Archiv für den Monat: November 2018

Pressemitteilung des palästinensischen Botschafters

Zur Konferenz in Wien: Antisemitismus und Antizionismus müssen strikt voneinander getrennt werden

Schluss mit der Heuchelei. Schluss mit Gleichsetzung von Antizionismus mit Antisemitismus. Ein Antizionist ist gegen Taten des zionistischen Staates, ein Antisemit ist gegen Juden als Menschen. Wir sind Juden und wir bekennen uns dazu. Wir sind aber keine Zionisten. Zionismus ist eine rassistische, kolonialistische und militaristische Ideologie aus dem 19. Jahrhundert, die schon längst auf den Müllhaufen der Geschichte gehört.

Abi Melzer, „Jüdische Stimme für gerechten Frieden im Nahost e.V.“

Bundeskanzler Sebastian Kurz veranstaltet am 20. und 21. November 2018 in den Wiener Börsensälen in Wien eine Konferenz mit dem Titel „Europa jenseits von Antisemitismus und und Antizionismus – Sicherung des jüdischen Lebens in Europa“.

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Schreiben an den ORF betreffend der Gaza-Berichterstattung im OE1 Journal

Sehr geehrte Damen und Herren,

gestern im Morgenjournal berichteten Sie über Palästina-Israel und begannen damit, dass eine Unzahl von Raketen aus Gaza Richtung Israel abgefeuert wurden. Als Veranschaulichung dessen, was Schreckliches passiert, sandten Sie Tonaufnahmen aus Ashkelon. Sie sprachen über die Hamas (2006 mehrheitlich demokratisch gewählt) und vergaßen nicht, das Attribut ´radikal´ beizufügen.

Was Sie hingegen völlig „vergaßen“, war die Information, dass vor dem Raketenabschuss aus Gaza israelische Elitesoldaten völkerrechtswidrig in Gaza eingedrungen waren, sechs Menschen ermordeten, sich unter schwerstem israelischem Feuerschutz aus der Luft zurückzogen und dann das Fahrzeug aus der Luft zerstörten, damit keine Spuren zurückblieben.

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Ist das verhältnismäßig? Verdacht auf Gesinnungsjustiz

Ein junger Palästinenser aus Gaza wird im Frühjahr 2018 von einem Geschworenengericht rechtskräftig zu lebenslanger Haft verurteilt – wegen Terrorismus. Aus der spärlichen Berichterstattung lässt sich entnehmen, dass die Tat, zu der es nie kam, im besetzten Jerusalem hätte stattfinden sollen und dass die Belastungszeugen, selbst jugendliche Palästinenser, aus einem israelischen Gefängnis per Skype ihre Aussagen machten.
Von Wilhelm Langthaler

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