{"id":5357,"date":"2019-11-20T08:17:22","date_gmt":"2019-11-20T08:17:22","guid":{"rendered":"http:\/\/www.friedensplattform.at\/?p=5357"},"modified":"2019-11-20T08:17:22","modified_gmt":"2019-11-20T08:17:22","slug":"palaestina-frieden-auf-kosten-dritter","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.friedensplattform.at\/?p=5357","title":{"rendered":"Pal\u00e4stina: Frieden auf Kosten Dritter?"},"content":{"rendered":"<blockquote>\n<div>\n<div><span style=\"font-size: small;\">Franz S\u00f6lkner hat einen Leserbrief zu &#8222;Ein Rabbi \u00f6ffnet verschlossene T\u00fcren am Golf&#8220;, Kleine Zeitung, Sonntagsbeilage v. 17. Nov., S. 22f. geschrieben:<\/span><\/div>\n<\/div>\n<\/blockquote>\n<blockquote>\n<div>\n<div>\n<p><span style=\"font-family: Arial; font-size: small;\">Der L\u00f6sungsvorschlag von Rabbi Schneier f\u00fcr einen Frieden zwischen Israel und den arabischen Staaten liegt deutlich in der Tendenz jener Politik die Jared Kushner im Auftrag seiners Schwiegervaters und eng abgestimmt mit der Israelischen Regierung betreibt.\u00a0 G<\/span><span style=\"font-family: Arial; font-size: small;\">anz im Sinne Maciavellis<\/span><span style=\"font-family: Arial; font-size: small;\"> folgt er einer Logik despotischer Macht. Mit einer auch nur ann\u00e4hernd fairen Verhandlungsl\u00f6sung f\u00fcr den Kern des Nahost-Konflikts hat das aber nichts zu tun. Dazu m\u00fcsste man ja den Pal\u00e4stinenserinnen zumindest einigermassen auf Augenh\u00f6he begegnen und internationales Recht beachten. <\/span><span style=\"font-family: Arial; font-size: small;\">Also wird es f\u00fcr dieses seit langem schwer unterdr\u00fcckte Volk ein Diktat werden.<br \/>\n<\/span><\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/blockquote>\n<p><!--more--><\/p>\n<blockquote>\n<div>\n<div>\n<p><span style=\"font-family: Arial; font-size: small;\">Sehr bezeichnend ist der Schlu\u00df der Artikels: &#8222;Die arabischen Staaten k\u00f6nnten positiv auf die Pal\u00e4stinenser einwirken&#8220; und das werde auch &#8222;ein Gewinn f\u00fcr Israel sein&#8220;. Wof\u00fcr auf &#8222;die Pal\u00e4stinenser&#8220; einwirken? Damit sie sich endg\u00fcltig mit Ihrer Entrechtung mit einer Bantustan-L\u00f6sung von Israels Gnaden abfinden? Ja, dass w\u00e4re dann wirklich ein weiterer gro\u00dfer &#8222;Gewinn\u00a0 f\u00fcr Israel&#8220;. L\u00f6sung im Sinne des V\u00f6lkerrechts wird es freilich keine sein und sie wird auch keinen Frieden bringen. <\/span><span style=\"font-family: Arial; font-size: small;\">Im Gegenteil: Der bittere, schier unendliche Konflikt und das damit verbundene unermessliche Leid wird verl\u00e4ngert. <\/span><\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/blockquote>\n<blockquote>\n<div>\n<div>\n<p><span style=\"font-family: Arial; font-size: small;\">Nat\u00fcrlich: Israel geh\u00f6rt zur Realit\u00e4t im Nahen Osten. Aber darf man deshalb der stark \u00fcberlegenen Seite, in diesem, von einem enormen Machtungleichgewicht gepr\u00e4gten Konflikt, denn gar nichts abfordern? Und schauen wir Europ\u00e4er dieser Unterminierung des internationalen Rechts ebenso kritiklos wie kurzsichtig zu?<\/span><\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/blockquote>\n<blockquote>\n<div>\n<div>\n<p><span style=\"font-family: Arial; font-size: small;\">Was also im &#8222;Nahen Osten&#8220; &#8211; kurzfristig absehbar ist, ist eine Wiederholung jener Politik Israels und westlich orientierter Arabischer Staaten, die diese als &#8222;Friedenspolitik&#8220; verstehen. Frieden mit den benachbarten Staatsf\u00fchrungen, aber auf Kosten des pal\u00e4stinensischen Nachbarvolkes. Die Pal\u00e4stinensische Frage und die v\u00f6lkerrechtlich verb\u00fcrgten\u00a0 Anspr\u00fcche des<\/span><span style=\"font-family: Arial; font-size: small;\"> pal\u00e4stinen<\/span><span style=\"font-family: Arial; font-size: small;\">sischen Volkes auf eine lebensf\u00e4hige Eigenstaatlichkeit auszuklammern, war auch das Muster der Friedensvertr\u00e4ge Israels mit \u00c4gypten (1979) und Jordanien (1994).<\/span><\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/blockquote>\n<blockquote>\n<div>\n<div>\n<p><span style=\"font-family: Arial; font-size: small;\">Die v\u00f6llige Entsolidarisierung der arabischen Staats-F\u00fchrungen mit dem pal\u00e4stinensischen Volk ist ein Trauerspiel. Notwendig w\u00e4re die Wahrnahme einer Schutzfunktion, so wie \u00d6sterreich sie im S\u00fcdtirol-Konflikt zugunsten der Rechte der Tiroler und Ladiner gegen\u00fcber Italien wahrgenommen hat. Die S\u00fcdtirol-Paket-L\u00f6sung mit der Streitbeilegungsklausel h\u00e4tte es ohne diese damals von der Regierung Kreisky klug verfolgte Politik schlicht und einfach nicht gegeben. <\/span><\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/blockquote>\n<blockquote>\n<div>\n<div>\n<div><span style=\"font-size: small;\"> Die Geschichte lehrt ununterbrochen. Aber sehr selten findet sie lernwillige Sch\u00fcler. Zu selten auch in den Redaktionen unserer Massenmedien.<br \/>\n<\/span><\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/blockquote>\n<p><span class=\"im\">\u00a0<\/span><\/p>\n<blockquote>\n<div>\n<div>\n<div><span style=\"font-size: small;\">Franz S\u00f6lkner<\/span><\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/blockquote>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Franz S\u00f6lkner hat einen Leserbrief zu &#8222;Ein Rabbi \u00f6ffnet verschlossene T\u00fcren am Golf&#8220;, Kleine Zeitung, Sonntagsbeilage v. 17. 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