{"id":3669,"date":"2014-11-20T09:12:10","date_gmt":"2014-11-20T07:12:10","guid":{"rendered":"http:\/\/www.luxorbis.org\/friedensplattform.at\/?p=3669"},"modified":"2014-11-20T09:12:10","modified_gmt":"2014-11-20T07:12:10","slug":"mitri-raheb-glaube-unter-imperialer-macht-eine-palaestinensische-theologie-der-hoffnung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.friedensplattform.at\/?p=3669","title":{"rendered":"Mitri Raheb: Glaube unter imperialer Macht &#8211; Eine pal&#228;stinensische Theologie der Hoffnung"},"content":{"rendered":"<p>Rupert Neudeck rezensiert Mitri Rahebs Buch ::<\/p>\n<p>(&#8230;) Denn selbst wenn die Imperien die Menschen zermalmten und unterwarfen  wie j\u00fcngst in Gaza, so konnte sie doch nicht zerst\u00f6ren, was jene  beseelte. Er (Mitri Raheb) gibt als theologischer Politiker oder politischer Theologe  in der Nachfolge von J.B. Metz eine Exegese von 2 Kor 4,8-9: \u201eUns ist  bange, aber wir verzagen nicht. Wir leiden Verfolgung, aber wir werden  nicht verlassen. Wir werden unterdr\u00fcckt, aber wir kommen nicht um\u201c.<\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<div style=\"margin: 0 0 20px 0; width: 412px;\">\n<h1>:: Glaube unter imperialer Macht: Eine pal\u00e4stinensische Theologie der Hoffnung<\/h1>\n<div id=\"top\">\n<map name=\"head\">\n<area title=\"Startseite\" shape=\"rect\" coords=\"690,30,880,80\" href=\"http:\/\/www.sonnenseite.com\/index.php?view=new\" alt=\"Startseite\" \/> <\/map>\n<div id=\"navMainNew\">\n<div><a title=\"Eigene Sonnenerfahrung\" href=\"http:\/\/www.sonnenseite.com\/Eigene+Sonnenerfahrung,11.html\"><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.sonnenseite.com\/images\/blank.gif\" alt=\"Franz Alt\" \/><\/a><\/div>\n<div><a title=\"Aktuelle News\" href=\"http:\/\/www.sonnenseite.com\/Aktuelle+News,6.html\"><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.sonnenseite.com\/images\/blank.gif\" alt=\"Aktuelles\" \/><\/a><\/div>\n<div><a title=\"Politik\" href=\"http:\/\/www.sonnenseite.com\/Politik,95.html\"><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.sonnenseite.com\/images\/blank.gif\" alt=\"Artikel\" \/><\/a><\/div>\n<div><a title=\"Vortragstermine\" href=\"http:\/\/www.sonnenseite.com\/Vortragstermine,22.html\"><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.sonnenseite.com\/images\/blank.gif\" alt=\"Vortr\u00e4ge\" \/><\/a><\/div>\n<div><a title=\"Autor\" href=\"http:\/\/www.sonnenseite.com\/Autor,13.html\"><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.sonnenseite.com\/images\/blank.gif\" alt=\"B\u00fccher\" \/><\/a><\/div>\n<\/div>\n<div id=\"main\">\n<div id=\"left\">\n<div id=\"content\">\n<div id=\"content_left\">\n<div id=\"page_title\"><span>Buch-Tipps<\/span><\/div>\n<div>\n<div style=\"margin-bottom:5px;\"><a style=\"margin:0px;\" title=\"\u00a9 G\u00fctersloher Verlagshaus\" rel=\"lightbox\" href=\"http:\/\/www.sonnenseite.com\/upload\/v1_de_img_a30048_6_large.jpg\"><img decoding=\"async\" style=\"border:1px solid #CBCCBC;\" src=\"http:\/\/www.sonnenseite.com\/upload\/v1_de_img_a30048_6_thumb.jpg\" alt=\"\" \/><br \/>\n<\/a><span id=\"image_description\">\u00a9 G\u00fctersloher Verlagshaus<\/span><\/div>\n<\/div>\n<div id=\"info_left_content_area\"><span id=\"link_text\" style=\"padding:0 0 5px 0; margin:0; font-weight:bold;\">Weitere Informationen<\/span><\/p>\n<div id=\"infobox_element\" style=\"padding-left:0;\">\n<div id=\"content_right\"><a style=\"margin:0;\" title=\"http:\/\/www.amazon.de\/gp\/product\/3579085115\/ref=as_li_tl?ie=UTF8&amp;camp=1638&amp;creative=6742\" href=\"http:\/\/www.amazon.de\/gp\/product\/3579085115\/ref=as_li_tl?ie=UTF8&amp;camp=1638&amp;creative=6742\" target=\"_blank\">Mitri Raheb &#8222;Glaube unter imperialer Macht: Eine pal\u00e4stinensische<br \/>\n<\/a><\/p>\n<div style=\"margin: 0 0 20px 0; width: 412px;\">\n<h1>:: Glaube unter imperialer Macht: Eine pal\u00e4stinensische Theologie der Hoffnung<\/h1>\n<div style=\"display:block; font-style:italic; margin-bottom:20px;\">\n<p>Eine  pal\u00e4stinensische Theologie zur L\u00f6sung des Problems Pal\u00e4stina. Zu einer  Streitschrift in theologischer Absicht von Mitri Raheb. Von Rupert  Neudeck<\/p><\/div>\n<div>\n<p>Das beste Buch bisher und in den letzten zwanzig Jahren, das sich  neben das von Ilan Pappe stellen kann, hat ein pal\u00e4stinensischer  Theologe geschrieben. Programmatisch hei\u00dft es \u201cGlaube unter imperialer  Macht\u201c. Es wird allen Erwartungen gerecht, die man an den umtriebigen,  flei\u00dfigen und ehrlichen Beobachter der Geschicke seines Volkes hegen  kann. Es ist wegen der abgrundtiefen Ehrlichkeit eine \u201eTheologie der  Hoffnung\u201c aus der Feder des Leiters des Theologischen Instituts in  Bethlehem geworden. Mitri Raheb beschreibt auch den Weg der eigenen  Emanzipation als Pal\u00e4stinenser und als Theologe.<\/p>\n<p>Er macht den Leser aufmerksam auf die neue Sprache, die er gefunden  hat. Seine fr\u00fcheren B\u00fccher waren noch im nach\u00e4ffenden Wettbewerb mit der  europ\u00e4ischen Methodologie geschrieben, er habe sozusagen getanzt \u201enach  den Rhythmen europ\u00e4ischer Orgelmusik und Theologie\u201c. Er wollte sich  beweisen, dass er dieses Instrumentarium der Europ\u00e4er beherrschte\u201c, weil  er allein darin als pal\u00e4stinensischer Christ sich erkannte. Nun aber  hat er verstanden: Die Biblische Erz\u00e4hlung kann am besten als Antwort  auf die geopolitische Geschichte der Region verstanden werden. Und noch  eindringlicher: \u201eNach einer langen Reise durch die angels\u00e4chsische  Theologie empfinde ich mich nun angekommen im Nahen Osten, wo ich  hingeh\u00f6re\u201c.<\/p>\n<p>Was f\u00fcr ein verhei\u00dfungsvolles Programm, das er seinen Landsleuten und  uns anbietet. Er beschreibt die geopolitische Geschichte der Region,  die immer schon von den Gro\u00dfreichen, also Imperien bestimmt war.  Pal\u00e4stina war w\u00e4hrend der letzten 2500 Jahre besetztes Gebiet und  Schlachtfeld konkurrierender Reiche. Das geht von den Assyrern, den  Babyloniern, den Persern, den Griechen und den R\u00f6mern (letztere 63 v  Christus(), dann den Byzantinern, den Arabern, den Tartaren \u00fcber die  Kreuzritter, die Ayyubiden, die Tartaren noch einmal (1244), die  Mamelucken, zu den Mongolen (1401), dann zu den Osmanen (1516), dann den  Briten (1917) und schlie\u00dflich den Israelis (1948\/67).<\/p>\n<p>Es ist ein ganz politisches und gleichzeitig ganz theologisches Buch.  Wer das auseinanderhalten m\u00f6chte, sollte es nicht lesen. Es geht den  Urfragen des Glaubens, der Theodizee nicht aus dem Wege. \u201eWo bist du,  Gott?\u201c Warum handelt Gott nicht, um sein Volk zu befreien? Es kann in  seiner Wirkung nicht hoch genug eingesch\u00e4tzt werden, denn Mitri Rahebs  Buch will als \u201eauthentisches Narrativ der Christen in Pal\u00e4stina\u201c diesen  Hoffnung geben, in dem er dieses narrativ politisch bedeutsam und  theologisch sch\u00f6pferisch sein l\u00e4sst. Letzten Endes verbinde die  Geschichte der Menschen in Pal\u00e4stina die Biblischen Zeiten mit der  Gegenwart. Es ist ein unausgesprochenes Pl\u00e4doyer f\u00fcr alle, die dort  leben, nicht deshalb wegzugehen, auch nicht als Christen, wenn es f\u00fcr  sie bequem ist, abzuhauen und auszuwandern.<\/p>\n<p>Er beschreibt die vier Reaktionsweisen, die das Volk von Pal\u00e4stina  durch die Jahrhunderte der stetigen Besatzung und der gro\u00dfen Imperien,  deren letzte jetzt das von Israel\/USA geworden ist, gelernt hat.<\/p>\n<p><strong>Erste Reaktion: Zur\u00fcckschlagen \u201cWas uns mit Gewalt genommen wurde, kann nur mit Gewalt zur\u00fcckgeholt werden!\u201c<\/strong> Diesen Satz h\u00f6rte der Autor in den 80er Jahren beim Studium in  Deutschland. Also mit Gewalt zur\u00fcckschlagen. Aber die Antwort des  Imperiums war immer: Milit\u00e4rische Mobilmachung, Einmarsch und noch mehr  Gewalt. Es kamen immer begeisterte K\u00e4mpfer, die den Besatzern eine  Lektion erteilten. Man treffe im Herodium \u2013 einer im ersten Jahrhundert  v. Chr errichteten Festung \u2013 auf eine Reihe von Gedenktafeln, die  j\u00fcdische Siedler in Erinnerung an Ihre Helden dort angebracht haben. Sie  werden als Freiheitsk\u00e4mpfer hoch geehrt. Die Pal\u00e4stinenser werden in  derselben Tradition stehend als Terroristen erkl\u00e4rt. Der Autor besteht  darauf, das Imperium (jetzt Israel) legt den Label \u201eTerrorist\u201c auf  diejenigen, die gegen die imperiale Macht mit den Waffen des Imperiums  k\u00e4mpfen. \u201eDiejenigen aber, die unter der imperialen Besatzung kleben,  sehen sich als Freiheitsk\u00e4mpfer!\u201c<\/p>\n<p><strong>Zweite Antwort: Das religi\u00f6se Gesetz befolgen<\/strong><\/p>\n<p>Das war die Antwort der Pharis\u00e4er, die meinten, man k\u00f6nnte nur eine  religi\u00f6se Antwort finden. Die sahen in der Imperialen Gewalt eine  \u201eStrafe Gottes f\u00fcr das von seinem Gesetz abgefallene Volk und im  Imperium selbst die Verk\u00f6rperung des Heidentums\u201c. In der Post Holocaust  Phase lobte man die Pharis\u00e4er. Mitri Raheb sagt dazu: Diese so gesehenen  Romantik-Pharis\u00e4er machten in weiten Teilen das, was die Hamas, die  islamistische Widerstandsbewegung verfolgt. Die Gruppe, die heute in der  Gesetzlichkeit die L\u00f6sung des Pal\u00e4stinensischen Problems ist, ist die  Hamas. Dass die Hamas seit 1988 gegen Israel k\u00e4mpft darf uns nicht blind  machen. Die Muslimbr\u00fcder proklamieren, das g\u00f6ttliche Recht zum Ma\u00dfstab  im Alltag zu machen. Raheb: \u201eDiese Leute k\u00e4mpfen weniger gegen das  Imperium als vielmehr gegen die eigenen Leute, die ihre Identit\u00e4t  vernachl\u00e4ssigen\u201c. Diese Leute sagen: Gott wird sich in all seiner Macht  uns zuwenden, wenn wir uns wieder nach seinem Gesetz, nach der Sharia  richten.<\/p>\n<p><strong>Die dritte Antwort ist die Anpassung <\/strong><\/p>\n<p>Die Anpassung ist die Antwort der Sadduz\u00e4er im der Zeit von Jesus  Christus. Diese Antwort hei\u00dft: \u201eWir m\u00f6gen das Imperium nicht, aber  solange es da ist, m\u00fcssen wir uns mit ihm arrangieren\u201c. Zum Beispiel wie  in Lk 20,20-26: Was steht dem Kaiser, was Gott zu? Diese Haltung ist  sehr gel\u00e4ufig bei einer Bev\u00f6lkerung, die dieser imperialen Macht nicht  entkommen kann, die auch Besatzungsmacht ist.<\/p>\n<p><strong>Die vierte Antwort ist: die Kollaboration <\/strong><\/p>\n<ul>\n<li>Es handele sich um jene Opportunisten, die aus Gesch\u00e4ften mit dem  Imperium Vorteile f\u00fcr sich herausschlagen. Dazu geh\u00f6rten in der Zeit von  Jesus die Steuereintreiber, die viel Geld in die eigene Tasche  steckten. Ihnen entsprechen heute die Zwischenh\u00e4ndler, die israelische  Produkte auf die M\u00e4rkte bringen, die als Subunternehmer in israelischen  Siedlungen agieren und als Informanten kollaborieren. Raheb geht nicht  so weit, auch die realexistierenden Vertreter der Autonomie-Beh\u00f6rde,  auch schon Regierung genannt, mit einzubeziehen, obwohl es viele gute  Gr\u00fcnde gibt das zu tun. Schlie\u00dflich k\u00f6nnen sie nicht \u00fcber ihr  A-Territorium verf\u00fcgen, m\u00fcssen aber p\u00fcnktlich als Feigenblatt einer sog.  Regierung herhalten.<\/li>\n<li>Es sind wunderbare Mut-machende Exegesen der heiligen Schrift, die  wie aus dem t\u00e4glichen m\u00fchseligen Kampf gewonnen werden und zu ganz neuen  Ufern gelangen. Immer wieder sagt der Autor: Ich behaupte, dass die  Bildung von Identit\u00e4t als Abgrenzung von anderen grunds\u00e4tzlich f\u00fcr den  Glaubenden als Irrweg zu erkennen und zu \u00fcberdenken sei. Mitri Raheb  liest und meditiert das Alte und besonders das Neue Testament in seiner  eingeschlossenen Besatzungssituation. Und wei\u00df, dass die Sanftm\u00fctigen  das Erdreich besitzen werden\u201c, wie es die Bergpredigt in einer der etwas  vergessenen Verhei\u00dfungen uns sagt.<\/li>\n<li>Er sagt auch etwas zur aktuellen Situation. Wieso verst\u00e4ndigen und  einigen sich die Pal\u00e4stinenser in der Unterdr\u00fcckung nicht schneller.  Warum deutet nichts auf eine \u00dcbereinkunft zwischen Hamas und Fatah hin?  Die Antwort ist geopolitisch. Die beiden Parteien bewegen sich nicht in  ihrem souver\u00e4nen und schon gar nicht im luftleeren Raum. \u201eDie Belagerung  Gazas durch Israel zielt auf die Ausbildung zweier Identit\u00e4ten, die  miteinander nichts zu tun haben sollen: eine in der Westbank. Die andere  im Gazastreifen\u201c. Diese beiden Identit\u00e4ten entwickeln sich ganz  getrennt voneinander. Es gibt Geschichten \u00fcber Br\u00fcder aus ein und  derselben Familie. Der eine geht zur Fatah. Der andere zur Hamas.  Pl\u00f6tzlich reden sie nicht mehr miteinander. Es liege etwas  Bitterkomisches in dem Appell der f\u00fchrenden Politiker, die Pal\u00e4stinenser  sollten doch mit den Israelis reden, und ihnen zugleich ausdr\u00fccklich  nahelegen, keine Gespr\u00e4che mit der Hamas zu f\u00fchren.<\/li>\n<li>Man hat lesend das bestimmte Gef\u00fchl, dass hier jemand als Theologe  der bessere Politiker ist, weil er nicht von Israels Gnaden lebt, also  von der Gnade des Imperiums, sondern weil er aus dem Schatz des  Glaubens, dem Thesaurus der Offenbarung die Bewusstseinsebene einl\u00e4uten  kann, die Menschen selbst nach einem halben Jahrhundert Unterdr\u00fcckung  und Besatzung dazu f\u00fchrt, nicht die h\u00f6chste geopolitische Bedeutung der  Botschaft zu vergessen: Denn diese erm\u00f6glicht es dem Volk von Pal\u00e4stina  alle Niederlagen zu \u00fcberleben. Sie zog der Niederlage den Rei\u00dfzahn, dem  Tod den Stachel und nahm dem Imperium seinen Sieg. Denn selbst wenn die  Imperien die Menschen zermalmten und unterwarfen wie j\u00fcngst in Gaza, so  konnte sie doch nicht zerst\u00f6ren, was jene beseelte. Er gibt als  theologischer Politiker oder politischer Theologe in der Nachfolge von  J.B. Metz eine Exegese von 2 Kor 4,8-9: \u201eUns ist bange, aber wir  verzagen nicht. Wir leiden Verfolgung, aber wir werden nicht verlassen.  Wir werden unterdr\u00fcckt, aber wir kommen nicht um\u201c.<\/li>\n<li>Immer wieder geht er zu Herodes zur\u00fcck, der damals lange Aqu\u00e4dukte  anlegen lie\u00df, um das Wasser aus der Gegend von Bethlehem\/Hebron nach  Jerusalem zu leiten. Die Kontrolle \u00fcber das Wasser durch die Israelische  Besatzungsmacht, die der Pr\u00e4sident des EU-parlaments Martin Schulz in  der Knesseth erw\u00e4hnte, ist eine Fortsetzung dieser imperialen Herrschaft  \u00fcber die nat\u00fcrlichen Ressourcen. Die pal\u00e4stinensischen Beh\u00f6rden seien  nicht einmal befugt, in jenen winzigen A-Zonen unter ihrer eigenen  Kontrolle nach Wasser zu graben. Einem Siedler im\u00a0 Westjordanland steht  vier mal mehr Wasser zur Verf\u00fcgung als einem Pal\u00e4stinenser. Israel hat  mit seinem Wehrsiedlungs-Baurausch alle Vorg\u00e4nger \u00fcbertroffen: die  Griechen wie die R\u00f6mer, die Byzantiner wie die Kreuzfahrer und die  Osmanen. Heute schlie\u00dft die Siedlungspolitik jede denkbare L\u00f6sung der  Zwei Staaten oder eine andere Friedensl\u00f6sung aus. Raheb: Die Anwesenheit  von fast einer halben Million Siedler im Westjordanland in ihrer  Abh\u00e4ngigkeit vom israelischen Milit\u00e4r und \u201eihrem \u00fcberheblichen Benehmen  gegen\u00fcber den vertriebenen Pal\u00e4stinensern machen jede Vereinbarung \u00fcber  das Gebiet null und nichtig\u201c.<\/li>\n<li>Ein Hauptproblem der Opfer eines Imperiums liegt darin, sich mit dem  Imperium zu identifizieren und dann zu doppelten Opfern zu werden-. Die  Rolle des Opfers zu spielen, mag den Unterdr\u00fcckten Sympathien bringen,  aber nicht Respekt.<\/li>\n<li>Raheb entwickelt das politische Programm Jesu an Hand dessen, was er  ausdr\u00fccklich nicht tat: Er war dennoch der Heiland, der Befreier. Er  ging nicht nach Rom. Rom und der Kaiser waren f\u00fcr Jesus unwichtig. Jesus  gr\u00fcndete nicht eine Partei. Er war sehr beliebt und h\u00e4tte das gut tun  k\u00f6nnen. Er hatte auch nicht den Ehrgeiz, ein Oberrabbiner oder Patriarch  zu werden Er interessierte sich f\u00fcr die D\u00f6rfer. Die Dorfbev\u00f6lkerung ist  das R\u00fcckgrat jeder politischen Bewegung. In diese D\u00f6rfer Pal\u00e4stinas  ging Jesus, predigte, l<a target=\"_blank\">e<\/a>hrte und heilte. Er  beklagt, dass die Besten und Kl\u00fcgsten der Unterdr\u00fcckten in das Imperium  hineingesogen werden, meint er damit auch die Autonomiebeh\u00f6rden,  Menschen, die Privilegien des Imperiums verdienen?<\/li>\n<li>Diese Menschen, mit denen Mitri Raheb so lange schon ausharrt und  Hoffnung hat, m\u00fcssen das \u201eYes we can\u201c von Martin Luther King lernen und  sich zu eigen machen. Selig die Sanftm\u00fctigen, Ihnen wird das Erdreich  geh\u00f6ren. Ein wunderbares Buch. F\u00fcr die Menschen in Pal\u00e4stina, in jeder  anderen Situation, wo Menschen auf die Gerechtigkeit und Freiheit  warten, f\u00fcr uns, die wir bisher eine solche historische-theologische  Perspektive nicht vorgestellt bekommen haben. Danke, Mitri Raheb.<\/li>\n<\/ul>\n<\/div>\n<div style=\"margin-top:20px;\"><em>Quelle:<\/em><br \/>\n<a type=\"external\" href=\"mailto:R.Neudeck@t-online.de\" target=\"_blank\">Rupert Neudeck 2014<\/a> | <a type=\"external\" href=\"http:\/\/www.gruenhelme.de\/\" target=\"_blank\">Gr\u00fcnhelme 2014<\/a><\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<div style=\"width: 20px; position: relative; bottom: 42px; left: 715px;\"><img decoding=\"async\" style=\"margin-right:34px;\" src=\"http:\/\/www.sonnenseite.com\/images\/svcnav_divider.gif\" border=\"0\" alt=\"\" \/><\/div>\n<div style=\"width: 20px; position: relative; bottom: 52px; left: 746px;\"><a title=\"Bigi+Franz Alt\" href=\"mailto:info@sonnenseite.com\"><img decoding=\"async\" id=\"svcnav_copyright\" style=\"margin-right:34px;\" src=\"http:\/\/www.sonnenseite.com\/images\/svcnav_copyright.gif\" border=\"0\" alt=\"Bigi+Franz Alt\" \/><\/a><\/div>\n<div style=\"width: 20px; position: relative; bottom: 64px; left: 865px;\"><a title=\"Chris Alt\" href=\"http:\/\/www.chrisalt.com\" target=\"_blank\"><img decoding=\"async\" id=\"svcnav_chrisalt\" src=\"http:\/\/www.sonnenseite.com\/images\/svcnav_chrisalt.gif\" border=\"0\" alt=\"Chris Alt\" \/><\/a><\/div>\n<p><a href=\"http:\/\/www.etracker.de\/soverview.php?c=1&amp;et=5yxgWs\" target=\"_blank\"><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.etracker.de\/cnt.php?java=y&amp;tc=1416467335496&amp;et=5yxgWs&amp;et_ilevel=0&amp;swidth=1680&amp;sheight=1050&amp;siwidth=1615&amp;siheight=923&amp;scookie=1&amp;scolor=24&amp;p=undefined&amp;et_target=,0,0,0,0&amp;et_pagename=Aktuelles%20\/%20Buch-Tipps&amp;et_url=http%3A\/\/www.sonnenseite.com\/Buch-Tipps%2CGlaube+unter+imperialer+Macht-+Eine+palaestinensische+Theologie+der+Hoffnung%2C34%2Ca30048.html&amp;slang=de\" border=\"0\" alt=\"\" \/><\/a><\/div>\n<div id=\"lightbox\" style=\"top: 92.3px; left: 0px;\">\n<div id=\"outerImageContainer\" style=\"width: 420px; height: 500px; font-size: 53.76px;\">\n<div id=\"imageContainer\"><img decoding=\"async\" id=\"lightboxImage\" src=\"http:\/\/www.sonnenseite.com\/upload\/v1_de_img_a30048_6_large.jpg\" alt=\"\" \/><\/div>\n<\/div>\n<div id=\"imageDataContainer\" style=\"width: 420px;\">\n<div id=\"imageData\">\n<div id=\"imageDetails\"><span id=\"caption\">\u00a9 G\u00fctersloher Verlagshaus<\/span><\/div>\n<div id=\"bottomNav\"><a id=\"bottomNavClose\" href=\"http:\/\/www.sonnenseite.com\/Buch-Tipps,Glaube+unter+imperialer+Macht-+Eine+palaestinensische+Theologie+der+Hoffnung,34,a30048.html#\"><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.sonnenseite.com\/media\/lightbox\/images\/closelabel.gif\" alt=\"\" \/><\/a><\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Rupert Neudeck rezensiert Mitri Rahebs Buch :: (&#8230;) Denn selbst wenn die Imperien die Menschen zermalmten und unterwarfen wie j\u00fcngst in Gaza, so konnte sie doch nicht zerst\u00f6ren, was jene beseelte. Er (Mitri Raheb) gibt als theologischer Politiker oder politischer Theologe in der Nachfolge von J.B. 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