Komm in den Internationalen Block am Frauentag!

Der Kampf für Frauenrechte selbst ist derzeit heftig umkämpft. Die herrschenden Kreise und ihr bürgerliches Umfeld von Neos bis Grüne versuchen, ihn wie so oft für ihre eigenen politischen Agenden zu instrumentalisieren. Während die Unterdrückung von Frauen im Iran lautstark verurteilt wird, schweigt man sich über die Gräueltaten der israelischen Armee an palästinensischen Frauen aus und stellt sich geschlossen hinter den Täter Israel.

Auch in Österreich wird die Zwangsmaßnahme gegen Mädchen, das Kopftuch abzulegen, mit dem Verweis auf Frauenrechte gerechtfertigt.

Wenn du diesem rassistischen Schein-Feminismus auch nichts abgewinnen kannst, dann komm am 7.März in unserern Block.

Gegen alle imperialistischen Kriege!
Gegen Völkermord, Apartheid und Kolonialismus!
Gegen Kopftuchverbote und rassistische Spaltungen!
Gegen Aufrüstung und Sozialabbau!
Für die Freiheit Palästinas!
Für die Befreiung aller Frauen!
Für Frieden und Gerechtigkeit!
Kommt mit zur Demo zum Internationalen Frauentag!

KEINE PRIVILEGIEN OHNE MENSCHENRECHTE! EU-weite Petition zur Aussetzung des EU-Israel-Assoziierungsabkommens

Jetzt hier unterschreiben!

Was ist das EU-Israel-Assoziierungsabkommen, und wie profitiert Israel davon?

Israel liegt geographisch zwischen Asien und Afrika. Daher kann es nicht Mitglied der EU sein –
ebenso wenig wie Kanada oder Australien. Die EU hat jedoch mit Israel einen Vertrag geschlossen,
der Israel zahlreiche Privilegien gewährt, die andere Staaten, die nicht zur EU gehören, nicht haben.
Dieser Vertrag heißt EU-Israel-Assoziierungsabkommen.
Dieses Abkommen befreit Israel vollständig von Zöllen auf Exporte in die EU; und es bietet Israel
Zugang zu millionenschweren Fördermitteln aus dem EU-Budget.

Warum sollte dieses Abkommen ausgesetzt werden?

In Artikel 2 des Abkommens heißt es, dass das Abkommen auf dem Respekt vor den Menschenrechten
und demokratischen Prinzipien beruhen soll und dass deren Beachtung ein wesentliches Element des
Abkommens darstellt.
Israel verletzt sowohl die Menschenrechte und Völkerrecht auf vielfältige Weise, sowohl im illegal
besetzten Westjordanland als auch im Gazastreifen als auch im israelischen Kernland. (Siehe dazu
die andere Seite dieses Flugblatts!) Dies haben nicht nur zahlreiche Menschenrechtsorganisationen
festgestellt, sondern auch eine von der EU im Jahr 2025 eingerichtete Kommission. Zahlreiche
europäische Länder verlangten daraufhin, dass das EU-Israel-Assoziierungsabkommen ausgesetzt
wird, solange bis sich die Menschenrechtslage in Israel wesentlich gebessert hat.

Warum wurde das Abkommen bisher nicht ausgesetzt?

Einige Länder (darunter Deutschland und Österreich) verhinderten dies.

Was will die Petition erreichen?

Die Petition will erreichen, dass die Forderung nach der Aussetzung des EU-Israel-
Assoziierungsabkommens erneut auf die Tagesordnung der EU-Führung kommt. Sie will Druck

ausüben auf jene Länder, die die Aussetzung bisher blockiert haben, und die Befürworter stärken. Um
dieses Ziel zu erreichen, sind mindestens 1 Million Unterschriften nötig.
Warum ist dieses Ziel so wichtig?
Israel profitiert enorm von den Vorteilen des Assoziierungsabkommens. Denn die EU ist Israels
wichtigster Handelspartner. Zudem bekommt Israel viel Geld aus europäischen Fördertöpfen. Daher
ist die Aussetzung des Abkommens ein machtvoller Hebel zur Einflussnahme auf Israels Politik.
Europa hat es in der Hand, die Menschenrechte in Israel und Palästina zu verteidigen.

Wie kann man die Petition unterstützen?

Man kann die Petition bis Anfang Januar 2027 unter folgendem LINK unterschreiben:

Mehr als 460.000 EU-BürgerInnen haben bereits unterschrieben. Unterschreiben auch Sie!
Helfen Sie mit, Druck zu machen, damit die EU ihre eigenen Rechtsstandards einhält!
Sagen Sie „Nein“ zur bedingungslosen Unterstützung Israels durch die EU!
Keine Steuergeschenke für Kriegsverbrechen und Verbrechen gegen die Menschlichkeit!

ISRAELS MENSCHEN- UND VÖLKERRECHTSVERLETZUNGEN

Gaza-Streifen
  • Wahllose Bombardierungen mit schweren Bomben im dicht besiedelten Stadtgebiet
  • Gezielte Tötung von ZivilistInnen durch Scharfschützen, Drohnenangriffe und Panzer
  • Gezielte Tötung von JournalistInnen
  • Gezielte Tötung von medizinischem Personal
  • Gezielte Tötung von MitarbeiterInnen humanitärer Organisationen
  • Gezielte Zerstörung lebensnotwendiger ziviler Infrastruktur im großen Maßstab
  • Gezielte Zerstörung von Krankenhäusern
  • Gezielte Zerstörung von Schulen und Universitäten
  • Gezielte Zerstörung von Kirchen, Moscheen und Kultureinrichtungen
  • Gezielte Zerstörung landwirtschaftlicher Nutzflächen
  • Gezielte Zerstörung der Fischereiflotte
  • Gezielte Zerstörung ganzer Wohnviertel
  • Gezielte Zerstörung von Friedhöfen
  • Leichenschändungen, Diebstahl, Verstümmelung von Leichen, Organraub
  • Blockade der Einfuhr lebensnotwendiger Güter: Nahrung, Treibstoff, Wasser, Medikamente, medizinisches Material … bis hin zur bewussten Herbeiführung einer Hungersnot
  • Verweigerung der Ausreise von medizinischen Notfällen
  • Behinderung der Arbeit von Hilfsorganisationen (z. B. Einreiseverbote für Ärzte)
  • Verschleppung von ZivilistInnen in israelische Gefangenenlager

Westjordanland und Ostjerusalem

  • Gezielte Tötungen von ZivilistInnen, einschließlich Kindern, sowohl durch Soldaten der israelischen Armee als auch durch jüdische Siedler, bei völliger Straflosigkeit
  • Misshandlungen durch israelische Soldaten und jüdische Siedler
  • Pogromartige Überfälle auf palästinensische Dörfer durch Siedler, unter dem Schutz der israelischen Armee
  • „Außergerichtliche Exekutionen“ von Kämpfern, die sich ergeben hatten
  • Vertreibung von Zehntausenden PalästinenserInnen aus Flüchtlings-Stadtvierteln
  • Zerstörung von Wohngebäuden und Infrastruktur in Flüchtlings-Stadtvierteln
  • Hauszerstörungen und Enteignungen von Haus- und Grundbesitz
  • Weiträumige Zerstörung landwirtschaftlicher Nutzflächen (u. a. Olivenhaine)
  • Willkürliche Massenverhaftungen
  • Vertreibungen von Tausenden PalästinenserInnen aus ihren Dörfern
  • Zerstörung von Einrichtungen der UNRWA

Israel (Inhaftierung und Justiz)

  • Unbegrenzte Haft ohne Anklage und Verfahren für Tausende PalästinenserInnen
  • Systematische Folter und unmenschliche Haftbedingungen, nicht selten mit Todesfolge
  • „Verschwindenlassen“ (geheime Inhaftierung an unbekannten Orten)


Der vollständige Katalog basiert auf den übermittelten Stichpunkten – gegliedert nach Regionen.



Graz: Mahnwache für einen gerechten Frieden in Palästina und in Solidartät mit allen Opfern imperialistischer Kriege

Kommt mit wenn wir diesen Freitag eine Mahnwache für einen gerechten Frieden in Palästina abhalten. Palästina steht mittlerweile jedoch für weitaus mehr als einen regional begrenzten Befreiungskampf. Es steht für den weltweiten heldenhaften Widerstand entrechteter Völker gegen die Unterdrückung durch Imperialisten (allen voran die USA) und ihrer Handlanger. Wir begreifen den Kampf Palästinas als Puzzlestück zur Befreiung der gesamten Menschheit und gedenken in diesem Kontext den Opfern aller imperialistischer Kriege. So soll diesen am Freitag zu einem kleinen Stück mehr Sichtbarkeit verholfen werden.

Ort: Grazer Hauptplatz
Wann: Freitag 06.02.2026 17:00

Für einen gerechten Frieden im Nahen Osten und gegen die Einschränkung der Meinungsfreiheit in Graz!



Petition für Meinungsfreiheit – Jetzt unterschreiben


👉 Hier geht es zur Petition

Solidarität mit Palästina

Der „BDS-Beschluss“ des Grazer Gemeinderates vom 14. November 2019 im Wortlaut:

„Städtische Dienststellen dürfen keine Veranstaltungen von Gruppierungen unterstützen, welche die Ziele der BDS-Bewegung (,Boycott, Divestment, Sanctions‘) verfolgen oder für diese werben.“

Was dieser Beschluss in der Praxis bedeutet:

  • Vereine und Initiativen, die sich zu den Zielen der BDS-Bewegung bekennen, dürfen keine Räumlichkeiten der Stadt Graz benutzen (auch nicht entgeltlich).
  • Vereine und Initiativen, die Fördermittel von der Stadt Graz erhalten, dürfen nicht mit Vereinen und Initiativen, die sich zu den Zielen der BDS-Bewegung bekennen, kooperieren.

Zum Beispiel: Die Steirische Friedensplattform möchte einen Filmabend veranstalten und sucht dafür einen Raum.
Eine von der Stadt Graz geförderte Kulturinitiative darf ihren Raum dafür nicht zur Verfügung stellen, weil die Steirische Friedensplattform sich zu den Zielen der BDS-Bewegung bekennt.
Dabei muss der gezeigte Film gar nicht für die BDS-Bewegung werben.

Der „BDS-Beschluss“ sanktioniert also Gruppen allein aufgrund einer israel-kritischen Haltung ihrer Mitglieder, obwohl diese Haltung sowohl verfassungskonform ist, als auch auf einem konsequenten Eintreten für die Menschenrechte und das Völkerrecht beruht.
Das ist ein gefährlicher Präzedenzfall.

Wir, die Unterzeichnenden, fordern die Aufhebung dieses Beschlusses.

Was ist die BDS-Bewegung und welche Ziele verfolgt sie?

Das Kürzel „BDS“ steht für „Boykott, Desinvestition, Sanktionen“. Die zivilgesellschaftliche Bewegung BDS wurde 2005 gegründet und ist inzwischen weltweit verbreitet.
Ihr Ziel ist, dass der Staat Israel das Völkerrecht und die Menschenrechte respektiert.

Konkret lauten die Forderungen: vollständiger Abzug der israelischen Truppen aus den besetzten Gebieten (Westjordanland, Ostjerusalem, Gaza, Libanon und Syrien);
volle Gleichberechtigung aller israelischen BürgerInnen, unabhängig von Religion und Ethnie;
Umsetzung der UN-Resolution 194 über das Rückkehrrecht palästinensischer Flüchtlinge.

Die BDS-Bewegung will diese Ziele mit gewaltfreien Mitteln durchsetzen, und zwar durch Boykott von und Sanktionen gegen Unternehmen und Institutionen,
die die israelische Politik der Vertreibung und Vernichtung der PalästinenserInnen direkt oder indirekt unterstützen und fördern.

Ein weiteres Mittel ist der Abzug von Geld aus solchen Unternehmen und Institutionen (etwa durch den Verkauf von Unternehmensanteilen).
Die BDS-Bewegung sammelt und verbreitet einschlägige Informationen über Unternehmen und Institutionen und ruft zu Boykott, Sanktionen und Desinvestition auf
und fordert vor allem auch keine Kooperationen mit Israel im Rüstungsbereich.

Warum bekennt sich die Steirische Friedensplattform zu den Zielen der BDS-Bewegung?

Wir sind solidarisch mit dem unvorstellbar leidenden und in seiner Existenz bedrohten palästinensischen Volk und setzen uns für einen gerechten Frieden in Palästina und Israel ein.

Der Abzug der israelischen Truppen aus den besetzten Gebieten, ein Ende der Apartheid-Politik gegenüber nicht-jüdischen Bürger:innen Israels
sowie die Umsetzung aller UN-Resolutionen zu Israel und Palästina sind dafür unabdingbar.

Wir erachten Boykott, Sanktionen und Desinvestition als legitime Mittel, um Druck auf einen Staat auszuüben, der seit Jahrzehnten Völkerrecht und Menschenrechte mit Füßen tritt,
UN-Resolutionen ignoriert und seit mehr als zwei Jahren einen genozidalen Krieg gegen die Menschen in Gaza führt.

Mit welcher Begründung wurde 2019 im Grazer Gemeinderat der BDS-Beschluss gefasst?

Der BDS-Beschluss beruht auf der Einschätzung, dass die BDS-Bewegung antisemitisch sei.
Diese Einschätzung beruht auf der – fälschlichen – Gleichsetzung von Antisemitismus mit Antizionismus und Israel-Kritik.

Ist die BDS-Bewegung antisemitisch, antizionistisch und/oder israel-kritisch?

Die BDS-Bewegung ist antizionistisch und israel-kritisch, aber nicht antisemitisch.

Antisemitismus ist eine negative Einstellung gegenüber Menschen, weil sie einer bestimmten Ethnie angehören.
Die BDS-Bewegung ist nicht antisemitisch, weil sie sich nicht gegen jüdische Menschen als Angehörige einer bestimmten Ethnie richtet.
Auch anti-zionistische Jüd:innen unterstützen BDS.

Antizionismus ist eine negative Einstellung gegenüber der israelischen Staatsideologie, dem Zionismus.
Zionismus ist der jüdische Nationalismus. Er beansprucht Vorrechte für das jüdische Volk.

Anhänger des Zionismus erheben Anspruch auf das Gesamtgebiet Palästinas und Teile Syriens und des Libanon.
Sie wollen auf diesem Gebiet einen Staat errichten, in dem nicht-jüdische Menschen allenfalls als Minderheit und ohne staatsbürgerliche Rechte geduldet sind.

Dies bedeutet, dass die PalästinenserInnen mehrheitlich vertrieben oder ermordet werden müssen.
Die BDS-Bewegung verurteilt diese Ideologie.

Kommunistische Bürgermeisterin untersagt Verteilaktion der Friedensplattform vor Gemeinderat!

   Hier zum Brief    An Grazer GRinnen

Was ist passiert?

 

Am 16.10. machte sich die Steirische Friedensplattform auf, die Grazer Gemeinderäte vor ihrer bevorstehenden Sitzung auf einen problematischen Beschluss ihrer Vorgänger aufmerksam zu machen.

Der 2019 beschlossene Text legt fest, dass Räume der Stadt nicht mehr von Gruppen verwendet werden dürfen, die sich antizionistisch äußern oder die gewaltfreie Initiative BDS unterstützen.

Um auf diesen Umstand aufmerksam zu machen, verfassten die Friedensaktivist:innen eine mehrseitige Argumentation inklusive aufgelisteter Urteile des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte in der Hoffnung, die Gemeinderät:innen würden den umstrittenen Beschluss aufheben.

Nachdem uns einige KPÖ GemeinderätInnen begrüßt hatten, kam Frau Bürgermeisterin Elke Kahr auf die FriedensaktivistInnen zu und untersagte das weitere Verteilen der Briefe vor dem Gemeinderatssaal.

Kahr war bereits in der Vergangenheit mit (auch innerhalb ihrer Partei) höchst umstrittenen Aussagen aufgefallen, als sie den israelischen Botschafter hofierte und meinte, sie könne kein Urteil über die schrecklichen Geschehnisse in Gaza und die Kolonialisierung Palästinas abgeben, da dies nur möglich sei, wo sie auch lebe und die Menschen kenne.

Besonders interessant ist diese Positionierung, da andere kommunistische Parteien weltweit ein klares Bekenntnis zum Antizionismus abgeben. Offensichtlich ist es der Grazer KPÖ noch (?)

nicht möglich, sich von ihrer traditionell zionistischen Haltung zu verabschieden.

 

10.2.25: Was Du schon immer über die Zapatistische Befreiungsbewegung wissen wolltest

Gespräch – – Gedankenaustausch über die EZLN
(Ejercito Zapatista de Liberación = Nacional – Zapatistische Nationale Befreiungsarmee)
am Montag, den 10.2.2025 um 18.30 im Spektral, Lendkai 45, Graz

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Auf den Spuren des christlichen Widerstandes-Bericht über unsere Radtour

Unter dem Leitgedanken, dass jeder ernsthafte Nachfolge Christi  ein Ruf in die Praxis ist, organisierte Pax Christi Steiermark eine herbstliche Radtour zu Grazer Gedenkstätten des christlichen Widerstands gegen den Nationalsozialismus. Auch AktivistInnen der Steirischen Friedensplattform nahmen daran teil.

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Konzert Friedens- und Antikriegslieder in Thal

 

 

 

 

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„Meine Söhne geb ich nicht!“
Wir leben in bedrohlichen Zeiten. Die sich verschärfenden Widersprüche im global agierenden
kapitalistischen Profit-, Konkurrenz- und Ausbeutungssystem führen zunehmend zu humanitären
Großkatastrophen (etwa seit Jahrzehnten im Ostkongo und aktuell im Sudan) und kriegerischen
Konflikten.

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