Archiv für den Monat: Mai 2018

Gespräche mit Menschen aus Gaza von Amira Hass

 

„Wir sterben sowieso, dann soll es vor den Kameras sein“: Gespräche mit Menschen aus Gaza

 

Meine Freunde in Gaza sind über Israels Behauptung, dass Hamas alles entscheidet, entrüstet. „Ihr Leute habt immer auf uns heruntergeschaut, daher ist es für euch schwer zu verstehen, dass niemand im Namen eines anderen demonstriert“

 

Quelle

https://www.haaretz.com/israel-news/.premium-we-die-anyway-so-let-it-be-in-front-of-the-camera-talking-to-gazans-1.6098045

Amira Hass

May 20, 2018 10:06 AM

Palestinian demonstrators run for cover from tear gas launched by Israeli soldiers during protests along the Israel-Gaza border on May 15, 2018. Credit: THOMAS COEX/AFP

AMIRAHASSWir sterben sowieso

Galaempfang in Jerusalem mit österreichischer Teilnahme

Wir haben heute nachstehendes Mail an Außenministerin Kneissl, Kanzler Kurz und andere österreichische PolitikerInnen geschickt:

 

Soeben haben wir die israelische Tageszeitung Haaretz gelesen

 

https://www.haaretz.com/israel-news/these-countries-participating-in-israel-s-gala-for-u-s-embassy-move-1.6077598

und mussten mit großem Befremden feststellen, dass Österreich am heutigen Galaempfang anlässlich der morgigen Eröffnung der US-Botschaft in Jerusalem teilnehmen wird.

 

Wir müssen Ihnen im Außenamt sicher nichts über den Palästina-Israel-Konflikt erklären, noch, was der Status von Jerusalem ist, trotzdem erlauben wir uns, daran zu erinnern, dass Israel im Jahr 1980 Ostjerusalem annektierte, was von der internationalen Völkergemeinschaft nicht anerkannt wurde (siehe UN-Sicherheitsrats-Resolutionen 252, 267, 471, 476, 478) und alle legislativen Maßnahmen, die Israel ergreift, um den Status und Charakter von Jerusalem zu verändern, daher null und nichtig sind.

 

Der Transfer der US-Botschaft kommt einer Negierung obiger Resolutionen gleich und ist daher schärfstens zu verurteilen, was auch die meisten EU-Staaten machen, unter anderem durch den Boykott dieses Empfangs. Warum nun Österreich (fast) im Alleingang an diesem Empfang teilnimmt und somit eine schweigende Zustimmung erteilt ist uns nicht verständlich und wir drücken als StaatsbürgerInnen unsere schärfste Verurteilung aus und koennen nur sagen ´nicht in unseren Namen´. Durch diese unglückselige Botschaftseröffnung wird der so nötige Friede zwischen Palästina und Israel hintertrieben, ja unmöglich gemacht. Anstatt dass Österreich sich mit seiner langen Tradition der Unabhängigkeit für eine friedliche Lösung einsetzt, ergreift es Partei für den Stärkeren, dafür gibt es nur ein Wort: ´würdelos´ und ´Schämen Sie sich´.

 

Fuer: Palaestina Solidaritaet Steiermark

Helga Suleiman, Christine Hoedl