Archiv für den Monat: Oktober 2023

31.10. Sumaya Farhat-Naser. Dialog und Vortrag: Friedensarbeit als Auftrag für ALLE

 

DIENSTAG | 31. OKTOBER
19:00 UHR | BERNARDIN-SAAL
GRAZ | ALBRECHTGASSE 6A

Seit über vier Jahrzehnten führt Sumaya Farhat-Naser Projekte zur Friedensbildung vor allem im Westjordanland durch. Sie lehrt seit vielen Jahren in Schulen und leitet Frauengruppen. Seit einiger Zeit hat sie ihren Fokus auch auf junge Männer erweitert, um eine gesamtgesellschaftliche Bildung voranzubringen. Einladung_VeranstaltungFarhat-Naser_311023

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Demo in Solidarität mit Palästina in Graz am 20.10.2023

Die Palästina Solidarität Steiermark und Österreich und die Steirische Friedensplattform riefen dazu auf, sich am 20.10. um 17 Uhr zu einem Protestmarsch gegen den brutalen Krieg der israelischen Besatzungsmacht gegen das palästinensische Volk in Graz am Griesplatz zu versammeln.

Die Grazer Polizei untersagte wieder diese friedliche Art, seine Meinung kundzutun und verletzte somit das Recht auf Versammlungsfreiheit. Am Grazer Rathaus die israelische Fahne gehisst wird – und gleichzeitig wird es Menschen untersagt, Solidarität mit Palästina zu zeigen. Eine himmelschreiende Ungerechtigkeit.

Um 17 Uhr waren rund 120 Demonstrationsteilnehmer:innen am Griesplatz. Die Polizei teilte uns mit, um Punkt 17 Uhr die Demo aufzulösen. Kurz vor 17 Uhr teilten die Versammlungsleiter:innen den Protestierenden mit, dass die Versammlung untersagt ist und wir jeweils zu zweit den Griesplatz verlassen und mit Corona-Abstand Richtung Hauptplatz gehen. Es wurden noch ein paar Parolen gerufen. Die Polizei rief über Lautsprecher auf, dass alle den Platz einzeln verlassen müssen. Nur das war nicht mehr möglich! Sie gaben uns nicht einmal zwei Minuten zur Auflösung Zeit, sondern kesselten umgehend die Demo-Teilnehmer:innen.

Als klar war, dass es kein Entkommen mehr gab, durchkreuzten wir ihre Strategie: wir hielten eine Kundgebung ab! Es wurden Parolen wie Free Palestine! Free Gaza! Stoppt den Genozid! From the river to the sea Palestine willbe free! gerufen, Fahnen geschwungen, mitgebrachte Schilder hochgehalten und Reden gehalten. Um den Polizeiring herum bildete sich ein zweiter Kreis von Protestierenden, von jenen, die erst kurz nach fünf eintrafen. Sie hatten ebenfalls Fahnen und Schilder. So waren wir insgesamt ca. 200 Personen.

Nach zwanzig Minuten teilte die Polizei mit, den Platz einzeln verlassen zu müssen und dass bei jedem der Ausweis kontrolliert wird. Dieses Vorgehen dauerte bis 18:30. Bis zum Schluss hielt unser Protest an. Das Polizeiaufgebot war massiv, die gesamte Kundgebung wurde gefilmt und tontechnisch aufgenommen. Auch eine Drohne schwebte über uns. Viele Teilnehmer:innen waren sehr emotional, ein Teilnehmer berichtete, 47 Familienangehörige in Gaza verloren zu haben.

Es war ein starker Protest. Niemand wollte den Platz verlassen, sondern bleiben bis zum Schluss bleiben. Eine junge Rednerin stellte einen symbolischen Bezug hier: Sowie die Menschen in Gaza konnten wir aus dem Kessel nicht raus, wir konnten nur einzeln wie durch einen Checkpoint durch, Palästinenser:innen werden als Terroristen dämonisiert, solidarische Menschen in Europa als gefährlich gebrandmarkt, so gefährlich, dass die Terrorwarnstufe ausgerufen wird.

Wir werden uns das Menschenrecht auf Meinungsfreiheit und Protest nicht nehmen lassen und weiterhin in Graz auf der Straße sichtbar bleiben!
FREIHEIT FÜR PALÄSTINA!

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Das Gebot der Stunde ist Pazifismus, das Stiften von Frieden. Dieses Gebot hat einen großen Gegner: den Kapitalismus, der von Kriegen bestens lebt.

Only one way

Es ist Krieg und sie sind wieder da: die Moralisten, Kolumnisten, Zeigefingerjournalisten und Mahner, denen es in der Zeit schlechter Nachrichten am besten geht. Sie verurteilen den Angriff der Hamas auf Israel – völlig zu Recht. Aber was sie verschweigen, sind die Antworten auf jene Fragen, die erst ein Licht darauf werfen, wer die Hamas bewaffnet hat.

Das Gebot der Stunde ist Pazifismus, das Stiften von Frieden. Dieses Gebot hat einen großen Gegner: den Kapitalismus, der von Kriegen bestens lebt. weiterlesen

Kriegsverbrechen mit Ansage

Krieg in Gaza

Palästina: Israelische Regierung droht Palästinensern mit brutaler Rache. Flächenbrand bei Angriff auf Iran möglich

Von Knut Mellenthin/ Junge Welt vom 11.10.23

Hintergrund­: Warum regiert ­Hamas in Gaza?

Die Hamas beherrscht seit 2007 den Gazastreifen. In der gleichlautenden Sprachregelung der Mainstreammedien heißt es, dass die islamisch-fundamentalistische Organisation »sich an die Macht geputscht« habe. Aber etwas anders war es dann doch. Kriegsverbrechen mit Ansage weiterlesen