungeduldige Solidarit\u00e4tserkl\u00e4rungen mit den verbliebenen  Bewohnern und den Verteidigern der kurdischen Enklave in Nordsyrien aus.  Auch in der Linkspartei sind alarmierende Hilfsappelle zu vernehmen.  Doch w\u00e4hrend beispielsweise die Europaabgeordneten der LINKEN in  Erkl\u00e4rungen f\u00fcr koordinierte humanit\u00e4re Hilfe sowie Unterst\u00fctzung der  Fl\u00fcchtlinge eintreten, geht die innenpolitische Sprecherin der  Bundestagsfraktion Ulla Jelpke einen Schritt weiter. Sie fordert die  Bundesregierung auf, Druck auf Ankara auszu\u00fcben, damit diese die  t\u00fcrkische Unterst\u00fctzung der Terrormilizen des IS einstellt. Zudem, so  Jelpke, m\u00fcssten \u00bbpraktische Schritte erfolgen, um ein Massaker an der  Zivilbev\u00f6lkerung zu verhindern\u00ab. Was genau damit gemeint ist, das zu  formulieren verhindern die programmatischen Grunds\u00e4tze der Linkspartei  zum Thema Milit\u00e4reins\u00e4tze.<\/p>\n<p>Deshalb wirkt es wie ein Dammbruch, wenn nun 14 Politiker der LINKEN aus  dem sogenannten Reformerfl\u00fcgel der Partei, unter ihnen die  stellvertretenden Bundestags-Fraktionsvorsitzenden Dietmar Bartsch und  Jan Korte sowie Parlamentsvizepr\u00e4sidentin Petra Pau, in einer Erkl\u00e4rung  einen milit\u00e4rischen Einsatz unter UN-Mandat fordern. Ohne dass dies  deutlich ausgesprochen ist, handelt es sich hierbei um die Forderung  nach einem Einsatz nach Kapitel VII der UN-Charta, bisher ein  programmatisches Tabu f\u00fcr die Linkspartei.<\/p>\n<p>Ebenfalls am Dienstag kehrten drei Bundestagsabgeordnete der Linkspartei  aus dem t\u00fcrkisch-syrischen Grenzgebiet zur\u00fcck. Karin Binder, Annette  Groth und Sabine Leidig kritisierten den Umgang der t\u00fcrkischen Regierung  mit kurdischen Fl\u00fcchtlingen in Deutschland und k\u00fcndigten an, eine  Hilfsaktion f\u00fcr die Geflohenen ins Leben zu rufen.<\/p>\n<p>In Deutschland gingen am Montag allein in Nordrhein-Westfalen laut  Polizei insgesamt etwa 3000 Kurden auf die Stra\u00dfe. In Bonn und  D\u00fcsseldorf drangen die Demonstranten in die Geb\u00e4ude der Deutschen Welle  bzw. des WDR ein und \u00fcbergaben Resolutionen.<\/p>\n<p><em>* Aus: neues deutschland, Mittwoch, 8. Oktober 2014<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Angesichts des Vormarsches islamischer Terrormilizen fordern LINKE den Einsatz milit\u00e4rischer Mittel * Noch leisten kurdische Milizen Gegenwehr. 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