{"id":4276,"date":"2017-10-29T15:19:10","date_gmt":"2017-10-29T15:19:10","guid":{"rendered":"http:\/\/www.friedensplattform.at\/?p=4276"},"modified":"2017-10-29T15:19:10","modified_gmt":"2017-10-29T15:19:10","slug":"apartheid-ueber-den-vergleich-zwischen-suedafrika-einst-und-israel-heute","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.friedensplattform.at\/?p=4276","title":{"rendered":"Apartheid &#8211; \u00dcber den Vergleich zwischen S\u00fcdafrika einst und Israel heute"},"content":{"rendered":"<div class=\"page-header\">\n<h5><em>Ein Gastbeitrag von Helga Suleiman \u00fcber den Vortrag von Farid Esack in Graz zum Thema \u201eApartheid \u2013 \u00fcber den Vergleich zwischen S\u00fcdafrika einst und Israel heute\u201c, ver\u00f6ffentlicht auf www.solidarwerkstatt.at<br \/>\n<\/em><\/h5>\n<\/div>\n<p><!--more--><\/p>\n<dl class=\"article-info muted\">\n<dt class=\"article-info-term\"><\/dt>\n<dd class=\"category-name\"><a href=\"https:\/\/www.solidarwerkstatt.at\/medien\/disskusion-briefe\">Diskussion &amp; Briefe<\/a><\/dd>\n<\/dl>\n<div class=\"pull-none item-image\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.solidarwerkstatt.at\/images\/farid_esack.jpg\" alt=\"\" \/><\/div>\n<div>\n<p><em>\u00a0<\/em><\/p>\n<p>Farid Esack, s\u00fcdafrikanischer Professor f\u00fcr Islamwissenschaften an der Universit\u00e4t Johannesburg, islamischer Befreiungstheologe und politischer Aktivist, war auf Einladung von BDS Austria Ende Juni in Wien und Graz. Farid Esacks Biographie als Muslim und S\u00fcdafrikaner ist eng mit der Anti-Apartheidbewegung verkn\u00fcpft. Seine Verdienste zur Niederringung der s\u00fcdafrikanischen Apartheid f\u00fchrten ihn 1994 als Gleichstellungsbeauftragten in die Regierung Nelson Mandelas. Heute ist Farid Esack neben vielen anderen T\u00e4tigkeiten auch in der s\u00fcdafrikanischen BDS-Bewegung aktiv.<\/p>\n<p>In seinen Vortr\u00e4gen beantwortete Farid Esack in breitem Bogen brennende Fragen rund um Israel\/Pal\u00e4stina. Aus der Analyse der M\u00f6glichkeit eines Vergleichs der Apartheid in Israel und S\u00fcdafrika zog er Schlussfolgerungen hin zu Verkn\u00fcpfungen vielfacher Formen von Unterdr\u00fcckung. Aus der Perspektive des Befreiungstheologen gab er mit seiner Definition von Moral als unbedingter und differenzierter Solidarit\u00e4t wesentliche Anst\u00f6\u00dfe zur Reflexion. Diese f\u00fchren unweigerlich zum Hinterfragen der eigenen Machtposition als Mensch im Globalen Norden und geben Ansto\u00df klar Stellung zu beziehen.<\/p>\n<p>Dass seine Vortr\u00e4ge gro\u00dfe Unruhe unter den diversen prozionistischen Bef\u00fcrwortern der israelischen Politik hervorrief, zeigte sich an den vielen Hebeln, die in Bewegung gesetzt wurden, um die Veranstaltungen zu verhindern. In Wien kam es zu intensiven Interventionen bei LokalinhaberInnen, die ihre R\u00e4umlichkeiten f\u00fcr die Veranstaltung zur Verf\u00fcgung stellen wollten, darunter auch gewerbliche Anbieter.<\/p>\n<p>Im Vorfeld der Veranstaltung in Graz kam es zu Interventionen der Gr\u00fcnen Studierenden und der j\u00fcdischen Kultusgemeinde bei der Veranstalterin Tatjana Petrovic, Betreiberin des Kulturlokals Cuntra la Cultra in Graz\/Griesplatz. Tatjana entgegnete entschieden mit dem Argument der freien Meinungs\u00e4u\u00dferung. Sie lud die KritikerInnen ein, zum Vortrag zu kommen und sich in die Diskussion einzubringen.<\/p>\n<p>In Graz stellte Farid Esack stellte seinen Vortrag vor ca. 50 Zuh\u00f6rerInnen unter zwei gro\u00dfe Fragen: 1. Kann es einen Vergleich Israels mit S\u00fcdafrika in der Frage der Apartheid geben? 2. Mit welchen Augen blickt man auf den Konflikt Israel\/Pal\u00e4stina?<\/p>\n<p>Zu Beginn wandte er sich der Frage zu, ob nun die Apartheid eine einzigartige Form von Unterdr\u00fcckung sei und begegnet ihr mit der Gegenfrage, wer denn nun der\/diejenige sei, der\/die \u201eunsere Unterdr\u00fcckung\u201c beurteilen und bewerten kann? Es sei eine Arroganz in der Frage zu behaupten, dass \u201cunsere Unterdr\u00fcckung\u201c einzigartig ist. Es g\u00e4be viele Formen von Unterdr\u00fcckung, wie jene der M\u00e4nner gegen\u00fcber Frauen, was eine Form von Gender-Apartheid ist. Die Betonung von \u201eEinzigartigkeit\u201c sei der Sprache des Zionismus zuzurechnen. Solche Sprache betone die Idee der Verschiedenartigkeit und der Festlegung des \u201eWir und die Anderen\u201c. Der Geist der Unterdr\u00fcckten sei ein anderer: Gro\u00dfz\u00fcgigkeit und Solidarit\u00e4t. \u201eAn injury to one is an injury to all.\u201c<\/p>\n<h5>Kennzeichen von Apartheid<\/h5>\n<p>Damit ist der Bogen hin zur Beschreibung des Charakters von Apartheid geschlagen, denn die Besessenheit einer Idee von Identit\u00e4t, die sich ausdr\u00fcckt \u00fcber Abgrenzung, d.h. Aussagen wie \u201ewir sind wei\u00df\u201c oder \u201ewir sind j\u00fcdisch\u201c und sogar \u201ewir sind auserw\u00e4hlt\u201c diene der Klassifizierung und Kategorisierung anderer Menschen. Zudem komme es zu einer Zeitlosigkeit in der Zuschreibung bestimmter sozialer Charakteristiken an Menschen. Das werde deutlich, wenn sich Israel als ein Staat f\u00fcr die Juden beschreibt und das in Gesetze gie\u00dft. Viele J\u00fcdInnen jedoch seien mit dieser Idee der Exklusivit\u00e4t nicht einverstanden und bezeichnen die israelische Staats- bzw. Regierungsform als ein Apartheidsystem.<\/p>\n<p>Farid Esack gibt einen Vergleich: Wenn ein Mann meint, es g\u00e4be nur einen Weg seine M\u00e4nnlichkeit zu beweisen und das sei der Weg des Machos, dann sage er diesem Mann: \u201eZur H\u00f6lle mit deiner M\u00e4nnlichkeit!\u201c Es g\u00e4be andere Wege M\u00e4nnlichkeit zu beweisen. Ebenso g\u00e4be es andere Wege, j\u00fcdisch zu sein.<\/p>\n<p>Wenn auf einer religi\u00f6sen Ebene mit Auserw\u00e4hltheit argumentiert werde, also die \u00dcberlegenheit \u00fcber andere auf ein von Gott gegebenes Recht zur\u00fcckgef\u00fchrt wird, wird damit jede Kommunikation verunm\u00f6glicht. Schlie\u00dflich k\u00f6nne man mit dem Gott des anderen nicht sprechen.<\/p>\n<p>Was kennzeichnet Apartheid noch? Verschiedene Gebiete mit verschiedenen EinwohnerInnen gibt es \u00fcberall und in jeder Gesellschaft. Doch wenn diese Verschiedenartigkeit zu einer Exklusivit\u00e4t f\u00fcr eine bestimmte Gruppe wird und diese das durch Dogma und Ideologie rechtfertigen will, noch dazu die Exklusivit\u00e4t in Gesetze gie\u00dfe und sie ausf\u00fchrende Institutionen einsetze, dann ist das Apartheid. \u201eAnd I don\u2019t care how genuin is the trauma that gave birth to it, and I don\u2019t care about what the depht of religious feelings behind it\u201d, so Esack.<\/p>\n<p>Israel sei als Staat ein Apartheidstaat. In den besetzten Gebieten sei das Leben schlechter als unter dem Apartheidregime in S\u00fcdafrika. Eine Gruppe sei bevorteilt: In S\u00fcdafrika waren es Menschen auf Grund ihres Wei\u00df-Seins, in Israel sind es Menschen auf Grund ihres J\u00fcdisch-Seins. In der Gesetzgebung spiegle sich dies vor allem hinsichtlich der Staatsb\u00fcrgerschaft und des Landbesitzes wieder. Zwei wichtige Gesetze dazu sind das \u201eabsent property law\u201c und das \u201elaw of return\u201c. Letzteres gehe davon aus, dass j\u00fcdische Menschen immer schon in Israel ans\u00e4ssig waren und daher ein \u201eRecht auf R\u00fcckkehr\u201c inklusive Staatsb\u00fcrgerschaft und allerlei Vorteilen (z.B. Wohnraum) h\u00e4tten. Das alles auf Kosten der Pal\u00e4stinenserInnen. Sie seien B\u00fcrgerInnen zweiter Klasse, z.B. was das Wahlrecht betrifft. Wenn jemand w\u00e4hlen will, oder anstrebt Teil der Knesset zu werden, dann muss er\/sie zuerst die j\u00fcdische Exklusivit\u00e4t Israels akzeptieren. Israel k\u00f6nne als eine Apartheid-Ethnokratie charakterisiert werden. Rechte w\u00fcrden auf der Basis des \u201eJ\u00fcdisch-Seins\u201c ausgestellt, nicht auf Basis der B\u00fcrgerschaft. Zudem gab es keine derartigen Restriktionen f\u00fcr Bewegungsfreiheit in S\u00fcdafrika, wie jetzt in Pal\u00e4stina. Es gibt dort bis zu 500 Checkpoints und Stra\u00dfenblockaden. Das System \u00e4hnle der s\u00fcdafrikanischen Apartheid, gehe aber \u00a0weit \u00fcber diese hinaus.<\/p>\n<h5>Der Kontext ist wichtig<\/h5>\n<p>F\u00fcr Farid Esack ist es wichtig Fakten im Kontext zu betrachten. Wieder gibt er ein Beispiel: Nelson Mandela ist heute Ehrendoktor an Universit\u00e4ten rund um die Welt. Aber als er im Gef\u00e4ngnis war, haben dieselben Universit\u00e4ten einen Boykott \u00a0S\u00fcdafrikas verweigert. Als Mandela aus dem Gef\u00e4ngnis entlassen wurde, wollte ihn jeder als Lieblingsonkel umarmen. Erst 14 Jahre nachdem er Pr\u00e4sident S\u00fcdafrikas geworden war, wurde er von der US-Terrorliste gestrichen.<\/p>\n<p>Es komme darauf an, Sexismus zu erkennen, wenn er passiert und nicht 20 Jahre sp\u00e4ter, wenn Nicht-Sexismus ein \u201esexy-thing\u201c geworden ist. Mut bedeute, auf Unrecht zu reagieren, wenn es geschieht und daf\u00fcr in Kauf zu nehmen, dass das Eintreten gegen dieses Unrecht Probleme mit sich bringt. Das sei ein Privileg, denn solches Handeln n\u00fctzt dem h\u00f6heren Ich des Menschen. Die eigene Humanit\u00e4t verringere sich durch das Schweigen. Denn es sei nicht m\u00f6glich, dass eine andere Person erniedrigt wird, ohne dass nicht die eigene Menschlichkeit dadurch Schaden nimmt. Beleidigung und Erniedrigung anderer w\u00fcrden immer zu den Aggressoren zur\u00fcckkehren.<\/p>\n<p>Wieder veranschaulicht der Befreiungstheologe durch ein Beispiel: Wenn man antisemitische Kommentare h\u00f6rt, wird man zornig. Dies nicht nur deshalb, weil es einen selbst einmal \u00e4hnlich treffen k\u00f6nnte, sondern weil Antisemitismus die eigene Menschlichkeit verringert. Wenn es gestern gegen J\u00fcdInnen geht, geht es morgen gegen Muslime und dann gegen andere und wieder andere. Rassismus und Vorurteile seien nicht etwas, was so kommt und geht. Egal in welchem Sinne die eigenen Interessen verteidigt w\u00fcrden, es ist nur eine Frage der Zeit bis man selbst ein Opfer wird.<\/p>\n<p>Moral sei etwas, was \u00fcber die Interessen f\u00fcr die eigene Gemeinschaft hinausgeht. Wenn ein Muslim christliche Interessen in Pakistan verteidige, dann ist das Moral.<\/p>\n<p>Dabei sei Selbstinteresse per se ist nichts Schlechtes. Dem Zionismus jedoch gehe es gar nicht so sehr um die Interessen der j\u00fcdischen Leute. Der politische Zionismus werde so gebaut, dass er den Interessen des Judentums v\u00f6llig entgegengesetzt l\u00e4uft. Er nutze das Judentum politisch aus und diene hegemonialen Interessen, die mit \u00d6l und Besitz und strategisch-politischen Angelegenheiten in der Region zu tun haben.<\/p>\n<h5>Opfer und Solidarit\u00e4t mit den Opfern<\/h5>\n<p>Farid Esack spricht \u00fcber Opfer und Solidarit\u00e4t mit den Opfern. Er erinnert an die furchtbaren grauenvollen Verbrechen des Holocaust an den J\u00fcdInnen in Europa. Seit es J\u00fcdInnen gibt, g\u00e4be es Antisemitismus. Antisemitismus habe eine lange Geschichte in vielen Teilen der Welt.<\/p>\n<p>Esack f\u00fchrt aus, dass das Opfersein zu einem besseren Ich f\u00fchren m\u00fcsse. Es d\u00fcrfe nicht eine Waffe sein, um andere Opfer hervorzubringen. Zur Veranschaulichung\u00a0 bringt er das Beispiel eines ausgebeuteten schwarzen Arbeiters in S\u00fcdafrika, der am Abend seine Frau misshandelt. Sicher sei man solidarisch mit dem schwarzen Arbeiter. Wenn der aber seine Frau schl\u00e4gt, m\u00fcsse man mit ihr solidarisch sein. Entsprechend sieht sich Farid Esack weder mit den J\u00fcdInnen, noch mit den Pal\u00e4stinenserInnen solidarisch in einem ahistorischen Sinn. Es interessieren ihn die funktionalen Rollen dieser Identit\u00e4ten heute. Die entscheidende Frage f\u00fcr jede\/n von uns sei: Womit solidarisiere ich mich in diesem Moment?<\/p>\n<p>Man werde die Leiden des schwarzen Arbeiters nicht ignorieren, auch wenn man im Moment mit seiner Frau solidarisch ist, noch werde man die M\u00f6glichkeit vergessen, dass er in Zukunft wieder Opfer werden kann. Aber man werde alles versuchen, um zu verhindern, dass er sein Leid an andere weitergibt. So agiere man in Solidarit\u00e4t mit der Frau und dem Mann.<\/p>\n<p>Wei\u00dfe Menschen waren selbst nie frei, als sie Schwarze unterdr\u00fcckten. Ein Mann der seine Frau unterdr\u00fcckt, ist nicht frei. Also war die Befreiung der Schwarzen in S\u00fcdafrika auch die Befreiung der wei\u00dfen Menschen. Die Befreiung des pal\u00e4stinensischen Menschen sei auch die Befreiung des j\u00fcdischen Menschen.<\/p>\n<h5>Mit welchen Augen blickt man auf die Welt?<\/h5>\n<p>Als Befreiungstheologe sei er es gewohnt durch die Augen der Unterdr\u00fcckten und Besitzlosen zu schauen und mehr durch jene der Frauen als der M\u00e4nner. Wenn er durch die Augen des S\u00fcdafrikaners, als \u00dcberlebender des Kampfes gegen Apartheid, auf Israel\/Pal\u00e4stina schaue, habe er ein Deja-vue. Wenn er mit den Augen des Muslims auf Jerusalem schaue, sieht er die ethnische S\u00e4uberung Jerusalems durch Jordanien 1948 bis 1967. Alle J\u00fcdInnen mussten Jerusalem verlassen und hatten keinen Zugang zur Klagemauer. Wenn er heute die j\u00fcdischen Frauen sehe, die um ihr Recht k\u00e4mpfen an der Mauer zu beten, frage er sich, ob diese Frauen die Verbindung von ihrem Kampf mit dem der Pal\u00e4stinenserInnen wahrnehmen.<\/p>\n<h5>Hinterfragen der eigenen Position im globalen Machtgef\u00fcge<\/h5>\n<p>Wenn das Problem auf den israelisch-pal\u00e4stinensischen Konflikt oder israelisch-arabischen Konflikt oder die Situation im Mittleren Osten reduziert werde \u2013 was sagt das \u00fcber uns aus? Sehen wir unsere Machtinteressen gef\u00e4hrdet? Verweigern wir die St\u00f6rung unserer Komfortzone?<\/p>\n<p>Farid Esack fragt die Menschen aus dem Globalen Norden direkt: Welches gemeinsame Interesse habt ihr mit eurem europ\u00e4ischen Erbe, Ethnien, Klassen, zivilisatorischen Werten, \u00f6konomischen Interessen? Was verteidigt ihr, wenn ihr euch weigert, die Zusammenh\u00e4nge zu erkennen oder sie auszusprechen, wenn ihr sie erkannt habt?<\/p>\n<p>Wie kommt es dazu, dass Leute, die das Herz am rechten Fleck haben, dann wenn es um Israel\/Pal\u00e4stina geht, pl\u00f6tzlich sagen: \u201eHoppla, wir wissen dar\u00fcber nichts&#8230;\u201c? Warum muss jemand leiden, weil jemand anderer gelitten hat? Welcher Geschichte folgt man wirklich? Welchen Interessen dient man, wenn man sich auf welche Seite stellt oder eine falsche Neutralit\u00e4t verlautet?<\/p>\n<p>Farid Esack zum Abschluss: Man m\u00fcsse einen Kontext haben. Er w\u00e4hle die Perspektive\u00a0 durch die Augen der Marginalisierten und Ausgebeuteten. Die Wahl des Blicks h\u00e4nge davon ab, wo man sich in den Machtstrukturen positioniert. Schweigen hingegen bringe Komplizenschaft hervor.<\/p>\n<p>\u201cHowever small a minority they may have been, only those who refused to turn a blind eye to the persecution of the jews by the nazis and those who refused to be silent; &#8211; only they were civilised. All others have jewish blood on their hands.\u201d<\/p>\n<h5>Diskussion<\/h5>\n<p>In der Diskussion ging Farid Esack auf die gegen ihn im Vorfeld in der Jerusalem Post ge\u00e4u\u00dferten Diffamierungen und auf die Antisemitismus- Vorw\u00fcrfe gegen\u00fcber der BDS-Kampagne ein. Ebenso wurde die Frage nach der Rolle der Gewalt in Befreiungsk\u00e4mpfen angeschnitten und die Frage nach einer m\u00f6glichen Zukunftsoption f\u00fcr Israel\/Pal\u00e4stina. Esack betonte die wichtige Rolle von Juden und J\u00fcdInnen die Seite an Seite mit MuslimInnen im s\u00fcdafrikanischen Befreiungskampf aktiv waren. Er sprich sich nochmals gegen die Privilegierung einer Art von Rassismus gegen\u00fcber einer anderen aus, wobei er betont sich des Antisemitismus im globalen S\u00fcden und unter MuslimInnen bewusst zu sein, und mit allen Kr\u00e4ften dagegen anzugehen.<\/p>\n<p>Die Veranstaltung kann nachgeh\u00f6rt werden unter: <a href=\"https:\/\/soundcloud.com\/user-20048632\/farid-esack-29062017\">https:\/\/soundcloud.com\/user-20048632\/farid-esack-29062017<\/a><\/p>\n<p>Die StFp hat Vortrag und Diskussion \u00fcbersetzt und wird eine Brosch\u00fcre herausgeben.<\/p>\n<p>Helga Suleiman<br \/>\n(Oktober 2017)<\/p>\n<\/div>\n<p><a href=\"https:\/\/www.solidarwerkstatt.at\/medien\/disskusion-briefe\/apartheid-ueber-den-vergleich-zwischen-suedafrika-einst-und-israel-heute\">https:\/\/www.solidarwerkstatt.at\/medien\/disskusion-briefe\/apartheid-ueber-den-vergleich-zwischen-suedafrika-einst-und-israel-heute<\/a><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<div><strong>Das neue Werkstatt-Blatt ist da!<br \/>\n<\/strong><\/div>\n<div>Wieder mit einer Vielzahl von Themen &#8211; hier ein <span id=\"m_-2588106009586829027OBJ_PREFIX_DWT457_com_zimbra_url\" class=\"m_-2588106009586829027Object\"><a href=\"http:\/\/www.solidarwerkstatt.at\/index.php?option=com_content&amp;view=article&amp;id=1670:werkstatt-blatt-1-2017&amp;catid=24&amp;Itemid=217\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\" data-saferedirecturl=\"https:\/\/www.google.com\/url?hl=de&amp;q=http:\/\/www.solidarwerkstatt.at\/index.php?option%3Dcom_content%26view%3Darticle%26id%3D1670:werkstatt-blatt-1-2017%26catid%3D24%26Itemid%3D217&amp;source=gmail&amp;ust=1509376270567000&amp;usg=AFQjCNHaAMAQHx4ijHApyWKAYSNxULbJjQ\">\u00dcberblick.<\/a><\/span><br \/>\nEin 10-Nr. Abo kostet EUR 10,-; ein 5-Nr. Abo kostet EUR 6,-; ein Probeeemplar schicken wir gerne kostenlos zu. Zu bestellen bei <span id=\"m_-2588106009586829027OBJ_PREFIX_DWT458_ZmEmailObjectHandler\" class=\"m_-2588106009586829027Object\"><a href=\"mailto:office@solidarwekstatt.at\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">office@solidarwekstatt.at<\/a><\/span><\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ein Gastbeitrag von Helga Suleiman \u00fcber den Vortrag von Farid Esack in Graz zum Thema \u201eApartheid \u2013 \u00fcber den Vergleich zwischen S\u00fcdafrika einst und Israel heute\u201c, ver\u00f6ffentlicht auf www.solidarwerkstatt.at<\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1],"tags":[],"class_list":["post-4276","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-allgemein"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.friedensplattform.at\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/4276","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.friedensplattform.at\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.friedensplattform.at\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.friedensplattform.at\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.friedensplattform.at\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=4276"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/www.friedensplattform.at\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/4276\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":4277,"href":"https:\/\/www.friedensplattform.at\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/4276\/revisions\/4277"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.friedensplattform.at\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=4276"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.friedensplattform.at\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=4276"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.friedensplattform.at\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=4276"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}