{"id":7323,"date":"2023-09-24T10:19:41","date_gmt":"2023-09-24T10:19:41","guid":{"rendered":"http:\/\/www.friedensplattform.at\/?p=7323"},"modified":"2023-09-24T10:19:41","modified_gmt":"2023-09-24T10:19:41","slug":"ruestungskonzerne-und-co-die-finanziellen-gewinner-des-krieges","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.friedensplattform.at\/?p=7323","title":{"rendered":"R\u00fcstungskonzerne und Co.Die finanziellen Gewinner des Krieges"},"content":{"rendered":"<article>\n<div class=\"frame entry__content\">\n<div class=\"meta meta--header\">\n<div class=\"meta__timestamp\"><time class=\"timestamp\" datetime=\"2022-04-19MESZ14:13:11+02:00\">19. April 2022<\/time><\/div>\n<\/div>\n<div class=\"entry--intro\">\n<p>Einige Unternehmen und Branchen profitieren vom Krieg in der Ukraine. Dazu z\u00e4hlen zwar vor allem R\u00fcstungskonzerne, doch auch Mineral\u00f6lgesellschaften oder erneuerbare Energien erleben einen Aufschwung.<\/p>\n<\/div>\n<div class=\"entryBlock entry--text\">\n<p>R\u00fcstungskonzerne z\u00e4hlen zu den gr\u00f6\u00dften Gewinnern der Krise: Schlie\u00dflich werden im Krieg Waffen und Munition ben\u00f6tigt. Davon profitieren in Deutschland Unternehmen wie Rheinmetall oder Krauss-Maffei-Wegmann.<\/p>\n<\/div>\n<div class=\"entryBlock entry--quote\">\n<h3>&#8222;An der Aktie von Rheinmetall wird es zum Beispiel sehr deutlich: Sie ist in den letzten Jahren um rund 20 Prozent gestiegen \u2013 und seit Kriegsbeginn um 130 Prozent.&#8220;<\/h3>\n<div class=\"quote__origin\"><cite>Nicolas Lieven, Wirtschaftsjournalist<\/cite><\/div>\n<div><!--more--><\/div>\n<\/div>\n<div class=\"entryBlock entry--text\">\n<p>Die gr\u00f6\u00dften R\u00fcstungskonzerne kommen aus den USA. An ihrer Spitze: Lockheed Martin. Das Unternehmen hat seit Kriegsbeginn um rund 40 Prozent zugelegt, erkl\u00e4rt Nicolas Lieven. Doch auch auf deutsche R\u00fcstungsunternehmen wirkt sich der Krieg massiv aus.<\/p>\n<\/div>\n<div class=\"entryBlock entry--headline\">\n<h2 id=\"ersatz-f\u00fcr-russisches-\u00f6l-und-gas\">Ersatz f\u00fcr russisches \u00d6l und Gas<\/h2>\n<\/div>\n<div class=\"entryBlock entry--text\">\n<p>Neben R\u00fcstungskonzernen gibt es auch andere Unternehmen und Branchen, die in der Krisensituation gewinnen. Denn in der Politik hei\u00dft es, Deutschland m\u00fcsse sich von Russland als F\u00f6rderstaat f\u00fcr Gas und \u00d6l unabh\u00e4ngig machen. Das kommt vielen Mineral\u00f6lgesellschaften und F\u00f6rderstaaten wie Norwegen zugute, die die russische Versorgung ersetzen sollen.<\/p>\n<\/div>\n<div class=\"entryBlock entry--quote\">\n<blockquote><p>&#8222;Erst sind die \u00d6lpreise tats\u00e4chlich gestiegen, doch sie sind relativ schnell wieder gesunken. Die Spritpreise sind aber hoch geblieben. Das wird sich auch in den Bilanzen der Konzerne widerspiegeln.&#8220;<\/p><\/blockquote>\n<div class=\"quote__origin\"><cite>Nicolas Lieven, Wirtschaftsjournalist<\/cite><\/div>\n<\/div>\n<div class=\"entryBlock entry--text\">\n<p>Zwar steigen die Preise f\u00fcr gewisse Rohstoffe, dennoch steigen f\u00fcr viele Unternehmen die Gewinne, erkl\u00e4rt unser Experte. So seien zwar die \u00d6lpreise zun\u00e4chst gestiegen, was zu einem Anstieg der Spritpreise gef\u00fchrt habe, doch seien eben nicht im selben Ma\u00df wieder gesunken als die \u00d6lpreise wieder abgefallen sind.<\/p>\n<h3 id=\"viele-billiganbieter-fuer-gas-und-strom-verschwunden\">Viele Billiganbieter f\u00fcr Gas und Strom verschwunden<\/h3>\n<p>Diese Entwicklung f\u00fchrt dazu, dass wieder verst\u00e4rkt in fossile Brennstoffe investiert wird. Ein Analyst teilte Nicolas Lieven mit: Das werde wahrscheinlich in den kommenden zehn Jahren so weitergehen.<\/p>\n<p>Die gro\u00dfen Strom- und Gasversorger profitieren am meisten: Denn durch den Anstieg der Preise konnten sich viele der Billiganbieter nicht \u00fcber Wasser halten. Das habe den Markt bereinigt, sagt Nicolas Lieven. Auch viele Einzelh\u00e4ndler im Lebensmittelsektor profitieren: Denn vieles was sie nun teurer anbieten, konnte noch unter g\u00fcnstigeren Bedingungen produziert werden.<\/p>\n<\/div>\n<div class=\"entryBlock entry--quote\">\n<blockquote><p>&#8222;Erneuerbare Energien erleben durch diese Krise einen Boom, hinter dem die Anbieter nicht hinterherkommen. F\u00fcr Photovolatikanlagen gibt es extrem lange Wartelisten.&#8220;<\/p><\/blockquote>\n<div class=\"quote__origin\"><cite>Nicolas Lieven, Wirtschaftsjournalist<\/cite><\/div>\n<\/div>\n<div class=\"entryBlock entry--text\">\n<p>Neben fossilen Energiequellen, sind es aber auch erneuerbare Energien, die verst\u00e4rkt gefragt sind und gef\u00f6rdert werden. Gerade aus dem privaten Bereich gibt es viele Anfragen \u2013 die l\u00e4ngst nicht alle angenommen werden k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>In der Branche werden zum Teil bis zu 80 Prozent der Anfragen f\u00fcr beispielsweise den Bau von Photovoltaikanlagen abgelehnt, so Nicolas Lieven. Auch Windenergie soll ausgebaut werden, doch da liege Deutschland noch weit zur\u00fcck.<\/p>\n<\/div>\n<div class=\"entryBlock entry--quote\">\n<blockquote><p>&#8222;Wer etwas in Fonds investieren will, kann schon entscheiden, ob er oder sie damit R\u00fcstungskonzerne oder erneuerbare Energien unterst\u00fctzen will.&#8220;<\/p><\/blockquote>\n<div class=\"quote__origin\"><cite>Nicolas Lieven, Wirtschaftsjournalist<\/cite><\/div>\n<\/div>\n<div class=\"entryBlock entry--text\">\n<p>Wenn Unternehmen vom Krieg profitieren, tun es auch die, die in die Unternehmen investieren. Wer also ein Teil seines Ersparten in Fonds steckt, sollte wissen, woher der m\u00f6gliche Gewinn stammt.<\/p>\n<p>Nicolas Lieven sagt: Es gibt auch Fonds, die nachhaltig arbeiten und den Ausbau erneuerbarer Energien oder E-Mobilit\u00e4t f\u00f6rdern und die Waffenproduktion explizit ausschlie\u00dfen.<\/p>\n<\/div>\n<footer>\n<div class=\"meta\">\n<ul class=\"meta__credits\">\n<li><time class=\"timestamp\" datetime=\"2022-04-19MESZ14:13:11+02:00\">Beitrag aus unserem Archiv vom 19. April 2022<\/time><\/li>\n<li><strong>Moderatorin:\u00a0<\/strong>Tina Howard<\/li>\n<li><strong>Gespr\u00e4chspartner:\u00a0<\/strong>Nicolas Lieven, Wirtschaftsjournalist<\/li>\n<\/ul>\n<p><a href=\"https:\/\/www.deutschlandfunknova.de\/beitrag\/ukraine-wer-vom-krieg-profitiert\">Zum Nachh\u00f6ren der Sendung von Deutschlandfunk<\/a><\/p>\n<\/div>\n<\/footer>\n<\/div>\n<\/article>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<aside>\n<h2 class=\"section__label\"><\/h2>\n<\/aside>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>19. April 2022 Einige Unternehmen und Branchen profitieren vom Krieg in der Ukraine. Dazu z\u00e4hlen zwar vor allem R\u00fcstungskonzerne, doch auch Mineral\u00f6lgesellschaften oder erneuerbare Energien erleben einen Aufschwung. R\u00fcstungskonzerne z\u00e4hlen zu den gr\u00f6\u00dften Gewinnern der Krise: Schlie\u00dflich werden im Krieg Waffen und Munition ben\u00f6tigt. 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