Archiv für den Monat: Januar 2015

Stimmungsmache gegen Muslime – Ganz dünner Lack

Von Knut Mellenthin

Nicht alle Medien des deutschen Mainstream, nicht alle deutschen Journalisten, aber doch sehr viele haben jahrelang Vorurteile gegen den Islam und gläubige Muslime verbreitet und bedient. Aber seit Beginn der Dresdner Pegida-Aufmärsche im Oktober bilden sie zusammen mit den Politikern der staatstragenden Parteien eine fast komplett geschlossene Empörungsfront. Wie dünn der frisch aufgetragene Lack ist, zeigt sich dennoch immer wieder.

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Gibt es die Orte von Gut und Böse?

In den Tagen nach den Attentaten von Paris haben sich Medien und Politik überboten im Zuweisen von allem Grausigen, Bösen und Furchtbaren an die Adresse des Islam – von den halbherzig nachgeschobenen Unterscheidungen zum Islamismus oder „Mehrzahl der friedliebenden Muslime“ einmal abgesehen. Denn tatsächlich wollten viele in diesem Schrecken den letzten Beweis für die dieser Religion innewohnende Gewalt sehen.

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Vom „Kalifat“ in den 11. Pariser Bezirk: Die Rückkehr des Krieges

von Hannes Hofbauer*

Was schwirren nicht für Ansätze zur Erklärung des schrecklichen Attentats gegen die Redaktion des französischen Satireblattes „Charlie Hebdo“ durch die Medien! Die unterstellten Motive reichen von religiösem Fanatismus über verletzte Gottesfurcht bis zur gerächten Prophetenlästerung.

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Je suis……Gedanken zum Terroranschlag in Paris

Je suis (ich bin) Stephane und Yohan, stellvertretend für die 17 am 8. Jänner in Paris kaltblütig ermordeten Menschen – die ermordeten MitarbeiterInnen von „Charlie Hebdo“*), die im Supermarkt ermordeten jüdischen Geiseln und die ermordeten Polizisten.

Je suis Rashid und Fatima, stellvertretend für die bis zu 260.000 IrakerInnen, die im Jahr 1991 dem Bombenhagel des „Wüstensturms“ der US-Streitkräfte und ihrer Alliierten zum Opfer fielen. Je suis……Gedanken zum Terroranschlag in Paris weiterlesen

Das wird man doch wohl noch zeichnen dürfen!

Harald Neuber 10.01.2015
Das Satireblatt Charlie Hebdo ist kein Vorbild für Meinungsfreiheit. Und die demonstrativ zur Schau gestellte Solidarität mit den toten Journalisten ist heuchlerisch
Die blutige Attacke auf die Redaktion der französischen Satirezeitschrift Charlie Hebdo könnte für Europa ein Fanal im Antiterrorkampf werden wie dies der 11. September 2001 für die USA ist. Darauf deuten sowohl die Brutalität des Überfalls hin, bei dem die Angreifer zehn Journalisten und zwei Polizisten ermordeten, als auch die Reaktionen in Frankreich und anderen EU-Mitgliedsstaaten. Frankreichs Präsident François Hollande sprach umgehend von einem Terrorangriff, europäische Amtskollegen verteidigten in ihren Kondolenzbotschaften „westliche Werte“. Es ist müßig, festzustellen, dass keine Zeichnung und kein journalistischer Beitrag Mord rechtfertigt. Allerdings hilft der phrasenartige Sermon, der jetzt von Politik und Medien kommt, nicht weiter, um das Geschehen in allen Dimensionen zu erfassen.

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