Wie lange noch? Der Völkermord in Gaza dauert bereits mehr als ein Jahr, 42.000 Menschen wurden ermordet.
Graz: Mahnwache HEUTE, 27.10.2024 und Filmvorführung am 31.10.2024 weiterlesen
Wie lange noch? Der Völkermord in Gaza dauert bereits mehr als ein Jahr, 42.000 Menschen wurden ermordet.
Graz: Mahnwache HEUTE, 27.10.2024 und Filmvorführung am 31.10.2024 weiterlesen
Film „DIE EISERNE MAUER“ von Mohamed Alatar (53 Minuten)
Freitag, 7. Juni um 19 Uhr in Graz, Lendkai 45.
Im Anschluss an den Film gibt es Zeit für Fragen und Diskussion!
Gideon Levy Haaretz – 12. September 2019
Es gibt ein Wahlversprechen von Premierminister Benjamin Netanyahu, von dem wir hoffen sollen, dass es erfüllt wird: die Annexion des Jordantals an Israel. Bislang war kein anderes Kampagnenversprechen so ermutigend wie dieses. Keine einzige zionistische Partei hat auch nur einen Schimmer einer Idee geliefert, die die derzeitige Situation aufrütteln könnte, was jetzt durch diesen Annexionsvorschlag geschieht, und der Status quo schreit nach einer Aufrüttelung.
Der israelische Journalist Gideon Levy schreibt in der israelischen Tageszeitung Haaretz vom 7.4.2019 folgendes:
Sehr geehrte Damen und Herren,
gestern im Morgenjournal berichteten Sie über Palästina-Israel und begannen damit, dass eine Unzahl von Raketen aus Gaza Richtung Israel abgefeuert wurden. Als Veranschaulichung dessen, was Schreckliches passiert, sandten Sie Tonaufnahmen aus Ashkelon. Sie sprachen über die Hamas (2006 mehrheitlich demokratisch gewählt) und vergaßen nicht, das Attribut ´radikal´ beizufügen.
Was Sie hingegen völlig „vergaßen“, war die Information, dass vor dem Raketenabschuss aus Gaza israelische Elitesoldaten völkerrechtswidrig in Gaza eingedrungen waren, sechs Menschen ermordeten, sich unter schwerstem israelischem Feuerschutz aus der Luft zurückzogen und dann das Fahrzeug aus der Luft zerstörten, damit keine Spuren zurückblieben.
Schreiben an den ORF betreffend der Gaza-Berichterstattung im OE1 Journal weiterlesen
Ein Bub, der Steine auf die Israelischen Verteidigungsstreitkräfte (IDF) warf, wurde als Strafe von einem Soldaten hingerichtet; es war das dritte Mal in wenigen Wochen, dass Soldaten Steinewerfer in den Kopf schossen.
Gideon Levy und Alex Levac – Haaretz vom 9.2.2018
Tödliche Razzia im Flüchtlingslager von Jenin
Auf der Suche nach mutmasslichen Mörder eines israelischen Siedlers wird ein Palästinenser von den israelischen Streitkräften getötet
Hamas und Israel zum Waffenstillstand drängen. Einseitige Schuldzuweisungen sind fehl am Platz. Ursachen der Gewalt liegen in der israelischer Besatzungspolitik.
Die neuerliche Eskalation der Gewalt im israelisch-arabischen Konflikt, insbesondere zwischen dem Hamas-regierten Gazastreifen und der Regierung in Tel Aviv, kann leicht in einen größeren Krieg münden, in dessen Verlauf die Menschen im Gazastreifen Opfer der übermächtigen israelischen Militärmaschine würden.
Erinnerungen an die Militäroffensive im Dez. 2008/Januar 2009, werden wach. Damals starben über 1.400 Bewohner des Gazastreifens, Tausende wurden verletzt und verloren ihre Häuser und Wohnungen. Auf israelischer Seite wurden 13 Todesopfer gezählt.
Eine einseitige Schuldzuweisung an die Adresse der PalästinenserInnen ist fehl am Platz und blendet die aktuelle Ursache, die israelische Besatzungspolitik, aus. Was die aktuelle Entwicklung betrifft, so ist längst nicht ausgemacht, wer den ersten Stein warf und wer nur reagierte.
Allen militärischen Optionen in diesem Dauerkonflikt muss eine Absage erteilt werden. Stattdessen muss endlich das Recht der PalästinenserInnen auf einen eigenen Staat und auf ein lebenswertes Leben anerkannt und umgesetzt werden.
In das gleiche Horn stößt auch die israelische Friedensorganisation Gush Shalom. Deren Stimme mag derzeit marginalisiert erscheinen, sie drückt aber die einzige realistische Perspektive für eine Lösung des Konflikts aus. Im eigenen Interesse, so ihr Credo, müsse Israel auf den Pfad des Friedens, der Gewaltlosigkeit und des internationalen Rechts zurückkehren.
Die Steirische Friedensplattform Graz fordert daher
einen sofortigen Waffenstillstand in Gaza
eine sofortige Aufhebung der völkerrechtswidrigen Blockade in Gaza
die Anerkennung des palästinensischen Staates durch die UNO
die österreichische Regierung auf, sich im Sinne der österreichischen Neutralität vermittelnd in den Konflikt einzubringen.
Graz, am 20. November 2012