{"id":6689,"date":"2022-03-07T07:30:43","date_gmt":"2022-03-07T07:30:43","guid":{"rendered":"http:\/\/www.friedensplattform.at\/?p=6689"},"modified":"2022-03-07T15:12:47","modified_gmt":"2022-03-07T15:12:47","slug":"flugblatt-der-steirischen-friedensplattform-zum-8-maerz-2022","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.friedensplattform.at\/?p=6689","title":{"rendered":"Flugblatt der Steirischen Friedensplattform zum 8. M\u00e4rz 2022"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"http:\/\/www.friedensplattform.at\/wp-content\/uploads\/2022\/03\/ukraine-flugblatt-feb-22-frauentag_A4.pdf\">ukraine flugblatt feb 22 frauentag_A4<\/a><\/p>\n<p><strong>Der Internationale Frauentag<\/strong> ist seit \u00fcber 100 Jahren eng mit der <strong>Forderung nach Frieden<\/strong> verkn\u00fcpft. Ohne Frieden ist auch die Verwirklichung von Frauenrechten unm\u00f6glich.<\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p>Das wissen und sp\u00fcren die Frauen im globalen S\u00fcden noch viel mehr als wir hier in Europa des Wohlstands. Von Libyen, Mali, Kongo \u00fcber Eritrea, Somalia nach Jemen, Afghanistan, Irak, Syrien und Pal\u00e4stina m\u00fcssen Frauen mit ihren Familien seit Jahren im Krieg leben. Krieg, der nun zum Schrecken vieler mit der v\u00f6lkerrechtswidrigen Invasion in der Ukraine nach zwei Jahrzehnten des Friedens wieder einmal nach Europa zur\u00fcckgekehrt ist. \u00a0F\u00fcr diesen Krieg kann es keine Rechtfertigung geben.<\/p>\n<p>Aber jeder Krieg hat einen \u201eVorkrieg\u201c. In diesem Fall wesentlich war die NATO-Osterweiterung. Sie wurde entgegen den Zusagen nach dem R\u00fcckzug der sowjetischen Truppen aus der DDR von den USA vorangetrieben. Seit Jahren versuchen die USA ein friedliches Zusammenleben mit Russland in Europa zu verhindern, wof\u00fcr sich nach 1991 guten Chancen boten.<\/p>\n<p>Offenbar wollen die Profiteure der globalisierten kapitalistischen Wirtschaftssysteme h\u00fcben und dr\u00fcben die \u2013 nicht nur coronabedingte \u2013 Krise wieder einmal mit einem Krieg bew\u00e4ltigen. Russland \u00fcberf\u00e4llt sein Nachbarland. Die EU gibt Gelder f\u00fcr Waffenlieferungen an ein kriegsf\u00fchrendes Land, nicht nur heimlich, sondern hochoffiziell. Das neutrale \u00d6sterreich zahlt mit!\u00a0 Das ist ein Tabubruch und die wahre Zeitenwende. Der Ruf nach Militarismus und Aufr\u00fcstung wird lauter, auch in \u00d6sterreich. R\u00fcstung und der Verbrauch von Waffen im Krieg sind ein lukratives Gesch\u00e4ft. Die Aktien der R\u00fcstungskonzerne boomen. Aufr\u00fcstung m\u00fcndet letztlich in der Vernichtung und Zerst\u00f6rung von Mensch und Natur. Krieg bedeutet immer uns\u00e4gliches Leid f\u00fcr Frauen, Kinder und M\u00e4nner. Er bringt Tod und Zerst\u00f6rung, verursacht Hunger, Armut, Verkr\u00fcppelungen, Wunden, Schmerzen und psychische Traumata, bedeutet Verlust von Haus, Heimat, Angeh\u00f6rigen und Freund:innen, verseucht den Boden, vernichtet Tiere, Ernten und verschmutzt die Umwelt. In jedem Krieg nimmt die sexualisierte Gewalt gegen Frauen zu.<\/p>\n<p><strong>Deshalb sind Frauenbewegung und Friedensbewegung Schwestern und sich gegenseitig\u00a0\u00a0 verpflichtet. <\/strong><\/p>\n<p>Die Ukraine ist bekannt f\u00fcr ihr lebendiges kulturelles und intellektuelles Schaffen. Aber aufgrund der enormen Korruption im Land und einer rechtsnationalen Regierung trifft der Krieg eine Bev\u00f6lkerung, in der ohnehin bereits viele in prek\u00e4ren Verh\u00e4ltnissen leben m\u00fcssen. So wurden in der Ukraine zu Leihmutterschaft f\u00fcr westliche Frauen und Prostitution und Frauenhandel ein weit verbreitetes Mittel, um der Armut zu entkommen. Die Ukraine gilt nicht nur als Kornkammer Europas, sondern ebenfalls als internationaler Treffpunkt von Faschisten. Nicht nur im Donbass waren und sind faschistische Milizen aktiv. Bis vor kurzem sa\u00df eine faschistische Partei im Parlament. Wenn nun S\u00f6ldner aus der ganzen Welt in die Ukraine zum K\u00e4mpfen fahren, so handelt es sich um Faschisten, die dort vorgeben, sogenannte \u201eeurop\u00e4ische Werte\u201c zu verteidigen.<\/p>\n<p><strong>Wir fordern zum Internationalen Frauentag<\/strong>:<\/p>\n<p>NIEDER MIT DEN WAFFEN! Zur\u00fcck an den Verhandlungstisch! Gewalt kann niemals eine L\u00f6sung sein, das wissen wir Frauen nur zu gut. So wie das Gewaltschutzgesetz Frauen sch\u00fctzen soll, so gilt f\u00fcr internationale Konflikte das V\u00f6lkerrecht. Keine imperiale Macht darf nur aufgrund ihrer milit\u00e4rischen und wirtschaftlichen St\u00e4rke in ein anderes Land einfallen \u2013 weder die USA in den Irak, nach Afghanistan und Libyen noch Russland nach Tschetschenien oder in die Ukraine.<\/p>\n<p>GEGEN JEDE FORM DER MILIT\u00c4RISCHEN AGGRESSION!\u00a0 Bombardierungen ohne UN-Mandat, wie jene der NATO 1999 in Jugoslawien sind V\u00f6lkerrechtsverbrechen.\u00a0 Und\u00a0 Bombardements ziviler Ziele\u00a0 sind mit und ohne UN-Mandat\u00a0 schwere Kriegsverbrechen.<\/p>\n<p>GEGEN JEDES DOPPELMA\u00df!Kriegsverbrechen begehen\u00a0 aktuell Russland in der Ukraine, mehrere Staaten in Syrien, Israel in Pal\u00e4stina und Saudiarabien im Jemen. Solange die Herrschenden die Verletzung der Souver\u00e4nit\u00e4t von Nicht-Wei\u00dfen-V\u00f6lkern legitimieren, \u00f6ffnen sie damit die Tore f\u00fcr st\u00e4ndig neue Trag\u00f6dien. Noch im Vorjahr bef\u00fcrwortete der ukrainische Pr\u00e4sident Selensky, dessen Land nun selbst Opfer einer Aggression wurde, die israelischen Luftangriffe auf Gaza.<\/p>\n<p>KEINE WAFFENEXPORTE und S\u00d6LDNER! Diese heizen den Krieg nur weiter an. Keine Beteiligung von \u00d6sterreich an diesem Krieg! F\u00fcr eine strikte und aktive Friedens- und Neutralit\u00e4tspolitik!<\/p>\n<p>SCHLUSS MIT AUFR\u00dcSTUNG! KEIN GELD F\u00dcR WAFFEN, sondern Investitionen in die Frauenf\u00f6rderung, in das Gesundheitssystem, Bildungs- und Sozialwesen und die Kultur. R\u00fcstungsbetriebe in lebensfreundliche Produktionsst\u00e4tten umwandeln.<\/p>\n<p>KEIN WIRTSCHAFTSKRIEG! Wir sind gegen Sanktionen, wenn sie nur der Aufrechterhaltung der imperialen Ordnung dienen und lehnen auch hier jedes doppelte Ma\u00df strikt ab. So wurden gegen\u00fcber den USA wegen ihrer vielen v\u00f6lkerrechtswidrigen milit\u00e4rischen Aggressionen noch nie Sanktionen verh\u00e4ngt. Die UN-Sanktionen gegen den Irak hatten den Tod von 500.000 Kindern und jene gegen den Jemen haben den tausendfachen Hungertod\u00a0 zur Folge. Als Israel Beirut, Jenin und wiederholt Gaza in Schutt und Asche bombardierte, wurden keinen Strafsanktionen verh\u00e4ngt. Die zahlreichen\u00a0 V\u00f6lkerrechtsverbrechen Israels, seine Annexion\u00a0 Ostjerusalems und des Golan, seine brutale Unterdr\u00fcckung pal\u00e4stinensischer Freiheitsrechte und\u00a0 seine kolonialistische\u00a0 Siedlungspolitik in der Westbank werden nicht sanktioniert.\u00a0 Obwohl die pal\u00e4stinensisch-zivilgesellschaftliche Boykott-Bewegung BDS das seit 2005 fordert.<\/p>\n<p>AUFL\u00d6SUNG DES NATO-MILIT\u00c4RB\u00dcNDNISSES! Die NATO ist der milit\u00e4rische Arm des westlichen Wirtschaftsimperialismus. Sie hat seit ihrem Bestehen hunderttausende Tote\u00a0 au\u00dferhalb Europas verschuldet. Sie stellt die Bedrohung f\u00fcr den Frieden in der Welt schlechthin dar! Es darf daher keinen NATO-Beitritt \u00d6sterreichs geben.<\/p>\n<p>ABSCHAFFUNG VON FRONTEX! Offene Grenzen f\u00fcr alle, die fl\u00fcchten m\u00fcssen, unabh\u00e4ngig ihrer Hautfarbe, Religion und Geschlecht. Aufbau gerechter Welthandelsstrukturen um \u00fcberall lebensfreundliche Heimatl\u00e4nder zu schaffen.<\/p>\n<p>SCHLUSS MIT DEM NEOKOLONIALEN WIRTSCHAFTSSYSTEM, WELCHES VON DER WELTWEITEN AUSBEUTUNG DER FRAUEN PROFITIERT!<\/p>\n<p><strong>HOCH DIE INTERNATIONALE FRAUENSOLIDARIT\u00c4T!<\/strong><\/p>\n<p>Weitere Informationen auf <a href=\"http:\/\/www.friedensplattform.at\/\">www.friedensplattform.at<\/a><\/p>\n<p>Wir betreiben eine dauerhafte Friedensarbeit. \u00dcber deine\/ihre Mitarbeit\u00a0 w\u00fcrden wir uns freuen. Kontakt: <a href=\"mailto:friedensplattform@gmx.at\">friedensplattform@gmx.at<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>ukraine flugblatt feb 22 frauentag_A4 Der Internationale Frauentag ist seit \u00fcber 100 Jahren eng mit der Forderung nach Frieden verkn\u00fcpft. 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