{"id":6597,"date":"2021-11-08T10:18:10","date_gmt":"2021-11-08T10:18:10","guid":{"rendered":"http:\/\/www.friedensplattform.at\/?p=6597"},"modified":"2021-11-08T10:18:10","modified_gmt":"2021-11-08T10:18:10","slug":"un-kinderrechtekonvention-gilt-fuer-palaestinensische-kinder-nicht","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.friedensplattform.at\/?p=6597","title":{"rendered":"UN-Kinderrechtekonvention gilt f\u00fcr pal\u00e4stinensische Kinder nicht"},"content":{"rendered":"<p>Die UN- Kinderrechtekonvention garantiert in Paragraf 6 das \u201eRecht auf Leben\u201c f\u00fcr ein jedes Kind. Wohl eine Selbstverst\u00e4ndlichkeit. Aber was uns hier in \u00d6sterreich selbstverst\u00e4ndlich scheint, ist es im besetzten Pal\u00e4stina nicht.<\/p>\n<p>In der Westbank wurden nur allein nur in diesem Jahr 2021 14 Kinder get\u00f6tet.<\/p>\n<p>Der letzte war Mohamed Dadaas, 13 Jahre alt, aus dem Fl\u00fcchtlingslager Askar am n\u00f6rdlichen Rand von Nablus. \u00a0Er wurde gestern, am 5.11. in ein nahegelegenes Krankenhaus gebracht, wo die \u00c4rzte ihn nur mehr f\u00fcr tot erkl\u00e4ren konnten. Er starb, weil ihm ein israelischer Soldat in den Bauch geschossen hatte.<!--more--><\/p>\n<p>Wo war sein Recht auf Leben?<\/p>\n<p>Mohamed starb, weil er protestierte. Er ging in Deir al-Hatab auf die Stra\u00dfe, um israelische Siedler zu stoppen. Siedler, die den pal\u00e4stinensischen Bauern das Land rauben. Sie kommen mit Bulldozern, entwurzeln B\u00e4ume, besetzen \u00c4cker und zermalmen H\u00e4user. Sie kommen in Begleitung der israelischen Armee. Ein Soldat dieser Armee, ein erwachsener Mann in milit\u00e4rischer Montur hat Mohamed erschossen.<\/p>\n<p>Mit seiner Waffe zielte er und dr\u00fcckte ab.<\/p>\n<p>Israel hat den Mord nicht kommentiert.<\/p>\n<p>Israel muss sich nicht zu solchen Vorkommnissen \u00e4u\u00dfern. Der israelische Siedlerkolonialismus hat den Freibrief der M\u00e4chtigen dieser Welt.<\/p>\n<p>Israel kann als Antwort auf den Tod von Mohamed, den Bau weiterer 1300 Siedlungen auf pal\u00e4stinensischem Land lauthals verk\u00fcnden. Diese Siedlungen sind nach internationalem Recht illegal.<\/p>\n<p>In der UN-Kinderrechtekonvention stehen die Worte: \u201eKinder haben ein Recht auf Bildung\u201c.<\/p>\n<p>Luban Ash-Sharqiya ist die Heimat\u00a0\u00a0 von etwa 3.500 Pal\u00e4stinensern, 20 km s\u00fcdlich der Stadt Nablus im n\u00f6rdlichen Westjordanland. Zwei israelische Siedlungen wurden auf geraubtem pal\u00e4stinensischen Land an die Seiten des\u00a0 Dorfes\u00a0 herangebaut.<\/p>\n<p>Wenn die pal\u00e4stinensischen Schulkinder aus Luban von der Schule nach Hause gehen wollen, haben sie zwei M\u00f6glichkeiten .<\/p>\n<p>Entweder sie m\u00fcssen an den Siedlungen vorbei. Dort lauern ihnen Siedler auf, von denen sie beschimpft und bespuckt oder im schlimmsten Fall mit Gewehren und auf sie zurasenden Autos bedroht\u00a0 werden.<\/p>\n<p>Oder sie m\u00fcssen an Checkpoints des Milit\u00e4rs vorbei. Israelische Soldaten \u00a0haben sich am\u00a0 Eingang\u00a0 des Dorfes stationiert.<\/p>\n<p>Die Soldaten drangsalieren die Kinder. Sie pfeifen sie an und befehlen ihnen stehen zu bleiben. Sie durchsuchen ihre Schulsachen und drohen ihnen mit Gericht und Gef\u00e4ngnis.<\/p>\n<p>Manche Schulen im Westjordanland m\u00fcssen sich durch Z\u00e4une und D\u00e4cher vor angreifenden Siedlern sch\u00fctzen. Manchmal begleiten LehrerInnen die Kinder, damit sie nicht allein die bedrohlichen Schulwege bew\u00e4ltigen m\u00fcssen. Oder die Kinder sind gezwungen weite Umwege durch die Felder auf sich zu nehmen, damit sie heil nach Hause kommen.<\/p>\n<p>Mohamed Dadaas war ein pal\u00e4stinensisches Kind, 13 Jahre alt, er starb am letzten Freitag durch den Bauchschuss eines israelischen Soldaten.<\/p>\n<p>Mohameds Angst hatte sich in Wut gewandelt, als er sich unter die Protestierenden gegen den Siedlungsbau mischte.<\/p>\n<p>Er musste sterben.<\/p>\n<p>In der UN-Kinderrechte-Konvention stehen die Worte: \u201eKinder haben ein Recht auf Leben\u201c.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Mohamed ist einer von hunderten Minderj\u00e4hrigen, die in den letzten Jahren ermordet wurden.<\/p>\n<p>Israel muss sich nicht zu solchen Vorkommnissen \u00e4u\u00dfern. Der israelische Siedlerkolonialismus hat den Freibrief der M\u00e4chtigen dieser Welt.<\/p>\n<p>Israel kann als Antwort eine Organisation verbieten, die diese Vergehen gegen Kinder und Minderj\u00e4hrige beobachtet und dokumentiert.<\/p>\n<p>Diese Gruppe hat 2010 der UNO einen Bericht vorgelegt, in dem die Drohungen, \u00dcbergriffe und Ermordungen pal\u00e4stinensischer Kinder zwischen 13 und 16 Jahren durch israelische SiedlerInnen und SoldatInnen dokumentiert sind.<\/p>\n<p>In der In der UN-Kinderrechtekonvention stehen die Worte: \u201eKinder haben ein Recht auf Schutz vor Gewalt\u201c.<\/p>\n<p>Israel bezeichnet diese Organisation als \u201eTerrororganisation\u201c.<\/p>\n<p>F\u00fcr Israel ist jeder Widerstand der Pal\u00e4stinenser &#8222;feindlich&#8220;, &#8222;rechtswidrig&#8220; und &#8222;terroristisch&#8220;.<\/p>\n<p>Demonstrationen und ziviler Widerstand sind \u201eTerror\u201c.<\/p>\n<p>Der gewaltfreie Widerstand gegen ist \u201eTerror\u201c.<\/p>\n<p>Die Dokumentation von V\u00f6lkerrechtsbruch und Menschenrechtsverletzung ist \u201eTerror\u201c.<\/p>\n<p>Weitere f\u00fcnf zivilgesellschaftliche Organisationen wurden als \u201eterroristisch\u201c gebranntmarkt:<\/p>\n<p>Zwei die sich f\u00fcr Gefangene einsetzen, eine Vertretung von B\u00e4uerInnen, eine Wissenschafts-NGO und eine Frauenorganisation.<\/p>\n<p>Benny Gantz hat die Kriege gegen Gaza 2012 und 2014 zu verantworten. Er war Chef\u00a0 des\u00a0 Generalstabs\u00a0 der israelischen Armee. In diesen Kriegen wurde der Gaza-Streifen brutalst bombardiert.<\/p>\n<p>500 get\u00f6tete Kinder sind aus 2014 dokumentiert, 33 aus 2012 und 63 aus dem Mai 2021.<\/p>\n<p>Die mit Behinderungen und Traumatas zur\u00fcckblieben, sind nicht gez\u00e4hlt.<\/p>\n<p>Gantz ist heute der israelische Verteidigungsminister. Und heute muss sich selbst verteidigen, denn seine Verbrechen schreien zum Himmel.<\/p>\n<p>Er findet daf\u00fcr keinen anderen Weg mehr, als Kinder t\u00f6ten zu lassen und NGOs zu verbieten.<\/p>\n<p>Herr Gantz glaubt den Terror, den er zu verantworten hat mit noch mehr Terror \u00fcbert\u00fcnchen zu k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Auch er wird eines Tages Rechenschaft ablegen m\u00fcssen.<\/p>\n<p>Gerechtigkeit ist st\u00e4rker als der Terror des Kolonialherrn.<\/p>\n<p>Das pal\u00e4stinensische Volk wird sein Recht erringen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><em>Rede einer Vertreterin der Steirischen Friedensplattform am <a href=\"https:\/\/www.palaestinasolidaritaet.at\/de\/4706\">Infostand von Pal\u00e4stina Solidarit\u00e4t \u00d6sterreich<\/a> am 6.11.21 in Wien<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die UN- Kinderrechtekonvention garantiert in Paragraf 6 das \u201eRecht auf Leben\u201c f\u00fcr ein jedes Kind. Wohl eine Selbstverst\u00e4ndlichkeit. 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