{"id":8201,"date":"2024-12-01T17:54:04","date_gmt":"2024-12-01T17:54:04","guid":{"rendered":"http:\/\/www.friedensplattform.at\/?p=8201"},"modified":"2024-12-01T18:01:13","modified_gmt":"2024-12-01T18:01:13","slug":"konzert-friedens-und-antikriegslieder-in-thal","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.friedensplattform.at\/?p=8201","title":{"rendered":"Konzert Friedens- und Antikriegslieder in Thal"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"http:\/\/www.friedensplattform.at\/wp-content\/uploads\/2024\/12\/WhatsApp-Bild-2024-12-01-um-16.42.25_ec76e589.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-medium wp-image-8203\" src=\"http:\/\/www.friedensplattform.at\/wp-content\/uploads\/2024\/12\/WhatsApp-Bild-2024-12-01-um-16.42.25_ec76e589-300x225.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"225\" srcset=\"https:\/\/www.friedensplattform.at\/wp-content\/uploads\/2024\/12\/WhatsApp-Bild-2024-12-01-um-16.42.25_ec76e589-300x225.jpg 300w, https:\/\/www.friedensplattform.at\/wp-content\/uploads\/2024\/12\/WhatsApp-Bild-2024-12-01-um-16.42.25_ec76e589-768x576.jpg 768w, https:\/\/www.friedensplattform.at\/wp-content\/uploads\/2024\/12\/WhatsApp-Bild-2024-12-01-um-16.42.25_ec76e589-1024x768.jpg 1024w, https:\/\/www.friedensplattform.at\/wp-content\/uploads\/2024\/12\/WhatsApp-Bild-2024-12-01-um-16.42.25_ec76e589.jpg 1600w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.friedensplattform.at\/wp-content\/uploads\/2024\/12\/wetransfer_friedenskonzert_2024-12-01_0935.zip\">wetransfer_friedenskonzert_2024-12-01_0935<\/a><\/p>\n<p>&#8222;Meine S\u00f6hne geb ich nicht!&#8220;<br \/>\nWir leben in bedrohlichen Zeiten. Die sich versch\u00e4rfenden Widerspr\u00fcche im global agierenden<br \/>\nkapitalistischen Profit-, Konkurrenz- und Ausbeutungssystem f\u00fchren zunehmend zu humanit\u00e4ren<br \/>\nGro\u00dfkatastrophen (etwa seit Jahrzehnten im Ostkongo und aktuell im Sudan) und kriegerischen<br \/>\nKonflikten.<\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p>Drei Konfliktherde tragen die Sprengkraft eines m\u00f6glichen Weltkrieges in sich: Der<br \/>\nStellvertreterkrieg des Westens mit Russland in der Ukraine und der Krieg um das historische<br \/>\nPal\u00e4stina sind bereits entflammt, der Taiwan-Konflikt zwischen China und den USA im Pazifik ist<br \/>\nim Stadium des Vorkriegs. &#8222;Wo Gefahr w\u00e4chst, w\u00e4chst das Rettende auch!&#8220; hoffte H\u00f6lderlin. In<br \/>\ndiesem Sinn k\u00f6nnte eine starke internationale Friedensbewegung ein rettendes Element sein. Allein<br \/>\nes gibt sie (noch?) nicht!<br \/>\nMusik kann ein unterst\u00fctzender Hebel sein, um eine solche Bewegung zu schaffen. In diesem Sinn<br \/>\nbescherte das harmonische Zusammenspiel der beiden exzellenten Gitarristen Gerald Schreiner und<br \/>\nGerry Freidl am 22. Nov. im Gemeinschaftsraum den Besucherinnen einen sehr gelungenen Abend.<br \/>\nAuf dem Programm standen in Englisch, deutsch, italienisch und franz\u00f6sisch gesungene Friedens-<br \/>\nund Antikriegslieder aus dem 20. Jahrhundert. Bob Dylans ironisch-bittere Songs &#8222;With God on<br \/>\nOur Side&#8220; und &#8222;John Brown&#8220; durften dabei ebenso wenig fehlen, wie Reinhard Meys Ballade<br \/>\n&#8222;Nein, meine S\u00f6hne geb`ich nicht!&#8220;. Fremsprachige Texte wurden von den Musikern \u00fcbersetzt und<br \/>\nerkl\u00e4rt. Auf einer grunds\u00e4tzlich pazifistischen Gesinnung rankten sich die Themen der Lieder um<br \/>\ndie Schrecknisse des Krieges und um unsere Verantwortung sie in den &#8222;Noch-Friedenszeiten&#8220;<br \/>\nvorausblickend zu verhindern.<br \/>\nWie kommen wir zu einer Friedensbewegung, die sich in bestehende Kriege entschlossen f\u00fcr<br \/>\nWaffenstillst\u00e4nde und Friedensverhandlungen einsetzt und die heraufd\u00e4mmernde Vorkriege<br \/>\nfr\u00fchzeitig erkennt und entsch\u00e4rft? An der Wurzel dieser Entwicklungen stehen immer Politiken der<br \/>\nAngstmache und der Feindbildproduktion, die dann \u2013 je nach den erfolgversprechenden<br \/>\nMachtstrategien &#8211; in einer subtilen oder massiven Kriegspropaganda umgesetzt werden. Das 2001<br \/>\nerschienene B\u00fcchlein &#8222;Die Prinzipien der Kriegspropaganda&#8220; der belgischen Historikerin Anne<br \/>\nMinelli enth\u00e4lt dazu zahlreiche Beispiele.<br \/>\nEs sind ja keineswegs unab\u00e4nderbare Sachzw\u00e4nge die uns immer wieder in Kriege treiben. So hatte<br \/>\netwa Europa in den 1960er und 1970er Jahren mit Willi Brandt, Bruno Kreisky und Olof Palme<br \/>\nkluge Friedenspolitiker. Sie vermochten eine Politik der Angst mit einer Politik der Hoffung zu<br \/>\n\u00fcberwinden und Feindbilder aufzubrechen. Der Helsinki-Prozess, die Gr\u00fcndung der OSZE und der<br \/>\nAufbruch des sowjetischen Herrschaftssystems unter Michail Gorbatschow waren u.a. die<br \/>\nerfreulichen Ergebnisse der ber\u00fchmten Brandt`schen Zielformulierung &#8222;Wir wollen ein Volk der<br \/>\nguten Nachbarn sein!&#8220;. Diese friedenspolitischen Perspektiven erscheinen heute wieder verspielt,<br \/>\nSchmerzlich fehlen h\u00fcben und dr\u00fcben politische F\u00fchrungspers\u00f6nlichkeiten mit hoher<br \/>\nfriedenspolitischer Phantasie und Kompetenz. Aber diese PolitikerInnen fallen nat\u00fcrlich auch nicht<br \/>\neinfach vom Himmel, sondern sind Erscheinungen breiter gesellschaftlicher Bewegungen. Diese<br \/>\ngilt es wieder zu schaffen. So gesehen bot das letzte Lied des Konzerts, der von Joan Baez zur<br \/>\nHymne der US-amerikanischen B\u00fcrgerrechtsbewegung gemachte Gospel-Song &#8222;We Shall<br \/>\nOvercome&#8220; einen hoffnungsvollen Abschluss.<br \/>\nObwohl das Konzert in Hauspatschen-Distanz der LindenhofbewohnerInnen stattfand, vermochte<br \/>\ndie Freude \u00fcber die k\u00fcnstlerische und emotionale Qualit\u00e4t des Abends die Entt\u00e4uschung \u00fcber die<br \/>\ngeringe Zahl der BesucherInnen nicht zu verderben.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>&nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; wetransfer_friedenskonzert_2024-12-01_0935 &#8222;Meine S\u00f6hne geb ich nicht!&#8220; Wir leben in bedrohlichen Zeiten. Die sich versch\u00e4rfenden Widerspr\u00fcche im global agierenden kapitalistischen Profit-, Konkurrenz- und Ausbeutungssystem f\u00fchren zunehmend zu humanit\u00e4ren Gro\u00dfkatastrophen (etwa seit Jahrzehnten im Ostkongo und aktuell im Sudan) und kriegerischen Konflikten.<\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1],"tags":[],"class_list":["post-8201","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-allgemein"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.friedensplattform.at\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/8201","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.friedensplattform.at\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.friedensplattform.at\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.friedensplattform.at\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.friedensplattform.at\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=8201"}],"version-history":[{"count":4,"href":"https:\/\/www.friedensplattform.at\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/8201\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":8213,"href":"https:\/\/www.friedensplattform.at\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/8201\/revisions\/8213"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.friedensplattform.at\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=8201"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.friedensplattform.at\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=8201"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.friedensplattform.at\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=8201"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}