{"id":3648,"date":"2014-10-13T09:11:30","date_gmt":"2014-10-13T07:11:30","guid":{"rendered":"http:\/\/www.luxorbis.org\/friedensplattform.at\/?p=3648"},"modified":"2014-10-13T09:11:30","modified_gmt":"2014-10-13T07:11:30","slug":"gegen-den-globalen-interventionismus-von-usa-und-nato","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.friedensplattform.at\/?p=3648","title":{"rendered":"Gegen den globalen Interventionismus von USA und Nato!"},"content":{"rendered":"<p><strong>Kurden, Jesiden, Ukrainer &#8211; Frieden  schaffen mit immer mehr Waffen? Wer heute US-gef\u00fchrte Milit\u00e4reins\u00e4tze  unterst\u00fctzt, l\u00e4sst sich in eine US-Au\u00dfenpolitik einbinden, die seit dem  Zweiten Weltkrieg eine Blutspur mit Millionen Toten um den Erdball  gezogen hat. Ein Gastbeitrag des ehemaligen Linken-Vorsitzenden Oskar Lafontaine&#8230; <\/strong><\/p>\n<p><strong><!--more--><br \/>\n<\/strong><\/p>\n<p>George  F. Kennan, einer der Konstrukteure der Au\u00dfenpolitik der USA nach dem  Zweiten Weltkrieg schrieb schon 1948: \u201eWir m\u00fcssen sehr vorsichtig sein,  von unserer F\u00fchrungsrolle in Asien zu sprechen\u2026 Wir besitzen etwa 50  Prozent des Reichtums dieser Welt, stellen aber nur 6,3 Prozent seiner  Bev\u00f6lkerung\u2026 Unsere eigentliche Aufgabe in der n\u00e4chsten Zeit besteht  darin, eine Form von Beziehungen zu finden, die es uns erlaubt, diese  Wohlstandsunterschiede ohne ernsthafte Abstriche an unserer nationalen  Sicherheit beizubehalten\u2026 Wir werden unsere Aufmerksamkeit \u00fcberall auf  unsere ureigensten, nationalen Vorhaben konzentrieren m\u00fcssen\u2026 Wir  sollten aufh\u00f6ren, von vagen, unrealistischen Zielen wie Menschenrechten,  Anhebung von Lebensstandards und Demokratisierung zu reden.<\/p>\n<p>WERBUNG<\/p>\n<p>Der Tag ist nicht mehr fern, an dem unser Handeln von n\u00fcchternem Machtdenken geleitet sein muss.\u201c<\/p>\n<p>Zu  den ureigensten nationalen Vorhaben der USA geh\u00f6rt die Sicherung von  Rohstoffen und Absatzm\u00e4rkten. Zwar haben die Vereinigten Staaten zur  Rechtfertigung der vielen Kriege, die sie nach dem Zweiten Weltkrieg  gef\u00fchrt haben, entgegen dem Rat Kennans viel von Menschenrechten und  Demokratisierung gesprochen, aber in Wahrheit ging und geht es immer um  Absatzm\u00e4rkte und Rohstoffquellen. Um diese Interessen auch milit\u00e4risch  durchzusetzen, verf\u00fcgen die USA \u00fcber den gr\u00f6\u00dften Milit\u00e4retat der Welt.  Nach den <a href=\"http:\/\/www.sipri.org\/media\/pressreleases\/2014\/Milex_April_2014\" target=\"_blank\">Zahlen des Stockholmer Friedensforschungsinstitutes SIPRI<\/a> f\u00fcr das Jahr 2013 liegen sie mit 685 Milliarden Dollar weiter deutlich  vor China, 188 Milliarden Dollar, und Russland, 88 Milliarden Dollar.  Die Nato-Mitglieder geben zusammen 1000 Milliarden Dollar f\u00fcr den  Milit\u00e4rsektor aus und f\u00fchlen sich dennoch von Russland, das 88  Milliarden ausgibt, m\u00e4chtig bedroht. Mit dieser Bedrohung wird die  Kampagne f\u00fcr h\u00f6here R\u00fcstungsausgaben, die zurzeit in den deutschen  Medien l\u00e4uft, begr\u00fcndet, wie schon zu Zeiten des Kalten Krieges.<\/p>\n<h3>Auch im Ukraine-Konflikt geht es um Rohstoffe und Absatzm\u00e4rkte<\/h3>\n<p>So erkl\u00e4rte <a href=\"http:\/\/www.tagesspiegel.de\/themen\/barack-obama\/\" target=\"_blank\">US-Pr\u00e4sident Barack Obama <\/a>am  24. September 2014 vor der UN-Vollversammlung in New York, dass der  Konflikt in der Ukraine beweise, welch gro\u00dfe Gefahr f\u00fcr den Westen von  Russland ausgehe. Der ehemalige Staatssekret\u00e4r Ronald Reagans, Paul  Craig Roberts kommentierte diese Rede wie folgt: \u201eEs ist absolut  unbegreiflich, dass der Pr\u00e4sident der Vereinigten Staaten sich vor die  gesamte Weltgemeinschaft stellt, um Dinge zu erz\u00e4hlen, von denen jeder  wei\u00df, dass es sich um eklatante L\u00fcgen handelt\u2026 Wenn Washington Bomben  wirft und in dreizehn Jahren ohne Kriegserkl\u00e4rung in sieben L\u00e4nder  einf\u00e4llt, dann ist das keine Aggression. Eine Aggression findet erst  dann statt, wenn Russland die mit 97 Prozent der Stimmen zustande  gekommene Petition der Krim zur Wiedervereinigung mit Russland annimmt.\u201c<\/p>\n<p><a title=\"Bild vergr\u00f6\u00dfern\" href=\"http:\/\/www.tagesspiegel.de\/images\/us_navy_reuters\/10822640\/2-format43.jpg\">Bild vergr\u00f6\u00dfern<\/a>Ex-Linkenchef Oskar Lafontaine spricht sich gegen US-Interventionismus aus. &#8211; Foto: Reuters<\/p>\n<p>Auch  im Ukraine-Konflikt geht es um Rohstoffe und Absatzm\u00e4rkte. So hat  beispielsweise der US-Konzern Chevron das Recht erworben, in der Ukraine  Fracking-Gas zu f\u00f6rdern, und Hunter Biden, der Sohn des  US-Vizepr\u00e4sidenten Joe Biden, sitzt im Direktorium einer ukrainischen  Gasgesellschaft. <a href=\"http:\/\/www.tagesspiegel.de\/politik\/international\/sicherheitskonferenz-russland-sieht-nato-osterweiterung-als-bedrohung\/1678052.html\" target=\"_blank\">Bei der Nato-Osterweiterung<\/a> fehlte Kiew bisher im Einflussbereich der Vereinigten Staaten &#8211; und das konnte auf Dauer ja nicht so bleiben.<\/p>\n<p>Diese  seit Jahrzehnten von den USA betriebene Au\u00dfenpolitik\u00a0 kommentiert Willy  Wimmer, Parlamentarischer Staatssekret\u00e4r im Verteidigungsministerium  der Regierung Kohl und langj\u00e4hriger Vizepr\u00e4sident der OSZE wie folgt:  \u201eZun\u00e4chst haben die USA die Vereinten Nationen gen\u00f6tigt, gleichsam die  Nato als milit\u00e4rischen Dienstleister f\u00fcr ihre sicherheitspolitischen  Ma\u00dfnahmen zu akzeptieren. Das dar\u00fcber verfolgte amerikanische Ziel ging  und geht in eine v\u00f6llig andere Richtung. Die Vereinten Nationen sollen  soweit marginalisiert werden, dass sich baldm\u00f6glichst die von den USA  dominierte Nato an die globale Stelle der Vereinten Nationen setzen  kann.\u201c<\/p>\n<h3>Als blo\u00dfes Instrument zur Durchsetzung amerikanischer Interessen hat die Nato keine Zukunft<\/h3>\n<p>Aufgrund  \u00e4hnlicher \u00dcberlegungen antwortete Helmut Schmidt vor einiger Zeit auf  die Frage, welchen Sinn und Zweck die Nato heute noch habe: \u201eIn  Wirklichkeit ist sie \u00fcberfl\u00fcssig\u201c, wie der ehemalige Leiter seines  Planungsstabes im Verteidigungsministerium, Theo Sommer, berichtet.  Objektiv gesehen handele es sich bei dem westlichen B\u00fcndnis letztlich um  ein reines Instrument der amerikanischen Weltstrategie. Als blo\u00dfes  Instrument zur Durchsetzung amerikanischer Interessen habe die Nato  keine Zukunft. Weltweiter Interventionismus k\u00f6nne nicht ihr Auftrag  sein.<\/p>\n<p>Auch im Vorderen Orient geht es seit  Jahrzehnten um Rohstoffe und Absatzm\u00e4rkte. Vor allem um sich die Zug\u00e4nge  zu den \u00d6lquellen zu sichern, haben die jeweiligen US-Regierungen in  unterschiedlicher Form versucht, die Vorherrschaft der USA in  Vorderasien zu sichern. Dabei waren sie bekanntlich in der Wahl ihrer  Mittel alles andere als zimperlich. Sie r\u00fcsteten die Taliban, den  Diktator Saddam Hussein oder den IS auf, um sie anschlie\u00dfend zu  bek\u00e4mpfen. Wenn US-Vizepr\u00e4sident Joe Biden heute den US-Verb\u00fcndeten im  Nahen Osten die Schuld an der Aufr\u00fcstung des IS gibt und daf\u00fcr die  T\u00fcrkei, Saudi Arabien und die Vereinigten Arabischen Emirate  verantwortlich macht,  verschweigt er, dass diese US-Verb\u00fcndeten  letztendlich als verl\u00e4ngerter Arm der US-Au\u00dfenpolitik agieren.<\/p>\n<p>Wer  heute US-gef\u00fchrte Milit\u00e4reins\u00e4tze in der Welt mit eigenen Truppen oder  mit Waffenlieferungen unterst\u00fctzt, l\u00e4sst sich in eine US-Au\u00dfenpolitik  einbinden, die seit dem Zweiten Weltkrieg eine Blutspur mit Millionen  Toten um den Erdball gezogen hat. Es geht bei den Diskussionen um die  Beteiligung der Bundeswehr an den Milit\u00e4rinterventionen der letzten  Jahre nicht in erster Linie darum, Menschenleben zu retten, sondern im  Kern um die Frage, ob die Bundeswehr diese Au\u00dfenpolitik der USA zur  Sicherung von Rohstoffen und Absatzm\u00e4rkten unterst\u00fctzt.<\/p>\n<h2>Die Systemparteien im Verein mit den deutschen Medien<\/h2>\n<p>Bisher  hat sich nur die Partei Die Linke in Deutschland geweigert, dabei  mitzumachen. Sie wurde und wird deshalb von den Systemparteien CDU, CSU,  SPD, FDP und Gr\u00fcnen im Verein mit den deutschen Medien seit Jahren  angegriffen und aufgefordert, endlich eine \u201everantwortungsvolle\u201c  Au\u00dfenpolitik zu betreiben. Zur Rolle der Medien schreibt Peter  Scholl-Latour in dem nach seinem Tod ver\u00f6ffentlichten Buch \u201eDer Fluch  der b\u00f6sen Tat\u201c: \u201eDie weltumspannende Desinfomationskampagne  amerikanischer Propagandainstitute, der es gelungen ist, die europ\u00e4ische  Medienlandschaft gr\u00fcndlichst zu manipulieren, mag durchaus berechtigt  erscheinen, wenn es darum geht, den Feind zu t\u00e4uschen\u2026 Doch sie wird zum  Verh\u00e4ngnis, wenn ihre Autoren sich im Netz der eigenen L\u00fcgen und  Zwangsvorstellungen verstricken, wenn sie ihren eigenen Fantasmen  erliegen.\u201c<\/p>\n<p>Das immer wieder vorgebrachte  Argument, man k\u00f6nne doch nicht tatenlos zusehen, wenn Menschen leiden  und sterben, ist heuchlerisch und verlogen. Die westliche  Wertegemeinschaft sieht t\u00e4glich mehr oder weniger tatenlos zu, wie  Menschen verhungern und an Krankheit sterben. <a href=\"http:\/\/www.tagesspiegel.de\/themen\/ebola\/\" target=\"_blank\">Fl\u00fcchtlinge ertrinken und Seuchen wie Ebola breiten sich aus<\/a>,  ohne dass die Industriestaaten auch nur im Entferntesten daran denken,  zur Rettung dieser Menschen \u00e4hnlich viel Geld auszugeben, wie sie dem  Milit\u00e4r j\u00e4hrlich zur Verf\u00fcgung stellen. Es ist schon erstaunlich zu  beobachten, wie Politikerinnen und Politiker, deren Mitleid pl\u00f6tzlich  erwacht, wenn sie nach Milit\u00e4reins\u00e4tzen rufen k\u00f6nnen, scheinbar  unger\u00fchrt dem t\u00e4glichen Verhungern, dem Tod durch Krankheit und dem  Ertrinken Fl\u00fcchtender auf den Weltmeeren zusehen.<\/p>\n<p>Dabei  h\u00e4tte die politische Linke in Europa aufatmen m\u00fcssen, als Papst  Franziskus feststellte: \u201eDiese Wirtschaft t\u00f6tet.\u201c Diese Wirtschaft nennt  die Linke Kapitalismus. Schon vor gut einem Jahrhundert wusste der  franz\u00f6sische Sozialist Jean Jaur\u00e8s: \u201eDer Kapitalismus tr\u00e4gt den Krieg in  sich wie die Wolke den Regen.\u201c Anders formuliert: Zur Sicherung von  Rohstoffen und Absatzm\u00e4rkten wird in diesem Wirtschaftssystem immer  wieder milit\u00e4rische Gewalt eingesetzt.<\/p>\n<p>Die  heutigen franz\u00f6sischen Sozialisten haben Jean Jaur\u00e8s ebenso aus ihrer  Erinnerung verbannt wie die deutschen Sozialdemokraten Willy Brandt,  dessen entscheidender Satz in seiner Friedensnobelpreisrede lautete:  \u201eKrieg ist nicht die ultima Ratio sondern die ultima Irratio.\u201c  Mittlerweile sind Milit\u00e4reins\u00e4tze wieder fester Bestandteil der  Au\u00dfenpolitik der SPD.<\/p>\n<h3>\u201eDie Linke ist eine internationalistische Friedenspartei&#8220;<\/h3>\n<p>Die  Linke hat ihre Parteizentrale im Karl Liebknecht Haus. Ihre \u00a0Mitglieder  f\u00fchlen sich dem Erbe Karl Liebknechts verpflichtet: \u201eNieder mit dem  Krieg!\u201c In dieser Tradition sieht sich die Linke, wenn sie in ihrem  Grundsatzprogramm schreibt: \u201eDie Linke ist eine internationalistische  Friedenspartei, die f\u00fcr Gewaltfreiheit eintritt.\u201c<\/p>\n<p>Nun  versuchen seit Jahren Gregor Gysi und einige von den Medien als  \u201eReformer\u201c gew\u00fcrdigte Politiker der Linken, das Verm\u00e4chtnis Karl  Liebknechts aus der Programmatik der Linken zu entsorgen. Dabei schielen  sie auf eine Regierungsbeteiligung in einer rot-rot-gr\u00fcnen Koalition.  SPD und Gr\u00fcne haben ja die Bildung einer gemeinsamen Bundesregierung an  die Bedingung gekn\u00fcpft, dass die Linke ihre friedenspolitischen  Grunds\u00e4tze aufgibt.<\/p>\n<p>Eine selbstbewusste Politik  sieht anders aus. Mit Forderungen wie \u201eraus aus Afghanistan\u201c und \u201ekeine  Waffenexporte\u201c hat die Linke Wahlen gewonnen. Auch heute lehnt die  Mehrheit der Bundesb\u00fcrger Waffenexporte und Kriegseins\u00e4tze der  Bundeswehr im Ausland ab. Die Linke hat auf die Frage, wollt ihr  tatenlos zusehen, wie Menschen sterben, die bessere Antwort. Helfen  sollen statt Soldaten, \u00c4rzte und Krankenschwestern, statt Waffen,  Nahrungsmittel und Medikamente. In ihrem Grundsatzprogramm steht: \u201eWir  schlagen die Einrichtung eines zivilen Hilfscorps vor, das  Willy-Brandt-Corps f\u00fcr internationale Katastrophenhilfe. Es ist die  friedliche Alternative zur Armee im Einsatz.\u201c<\/p>\n<p>Das ist auch ein Angebot an SPD und Gr\u00fcne f\u00fcr die Bildung einer gemeinsamen Bundesregierung. <a href=\"http:\/\/www.tagesspiegel.de\/themen\/willy-brandt\/\" target=\"_blank\">Wenn die Sozialdemokraten zur Politik Willy Brandts zur\u00fcckfinden,<\/a> steht einer Regierungszusammenarbeit auf dem Gebiet der Au\u00dfenpolitik  nichts mehr im Wege. Eine solche Au\u00dfenpolitik sucht im Geiste der  Entspannungspolitik die Verst\u00e4ndigung mit Russland, die im elementaren  Interesse der Deutschen liegt. Gewaltverzicht, gute Nachbarschaft,  Entspannung, gemeinsame Sicherheit sind allemal eher geeignet, den  Frieden zu sichern, als Waffenexporte, Interventionskriege,  V\u00f6lkerrechtsbr\u00fcche oder Sanktionen.<\/p>\n<h3>Tausendfacher Drohnenmord zur Sicherung der geostrategischen Interessen des US-Imperiums<\/h3>\n<p>Selbst  wenn das alles richtig ist, besteht dann nicht doch die Verpflichtung,  Menschen wie den Jesiden oder den Kurden oder vielen anderen, denen in  den letzten Jahren der gewaltsame Tod drohte, beizustehen, notfalls auch  mit Milit\u00e4r? Aber welchen Milit\u00e4reinsatz h\u00e4tte die UNO anordnen k\u00f6nnen  um die Bev\u00f6lkerung im Vietnam Krieg zu sch\u00fctzen, als die USA Napalm  einsetzten und Millionen Menschen ums Leben kamen? Welchen  Milit\u00e4reinsatz h\u00e4tte sie im Irak Krieg, dessen Opferzahlen eine  US-Studie mit einer halben Million angibt, anordnen k\u00f6nnen, um die  Bev\u00f6lkerung zu sch\u00fctzen?<\/p>\n<p>Nur wenn die USA sich  den Entscheidungen einer reformierten UNO unterwerfen w\u00fcrden \u2013 davon  sind sie zurzeit Lichtjahre entfernt \u2013 w\u00e4re der Aufbau einer Weltpolizei  denkbar, die Gewalt \u00e4hnlich stoppen k\u00f6nnte wie die Polizei in den  Nationalstaaten. So lange die USA die milit\u00e4rische Eroberung von  Rohstoffquellen und Absatzm\u00e4rkten zum Ziel ihrer Au\u00dfenpolitik machen,  sind alle \u00dcberlegungen, mit Milit\u00e4reins\u00e4tzen den Weltfrieden und das  Recht wiederherzustellen, keine Realpolitik. Es sind Tr\u00e4umereien von  Leuten, welche die Machtstrukturen der Welt nicht analysieren k\u00f6nnen und  nicht zur Kenntnis nehmen wollen, dass die m\u00e4chtigste Milit\u00e4rmacht des  Erdballs von einem Pr\u00e4sidenten gef\u00fchrt wird, der <a href=\"http:\/\/www.tagesspiegel.de\/politik\/amerikas-anti-terror-politik-der-praesident-der-drohnen\/10016612.html\" target=\"_blank\">zur Sicherung der geostrategischen Interessen des US-Imperiums den tausendfachen Drohnenmord<\/a> befohlen hat und von sich selbst sagt: \u201eIch bin gut darin, Menschen zu t\u00f6ten.\u201c<\/p>\n<p>Kants  kategorischer Imperativ: \u201eHandele nur nach derjenigen Maxime, durch die  du zugleich wollen kannst, dass sie ein allgemeines Gesetz werde\u201c ist  eine geeignete Anleitung zum Handeln, wenn die Staaten der Welt in  Frieden miteinander leben wollen. Die Beachtung des V\u00f6lkerrechts,  Gewaltverzicht, Abr\u00fcstung, gemeinsame Sicherheit und gute Nachbarschaft  folgen diesem Imperativ, w\u00e4hrend eine Au\u00dfenpolitik, die zum Ziel hat,  Rohstoffe und Absatzm\u00e4rkte notfalls mit milit\u00e4rischen Mitteln zu  erobern, immer zu neuen Kriegen f\u00fchrt.<\/p>\n<p><em>Der Autor ist ehemaliger Vorsitzender der SPD und sp\u00e4ter der Linkspartei.<\/em> Heute ist er Fraktionschef der Linken im Saarland.<\/p>\n<p>http:\/\/www.tagesspiegel.de\/meinung\/die-linke-und-der-krieg-gegen-den-globalen-interventionismus-von-usa-und-nato\/10822178.html<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Kurden, Jesiden, Ukrainer &#8211; Frieden schaffen mit immer mehr Waffen? Wer heute US-gef\u00fchrte Milit\u00e4reins\u00e4tze unterst\u00fctzt, l\u00e4sst sich in eine US-Au\u00dfenpolitik einbinden, die seit dem Zweiten Weltkrieg eine Blutspur mit Millionen Toten um den Erdball gezogen hat. 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