{"id":5539,"date":"2020-02-06T10:38:47","date_gmt":"2020-02-06T10:38:47","guid":{"rendered":"http:\/\/www.friedensplattform.at\/?p=5539"},"modified":"2020-02-06T11:21:25","modified_gmt":"2020-02-06T11:21:25","slug":"westsahara-fuer-freiheit-und-selbstbestimmung-palaestina","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.friedensplattform.at\/?p=5539","title":{"rendered":"WESTSAHARA : F\u00fcr Freiheit und Selbstbestimmung : PAL\u00c4STINA"},"content":{"rendered":"<p>Essay anl\u00e4sslich eines Augenzeugenberichts in Graz<\/p>\n<p>Der Journalist Paul Huemer hat die Fl\u00fcchtlingslager und die besetzten Gebiete in der Westsahara besucht und seine Eindr\u00fccke auf einer Veranstaltung des Bildungsvereins der KP\u00d6 am 28.1.geschildert. Bei einem Besuch in den besetzen Gebieten haben Pal\u00e4stinenserInnen ihn dazu angeregt, sich mit den Sahauris in der besetzten Westsahara zu besch\u00e4ftigen, so P. Huemer.<\/p>\n<p>Tats\u00e4chlich gibt es viele Parallelen zwischen den beiden Konflikten: Vertreibung und Besatzung, Sperrwall, Ignoranz m\u00e4chtiger Staaten, Tatenlosigkeit der UNO, K\u00fcrzungen der Gelder f\u00fcr die Fl\u00fcchtlingslager; &#8211; und ebenso Intifadas, Widerstand und Verhandlungen, internationale Solidarit\u00e4tsbewegungen mit BDS-Forderungen.<!--more--><\/p>\n<p>AKTUELLE LAGE<\/p>\n<p>80% der Gebiete in der Westsahara sind gem\u00e4\u00df UNO durch Marokko v\u00f6lkerrechtswidrig besetzt, 20% durch die Frente Polisario befreit.Insgesamt ist das Gebiet halb so gro\u00df wie Frankreich. Es gibt eine lange \u201eMauer der Schande\u201c, die das Land durchschneidet, gro\u00dfe Phosphatvorkommen und reiche Fischvorkommen an der K\u00fcste, ausschlie\u00dflich ausgebeutet von EU-Konzernen und marokkanischer Regierung.<\/p>\n<p>Die Afrikanische Union und 45 Staaten haben die Westsahara als Staat anerkannt, darunter Venezuela, Vietnam und Iran, doch kein einziges EU-Land.<\/p>\n<p>Dabei ist der Konflikt, wie auch der Konflikt um Pal\u00e4stina, durch die europ\u00e4ische Kolonialpolitik des 19. Jhdts urspr\u00fcnglich verursacht.<\/p>\n<p>Bereits gegen die erste Kolonialmacht Spanien organisierte sich der Widerstand der Sahauris. Die Franco-Diktatur erm\u00f6glichte Marokko und Mauretanien 1975 eine Invasion, w\u00e4hrend derer gro\u00dfe Teile der indigenen Bev\u00f6lkerung durch Giftgas vertrieben und get\u00f6tet wurden. Sie fl\u00fcchteten in die algerische W\u00fcste und bauten dort Fl\u00fcchtlingslager auf.<\/p>\n<p>Im selben Jahr veranlasste das marokkanische Milit\u00e4r die Ansiedelung von 350.000 Menschen im sahaourischen Gebiet um die Bev\u00f6lkerungsmehrheiten zu ver\u00e4ndern.<\/p>\n<p>Die Guerilla der Sahaouris zwang die mauretanische Regierung 1979 zum R\u00fcckzug. Der 16 Jahre dauernde Widerstandskampf der Sahaouris, organisiert durch die Frente Polisario, eroberte ein F\u00fcnftel des Landes von Marokko zur\u00fcck.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>DER WALL<\/p>\n<p>Als die marokkanische Regierung eine Niederlage bef\u00fcrchtete, empfahlen Frankreich und Israel den Bau eines Sandwalls, mit dem 1981 begonnen wurde. Nach jedem milit\u00e4rischen Landgewinn auf Kosten der Sahaouris wurde die Mauer weiter ins sahaourische Gebiet verschoben. Mit 2500 km L\u00e4nge trennt dieser Wall die befreiten von den besetzten Gebieten, ist mit Minen und Scharfsch\u00fctzen gespickt.<\/p>\n<p>Ein Versuchsballon f\u00fcr Pal\u00e4stina.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>DIE UNO<\/p>\n<p>1991 vermittelten die UN einen Waffenstillstand zwischen Frente Polisario und marokkanischer Regierung. Vereinbart wurde eine Volksabstimmung, um die Sahaorauis \u00fcber die Zukunft der Westsahara bestimmen zu lassen.<\/p>\n<p>Auf dieses Referendum warten die Sahaouris noch heute. Was die UNO tat, war eine Mission einzurichten, die MINURSO, welche den Waffenstillstand bis heute \u00fcberwacht. De facto ist diese \u201e\u00dcberwachung\u201c eine Befestigung des Status Quo, sowohl territorial, denn die MINURSO sch\u00fctzt den Wall und seinen Verlauf, also die den Sahaouris milit\u00e4risch aufgezwungene Grenze, als auch politisch, denn die diversen UN-Beauftragten, zuletzt der ehem. deutsche Bundespr\u00e4sident Hans K\u00f6hler blieben handlungsohnm\u00e4chtig.<\/p>\n<p>Hingegen mobilisierte die repressive marokkanische Monarchie bis zu drei Millionen MarokkanerInnen um gegen den Begriff \u201eBesatzung\u201c zu demonstrieren, mit dem Ban Ki Moon die marokkanische Herrschaft \u00fcber die Westsahara bezeichnet hatte, als er 2015 ein sahaourisches Fl\u00fcchtlingslager besuchte.<\/p>\n<p>Die marokkanische Regierung wies in Folge mehr als 80 zivile Mitarbeiter der UN-Mission aus, k\u00fcndigte die milit\u00e4rische Unterst\u00fctzung der Blauhelme in der Westsahara auf und drohte, seine Soldaten auch aus anderen Blauhelm-Missionen abzuziehen. Ohne die Unterst\u00fctzung Marokkos, so ein ehemaliger Milit\u00e4rbeobachter der Mission, w\u00e4re die MINURSO am Ende.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>FL\u00dcCHTLINGSLAGER<\/p>\n<p>165.000 Fl\u00fcchtlinge aus der Westsahara leben im Nachbarland Algerien, die meisten in selbstorganisierten Fl\u00fcchtlingslagern. Ihr Fl\u00fcchtlingsschicksal erstreckt sich bereits \u00fcber drei Generationen.<\/p>\n<p>Auch hinsichtlich der Situation in den Lagern entwickeln sich Diskurse in den internationalen politischen Gremien. Denn die scharf zunehmende Prekarit\u00e4t und der jahrelange Zustand des Ausharrens hat negative Auswirkungen. Notgedrungen entwickeln sich stadt\u00e4hnliche Strukturen, die Schichten diversivisieren sich, zum Beispiel dadurch, dass es einigen R\u00fcckkehrerInnen aus Europa gelingt, minimale Selbstst\u00e4ndigkeit zu entwickeln. Zugleich ist die Selbstorganisation eine gro\u00dfartige Leistung, die Hubert H\u00f6llm\u00fcller, der Bildungsprojekte zwischen \u00d6sterreich und der DARS organisiert, so beschreibt:<\/p>\n<p><em>\u201eDie von der POLISARIO beschworene Revolution und der Kampf gegen Sklaverei und Tribalismus ist eine Modernisierungsfolie, die die segment\u00e4re Organisation nicht ersetzt hat, sondern blo\u00df \u00fcberformt. Das Schaffen von modernen Staatsstrukturen und die damit verbundene Rollenmehrzahl f\u00fcr die saharawischen Menschen bewirkt keine funktionale Differenzierung. Unbezahltes, symbolisch bezahltes und bezahltes Engagement passieren nebeneinander und von denselben Personen. Der permanente Ausnahmezustand sichert bis jetzt das segment\u00e4re Organisationsprinzip. Dabei ist dieser erst durch Exil und Fl\u00fcchtlingsrealit\u00e4t entstandene Staat in mehrfacher Hinsicht einzigartig.\u201c<\/em><\/p>\n<p>Generationen von Sahaouris sehnen sich nach der R\u00fcckkehr. Das ist Teil ihrer Geschichte und ihrer Identit\u00e4t. In den Lagern bleiben sie rechtlos und auf Hilfe von au\u00dfen sowie des Gastlandes Algerien angewiesen.<\/p>\n<p>Zwei \u00c4rzte von medicins sans frontieres \u00fcber den Gesundheitszustand der Fl\u00fcchtlinge:<\/p>\n<p><em>\u201eInnerhalb einer Generation hat die durchschnittliche <\/em><em>K\u00f6rpergr\u00f6sse<\/em><em> um zehn Zentimeter abgenommen, ihr durchschnittliches <\/em><em>K\u00f6rpergewicht<\/em><em> sogar fast um einen Drittel. Der Mangel an Vitaminen und Eiwei\u00df hat verheerende Spuren hinterlassen.\u201c<\/em><\/p>\n<p>Die \u201eGeberl\u00e4nder\u201c, allen voran die USA reduzieren ihre Gelder weiter. Von den zunehmend rechtsgerichteten Regierungen in der EU ist immer weniger zu erwarten. Es ist eine Politik mit der Absicht des langsamen Aushungerns, \u00e4hnlich den internationalen US-gepushten Ma\u00dfnahmen gegen\u00fcber den Pal\u00e4stinenserInnen.<\/p>\n<p>Und wie sie in den Lagern im Libanon, sind die Sahaouris zu einem prek\u00e4ren Leben in einer permanenten Warteposition verurteilt. Kein Zweifel, dass sich der Wunsch nach einem Leben in W\u00fcrde und Selbstbestimmung Wege des Widerstands sucht.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.friedensplattform.at\/wp-content\/uploads\/2020\/02\/Tondouf.Karte_.png\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-5543\" src=\"http:\/\/www.friedensplattform.at\/wp-content\/uploads\/2020\/02\/Tondouf.Karte_-300x272.png\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"272\" srcset=\"https:\/\/www.friedensplattform.at\/wp-content\/uploads\/2020\/02\/Tondouf.Karte_-300x272.png 300w, https:\/\/www.friedensplattform.at\/wp-content\/uploads\/2020\/02\/Tondouf.Karte_.png 400w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><\/p>\n<p>LEBEN IM BESETZTEN LAND<\/p>\n<p>100.000 bis 150.000 Sahaouris befinden sich in der besetzten Zone \u2013 gemeinsam mit 160.000 marokkanischen Polizisten und Soldaten.<\/p>\n<p>Menschenrechtsverletzungen gegen Sahaouris sind t\u00e4gliche Praxis: \u00dcberwachung, willk\u00fcrliche Festnahmen und unangemessene Gerichtsverfahren, bis hin zu Folter in Gef\u00e4ngnissen. Jegliche Kritik an der marokkanischen Westsahara-Politik wird verfolgt und unterbunden. Die Erw\u00e4hnung des Referendums wird als Angriff auf die territoriale Integrit\u00e4t gewertet und schwer geahndet. 500 Sahaouris sind in Gef\u00e4ngnissen \u201everschwunden\u201c. Familienangeh\u00f6rige, die \u00fcber ihr Schicksal erfahren wollten, wurden festgenommen und gefoltert.<\/p>\n<p>Es ist skandal\u00f6s, dass der UN-Sicherheitsrat am 30. Oktober 2019 das UN-Mandat MINURSO um ein weiteres Jahr verl\u00e4ngert hat \u2013 erneut mit dem Verbot, Menschenrechtsverletzungen zu dokumentieren. Auch die Verleihung des alternativen Nobelpreises an die sahaourische Menschenrechtsaktivistin Aminatou Haidar hat daran nichts ge\u00e4ndert. Einflussreiche Medien berichteten nicht einmal dar\u00fcber.<\/p>\n<p>Verglichen mit der Aufmerksamkeit die der Unabh\u00e4ngigkeitsbewegung in Hong Kong geschenkt wird, kann das als rassistische Diskriminierung der Sahaouris gewertet werden, worauf ein Schweizer Korrespondent zu Recht hinweist.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>INTERESSEN DER EU<\/p>\n<p>2018 hat der Europ\u00e4ische Gerichtshof best\u00e4tigt, dass Marokko keine Fischereiberechtigung im Gebiet der Westsahara habe. Marokko fror daraufhin die Beziehungen zur EU ein, was Frederica Mogherini \u2013 vermutlich auf Druck Frankreichs und Spaniens hin \u2013 rasch dazu bewog, der Monarchie zuzusichern, dass Widerspruch gegen diese Entscheidung eingelegt werde. In Folge hat die EU aufs Neue das Fischerei-Abkommen mit Marokko bekr\u00e4ftigt. Wie in Pal\u00e4stina, gehen Gesch\u00e4ftsinteressen vor V\u00f6lkerrecht und Menschenrecht.<\/p>\n<p>Die Ignoranz gegen\u00fcber dem Recht bezieht sich zudem auf weitere Ressourcen in der Westsahara: Phosphat, Erd\u00f6l, Erdgas, Kohle, Edelsteine und Metalle.<\/p>\n<p>Was die EU noch an das marokkanische Regime fesselt, ist ihr Rassismus, basierend auf der Leugnung der eigenen Geschichte und Gegenwart. Fl\u00fcchtlinge, die \u00fcber die spanischen Enklaven auf marokkanischem Boden Ceuta und Melilla nach Europa kommen wollen, werden von Marokko unter Einsatz von Gewalt abgehalten.<\/p>\n<p>Im Januar 2019 hat die EU dem K\u00f6nigreich insgesamt 140 Millionen Euro an Hilfen f\u00fcr \u201eGrenzschutz\u201c zugesagt. Menschenrechtsorganisationen in Marokko bezeichnen die daf\u00fcr angewandten Methoden der marokkanischen Marine als rechtswidrig: viele Boote seien gekentert, es g\u00e4be viele Vermisste und Tote.<\/p>\n<p>Am 20. Dezember 2019 k\u00fcndigte die Europ\u00e4ische Kommission neue Kooperationsprogramme im Wert von 389 Mio. Euro zur Unterst\u00fctzung diverser Reformen und der \u201eGrenzverwaltung\u201c an.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>WAS TUN?<\/p>\n<p>Der Politikwissenschaftler Werner Ruf sagt im Deutschlandfunk: <em>&#8222;Wenn man gegen\u00fcber einem Land wie Marokko Druck machen will, dann kann man es nicht auf der einen Seite hofieren, kann man nicht auf der einen Seite gro\u00df die Gr\u00fcne Woche feiern, den Tourismus feiern oder dar\u00fcber hinwegsehen, dass Marokko nach wie vor die Westsahara v\u00f6lkerrechtswidrig besetzt h\u00e4lt. Dann muss man dort ansetzen, wo man Druck ansetzen kann. Das hat nat\u00fcrlich dann wieder R\u00fcckwirkungen auf unsere eigene Wirtschaft.&#8220;<\/em><\/p>\n<p>Internationale Proteste gegen Kooperationen und Gesch\u00e4fte mit Marokko, insbesondere wenn sie sich gegen die Ausbeutung der besetzten Westsahara richteten, sind zum Teil erfolgreich. So kommt der deutsche Automobilzulieferant Continental momentan stark unter Druck von MenschenrechtsaktivistInnen. Wenn allerdings der Druck nachl\u00e4sst, beginnen die Gesch\u00e4fte erneut.<\/p>\n<p>Western Sahara Ressource Watch, eine weltweit aktive Solidarit\u00e4tsgemeinschaft schreibt: <em>\u201eJede Gesch\u00e4ftsbeziehung mit marokkanischen Firmen oder Verwaltungen in den besetzen Gebieten verleiht dieser Besetzung ein St\u00fcck politische Legitimit\u00e4t. Sie schafft Arbeitspl\u00e4tze f\u00fcr marokkanische Siedler und verschafft der marokkanischen Regierung Einnahmen. Western Sahara Resource Watch fordert alle ausl\u00e4ndischen Firmen auf, die Westsahara zu verlassen, bis eine L\u00f6sung dieses Konfliktes herbeigef\u00fchrt worden ist.\u201c<\/em><\/p>\n<p>Die Vereinigung hat auch in \u00d6sterreich eine Ansprechpartnerin: Karin Scheele, Landtagsabgeordnete der SP\u00d6 in Nieder\u00f6sterreich.<\/p>\n<p>Ob und wenn welche Aktivit\u00e4ten WSWR in \u00d6sterreich setzt, war \u00fcber Internetrecherche nicht herauszufinden.<\/p>\n<p>Der WK-Au\u00dfenwirtschaftsreport Marokko jedenfalls wirbt mit den \u201esehr guten\u201c Wachstumsperspektiven f\u00fcr das Land, insbesondere f\u00fcr \u00f6sterreichische Lieferanten von Maschinen und Anlagen. Er lobt die \u201egrunds\u00e4tzlich optimistische Stimmung und die Transformation Marokkos hin zu einem h\u00f6heren Entwicklungsstand\u201c.<\/p>\n<p>Zur Situation Westsahara ist zu lesen: <em>\u201eDie Verabschiedung der EU-Abkommen \u00fcber Landwirtschaft und Fischerei durch das Europaparlament best\u00e4tigt, dass \u201ejedes Abkommen, das die marokkanische Sahara abdeckt, nur vom K\u00f6nigreich ausgehandelt und unterzeichnet werden kann, wenn es seine volle Souver\u00e4nit\u00e4t \u00fcber diesen Teil seines Territoriums aus\u00fcbt.\u201c Durch besonders vorteilhafte Bedingungen sollen ausl\u00e4ndische Investoren angezogen werden. In letzter Zeit wurde und wird sehr viel an \u00f6ffentlichen Mitteln dort investiert um Landwirtschaft, Tourismus, Fischerei und Aquakultur sowie erneuerbare Energien auszubauen. Auch will man durch besonders vorteilhafte Bedingungen ausl\u00e4ndische Investoren anlocken. Es bestehen <strong>keine<\/strong> <strong>Bedenken auf Firmenebene, Kontakte zu Unternehmen in der Westsahara<\/strong> zu pflegen.<\/em> (im Original fett)<\/p>\n<p>Die Begriffe V\u00f6lkerrecht, Menschenrecht kommen im Bericht nicht vor.<\/p>\n<p>Dass die \u00f6sterreichische Volkshilfe in der Entwicklungszusammenarbeit mit der Westsahara aktiv ist und die FH K\u00e4rnten, Studiengang Soziale Arbeit, mit der sahaourischen Universit\u00e4t Tifariti in einem Erasmus+ Projekt zusammenarbeitete, sind nennenswerte Ma\u00dfnahmen.<\/p>\n<p>Doch solange das K\u00f6nigreich Marokko auf EU-Ebene nicht effektiv unter Druck gesetzt wird, verschlimmert sich die Lage der Sahaouris. Islamistisch motivierte Kr\u00e4fte versuchten bereits, sich der Fl\u00fcchtlingslager zu bedienen. Zugleich bauen die USA die milit\u00e4rische Zusammenarbeit mit Marokko aus, das K\u00f6nigreich kauft Panzer und F16-Kampfflugzeuge. Das strategische Interesse der Weltmacht an der Sahel-Region ist ungebrochen, ihre Militarisierung schreitet mit Riesenstiefeln voran.<\/p>\n<p>Welche M\u00f6glichkeiten bleiben den Sahaouris f\u00fcr ihren Weg in Freiheit und Selbstbestimmung unter diesen Bedingungen?<\/p>\n<p>Wie k\u00f6nnen sie, ausgesetzt der Doppelmoral der Kolonialm\u00e4chte, die Rechte predigen und Ressourcen trinken, \u00fcberleben?<\/p>\n<p>Diese Frage steht gro\u00df im Raum.<\/p>\n<p>Wir in Europa jedoch sind in der Lage etwas tun. Eine aktive, solidarische Zivilgesellschaft kann die EU dazu zwingen, ihre propagierten Standards einzuhalten.<\/p>\n<p>Boykott, Desinvestment und Sanktionen, wie es die BDS-Kampagne gegen die israelische Besatzung erfolgreich praktiziert, w\u00e4ren ein Werkzeug daf\u00fcr.<\/p>\n<p>Letztendlich ist es aber der Neoliberalismus, als systemischer Verursacher von Kolonialismus und Krieg, dem wir entgegentreten m\u00fcssen.<\/p>\n<p>F\u00fcr die Freiheit der Sahaouris, der Pal\u00e4stinenserInnen und aller Unterdr\u00fcckten dieser Welt.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p style=\"text-align: right;\">Februar 2020<\/p>\n<p style=\"text-align: right;\">HS<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/kpoe-bildungsverein.at\/westsahara-die-letzte-kolonie-afrikas-geschichte-und-gegenwart-eines-vergessenen-konflikts\/\">http:\/\/kpoe-bildungsverein.at\/westsahara-die-letzte-kolonie-afrikas-geschichte-und-gegenwart-eines-vergessenen-konflikts\/<\/a><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Internationale_Anerkennung_der_Demokratischen_Arabischen_Republik_Sahara\">https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Internationale_Anerkennung_der_Demokratischen_Arabischen_Republik_Sahara<\/a><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.dw.com\/de\/westsahara-streit-un-team-verl\u00e4sst-marokko\/a-19130206\">https:\/\/www.dw.com\/de\/westsahara-streit-un-team-verl%C3%A4sst-marokko\/a-19130206<\/a><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.dw.com\/de\/un-mission-in-der-westsahara-die-h\u00fcter-des-status-quo\/a-19205987\">https:\/\/www.dw.com\/de\/un-mission-in-der-westsahara-die-h%C3%BCter-des-status-quo\/a-19205987<\/a><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/soziales-kapital.at\/index.php\/sozialeskapital\/article\/view\/621\/1084\">https:\/\/soziales-kapital.at\/index.php\/sozialeskapital\/article\/view\/621\/1084<\/a><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.dw.com\/de\/bei-den-vergessenen-fl\u00fcchtlingen-aus-der-westsahara\/a-47975736\">https:\/\/www.dw.com\/de\/bei-den-vergessenen-fl%C3%BCchtlingen-aus-der-westsahara\/a-47975736<\/a><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.derstandard.at\/story\/2000011371493\/westsahara-durch-minen-und-sand-vom-heimatland-getrennt\">https:\/\/www.derstandard.at\/story\/2000011371493\/westsahara-durch-minen-und-sand-vom-heimatland-getrennt<\/a><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.disorient.de\/blog\/menschenrechte-der-westsahara\">https:\/\/www.disorient.de\/blog\/menschenrechte-der-westsahara<\/a><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.amnesty.de\/jahresbericht\/2018\/marokko-und-westsahara\">https:\/\/www.amnesty.de\/jahresbericht\/2018\/marokko-und-westsahara<\/a><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/de.qantara.de\/inhalt\/demokratie-und-menschenrechte-in-marokko-der-polizeistaat-ist-zur\u00fcck?page=0%2C1\">https:\/\/de.qantara.de\/inhalt\/demokratie-und-menschenrechte-in-marokko-der-polizeistaat-ist-zur%C3%BCck?page=0%2C1<\/a><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.infosperber.ch\/FreiheitRecht\/Grosses-Schweigen-zu-Marokkos-Kriegsverbrechen-in-Westsahara1\">https:\/\/www.infosperber.ch\/FreiheitRecht\/Grosses-Schweigen-zu-Marokkos-Kriegsverbrechen-in-Westsahara1<\/a><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.infosperber.ch\/Artikel\/FreiheitRecht\/Sahraouische-Fluchtlinge-Polisario-Marokko-UNHCR\">https:\/\/www.infosperber.ch\/Artikel\/FreiheitRecht\/Sahraouische-Fluchtlinge-Polisario-Marokko-UNHCR<\/a><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.daserste.de\/information\/politik-weltgeschehen\/weltspiegel\/sendung\/westsahara-marrokko-konflikt-100.html\">https:\/\/www.daserste.de\/information\/politik-weltgeschehen\/weltspiegel\/sendung\/westsahara-marrokko-konflikt-100.html<\/a><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/mediendienst-integration.de\/migration\/flucht-asyl\/eu-asylpolitik.html\">https:\/\/mediendienst-integration.de\/migration\/flucht-asyl\/eu-asylpolitik.html<\/a><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.tagesschau.de\/ausland\/spanien-marokko-seenotrettung-101.html\">https:\/\/www.tagesschau.de\/ausland\/spanien-marokko-seenotrettung-101.html<\/a><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/wsrw.org\/lDE\">https:\/\/wsrw.org\/lDE<\/a><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.wsrw.org\/a186x1451\">https:\/\/www.wsrw.org\/a186x1451<\/a><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.volkshilfe.at\/was-wir-tun\/positionen-projekte\/entwicklungszusammenarbeit\/westsahara\/\">https:\/\/www.volkshilfe.at\/was-wir-tun\/positionen-projekte\/entwicklungszusammenarbeit\/westsahara\/<\/a><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.wko.at\/service\/aussenwirtschaft\/die-marokkanische-wirtschaft.html\">https:\/\/www.wko.at\/service\/aussenwirtschaft\/die-marokkanische-wirtschaft.html<\/a><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.wko.at\/service\/aussenwirtschaft\/marokko-laenderreport.pdf\">https:\/\/www.wko.at\/service\/aussenwirtschaft\/marokko-laenderreport.pdf<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Essay anl\u00e4sslich eines Augenzeugenberichts in Graz Der Journalist Paul Huemer hat die Fl\u00fcchtlingslager und die besetzten Gebiete in der Westsahara besucht und seine Eindr\u00fccke auf einer Veranstaltung des Bildungsvereins der KP\u00d6 am 28.1.geschildert. 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