{"id":3786,"date":"2015-01-19T09:45:22","date_gmt":"2015-01-19T07:45:22","guid":{"rendered":"http:\/\/www.luxorbis.org\/friedensplattform.at\/?p=3786"},"modified":"2015-01-19T09:45:22","modified_gmt":"2015-01-19T07:45:22","slug":"stimmungsmache-gegen-muslime-ganz-duenner-lack","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.friedensplattform.at\/?p=3786","title":{"rendered":"Stimmungsmache gegen Muslime &#8211; Ganz d&#252;nner Lack"},"content":{"rendered":"<p>Von Knut Mellenthin<\/p>\n<p>Nicht alle Medien des deutschen Mainstream, nicht alle deutschen Journalisten, aber doch sehr viele haben jahrelang Vorurteile gegen den Islam und gl\u00e4ubige Muslime verbreitet und bedient. Aber seit Beginn der Dresdner Pegida-Aufm\u00e4rsche im Oktober bilden sie zusammen mit den Politikern der staatstragenden Parteien eine fast komplett geschlossene Emp\u00f6rungsfront. Wie d\u00fcnn der frisch aufgetragene Lack ist, zeigt sich dennoch immer wieder.<\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/2015\/01-19\/036.php\" target=\"_blank\">https:\/\/www.jungewelt.de\/2015\/01-19\/036.php<\/a><\/p>\n<p>19.01.2015 \/ Ansichten \/ Seite 8<\/p>\n<p>Spiegel online zum Beispiel brachte es am Freitag abend fertig, unter der \u00dcberschrift \u00bbIn der islamischen Welt entl\u00e4dt sich die Wut \u00fcber Charlie Hebdo\u00ab in einem einzigen Artikel drei Themen, die genau betrachtet wenig miteinander zu tun haben, zu einem muslimfeindlichen Brei zusammenzur\u00fchren. Da waren erstens die gr\u00f6\u00dfenm\u00e4\u00dfig marginalen Proteste in einigen L\u00e4ndern gegen die neuen Mohammed-Karikaturen des franz\u00f6sischen Satiremagazins, zweitens koordinierte Festnahmen mutma\u00dflich islamischer Fundamentalisten in mehreren europ\u00e4ischen Staaten und schlie\u00dflich, drittens, die Koordinierung der \u00bbAntiterrorstrategie\u00ab zwischen den USA und Gro\u00dfbritannien. Gemeint war die milit\u00e4rische Bek\u00e4mpfung des im Irak und in Syrien aktiven \u00bbIslamischen Staats\u00ab.<\/p>\n<p>W\u00e4hrend einiger der Proteste, so in Pakistan und in Niger, war es zu Gewaltt\u00e4tigkeiten gekommen, die von Spiegel online und den meisten anderen deutschen Medien mit spektakul\u00e4ren Fotos in den Vordergrund geschoben wurden. Dagegen verblasste, dass sich an den Krawallen nur wenige hundert Menschen beteiligt hatten. So zum Beispiel gerade mal 200 in der pakistanischen Hafenstadt Karatschi, die mehr als 20 Millionen Einwohner hat. In der nordafrikanischen Hauptstadt Algier \u2013 ungef\u00e4hr 2,2 Millionen Einwohner allein im Kerngebiet \u2013 zogen maximal 3.000 Demonstranten durch die Stra\u00dfen. Im jordanischen Amman, das \u00e4hnlich viele Einwohner hat, beteiligten sich 2.000 Menschen an den Protesten. Die riesige Mehrheit der mehr als 1,5 Milliarden Muslime ist weit davon entfernt, bei jedem \u00c4rger \u00fcber eine Beleidigung ihres Propheten \u00bbunvorhersehbare Reaktionen\u00ab an den Tag zu legen, wie es der chronische Aufhetzer Henryk Broder schon 2006 in seinem Buch \u00bbHurra, wir kapitulieren\u00ab behauptete.<\/p>\n<p>Auch die Verhaftungswelle in Frankreich, Deutschland, Belgien und anderen L\u00e4ndern diente haupts\u00e4chlich der Propaganda. Festgenommen wurden fast ausschlie\u00dflich alte Bekannte der Polizei und der Geheimdienste, gegen die au\u00dfer radikalen \u00c4u\u00dferungen im Internet nichts Konkretes vorliegt. Zu den staatlichen Methoden geh\u00f6rt es, diese Kreise immer wieder durch Polizeiaktionen \u00bbaufzumischen\u00ab und zu verunsichern. Nur geschieht das in der Regel nicht in so vielen L\u00e4ndern gleichzeitig und mit einem so enormen PR-Aufwand. Zur Verbesserung der Statistik wurde in \u00d6sterreich sogar ein Vierzehnj\u00e4hriger festgenommen, der wiederholt durch starke Spr\u00fcche auffiel und im Oktober schon einmal in Haft war.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Von Knut Mellenthin Nicht alle Medien des deutschen Mainstream, nicht alle deutschen Journalisten, aber doch sehr viele haben jahrelang Vorurteile gegen den Islam und gl\u00e4ubige Muslime verbreitet und bedient. Aber seit Beginn der Dresdner Pegida-Aufm\u00e4rsche im Oktober bilden sie zusammen mit den Politikern der staatstragenden Parteien eine fast komplett geschlossene Emp\u00f6rungsfront. 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