
Das drohende Ende der Christen in Palästina
In Gaza und der Westbank spitzen sich für die Palästinenser:Innen
die Unterdrückung und Vertreibungen derzeit extrem zu. Das
betrifft sowohl Muslime als auch Christen. Nach dem Kreuzestod
Jesu bildete sich in Jerusalem eine christlich Urgemeinde. Diese
christliche Präsenz blieb durch zwei Jahrtausende hindurch
erhalten. Im Zuge der Staatsgründung Israels 1948 wurden ca.
750.000 arabische Palästinenser:innen vertrieben („Nakba“ =
Katastrophe), darunter auch viele Christen. Ein großer Teil von
ihnen lebt heute international verstreut. Nur mehr ca. 190.000 von
ihnen wohnen noch zwischen Mittelmeer und Jordan. Sie sind in 52
verschiedenen Kirchen multikonfessionell organisiert. Aufgrund
der fortdauernden Bedrängnisse durch die zionistische Politik
Israels gibt es eine starke Auswanderung. Die christliche Präsenz
im Lande Jesu könnte bis 2040 ein Ende finden.
