{"id":8045,"date":"2024-05-15T09:07:52","date_gmt":"2024-05-15T09:07:52","guid":{"rendered":"http:\/\/www.friedensplattform.at\/?p=8045"},"modified":"2024-05-31T09:20:51","modified_gmt":"2024-05-31T09:20:51","slug":"al-nakba-und-der-schluessel-zur-rueckkehr","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.friedensplattform.at\/?p=8045","title":{"rendered":"Al Nakba und der Schl\u00fcssel zur R\u00fcckkehr"},"content":{"rendered":"<p>Al Nakba\u00a0 ist die \u201egro\u00dfe pal\u00e4stinensische Katastrophe\u201c bei der 1947 und 48 mehr als 700 000 Menschen vertrieben wurden und der Tausende in Massakern zu Opfer fielen. Sie war kein einzelnes historisches Ereignis.<\/p>\n<p>Sie reiht sich ein in die vielen Trag\u00f6dien des 19., 20. und 21. Jahrhunderts, welche die V\u00f6lker des S\u00fcdens erlitten. Ihre L\u00e4nder und Rohstoffe standen im Visier westlicher Gro\u00dfm\u00e4chte, die miteinander um Vorherrschaft rangen.<\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p><strong>Kuba<\/strong> zum Beispiel wurde mehrmals kolonisiert von 1840 an, bis es 116 Jahre sp\u00e4ter endg\u00fcltig seine Befreiung erk\u00e4mpfte.<\/p>\n<p>In den antikolonialen K\u00e4mpfen in <strong>Vietnam<\/strong> verloren 500 000 Menschen ihr Leben, noch vor dem dem gr\u00f6\u00dften Chemiewaffenangriff, bei dem die USA das Gift Agent Orange verspr\u00fchten. 150.000 Kinder sind seit dem Krieg mit schweren Behinderungen zur Welt gekommen, 3 Millionen Menschen leiden unter den Sp\u00e4tfolgen des Gifts.<\/p>\n<p>Im arabischen Raum gab es ab dem 19. Jhdt. f\u00fcnf Siedlerkolonien. Von 1911-71 w\u00fcteten italienische Soldaten in <strong>Libyen<\/strong>. Zwei Drittel der libyschen Bev\u00f6lkerung wurde durch v\u00f6llige Zerst\u00f6rung von St\u00e4dten und D\u00f6rfern, Hungersn\u00f6te und Krankheiten, bis hin zum Massenmord ausgel\u00f6scht.<\/p>\n<p>Frankreich unterwarf Marokko, Tunesien und <strong>Algerien<\/strong> einem grausamen Kolonialregime mit mehr als 1,5 Millionen Opfer bis zur Befreiung.<\/p>\n<p><strong>Die schwarze Bev\u00f6lkerung S\u00fcdafrikas<\/strong> k\u00e4mpfte seit Anfang des 19.Jahrhunderts gegen die Apartheid, und sie wurde erst 1994 abgeschafft.<\/p>\n<p>Die Ideologie dieser Kolonialregimes war durchtr\u00e4nkt mit <strong>Rassismus<\/strong>. Jede Grausamkeit, jedes Massaker rechtfertigten sie mit der \u201eLast des wei\u00dfen Mannes\u201c, dessen Pflicht sei \u201eden Barbaren die Zivilisation zu bringen\u201c. Die sogenannte Wissenschaft des Sozialdarwinismus best\u00e4tigte die \u201erassische Minderwertigkeit\u201c der Kolonialisierten f\u00fcr die wei\u00dfe Herrschaft.<\/p>\n<p>In Pal\u00e4stina war es die britische Kolonialregierung, die f\u00fcr die Zionist:innen die Herrschaft als Siedlerkolonie vorbereiteten. Der \u00d6sterreicher Theodor Herzl versprach den europ\u00e4ischen Kolonialm\u00e4chten\u00a0 ein \u201eSperrwall gegen die Barbarei\u201c zu sein.<\/p>\n<p>Pal\u00e4stina ist bis heute eine Kolonie. Und bis heute h\u00f6ren wir diese Sprache gegen die Pal\u00e4stinenser:innen. Wir m\u00fcssen h\u00f6ren, sie seien Barbaren. Einige Zionist:innen gingen soweit ihnen das Menschsein abzusprechen. Exakt jene Sprache, die schon in den vorherigen Jahrhunderten die grausamen Massaker in vielen L\u00e4ndern des globalen S\u00fcdens begleitete.<\/p>\n<p>1955 schrieb die Zeitung Ma\u2019ariv: Die arabisch-islamischen L\u00e4nder leiden an der schlimmsten aller Plagen: dem Islam. Die Gefahr liegt in der islamischen Psyche selbst\u2026sie sind wahnbeherrscht und bar jeglicher Vernunft\u2026sie missachten alle Werte, die der zivilisierten Welt heilig sind\u2026<\/p>\n<p>2024 lesen wir im \u00f6sterreichischen j\u00fcdischen Magazin nu ein Interview mit einem sogenannten Sicherheitsberater, dass der israelische Fehler, der zum 7.Oktober gef\u00fchrt habe, darin liege, dass man \u201ebei Barbaren nicht warten kann, bis sie den n\u00e4chsten Krieg beginnen\u201c, man m\u00fcsse sie zuvor zerst\u00f6ren. <a href=\"https:\/\/nunu.at\/artikel\/wir-muessen-sie-angreifen-bevor-sie-uns-toeten-koennen\/\">https:\/\/nunu.at\/artikel\/wir-muessen-sie-angreifen-bevor-sie-uns-toeten-koennen\/<\/a><\/p>\n<p>Und:<\/p>\n<p>Es gehe nicht um Israel, nicht um den Nahen Osten, sondern um die F\u00e4higkeit zivilisierter Gesellschaften, sich gegen Barbaren zu verteidigen (\u2026) Barbaren gewinnen zu lassen, sei schlimmer als Krieg.<\/p>\n<p>Diesen Rassismus frei zu verk\u00fcnden ist in \u00d6sterreich m\u00f6glich. Hingegen wird mittlerweile\u00a0 schon dem \u201eFree Palestine\u201c-Slogan Antisemitismus unterstellt. Im Denken der kriegstreibenden Kr\u00e4fte hat sich seit der Zeit Herzls nichts ge\u00e4ndert.<\/p>\n<p>Dabei gab es den Versuch durch ein <strong>internationales Gesetz<\/strong> Kriegsgr\u00e4uel einzud\u00e4mmen schon 1899. Gegen Kolonialisierte wurde es ignoriert. Revoltierende Afghan:innen wurden durch britisches Giftgas ermordet (1920), der Rif Aufstand in Marokko niedergemacht (1921-27), widerst\u00e4ndige \u00c4thiopier:innen erstickt (1935-36).<\/p>\n<p>Heute haben wir die UNO und das V\u00f6lkerrecht: Beides hielt die USA nicht vom Einsatz chemischer Waffen im Irak ab und Israel setzt wei\u00dfen Phosphor in Gaza und im S\u00fcdlibanon ein. Phosphor ist ein Folterinstrument. Es verbrennt den Menschen von innen und au\u00dfen.<\/p>\n<p>Auch das Einz\u00e4unen von Menschen, ihre Aushungerung und damit langsame Ermordung sind gegen das Internationale Recht. An das sich Israel nicht h\u00e4lt und nie gehalten hat.<\/p>\n<p>Genozid gilt als das schlimmste Verbrechen im V\u00f6lkerstrafrecht. Die Zahl der Toten in Gaza liegt heute, am 222sten Tag des israelischen Massakers\u00a0 (26. Mai 2024) bei mindestens bei 35.984.<\/p>\n<p>Ob es der Internationale Gerichtshof nun best\u00e4tigt oder nicht, Live-Videos beweisen die Ermordung der Bev\u00f6lkerung durch Bombardierung und Aushungerung. Sollte die Best\u00e4tigung ausbleiben, k\u00f6nnte dies nur als Fehlurteil gewertet werden, wurde doch das Massaker an 8.000 Jungen und M\u00e4nnern 1995 in Srebrenica sehr wohl als V\u00f6lkermord anerkannt.<\/p>\n<p>1947\/48 war diese Berichterstattung nicht m\u00f6glich. Die Massaker der Nakba 1948 sind durch zahlreiche Augenzeug:innenberichte best\u00e4tigt, wie in palestineremembered.com einzusehen ist.<\/p>\n<p>Dina el Muti berichtet, was ihre Grossmutter in Deir Yassin erlebt hat. <a href=\"https:\/\/electronicintifada.net\/content\/deir-yassin-makes-mockery-israels-never-again-pledge\/35176\">https:\/\/electronicintifada.net\/content\/deir-yassin-makes-mockery-israels-never-again-pledge\/35176<\/a><\/p>\n<p>Es ist so grausam, dass man nur stumm nicken kann, wenn sie schreibt, dass das Massaker von Deir Yassin den Weg f\u00fcr alle weiteren Gr\u00e4ueltaten geebnet hat. Vom Todesmarsch aus Lydda und Ramle, \u00fcber die Vertreibungen bis und nach 1967, den unz\u00e4hligen Hauszerst\u00f6rungen in Al Quds\/Jerusalem, den gezielten Erschie\u00dfungen in der Westbank und den Fl\u00fcchtlingslagern, den massenhaften Inhaftierungen und Folterungen und langsamen T\u00f6tungen im Gef\u00e4ngnis bis hin zu den Bombenteppichen auf Gaza in Etappen und dem Genozid heute.<\/p>\n<p>Der israelische Landwirtschaftsminister sagte im November 2023 <strong>\u201eWir rollen jetzt die Nakba 2023 aus\u201c.<\/strong><\/p>\n<p>Tats\u00e4chlich fabulierte derselbe Minister schon<strong> 2007 <\/strong>\u00f6ffentlich von einer Nakba als er sagte: \u201eWer Jahr f\u00fcr Jahr \u00fcber eine Nakba weint, soll sich nicht wundern wenn es wieder eine Nakba gibt.\u201c<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.newarab.com\/news\/israel-rolling-out-gaza-nakba-2023-minister-says\">https:\/\/www.newarab.com\/news\/israel-rolling-out-gaza-nakba-2023-minister-says<\/a><\/p>\n<p>Netanjahu rollte im September 2023 (!) vor der UN-Vollversammlung eine Karte aus, auf der sich Israel vom Jordan bis zum Mittelmeer erstreckte \u2013 ohne irgendeine pal\u00e4stinensische Spur. Auch Gaza war nicht eingezeichnet.<\/p>\n<p>Nach all den Tatsachen, dem Erlass des Nationalstaatsgesetzes 2018, welches die j\u00fcdische Suprematie nochmals gesetzlich festschrieb, der Bewaffnung der Siedler im Westjordanland, den Bombardierungen und der Abschn\u00fcrung von Gaza, den st\u00e4ndigen Siedler:inneninvasionen ins Al-Aqsa-Areal, den um sich greifenden Inhaftierungen und Erschie\u00dfungen, der Ank\u00fcndigung der Todestrafe f\u00fcr Gefangene, war klar, dass die verantwortlichen Israelis die Schrecken der permanenten Nakba seit 1948 immer weiter kulminierten.<\/p>\n<p>Die extreme Bewaffnung der Besatzungsmacht erm\u00f6glichte die Nakba 1947\/48 und 2023\/24 ist es nicht anders:<\/p>\n<p>Die zionistischen Paramilit\u00e4rs vor der Staatsgr\u00fcndung Israels am 14. Mai 1948 bekamen ihre <strong>Waffen<\/strong> von der Engl\u00e4ndern, also der britischen Kolonialmacht. Britannien wollte sich seine Kolonie sichern und f\u00f6rderte die j\u00fcdisch-zionistische Besiedelung und Bewaffnung. Ohne diese Bewaffnung w\u00e4re es f\u00fcr die zahlenm\u00e4\u00dfige Minderheit der Zionist:innen unm\u00f6glich gewesen, den j\u00fcdischen Staat auszurufen.<\/p>\n<p>Heute sind es wieder die Waffen Gro\u00dfbritanniens und noch vielmehr jene seiner Nachfolgerin in der Weltherrschaft, der USA, die das Morden von so vielen Menschen in so kurzer Zeit m\u00f6glich machen. Pr\u00e4sident Biden best\u00e4tigte das vor kurzem selbst \u2013 ein kalkulierter Ausrutscher, um die Situation auf den US-Universit\u00e4ten zu beruhigen oder die Verhandlungen in US-Sinne zu beeinflussen. Auch Deutschland beteiligt sich an diesen Waffenlieferungen.<\/p>\n<p><strong>Der Schl\u00fcssel hat eine vieldimensionalen Bedeutung in der pal\u00e4stinensischen Geschichte.<\/strong><\/p>\n<p>Er war jahrzehntelang ein Beweis f\u00fcr die pal\u00e4stinensische Existenz in 1948.<\/p>\n<p>Die israelische Ministerpr\u00e4sidentin Golda Meir hatte ja noch 1969 geleugnet, dass es \u00fcberhaupt ein pal\u00e4stinensisches Volk gibt.<\/p>\n<p>Diese L\u00fcge \u00e4nderte sich mit dem fortgesetzten Widerstand der Pal\u00e4stinenser:innen. Mit jeder Intifada wurde es schwieriger diese Behauptung aufrechtzuerhalten.<\/p>\n<p>Die Realit\u00e4t holte schlie\u00dflich Ende der 1980er Jahre auch j\u00fcdische Historiker:innen ein \u2013 mit der teilweisen \u00d6ffnung der israelischen Milit\u00e4rarchive best\u00e4tigten sie, was pal\u00e4stinensische Historiker:innen schon zuvor erforscht und zahlreiche Zeitzeug:innen bezeugt hatten: die gewaltsame Vertreibung der indigenen Bev\u00f6lkerung, flankiert durch Massaker an der Zivilbev\u00f6lkerung und Todesm\u00e4rsche.<\/p>\n<p>W\u00e4hrend der\u00a0 zweiten Intifada gr\u00fcndete sich 2002 die Organisation Zochrot. Sie berichtete auf Hebr\u00e4isch \u00fcber die Nakba und ab da konnte kein Israeli mehr sagen, er\/sie habe von nichts gewusst\u2026 Das traf die zionistische Ideologie in ihrer Substanz und 2011 sah die Regierung sich gezwungen ein Gesetz zu verabschieden, mit dem jeder Organisation Geld entzogen werden kann, die \u00fcber die Nakba spricht. Das wiederum brachte der Nakba noch mehr Aufmerksamkeit, und der bescherte der zionistischen Geschichtsleugnung eine enorme Niederlage.<\/p>\n<p><strong>Die Intifadas der Pal\u00e4stinenser:innen waren der Schl\u00fcssel dazu, das Schloss zur Wahrheit f\u00fcr die J\u00fcd:innen in 1948 und f\u00fcr die Welt\u00f6ffentlichkeit aufzusperren.<\/strong><\/p>\n<p><strong>Auch im Osloer Abkommen spielte der Schl\u00fcssel eine wichtige Rolle.<\/strong><\/p>\n<p>Die UN Resolution 194 (III), Artikel 11, vom 11. Dezember 1948 spricht den pal\u00e4stinensischen Fl\u00fcchtlingen und ihren Nachkommen das Recht auf R\u00fcckkehr und Restitution zu.<\/p>\n<p>In den Verhandlungen um Oslo verlangte Israel den Verzicht der Pal\u00e4stinenser:innen auf dieses Recht. Die PLO unter Arafat lehnte dies ab. Der Schl\u00fcssel blieb in pal\u00e4stinensischer Hand.<\/p>\n<p>Es ging um das R\u00fcckkehrrecht von mindestens 5,9 Millionen Pal\u00e4stinenser:innen, von denen 2,4 Millionen in Jordanien leben (Stand 2022 nach UNWRA-Angaben). Als Pal\u00e4stina-Fl\u00fcchtling z\u00e4hlt eine Person, die ihren Wohnsitz und ihre Lebensgrundlage 1948 verloren hat. Auch deren Nachkommen haben das Recht auf R\u00fcckkehr.<\/p>\n<p>Es gibt 58 pal\u00e4stinensische Fl\u00fcchtlingslager in Jordanien, Libanon, Syrien, Gaza, Westjordanland und Ostjerusalem. Dort \u2013 und durch die mehrfachen Kriege mehrmals vertrieben \u00fcberall auf der Welt, leben noch viele der 1948 in die Flucht getriebenen Menschen.<\/p>\n<p><strong>Die Pal\u00e4stinenser:innen in den Fl\u00fcchtlingslagern tragen den Schl\u00fcssel in ihrem Herzen<\/strong>. Doch er kann viele Formen annehmen. Er kann ein Wort sein, ein Stein, eine Waffe. <strong>Denn auch das Recht auf Widerstand<\/strong> ist im Internationalen Gesetz festgeschrieben. Die <a href=\"http:\/\/www.un.org\/unispal\/document\/auto-insert-184801\/\">Resolution\u200945\/130 (1990)<\/a> der UN-Generalversammlung gibt den Pal\u00e4stinenser:innen das Recht auf Widerstand gegen die Besatzungsmacht \u00abmit allen ihnen zur Verf\u00fcgung stehenden Mitteln, einschlie\u00dflich dem bewaffneten Kampf\u00bb<a href=\"https:\/\/www.un.org\/unispal\/document\/auto-insert-184801\/\"> <em>www.un.org\/unispal\/document\/auto-insert-184801\/<\/em><\/a><\/p>\n<p>in: <a href=\"https:\/\/globalbridge.ch\/eine-besatzungsmacht-hat-kein-recht-auf-selbstverteidigung-gegen-die-besetzten\/\">https:\/\/globalbridge.ch\/eine-besatzungsmacht-hat-kein-recht-auf-selbstverteidigung-gegen-die-besetzten\/<\/a><\/p>\n<p><strong>Auch das Recht ist ein Schl\u00fcssel.<\/strong><\/p>\n<p>Und heute? Was kommt nach den Tausenden Toten in Gaza?<\/p>\n<p>Was folgte nach den vielen Opfern in den grausamen Kolonialkriegen in der Geschichte?<\/p>\n<p>Am Ende siegte die kubanische Revolution. Als eine kleine Insel, in Nachbarschaft einer aggressiven, bis an die Z\u00e4hne bewaffneten Gro\u00dfmacht h\u00e4lt sie bis heute an ihrer Eigenst\u00e4ndigkeit fest.<\/p>\n<p>Vietnam f\u00fcgte mit Dien Bien Puh der Kolonialarmee Frankreichs und sp\u00e4ter der US-Armee eine verheerende Niederlage zu. Eine Guerilla-Armee erk\u00e4mpfte dank eines Tunnelsystems, das weltber\u00fchmt wurde \u2013 die Freiheit.<\/p>\n<p>Libyen, Marokko und Tunesien mussten in die Unabh\u00e4ngigkeit entlassen werden und Algerien baute sich ein eigenst\u00e4ndiges Staatssystem auf.<\/p>\n<p>In der neueren Geschichte: Sei es in Irak, in Afghanistan, in afrikanischen L\u00e4ndern: Die Bev\u00f6lkerung wandte sich erfolgreich gegen die Besatzung.\u00a0 Zuletzt siegte der Wille nach <strong>W\u00fcrde, Freiheit und Gerechtigkeit<\/strong>.<\/p>\n<p>Heute sind die Pal\u00e4stinenser:innen mit diesem Willen nicht alleine. Wir erleben rund um den Erdball eine breite <strong>Solidarisierungswelle<\/strong>. In Amerika besetzen junge Menschen den Uni-Campus und diese Bewegung ist dabei, auf Europa \u00fcberzugreifen. Auch in \u00d6sterreich gibt es Besetzungen und Kundgebungen auf den Unis.<\/p>\n<p>Alle diese solidarischen Menschen lassen sich nicht mehr durch die massenmediale proisraelische\u00a0 Propaganda f\u00fcr dumm verkaufen und sie lassen sich nicht mehr einsch\u00fcchtern. Den Vorwurf des Antisemitismus weisen sie zur\u00fcck \u2013 der Holocaust darf nicht f\u00fcr koloniale Zwecke instrumentalisiert werden.\u00a0 Auch immer mehr j\u00fcdische Menschen lassen sich nicht durch den israelischen Zionismus vereinnahmen und sind solidarisch.<\/p>\n<p><strong>Die Pal\u00e4stinenser:innen im weltweiten Exil waren und sind Motoren dieser Proteste<\/strong>. Sie halten den Schl\u00fcssel zur Befreiung hoch und sie geben ihn weiter an ihre Kinder und viele tausende solidarische Menschen, durch pal\u00e4stinensische Geschichte, durch arabische Sprache, durch Religion und Kultur. Gaza und ganz Pal\u00e4stina steht heute f\u00fcr Befreiung von Faschismus und Kolonialismus.<\/p>\n<p>Wie die Pal\u00e4stinenserin Dina El Muti Hassan schrieb:<\/p>\n<p><em>\u201eWir haben keine Wahl, es ist eine Pflicht.<\/em><\/p>\n<p><em>Und diejenigen, die sich auf die Seite der Unterdr\u00fcckten stellen, k\u00f6nnen sich weiterhin der unverh\u00fcllten Wut des Unterdr\u00fcckers entgegenstellen. F\u00fcr viele von uns gibt es keine gr\u00f6\u00dfere Ehre.\u201c<\/em><\/p>\n<p>Pal\u00e4stina Solidarit\u00e4t Steiermark<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<blockquote class=\"wp-embedded-content\" data-secret=\"e5SOhUWbyT\"><p><a href=\"https:\/\/www.palaestinasolidaritaet.at\/2024-05-27-al-nakba-und-der-schluessel-zur-rueckkehr\/\">Al Nakba und der Schl\u00fcssel zur R\u00fcckkehr<\/a><\/p><\/blockquote>\n<p><iframe loading=\"lazy\" class=\"wp-embedded-content\" sandbox=\"allow-scripts\" security=\"restricted\" style=\"position: absolute; visibility: hidden;\" title=\"&#8222;Al Nakba und der Schl\u00fcssel zur R\u00fcckkehr&#8220; &#8211; Pal\u00e4stina Solidarit\u00e4t\" src=\"https:\/\/www.palaestinasolidaritaet.at\/2024-05-27-al-nakba-und-der-schluessel-zur-rueckkehr\/embed\/#?secret=EqkvP0r7TZ#?secret=e5SOhUWbyT\" data-secret=\"e5SOhUWbyT\" width=\"600\" height=\"338\" frameborder=\"0\" marginwidth=\"0\" marginheight=\"0\" scrolling=\"no\"><\/iframe><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Al Nakba\u00a0 ist die \u201egro\u00dfe pal\u00e4stinensische Katastrophe\u201c bei der 1947 und 48 mehr als 700 000 Menschen vertrieben wurden und der Tausende in Massakern zu Opfer fielen. 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