Am 16. Mai 2026 richtet der ORF in Wien den Eurovision Song Contest aus. Aufgrund der Teilnahme Israels zogen sich einige europäische Rundfunkanstalten von der Veranstaltung zurück.
Nicht so der ORF. Unter dem Motto „Keine Bühne für den Völkermord!“ fanden daher am 16. April in den meisten Landeshauptstädten Protestaktionen statt. So auch in Graz.
Während des Mittagessens in der Kantine des Landestudios wurden die ORF-Mitarbeiter mit einem Transparent und zwei kurzen Reden auf ihre Verantwortung auch gegenüber der ORF-Führung aufmerksam gemacht. Konkret kritisiert wurde der durchgehend eurozentrische Blick auf die Welt im Allgemeinen und die Israel-Schutzmantel-Haltung des ORF im Besonderen hingewiesen.
Dem ORF-Landesdirektor Gerhard Koch wurde ein Brief an die neue ORF-Generaldirektorin Ingrid Thurnher und das Buch „Staatsräsonfunk“ übergeben. Fabian Goldmann hatte darin 11.125 Berichterstattungen deutscher Leitmedien zum Genozid in Gaza ausgewertet. Sein Fazit: Das Objektivitätsgebot wurde fast duchgehend verletzt und die Medienkonsumenten wurden ein Opfer massiver Meinungsmanipulationen.
Link zum Buch: https://manifest-buecher.de/produkt/staatsraesonfunk/