Vor 50 Jahren, im Frühling 1962, endete der Algerienkrieg. Dieser Krieg war einer der wichtigsten Konflikte der Nachkriegszeit. Er diente Befreiungsbewegungen und Terrororganisationen weltweit als Vorbild, brachte Frankreich an den Rand eines Militärputsches, und die Spätfolgen sind noch heute spürbar, in Algerien und auch in den französischen Vorstädten. Gut nachvollziehen lässt sich der Konflikt anhand eines Films, der 1966 in Venedig mit dem Goldenen Löwen ausgezeichnet wurde. Der Film verherrlicht für die einen den Terrorismus, für die anderen ist er ein Dokument des Antikolonialismus. Über Afghanistan, den Irak, Syrien, Guantanamo, Abu Ghraib und den „Krieg gegen den Terror“ hat er genauso etwas zu sagen wie über die französischen Präsidentschaftswahlen. Der Film erzählt zugleich vom Freiheitskampf eines unterdrückten Volkes, von einer großen Tragödie und davon, dass der Tod keine Staatsangehörigkeit hat. 2003 sahen ihn die Strategieexperten des Pentagon, um dann alles zu ignorieren, was sich aus ihm lernen lässt. Heute ist der Film noch aktueller als 1965, als er gedreht wurde. Das ist die größte Tragödie.
Archiv der Kategorie: Arabischer Raum
Dänemark will Waren aus jüdischen Siedlungen im Westjordanland kennzeichnen
Die Kennzeichnung soll optional sein, aber man will damit ein Zeichen setzen, wie dies die britische Regierung bereits 2009 gemacht hat. Dänemark will Waren aus jüdischen Siedlungen im Westjordanland kennzeichnen weiterlesen
Syrische Aufständische: Terrorhilfe von der UCK?
Einem Bericht des russischen Nachrichtensenders Russia Today zufolge haben sich syrische Aufständische mit der früheren kosovo-albanischen Untergrundgruppe UCK auf Ausbildungshilfe im Partisanenkrieg verständigt.
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Informationsbroschüre "Spenden für Kolonialismus und Apartheid"
der Palästina-Solidarität Region Basel in Zusammenarbeit mit dem Palästinakomitee Stuttgart und BDS Schweiz
http://www.palaestinakomitee-stuttgart.de/pdfs/spenden_fuer_kolonialismus_jnf.pdf
Der Keren Hajessod (קרן היסוד, hebr.: „Grundfonds“, engl.: The Erez Israel Foundation Fund, deutsch: Palästina-Grundfonds) ist die 1921 als zentrale Finanzorganisation des Palästina-Aufbaus gegründete Gesellschaft der zionistischen Bewegung. Am 29. 4.2012 veranstaltete diese Organistion eine Spendensammlung im Grazer Congress, deren Einladung namhafte Persönlichkeiten aus Wirtschaft und Politik gefolgt sind.
Die genannte Broschüre liefert einen historischen Einblick in die Tätigkeit des Jüdischen Nationalfonds, mit dem Keren Hajessod als spendensammelnde Organisation engstens verbunden ist. Ihr Untertitel lautet: “ Die Grünwaschung von Vertreibung und Enteignung in Palästina durch den Jüdischen Nationalfonds“.
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Kommission Israel/Palästina von Pax Christi Österreich Memorandum
Buchvorstellung: Nakba – die offene Wunde
Vergessen ist keine Lösung
»Wir müssen alles tun, um sicherzugehen, dass sie [die Palästinenser] niemals zurückkommen… Die Alten werden sterben, die Jungen werden vergessen.« Dies notierte Israels Staatsgründer David Ben Gurion am 18.Juli 1948 in seinem Tagebuch. Und so hoffen es viele israelische Politiker immer noch. Doch die palästinensischen Flüchtlinge, die Marlène Schnieper in ihrem Buch über die Nakba porträtiert, haben nicht vergessen.
Solidaritätshungerstreik mit den palästinensischen Gefangenen in Italien
Dear all, below a letter we sent, as a network of solidarity groups from Roma – Italy, to the Italian Foreign Minister to ask to take action with the Israeli government against the collective punishement used against the palestinian political prisoners. We also decided to have three days hunger strike in solidarity with the palestinian politica prisoner and the request presented by them. The hunger strike is joined, among others, by Luisa Morgantini (former Vice President Eu Parliament), Moni Ovadia (director,actor, writer), Giovanni Franzoni (theolog, writer from San Paolo Community), Vincenzo Vita (senator from Democratic Party).
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Kinder in israelischen Militärgefängnissen (Neuer DCI Bericht, März 2012)
Defence for Children International – Palästina
7.000 ist die geschätzte Anzahl von palästinensischen Kindern, die seit 2000 verhaftet und strafrechtlich von israelischen Militärgerichten verfolgt wurden.
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Syrien: Die Militarisierung der Proteste und die strategische Unvernunft der Gewalt
IMI-Studie 2012/07 – in: AUSDRUCK (April 2012)
von: Jürgen Wagner
Seit einiger Zeit wird innerhalb der westlichen Eliten eine teils hitzige Debatte geführt, auf welche Weise in den syrischen Bürgerkrieg eingegriffen werden soll
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Israels Besatzungspolitik schlimmer als die Apartheid Südafrikas?
Bei Diskussionen über die Besatzungspolitik Israels in den palästinensischen Territorien und im Zusammenhang der Berechtigung der BDS-Kampagne gegen Israel taucht immer wieder die Frage auf, ob es gerechtfertigt ist, gegenüber Israel den Vorwurf einer Apartheidspolitik zu erheben. Unter dem link http://www.arendt-art.de/deutsch/palestina/Stimmen_Israel_juedische/gideon_levy_schrei_geliebtes_land.htm findet sich dazu die deutsche Übersetzung des 2. Teils eines im Mai 2007 in der Haaretz erschienenen Berichts des bekannten israelischen Journalisten Gideon Levy über seinen damaligen Besuch in Südafrika. Er geht dabei zentral auf die Frage der Vergleichbarkeit der beiden Unterdrückungssysteme ein. Interessant ist darin vor allem die Widergabe eines Gesprächs mit Ronny Kasrils einem langjährigen Kampfgefährten Nelsons Mandelas und Spitzenpolitikers des neuen Südafrika. Kasrils leitete von 1999 bis 2004 das Ministerium für Wasser- und Forstwirtschaft und war von 2004 bis 2008 Minister für innere Sicherheit. Er ist 1938 geboren und entstammt einer jüdischen Familie aus Litauen. Knapp vor dem Erscheinen des Haaretz-Berichtes war Kasrils zum ersten mal selbst in Israel und den palästinensischen Gebieten. Sein abschließendes Urteil ist eindeutig: „Israels Besatzungspolitik ist „schlimmer als die Apartheid“. Niemals hätten die Weißen die schwarzen Viertel mit Artillerie und Panzern angegriffen ….. Den ganzen Haaretz-Bericht lesen >>>>>>
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