Die Militarisierung Lateinamerikas

Von NOAM CHOMSKY, 25. März 2010 –

Die Vereinigten Staaten wurden nach den Worten George Washingtons als „Infant Empire“ (Kind-Imperium) gegründet. Die Eroberung des nationalen Territoriums war ein großes imperiales Unternehmen, ähnlich der starken Expansion des Großherzogtums Moskau. Von Anbeginn der ersten Tage war die Kontrolle über die Hemisphäre das entscheidende Ziel. Die Ambitionen erweiterten sich während des zweiten Weltkriegs, als die USA Großbritannien und kleinere imperiale Mächte verdrängte. Auf höchster Ebene kam man zu dem Schluss, dass die USA die „unbestrittene Macht“ in einem Weltsystem innehaben sollte, welches nicht nur die westliche Hemisphäre umfasste, sondern auch das ehemalige britische Empire, den Fernen Osten und später soviel von Europa wie nur möglich. Ein primäres Ziel der NATO war es, Anstrengungen in Richtung europäischer Unabhängigkeit entlang der gaullistischen Linie zu blockieren. Das wurde um so klarer, als die UdSSR kollabierte und damit auch die formale (Existenz-)Berechtigung der NATO. Die NATO wurde nicht aufgelöst, sondern stattdessen erweitert und verstieß damit gegen das gegenüber Michail Gorbatschow gemachte Versprechen, die NATO würde nicht einmal bis nach Ostdeutschland erweitert werden, schon gar nicht darüber hinaus und dass sich die NATO in eine eher politische Organisation transformieren würde. Heute ist die NATO praktisch eine internationale Interventionskraft unter US-Kommando, mit einer selbstdefinierten Zuständigkeit für die Kontrolle von Energiequellen, Pipelines und Seewegen. Und Europa ist ein gut disziplinierter Juniorpartner.
Die Militarisierung Lateinamerikas weiterlesen

Artikel in der jungen Welt: Stop the bomb

Von Rüdiger Göbel

Friedensaktivisten in ganz Europa ziehen am kommenden Wochenende vor NATO-Stützpunkte. Sie fordern den Abzug der dort gelagerten Atomwaffen, schlußendlich deren Zerstörung. Bisher sind für den 3.April Aktionen in den Niederlanden, in Belgien, Großbritannien, Italien, Frankreich und in der Türkei geplant. In Deutschland beginnt tags darauf im Rahmen der Ostermärsche um »fünf vor zwölf« eine Demonstration zum »Fliegerhorst Büchel«, wo Atombomben der US-Armee einsatzbereit lagern. Darauf machte die Friedensgruppe DFG-VK am Montag aufmerksam.

Weiterlesen auf den Seiten der jungen Welt

Artikel der fr-online: "Tag des Zorns" in Jerusalem

Straßenkämpfe und viele Verletzte

Jerusalem. Der Nahe Osten wird erneut zum Schauplatz der Gewalt: An einem von der radikal-islamischen Hamas ausgerufenen „Tag des Zorns“ ist es in Jerusalem und im Westjordanland zu schweren Unruhen gekommen. Bei Straßenkämpfen mit der israelischen Polizei wurden am Dienstag nach Angaben palästinensischer Sanitäter etwa 100 Palästinenser verletzt. Gut 60 Palästinenser wurden nach Polizeiangaben festgenommen. 14 israelische Polizisten erlitten Verletzungen. Auch im Gazastreifen gingen aus Protest gegen die Lage in Jerusalem Tausende von Palästinensern auf die Straße.

Weiterlesen auf den Seiten der Frankfurter Rundschau